Geschichte der Philippinen · Abschnitt 4/4

Marcos-Diktatur & People Power

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Marcos-Diktatur & People Power

Ferdinand Marcos wurde 1965 zum Präsidenten gewählt und erklärte 1972 das Kriegsrecht — der Beginn einer 21 Jahre währenden Diktatur, die das Land in seinen Grundfesten erschütterte. Marcos und seine Frau Imelda (berüchtigt für ihre 3.000 Paar Schuhe) plünderten systematisch die Staatskasse — geschätzte 5–10 Milliarden Dollar verschwanden auf Schweizer Bankkonten. Politische Gegner wurden eingesperrt, gefoltert oder ermordet. Über 3.000 Menschen wurden getötet, 35.000 gefoltert, 70.000 inhaftiert.

Der Wendepunkt kam am 21. August 1983, als Oppositionsführer Benigno „Ninoy" Aquino Jr. bei seiner Rückkehr aus dem Exil am Manila International Airport erschossen wurde — wahrscheinlich auf Marcos' Befehl. Der Flughafen trägt heute seinen Namen.

Die People Power Revolution (EDSA Revolution) vom 22.–25. Februar 1986 war eine der ersten friedlichen Massenrevolutionen der Geschichte: Über zwei Millionen Menschen versammelten sich auf der Epifanio de los Santos Avenue (EDSA) in Manila — Nonnen standen vor Panzern, Soldaten verweigerten den Schießbefehl, und nach vier Tagen floh die Familie Marcos ins Exil nach Hawaii. Corazon „Cory" Aquino, Witwe des ermordeten Ninoy, wurde die erste Frau an der Spitze einer asiatischen Demokratie.

Die People Power Revolution inspirierte friedliche Umstürze weltweit — vom Fall der Berliner Mauer bis zum Arabischen Frühling. Sie bleibt der stolzeste Moment der modernen philippinischen Geschichte.

💡 Tipp

Das Ayala Museum in Makati hat eine hervorragende Diorama-Ausstellung zur philippinischen Geschichte — 60 handgefertigte Dioramen erzählen die Geschichte von der Vorkolonialzeit bis zur People Power Revolution. Eintritt: 475 PHP.

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