Santana & traditionelle Häuser★
Das Städtchen Santana an der Nordküste ist berühmt für seine Casas de Colmo — die dreieckigen, strohgedeckten Häuser mit den bunten Türen und Fensterläden, die zum Symbol Madeiras geworden sind. Diese Häuser, einst die typische Bauform der Landbevölkerung, dienten als Wohn- und Stallgebäude gleichzeitig — die Tiere unten, die Familie oben unter dem Strohdach.
Heute stehen die meisten der verbliebenen Casas de Colmo im Parque Temático da Madeira (Themenpark, 6 €), einem familienfreundlichen Park am Ortsrand, der die Kultur, Geschichte und Natur Madeiras zeigt. Die original erhaltenen Häuser am Rathausplatz (frei zugänglich) sind fotogener, aber es sind nur noch wenige. Santana ist seit 2011 UNESCO-Biosphärenreservat.
Der eigentliche Grund für einen Besuch in Santana ist die umliegende Natur: Von hier starten die Levada-Wanderungen zum Caldeirão Verde (ab dem Queimadas-Forsthaus, 5 km westlich) und es gibt spektakuläre Küstenwege. Das Queimadas-Forsthaus selbst — ein märchenhaftes Gebäude mit Strohdach in einem moosüberwachsenen Wald — ist einen Besuch wert, auch ohne Wanderung.
Die Fahrt von Funchal nach Santana (40 Minuten über die VE4-Autobahn) ist bereits ein Erlebnis — die Landschaft wechselt von subtropisch zu alpin und wieder zu üppig-grün. Santana hat einige gute, günstige Restaurants: Cantinho da Serra serviert Espetada und Espada für unter 12 € — mit Blick auf die grünen Berge.
💡 Tipp
Santana lässt sich perfekt mit der Caldeirão-Verde-Wanderung kombinieren: Morgens wandern (5 Stunden), Mittagessen in Santana, nachmittags die Casas de Colmo und das Queimadas-Forsthaus besichtigen. Das Forsthaus hat ein kleines Café mit Bolo do Caco — perfekte Stärkung vor oder nach der Wanderung.