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Deutschland

Deutschland ist das beliebteste Reiseziel der Deutschen – und das zu Recht. Von den Kreidefelsen auf Rügen über den Schwarzwald bis zu den Bayerischen Alpen bietet das Land eine unglaubliche Vielfalt. Pulsierende Metropolen wie Berlin, München und Hamburg, mittelalterliche Altstädte, weltberühmtes Bier, Weihnachtsmärkte und eine Kulturlandschaft, die von der Romantischen Straße bis zur Sächsischen Schweiz reicht.

Hauptstadt

Berlin

Sprache

Deutsch

Währung

Euro (€)

Zeitzone

UTC+1

Flugzeit ab DE

Inlandsreisen per Bahn, Auto oder Kurzflug

Einreise

Kein Visum nötig (Inland)

Top 5 Highlights in Deutschland

Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.

1

Rügen & Ostseeküste

Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund, historische Seebäder, weiße Strände und die Seebrücken von Sellin und Binz.

2

Schwarzwald

Dichte Wälder, Kuckucksuhren, Kirschtorte und der Titisee – Deutschlands romantischste Region.

3

Bayerische Alpen

Schloss Neuschwanstein, Zugspitze, Königssee und urige Almhütten mit atemberaubendem Alpenpanorama.

4

Berlin

Brandenburger Tor, Museumsinsel, East Side Gallery, lebendige Clubszene und multikulturelles Flair.

5

Sächsische Schweiz

Bizarre Sandsteinfelsen, die Basteibrücke und spektakuläre Wanderwege im Elbsandsteingebirge.

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Pauschalreisen & Rundreisen

Berge & Meer – 170 Tage Cookie

Beste Reisezeit für Deutschland

Empfohlene Reisezeit

Mai–Oktober (Sommer), November–Dezember (Weihnachtsmärkte)

Sommer

20–30°C

Winter

-2–5°C

Was kostet ein Urlaub in Deutschland?

Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)

🎒

Budget

50–80€

Hostel, Streetfood, ÖPNV

🏨

Mittelklasse

80–150€

Hotel, Restaurant, Ausflüge

🌟

Luxus

150–300€

Boutique-Hotel, Fine Dining

5 Reisetipps für Deutschland

Insider-Wissen, das deinen Urlaub besser macht.

Das Deutschlandticket (49€/Monat) gilt im gesamten Nahverkehr

Weihnachtsmärkte von Ende November bis Weihnachten in jeder Stadt

Burgen und Schlösser: Die Romantische Straße verbindet die schönsten

Deutsche Bäckereien am Morgen besuchen – frische Brötchen sind ein Muss

Wandern im Mittelgebirge ist oft genauso schön wie in den Alpen

Essen & Trinken in Deutschland

Diese Gerichte musst du probieren!

Bratwurst
Brezel
Schnitzel
Schwarzwälder Kirschtorte
Spätzle
Currywurst

Entdecke Deutschland

243 Regionen, Städte und Highlights in Deutschland

Städte

Aachen

Aachen ist die westlichste Großstadt Deutschlands und war als Residenzstadt Karls des Großen das politische Zentrum des Frankenreiches. Über 600 Jahre lang wurden hier 31 deutsche Könige gekrönt — Aachen war das Zentrum der europäischen Macht im Mittelalter. Der Aachener Dom, 1978 als erstes deutsches Bauwerk in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, ist ein architektonisches Meisterwerk: Die karolingische Pfalzkapelle aus dem 8. Jahrhundert mit ihrem achteckigen Grundriss und den goldenen Mosaiken gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten Europas. Der Karlsschrein im Dom birgt die Gebeine Karls des Großen, und der Königsstuhl aus Marmor, auf dem die Könige gekrönt wurden, ist noch original erhalten. Am Dreiländereck treffen Deutschland, Belgien und die Niederlande aufeinander — der Aussichtsturm am Dreiländerpunkt ist ein beliebtes Ausflugsziel, von dem aus man drei Länder gleichzeitig überblickt. Die Thermalquellen Aachens waren schon den Römern bekannt: Das Carolus Thermen Bad Aachen nutzt das bis zu 74 °C heiße Thermalwasser, das älteste und heißeste nördlich der Alpen. Die Aachener Printen sind weltberühmt — dieses würzige Gebäck ähnelt Lebkuchen, ist aber härter und aromatischer. Am besten schmecken sie frisch aus der Traditionsbäckerei Nobis oder Klein. Der Internationale Karlspreis, der jährlich für Verdienste um die europäische Einigung verliehen wird, unterstreicht Aachens Rolle als europäische Stadt.

