Ubud & Zentralbali · Abschnitt 1/9

Tegallalang Reisterrassen

🇮🇩 Bali Reiseführer

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Tegallalang Reisterrassen★★★

Jalan Raya Tegallalang, Tegallalang, Gianyar
Täglich 8:00–18:00 Uhr (Einlass ab 7:00 möglich)
Spende: 15.000–20.000 IDR (~0,90–1,20€) pro Abschnitt

Die Tegallalang Reisterrassen sind das meistfotografierte Motiv Balis — und das aus gutem Grund. Etwa 20 Minuten nördlich von Ubud fallen hier dramatische Stufen smaragdgrüner Reisfelder in ein tiefes Flusstal ab, durchzogen von Kokospalmen und dem uralten Subak-Bewässerungssystem, das seit dem 9. Jahrhundert funktioniert und seit 2012 zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Subak basiert auf der balinesischen Philosophie Tri Hita Karana — die Harmonie zwischen Mensch, Natur und Göttern — und verteilt das Wasser gerecht von Tempel zu Tempel, von Feld zu Feld.

Die Terrassen sind in drei Abschnitte unterteilt, die von lokalen Bauernkooperativen verwaltet werden. Jeder Abschnitt erhebt eine Spende von 15.000–20.000 IDR (~0,90–1,20€). Am spektakulärsten ist der mittlere Abschnitt mit seinen steilen Stufen und den berühmten Palmen-Schaukeln, die sich über die Schlucht schwingen (100.000 IDR/~5,80€ pro Fahrt). Folge den schmalen Pfaden zwischen den Reisfeldern hinab zum Fluss — hier wird es ruhig, und die meisten Touristen bleiben oben am Rand.

Der Reiszyklus bestimmt das Bild: Nach der Pflanzung (meist Januar und Juli) leuchten die Terrassen in frischem Grün, zur Ernte (ca. 3–4 Monate später) verwandeln sie sich in ein goldenes Meer. Zwischen den Zyklen liegen die Felder brach und sind weniger fotogen, dafür kann man den Bauern beim Pflügen zusehen — oft mit Wasserbüffeln, die hier noch im Einsatz sind.

Wer dem Massentourismus entfliehen will, fährt stattdessen zu den Jatiluwih Reisterrassen (45 Minuten westlich von Ubud) — die sind UNESCO-Welterbe, doppelt so groß, zehnmal so ruhig und mindestens genauso spektakulär. Ein Wanderweg von 2–4 Stunden führt durch das gesamte Terrassensystem, vorbei an kleinen Tempeln und Bauernhütten. Eintritt 40.000 IDR (~2,30€).

💡 Tipp

Komme um 7:30 Uhr, bevor die Reisebusse um 9 Uhr eintreffen. Das Morgenlicht ist ohnehin das schönste für Fotos. Die Cafés am Terrassenrand (Tis Café, Alas Harum) bieten spektakuläre Ausblicke — bestelle einen Luwak-Kaffee (50.000 IDR/~2,90€), den berühmten Schleichkatzenkaffee, aber achte darauf, dass die Tiere nicht in Käfigen gehalten werden.

Achtung

Die Wege zwischen den Reisfeldern sind schmal, uneben und nach Regen extrem rutschig. Flip-Flops sind ein Rezept für Katastrophen — trage feste Schuhe oder zumindest Sandalen mit Profil.

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