Weitere Highlights
Lanzarote hat neben den großen Attraktionen noch einige Orte und Erlebnisse, die einen Abstecher verdienen — besonders wenn man mehr als eine Woche auf der Insel verbringt.
Jardín de Cactus★★
César Manriques letztes großes Werk (vollendet 1990): ein Kakteengarten mit über 4.500 Exemplaren aus 450 Arten, angelegt in einem ehemaligen Steinbruch (Rofera). Die terrassenförmige Anlage, die alte Windmühle darüber und die sorgfältige Komposition aus Vulkangestein und Kakteen machen den Garten zu einem der fotogensten Orte der Insel. Klein, aber intensiv — 30–45 Minuten reichen. Das Café ist Manrique-typisch elegant.
Cueva de los Verdes★★
Ein unterirdischer Lavatunnel, der sich über 6 km vom Vulkan Monte Corona bis ins Meer erstreckt — einer der längsten der Welt. Der begehbare Abschnitt (ca. 1 km, 50 Min. geführte Tour) führt durch atemberaubende Höhlenformationen, die von Manrique subtil beleuchtet wurden. Am Ende wartet eine optische Überraschung, die hier nicht verraten wird — sie ist ein Manrique-typischer Geniestreich.
Die Cueva de los Verdes und die Jameos del Agua sind Teile desselben Lavatunnels — sie zu kombinieren zeigt den Kontrast zwischen „Natur pur" (Cueva) und „Manrique-Kunst" (Jameos).
El Golfo & der grüne See★★
An der Westküste, am Rande des Timanfaya-Gebiets, liegt das kleine Fischerdorf El Golfo — und unmittelbar südlich davon einer der fotogensten Orte Lanzarotes: der Lago Verde (Charco de los Clicos). Ein smaragdgrüner Kratersee, eingerahmt von einer halbversunkenen schwarzen Kraterwand und einem schwarzen Lavastrand. Die grüne Farbe stammt von einer Alge (Ruppia maritima), die in dem salzigen, isolierten Gewässer gedeiht.
Der See ist nicht zugänglich (Naturschutzgebiet), aber vom Aussichtspunkt oberhalb hat man den ikonischen Blick. Anschließend: Fisch essen im Dorf — die drei Restaurants am Meer (Casa Torano, El Bogavante, La Cocina de Colacho) servieren den frischesten Fisch der Insel (12–22 € pro Gericht).
Salinas de Janubio★
Die größten Meersalzsalinen der Kanaren liegen an der Südwestküste und bieten besonders bei Nachmittagslicht ein faszinierendes Farbenspiel: Rosa, Weiß und Blau in geometrischen Becken vor schwarzer Lava. Die Salzproduktion geht auf das 19. Jahrhundert zurück und wird heute noch betrieben — das „Flor de Sal" (Salzblume) wird als Gourmetprodukt verkauft (ab 4 € pro Glas). Ein Aussichtspunkt an der LZ-703 bietet den besten Blick. Kein Eintritt.