UNESCOKarl der GrosseTherme

Ahlbeck

Ahlbeck ist das östlichste der drei berühmten Kaiserbäder auf der Insel Usedom und besitzt mit seiner historischen Seebrücke von 1899 ein echtes Juwel der deutschen Bäderkultur. Die Seebrücke Ahlbeck ist die älteste ihrer Art an der deutschen Ostseeküste und das unbestrittene Wahrzeichen Usedoms – ihr markantes Brückenhaus mit den vier Türmen und der eleganten Restaurantterrasse ziert unzählige Postkarten und Reiseführer. Die Promenade Ahlbecks verbindet das Kaiserbad mit den Nachbarorten Heringsdorf und Bansin und bildet zusammen die längste Strandpromenade Europas. Entlang der Promenade reihen sich prächtige Villen der Bäderarchitektur aneinander, die in den letzten Jahren aufwendig restauriert wurden. Die weiß getünchten Fassaden mit ihren Türmchen, Balkonen und Veranden erzählen von der Blütezeit des Badelebens, als Kaiser Wilhelm II. persönlich die Usedomer Bäder frequentierte – daher der Name „Kaiserbäder". Der breite, feinsandige Strand von Ahlbeck zählt zu den schönsten der gesamten deutschen Ostseeküste. Das Besondere: Ahlbeck liegt direkt an der polnischen Grenze, und der Strand geht nahtlos in den polnischen Badeort Swinemünde (Świnoujście) über. Ein Spaziergang über die Grenze nach Polen gehört zu den beliebtesten Ausflügen – in Swinemünde locken günstige Restaurants, ein bunter Markt und der höchste Leuchtturm der Ostsee. Usedom gilt als sonnenscheinreichste Region Deutschlands und bietet durchschnittlich über 1.900 Sonnenstunden pro Jahr, was die Insel zum idealen Badeurlaubsziel macht.

OstseeUsedomKaiserbad

Aschau im Chiemgau

Aschau im Chiemgau ist ein idyllischer Luftkurort am Fuße der Kampenwand und Standort des berühmten Sterne-Restaurants von Heinz Winkler. Die Kampenwandbahn bringt Besucher auf 1.500 m Höhe, wo der spektakuläre Gratweg mit grandiosem Chiemgau-Panorama wartet. Das Schloss Hohenaschau thront über dem Ort und beherbergt ein Museum zur Geschichte der Region. Aschau verbindet bayerisches Bergdorf-Flair mit Gourmet-Genuss auf höchstem Niveau.

ChiemgauKampenwandGourmet

Augsburg

Augsburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands, gegründet 15 v. Chr. als römisches Militärlager Augusta Vindelicorum. Die drittgrößte Stadt Bayerns erlebte ihre Blütezeit in der Renaissance als Handels- und Finanzmetropole der Fugger und Welser — Familien, die mächtiger als Könige waren und den Welthandel kontrollierten. Die Fuggerei ist die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt: 1521 von Jakob Fugger dem Reichen gestiftet, leben hier bis heute bedürftige Augsburger Bürger für eine Jahresmiete von 0,88 Euro — dem historischen Preis von einem Rheinischen Gulden. Die 67 Häuser mit 142 Wohnungen, einer Kirche und einer eigenen Mauer bilden eine Stadt in der Stadt. Das Augsburger Wassermanagement-System wurde 2019 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet: Seit dem 15. Jahrhundert entwickelten die Augsburger ein innovatives System aus Kanälen, Wassertürme und Brunnenwerken, das Trinkwasser und Antriebsenergie lieferte. Drei monumentale Prachtbrunnen (Augustusbrunnen, Merkurbrunnen, Herkulesbrunnen) aus der Renaissance schmücken die Maximilianstraße. Die Augsburger Puppenkiste ist Deutschlands berümtestes Marionettentheater: Seit 1948 begeistern Jim Knopf, Urmel und das Sams Kinder und Erwachsene. Das Museum im historischen Heilig-Geist-Spital zeigt die Originalpuppen. Das Rathaus mit seinem Goldenen Saal (1620) gilt als bedeutendster Renaissancebau nördlich der Alpen: 14 Meter hohe Decken mit vergoldeten Fresken und Portalen — ein Zeugnis des Reichtums und Selbstbewusstseins der freien Reichsstadt.

