Los Gigantes & Wale beobachten★★
Die Acantilados de los Gigantes — die „Klippen der Riesen" — sind eine der spektakulärsten Küstenformationen der Kanaren: Senkrechte Basaltfelsen, die bis zu 600 Meter aus dem Atlantik ragen. Die Ureinwohner (Guanchen) nannten die Klippen Tenegüide — „Teufelswand". Am eindrucksvollsten erlebt man sie vom Wasser aus, auf einer Bootstour.
Wal- und Delfinbeobachtung: Die Gewässer zwischen Teneriffa und La Gomera beherbergen eine residente Population von etwa 500 Kurzflossen-Grindwalen und zahlreiche Große Tümmler. Die Tiere leben hier ganzjährig in einer Meerestiefe von bis zu 2.000 Metern — die Sichtungsrate liegt bei über 90 %. Mit etwas Glück sieht man auch Pottwale, Blainville-Schnabelwale oder sogar Blauwale (selten, am ehesten im Frühjahr).
Touren: Whale-Watching-Boote starten von Puerto Colón (Costa Adeje) und Los Gigantes. Es gibt drei Kategorien:
- Katamarane (2–3 Std.) — Ab 25 €, große Gruppen (bis 60 Personen), gut für Familien. Oft mit Schwimmstopp und Getränken.
- Segelboote (3–4 Std.) — Ab 45 €, kleinere Gruppen (10–15 Personen), ruhigere Erfahrung, oft mit Mittagessen.
- Zodiac-Schlauchboote (2 Std.) — Ab 35 €, kleine Gruppen (8–10), am nächsten an den Tieren, actionreich.
Der Ort Los Gigantes selbst ist ein ruhiger, etwas in die Jahre gekommener Ferienort mit einem kleinen Sporthafen, einem schwarzen Vulkanstrand (Playa de los Guíos, direkt am Fuß der Klippen — fantastische Kulisse!) und mehreren guten Fischrestaurants. Das Naturschwimmbecken Piscinas Naturales El Caletón in der Nachbargemeinde Garachico ist ebenfalls einen Abstecher wert: natürliche, vom Meer gespeiste Lavabecken, Eintritt frei.
💡 Tipp
Achten Sie bei Whale-Watching-Anbietern auf das „Blue Boat"-Zertifikat — diese Boote halten die gesetzlichen Mindestabstände ein und stören die Tiere nicht. Touren morgens (9–10 Uhr) haben die ruhigste See und die besten Sichtungschancen. Seekranke sollten Tabletten 30 Minuten vorher nehmen.