Fuerteventura · Abschnitt 5/8

Jandía-Halbinsel

🇪🇸 Kanarische Inseln Reiseführer

Fuerteventura|
RegionenJandía-Halbinsel

Jandía-Halbinsel★★

Der äußerste Süden Fuerteventuras ist ein Universum für sich. Die Halbinsel Jandía wird durch den Istmo de la Pared — eine schmale Landenge — vom Rest der Insel getrennt und bildet mit ihren 830-Meter-Bergen (der Pico de la Zarza ist Fuerteventuras höchster Gipfel), wilden Westküsten-Stränden und dem Naturpark ein einzigartiges Kontrastprogramm.

Morro Jable & Costa Calma

Morro Jable im Süden ist der touristischste Ort der Halbinsel: eine freundliche Kleinstadt mit langer Strandpromenade, Restaurants und Hotels. Der Playa del Matorral (4 km Sand) vor der Haustür ist hervorragend zum Baden. Von hier legen Fähren nach Gran Canaria ab (Fred Olsen, 2,5 Std., ab 30 €).

Costa Calma weiter nördlich ist ein reines Ferienresort — wenig Charme, aber die Hotels hier bieten direkten Zugang zum Südende des Sotavento-Strands.

Wanderung zum Pico de la Zarza (807 m)

Die Königswanderung Fuerteventuras: Vom Parkplatz am Ortsrand von Morro Jable führt ein gut markierter Weg in ca. 3–4 Stunden (hin und zurück) auf den höchsten Gipfel der Insel. Die Aussicht vom Gipfel ist atemberaubend: Im Süden die Westküste mit dem unzugänglichen Playa de Cofete, im Norden die gesamte Insel bis Corralejo. Schwierigkeit: mittel, festes Schuhwerk erforderlich, kein Schatten. Unbedingt früh starten (vor 9 Uhr) und genug Wasser mitnehmen (mind. 2 Liter).

Playa de Cofete

Der wildeste Strand Fuerteventuras — und einer der eindrucksvollsten der Kanaren. Ein 12 km langer, menschenleerer Sandstrand an der sturmgepeitschten Westküste, eingerahmt von steilen Bergen. Die Anfahrt über eine 18 km lange Schotterpiste ab Morro Jable ist ein Abenteuer für sich (Allradwagen empfehlenswert, normale Mietwagen fahren auf eigene Gefahr — und auf eigene Versicherung). Baden ist wegen der starken Strömungen und Wellen gefährlich — dies ist ein Strand zum Staunen, nicht zum Schwimmen.

Am Strand liegt die mysteriöse Villa Winter, ein Herrenhaus aus den 1940ern, um das sich Legenden von Nazi-U-Booten ranken (historisch nicht belegt, aber atmosphärisch). Von außen besichtigbar.

💡 Tipp

Für die Piste nach Cofete gibt es eine gute Alternative: Organisierte Jeep-Touren ab Morro Jable (ab 45 € pro Person, halber Tag) bringen einen sicher hin und zurück und erzählen unterwegs die Geschichte der Villa Winter.

Achtung

Playa de Cofete: Absolutes Badeverbot bei starkem Wellengang! Die Strömung ist lebensgefährlich. Kein Rettungsdienst, kein Handyempfang am Strand. Die Schotterpiste dorthin ist bei Regen unpassierbar.

Reise nach Kanarische Inseln planen

* Partnerlinks – bei Buchung erhalten wir eine Provision, ohne Mehrkosten für dich