FuggereiUNESCORenaissance

Bacharach

Bacharach am Rhein gilt als die schönste Fachwerkstadt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und ist ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben scheint. Die Kleinstadt mit nur 2.000 Einwohnern liegt eingeklemmt zwischen steilen Weinbergen und dem Rhein, umgeben von einer fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer. Die Burg Stahleck thront hoch über Bacharach und beherbergt heute eine der schönsten Jugendherbergen Deutschlands — wer hier übernachtet, wacht mit einem Panoramablick über das Rheintal auf, für den andere Hunderte Euro bezahlen. Die Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert und war einst Sitz der Pfalzgrafen bei Rhein. Die Altstadt ist ein Gesamtkunstwerk aus Fachwerkhäusern des 14. bis 17. Jahrhunderts, verwinkelten Gassen und der gotischen Ruine der Wernerkapelle — einem der markantesten Bauwerke der Rheinromantik. Victor Hugo, der im 19. Jahrhundert durch das Rheintal reiste, schrieb begeistert über Bacharach und verewigte den Ort in seinen Werken. Der Wein prägt Bacharach seit der Römerzeit: Die Steillagen-Weinberge produzieren exzellenten Riesling, und der Ort war im Mittelalter der bedeutendste Weinumschlagplatz am Mittelrhein — der Name Bacharach leitet sich möglicherweise von Bacchi Ara (Altar des Bacchus) ab. Die Weingüter bieten Verkostungen direkt am Rhein an. Der Rheinsteig und der Rheinburgenweg führen durch Bacharach und verbinden die Dutzenden Burgen und Ruinen des Mittelrheintals. Von der Stadtmauer hat man freien Blick auf die gegenüberliegende Rheinseite mit der Burg Gutenfels und der Pfalzgrafenstein-Burg — einer Zollburg mitten im Rhein, die wie ein Schiff auf dem Wasser zu schwimmen scheint.

RheinUNESCOFachwerk

Baden-Baden

Baden-Baden am Rand des Schwarzwalds ist seit der Römerzeit ein Inbegriff europäischer Badekultur und gehört seit 2021 zum UNESCO-Welterbe der Großen Bäder Europas. Die elegante Kurstadt vereint mondänes Flair mit heilenden Thermalquellen und einer Kulturszene, die ihresgleichen sucht. Deutsche und internationale Gäste wandeln auf den Spuren von Fjodor Dostojewski, der hier im legendären Casino sein Glück versuchte, von Johannes Brahms, der in Baden-Baden einige seiner schönsten Werke komponierte, und von Königin Victoria, die die Sommerhauptstadt Europas regelmäßig besuchte. Die Caracalla Therme und das historische Friedrichsbad mit seinem römisch-irischen Baderitual bieten Entspannung auf höchstem Niveau. Die Lichtentaler Allee, ein 2,3 Kilometer langer Parkboulevard entlang der Oos, gilt als eine der schönsten Promenaden Europas. Das Festspielhaus ist Deutschlands größtes Opernhaus und zieht Weltklasse-Künstler an.

thermekurstadtcasino

Bad Endorf

Bad Endorf im Chiemgau ist ein traditionsreicher Kurort mit der Chiemgau Thermen — einer der größten Jod-Sole-Thermen Bayerns. Die warmen Solebecken mit Blick auf die Chiemgauer Alpen bieten Wellness und Heilwirkung in einem. Der Ort liegt zentral zwischen Chiemsee (8 km) und den Bergen und ist idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge in alle Richtungen. Die ruhige Atmosphäre und günstigen Preise machen Bad Endorf zur entspannten Alternative zum mondänen Tegernsee.

ChiemgauThermeKur

Bad Harzburg

Bad Harzburg ist ein Kurort am Nordrand des Harzes in Niedersachsen, bekannt fuer seinen Baumwipfelpfad, die Sole-Therme und seine Lage als Tor zum Nationalpark Harz. Die Stadt verbindet Kur-Tradition mit modernem Natur-Tourismus und bietet einen idealen Ausgangspunkt fuer Wanderungen in den Harz. Der Baumwipfelpfad Harz ist das Highlight: Auf einer Laenge von 1.000 Metern fuehrt der barrierefreie Pfad in bis zu 26 Metern Hoehe durch die Baumkronen des Harzer Mischwaldes. Am Ende erhebt sich ein 30 Meter hoher Aussichtsturm mit einer 60 Meter langen Rutsche als spektakulaerem Abstieg. Die geologische Ausstellung am Pfad erklaert die 300 Millionen Jahre alte Geschichte des Harzes. Die Burgberg-Seilbahn, eine der aeltesten Kabinenseilbahnen Deutschlands (seit 1929), bringt Besucher auf den Grossen Burgberg (485 m), wo einst die Harzburg stand, die 1073-1074 Schauplatz des Sachsenkrieges war. Oben bieten die Canossa-Saeule, ein Luchs-Gehege und der Baumwipfelpfad ein abwechslungsreiches Erlebnis. Die Sole-Therme Bad Harzburg nutzt natuerliche Sole aus 840 Metern Tiefe: Solebecken, Saunalandschaft und Wellness-Angebote machen sie zum Erholungszentrum der Region. Der Jungbrunnen-Effekt der Sole ist seit dem 16. Jahrhundert dokumentiert. Der Nationalpark Harz beginnt direkt vor der Stadt: Wanderwege fuehren durch Fichtenwaelder, Hochmoore und zum Eckertal-Stausee. Die Luchse, seit 2000 im Harz wiederangesiedelt, koennen am Luchs-Schaugehege am Rabenklippe beobachtet werden.

BaumwipfelpfadHarzKurort

Bad Hindelang

Bad Hindelang ist ein heilklimatischer Kurort im Oberallgäu, eingebettet zwischen sanften Almwiesen und schroffen Alpengipfeln. Der Ort ist als schadstoffärmster Kurort Deutschlands zertifiziert und bietet reine Bergluft, die besonders für Allergiker und Asthmatiker wohltuend ist. Die Hornbahn erschließt ein weitläufiges Wandergebiet, und das Ortsbild mit seinen bemalten Bauernhäusern ist bilderbuchhaft bayerisch.

AllgäuKurAllergikerfreundlich

Bad Kissingen

Bad Kissingen in Unterfranken ist seit 2021 UNESCO-Welterbe als eines der bedeutenden Kurstädte Europas und blickt auf eine über 500-jährige Bädertradition zurück. Die Stadt an der Fränkischen Saale war im 19. Jahrhundert der eleganteste Kurort Europas - Bismarck verbrachte hier 15 Sommer, Kaiser Franz Joseph und Zar Alexander II. gaben sich die Ehre, und die prachtvollen Kurbauten aus dieser Blütezeit prägen das Stadtbild bis heute. Deutsche Wellness-Reisende und Kulturinteressierte finden hier eine einzigartige Kombination aus heilenden Solequellen, prachtvollen Parkanlagen und fränkischer Lebensart. Der monumentale Regentenbau mit seinem Konzert- und Ballsaal, die historische Wandelhalle mit den Trinkbrunnen und der weitläufige Rosengarten mit über 10.000 Rosen bilden ein Ensemble, das an die große Zeit der europäischen Kurkultur erinnert. Die KissSalis Therme verbindet moderne Wellness mit dem Charme des Traditionsstandorts.

unescokurstadttherme

Bad Reichenhall

Bad Reichenhall ist die Alpenstadt des Salzes und einer der traditionsreichsten Kurorte Deutschlands, eingebettet in das Berchtesgadener Land zwischen den Gipfeln der Bayerischen Alpen. Die Stadt mit 19.000 Einwohnern verdankt ihren Reichtum und ihre Eleganz dem Salz — seit über 2.500 Jahren wird hier das weiße Gold gewonnen. Die Alte Saline ist das architektonische Juwel der Stadt: König Ludwig I. liess sie 1834 im prachtvollen Stil der Florentiner Renaissance errichten. In den unterirdischen Stollen und der gewaltigen Pumpanlage (noch immer funktionsfähig!) wird die Geschichte der Salzgewinnung lebendig. Die Sole wird bis heute für die Gradierwerke im Kurgarten genutzt — das Einatmen der salzhaltigen Luft ist Therapie und Erlebnis zugleich. Die Predigtstuhlbahn ist die älteste original erhaltene Großseilbahn der Welt: Seit 1928 schwebt die holzvertäfelte Kabine im Art-Deco-Stil auf 1.614 Meter Höhe. Der Panoramablick vom Predigtstuhl über das gesamte Berchtesgadener Land, den Königssee und die umliegenden Dreitausender ist atemberaubend. Oben wartet das denkmalgeschützte Bergrestaurant im Originalzustand der 1920er Jahre. Der Königliche Kurgarten mit seinem Gradierwerk, den historischen Wandelhallen und dem Alphornblasen jeden Samstag bildet das gesellschaftliche Zentrum. Bad Reichenhall war seit dem 19. Jahrhundert Treffpunkt des europäischen Adels — Kronprinzessin Viktoria, Bismarck und Richard Strauss kurten hier. Die Nähe zum Berchtesgadener Land macht Bad Reichenhall zum perfekten Ausgangspunkt: Königssee, Watzmann, Kehlsteinhaus und die Salzbergwerke von Berchtesgaden sind in 20-30 Minuten erreichbar.

AlpenSalzKur

Bad Schandau

Bad Schandau ist das Tor zur Sächsischen Schweiz und liegt malerisch im Elbtal, eingerahmt von den bizarren Sandsteinfelsen des Elbsandsteingebirges. Der staatlich anerkannte Kurort mit rund 3.500 Einwohnern ist der ideale Ausgangspunkt für eines der spektakulärsten Naturwunder Deutschlands. Die Bastei, nur 25 Minuten von Bad Schandau entfernt, ist die bekannteste Felsformation der Sächsischen Schweiz: Die Basteibrücke spannt sich in 194 Metern Höhe über die Schlucht und bietet einen atemberaubenden Blick über das Elbtal. Die Felsnadeln und Tafelberge wirken wie eine Miniatur des Grand Canyon — Caspar David Friedrich malte hier seine berühmten Romantik-Landschaften. Die historische Kirnitzschtalbahn fährt seit 1898 als Straßenbahn vom Stadtzentrum 8 km durch das romantische Kirnitzschtal bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Sie ist die einzige Überlandstraßenbahn Sachsens und eine der ältesten elektrischen Straßenbahnen Deutschlands. Bad Schandau ist das Kletterparadies Sachsens: Über 1.100 freistehende Kletterfelsen mit 21.000 Routen machen die Sächsische Schweiz zum wichtigsten Klettergebiet Deutschlands. Das Sächsische Klettern folgt eigenen, strengen Regeln — keine Magnesia, keine Klemmkeile, nur natürliche Sicherungspunkte und Ringe. Diese Ethik hat das Freiklettern weltweit beeinflusst. Der historische Personenaufzug (Baujahr 1904) beföordert Besucher 50 Meter senkrecht auf einen Aussichtspunkt über dem Elbtal. Das Toskana-Therme bietet Liquid Sound — Schweben in warmem Salzwasser mit Unterwassermusik und Lichtinstallationen.

Saechsische SchweizKletternBastei

Bad Tölz

Bad Tölz ist ein traditionsreicher Kurort am Ufer der Isar im bayerischen Oberland, rund 50 Kilometer suedlich von Muenchen. Die Stadt verbindet alpines Flair mit bayerischer Lebensart und ist das Tor zum Isarwinkel, einer der landschaftlich reizvollsten Regionen Oberbayerns. Die historische Marktstrasse ist das Herz der Stadt: Prachtvolle Buergerhaeuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit farbenfrohen Lueftlmalereien (Fassadenmalerei) saeuumen die breite, leicht ansteigende Strasse. Am oberen Ende thront die barocke Franziskaner-Klosterkirche mit Blick auf die Alpenkette. Der Leonhardiritt am 6. November ist Bad Tölz' beruehmteste Tradition: Prachtvoll geschmueckte Pferdegespanne mit Reitern in historischen Trachten ziehen durch die Stadt zur Leonhardikapelle auf dem Kalvarienberg — einer der groessten Trachtenwallfahrten Bayerns, die seit dem 17. Jahrhundert stattfindet. Die Blomberg-Sommerrodelbahn ist mit 1.286 Metern eine der laengsten in Deutschland: Vom Blomberg-Gipfel (1.248 m) fuehrt die Bahn durch Waldkurven ins Tal. Im Winter bietet der Blomberg ein familienfreundliches Skigebiet. Die Jod-Schwefel-Quellen machten Bad Tölz ab 1846 zum Kurort. Die Alpamare-Therme war jahrzehntelang eines der bekanntesten Erlebnisbaeder Bayerns. Heute bietet das neue Jodbad moderne Wellness- und Kur-Angebote mit dem heilenden Wasser. Von Bad Tölz aus fuehren Wanderwege ins Karwendelgebirge, zum Brauneck und zur spektakulaeren Isarschlucht bei Lenggries.

BayernKurortIsar

Bad Wiessee

Bad Wiessee am Westufer des Tegernsees ist ein renommierter Kurort mit Deutschlands stärkster Jod-Schwefel-Quelle. Der Ort vereint heilendes Thermalwasser mit alpiner Eleganz und Tegernsee-Panorama. Die Jodschwefelbäder lindern Gelenkbeschwerden und Hauterkrankungen, während die Seepromenade zum Flanieren einlädt. Bad Wiessee ist ruhiger als das mondäne Rottach-Egern und ideal für Erholungssuchende, die Wellness und Natur verbinden möchten.

TegernseeKurWellness

Baiersbronn

Baiersbronn im Nordschwarzwald ist Deutschlands Gourmet-Hauptstadt — nirgendwo in einem Dorf weltweit gibt es mehr Michelin-Sterne pro Einwohner. Die Restaurants Bareiss und Traube Tonbach mit dem legendären Schwarzwaldstube-Nachfolger locken Feinschmecker aus aller Welt. Doch Baiersbronn ist weit mehr als Kulinarik: 550 km markierte Wanderwege führen durch urwüchsige Schwarzwald-Täler, und der Nationalpark Schwarzwald beginnt direkt vor der Haustür.

GourmetMichelin-SterneSchwarzwald

Balderschwang

Balderschwang ist die höchstgelegene und schneereichste Gemeinde Deutschlands und ein echter Geheimtipp für Winterurlauber und Naturliebhaber. Auf 1.044 m Höhe im Oberallgäu gelegen, fällt hier mehr Schnee als irgendwo sonst in Deutschland. Das kleine Bergdorf mit nur 300 Einwohnern bietet unberührte Natur, traumhafte Langlaufloipen und ein familienfreundliches Skigebiet. Im Sommer locken Almwanderungen durch blühende Bergwiesen mit grandiosem Alpenpanorama.

AllgäuSchneeGeheimtipp

Bamberg

Bamberg in Oberfranken gehört mit seiner über 1.000-jährigen Geschichte zu den schönsten Städten Deutschlands und ist seit 1993 UNESCO-Welterbe. Die Stadt erstreckt sich über sieben Hügel — wie Rom — und vereint romanische, gotische, barocke und bürgerliche Architektur zu einem einzigartigen Gesamtensemble, das den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden hat. Das Alte Rathaus, künstlerisch auf einer Insel in der Regnitz errichtet, ist das Wahrzeichen der Stadt und ein architektonisches Unikum: Der Sage nach verweigerte der Bischof den Bürgern einen Bauplatz, woraufhin diese kurzerhand eine künstliche Insel aufschütteten. Der Bamberger Dom (ab 1004) beherbergt den berühmten Bamberger Reiter, eine der bedeutendsten Skulpturen des Mittelalters, sowie das einzige Papstgrab nördlich der Alpen — das Grabmal von Clemens II. Klein Venedig, eine Reihe ehemaliger Fischerhäuser am Flussufer der Regnitz, spiegelt sich malerisch im Wasser. Die Bamberger Altstadt ist ein lebendiges Freilichtmuseum mit über 2.400 denkmalgeschützten Gebäuden. Die Neue Residenz mit ihrem prächtigen Rosengarten bietet einen herrlichen Blick über die Dächerlandschaft. Bamberg ist außerdem Deutschlands Bierhauptstadt: Über zehn Brauereien in der Stadt und Umgebung braün rund 50 verschiedene Biersorten, darunter das einzigartige Rauchbier der Brauerei Schlenkerla, das über offenem Buchenholzfeür geräuchert wird. Die historischen Bierkeller am Stephansberg laden im Sommer zum geselligen Beisammensein unter alten Kastanien ein.

WelterbeBierFachwerk

Beilstein

Beilstein wird zu Recht als das Dornröschen der Mosel bezeichnet - ein winziges, zeitlos schönes Dorf, das sich an einen steilen Weinberg schmiegt und seinen mittelalterlichen Charme über die Jahrhunderte bewahrt hat. Mit kaum 150 Einwohnern ist Beilstein einer der kleinsten, aber bezauberndsten Orte an der gesamten Mosel und ein Geheimtipp, der noch nicht vom Massentourismus entdeckt wurde. Die kopfsteingepflasterten Gassen winden sich zwischen Fachwerkhäusern und alten Weinkeltern den Hang hinauf zur Burgruine Metternich, die hoch über dem Dorf thront. Der Aufstieg durch die verwinkelten Treppen und schmalen Pfade belohnt mit einem Panoramablick über die Moselschleife, der seinesgleichen sucht. Die Burg selbst, einst im Besitz der berühmten Fürstenfamilie, beherbergt heute ein atmosphärisches Restaurant, in dem man bei einem Glas Riesling den Sonnenuntergang über den Weinbergen genießen kann. Die barocke Karmeliterkirche aus dem 17. Jahrhundert beeindruckt mit ihrer kunstvollen Schwarzen Madonna, einem bedeutenden Wallfahrtsziel. Am kleinen Marktplatz, kaum größer als ein Wohnzimmer, reihen sich historische Gasthäuser aneinander, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Beilstein diente als Kulisse für zahlreiche Filme und Fernsehproduktionen, darunter Szenen für den Film Der neue Doktor. Beilstein eignet sich perfekt als Etappenziel auf einer Moselradtour oder Wanderung auf dem Moselsteig. Von Cochem, der nächstgrößeren Stadt, sind es nur acht Kilometer flussaufwärts. Eine Fährverbindung bringt Wanderer und Radfahrer über die Mosel. Wer Ruhe und Romantik abseits der bekannten Touristenorte sucht, findet in Beilstein ein Kleinod, das noch echte Mosel-Atmosphäre atmet.

MoselDornröschenFachwerk

Bernkastel-Kues

Bernkastel-Kues ist das Herzstück der Moselregion und eines der malerischsten Fachwerkstädtchen Deutschlands. Die Zwillingsstadt an beiden Ufern der Mosel verzaubert mit einem historischen Marktplatz, der zu den schönsten im ganzen Land zählt. Das berühmte Spitzhäuschen aus dem Jahr 1416, ein schmales Fachwerkhaus, das sich kühn über die Gasse neigt, ist das meistfotografierte Motiv an der gesamten Mosel und Symbol für die architektonische Einzigartigkeit der Stadt. Bernkastel-Kues ist untrennbar mit dem Wein verbunden. Die steilen Schieferhänge rund um die Stadt gehören zu den besten Riesling-Lagen der Welt. Die Einzellage Doctor, direkt über der Altstadt gelegen, produziert seit Jahrhunderten einen der teuersten und begehrtesten deutschen Weißweine. In den zahlreichen Weinstuben und Gutsschänken kann man diese Weine direkt beim Winzer verkosten, begleitet von regionalen Spezialitäten wie Flammkuchen und Winzersteaks. Hoch über Bernkastel thront die Burgruine Landshut, die über einen steilen Wanderweg in etwa 30 Minuten erreichbar ist und mit einem atemberaubenden Panorama über die Moselschleife belohnt. Auf der Kueser Seite beherbergt das Cusanus-Stift, gegründet vom berühmten Philosophen und Kardinal Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert, eine wertvolle Bibliothek und ein Seniorenheim, das bis heute nach den Regeln seines Gründers betrieben wird. Die Moselregion rund um Bernkastel-Kues eignet sich hervorragend für Radtouren entlang des Moselradwegs, Schiffsfahrten durch die Weinberge und Wanderungen auf dem Moselsteig. Das Weinfest der Mittelmosel im September ist eines der größten Weinfeste Deutschlands und lockt Zehntausende Besucher an. Von deutschen Großstädten aus ist Bernkastel-Kues bequem per Auto erreichbar, der nächste Flughafen ist Frankfurt-Hahn, nur 30 Minuten entfernt.

MoselWeinFachwerk

Binz

Binz auf Rügen ist Deutschlands größtes und elegangstes Ostseebad und das Juwel der Bäderarchitektur. Die schneweiße Pracht der Villen an der Strandpromenade, der feine Sandstrand und die 370 Meter lange Seebrücke machen Binz zum Inbegriff des deutschen Seebadtourismus. Die Bäderarchitektur ist das Alleinstellungsmerkmal von Binz: Über 50 präichtige Villen aus der Gründerzeit und dem Jugendstil säumen die Strandpromenade und die angrenzenden Straßen. Diese weißen Ferienhäuser mit ihren verspielten Balkonen, Türmchen, Erkern und Holzveranden wurden zwischen 1870 und 1910 errichtet und sind heute liebevoll restauriert. Ein Spaziergang entlang der Promenade gleicht einem Freiluftmuseum der Architektur. Die Seebrücke von Binz ragt 370 Meter in die Ostsee hinaus und ist Anleger für Ausflugsschiffe zu den Kreidefelsen von Kap Arkona, nach Sassnitz und zur Insel Hiddensee. Am Ende der Brücke liegt das Tauchgondel-Erlebnis: Eine Gondel senkt sich unter die Wasseroberfläche und ermöglicht Blicke in die Unterwasserwelt der Ostsee. Der Koloss von Prora, nur 4 km nördlich von Binz, ist eines der bemerkenswertesten Bauwerke der NS-Zeit: Ein 4,5 Kilometer langer Gebäudekomplex, den die KdF-Organisation (Kraft durch Freude) als Seebad für 20.000 Urlauber plante, aber nie vollendete. Heute beherbergt der Koloss Ferienwohnungen, ein Museum und das NVA-Museum — ein Ort, der deutsche Geschichte auf beklemmende Weise erlebbar macht. Das Jagdschloss Granitz, auf dem höchsten Hügel der Granitz gelegen, bietet vom 38 Meter hohen Aussichtsturm einen Rundblick über ganz Südost-Rügen. Erreichbar mit dem historischen Rasenden Roland — einer Schmalspurbahn, die seit 1895 mit Dampflokomotiven durch Rügen schnauft.

OstseeBaederarchitekturRuegen

Bodenmais

Bodenmais ist der meistbesuchte Ferienort im Bayerischen Wald und liegt am Fuße des Silberbergs, dessen Besucherbergwerk die 500-jährige Bergbautradition lebendig hält. Der Große Arber — mit 1.456 m der höchste Berg des Bayerischen Waldes — ist nur wenige Kilometer entfernt. Bodenmais begeistert mit ausgedehnten Wanderwegen durch den Nationalpark Bayerischer Wald, einem der letzten Urwälder Europas, und der Joska Glasparadies Manufaktur mit gläserner Erlebniswelt.

Bayerischer WaldNationalparkBergwerk

Bonn

Bonn am Rhein ist weit mehr als die ehemalige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland — die Stadt ist Beethovens Geburtsstadt, UN-Standort und eine der lebenswertesten Städte am Rhein. Von 1949 bis 1990 war Bonn provisorische Bundeshauptstadt, und bis heute haben sechs UN-Organisationen sowie zahlreiche Bundesministerien ihren Sitz hier. Das Beethoven-Haus in der Bonngasse 20 ist das Geburtshaus Ludwig van Beethovens und beherbergt die weltweit größte Beethoven-Sammlung: Originalpartituren, Hörgeräte des ertaubenden Komponisten und seine letzten Flügel. Jedes Jahr im September feiert Bonn das Beethovenfest mit internationalen Konzerten. Die Museumsmeile entlang der B9 ist Bonns kulturelles Herzsück: Das Haus der Geschichte zeigt die deutsche Nachkriegsgeschichte mit Adenaürs Mercedes und einem Stück Berliner Mauer, die Bundeskunsthalle präsentiert Wechselausstellungen von Weltrang, das Kunstmuseum Bonn beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher Nachkriegskunst, und das Museum König ist ein Naturkundemuseum, in dem 1948 der Parlamentarische Rat tagte. Die Bonner Kirschblütenallee in der Altstadt verwandelt sich jeden April in ein rosa Blütenmeer — ein Fotomotiv, das jährlich viral geht. Die Rheinpromenade lädt zu Spaziergängen ein, und das Siebengebirge mit dem Drachenfels ist in 20 Minuten erreichbar: Hier soll Siegfried der Nibelungensage nach den Drachen erschlagen haben.

BeethovenMuseumsmeileRhein

Boppard

Boppard ist eines der schönsten Städtchen am Mittelrhein und liegt eingebettet in eine der spektakulärsten Flussschleifen des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Die ehemalige Römerstadt - einst als Bodobrica bekannt - verbindet zweitausend Jahre Geschichte mit einer lebendigen Weinkultur und der vielleicht berühmtesten Aussicht am gesamten Rhein: dem legendären Vierseenblick. Der Vierseenblick ist das absolute Highlight von Boppard. Von der Aussichtsplattform auf dem Gedeonseck aus scheint der Rhein durch die verschlungene Flussschleife an vier verschiedenen Stellen sichtbar zu sein und wie vier einzelne Seen zu wirken - eine faszinierende optische Täuschung. Der bequemste Weg dorthin führt mit der Sesselbahn, die von der Altstadt aus über die Weinberge schwebt und dabei ein grandios weites Panorama über das Rheintal bietet. Die 20-minütige Fahrt gehört zu den schönsten Seilbahn-Erlebnissen in ganz Deutschland. Die Bopparder Altstadt selbst ist ein Schmuckstück mit Fachwerkhäusern, der romanischen Severuskirche aus dem 12. Jahrhundert und den gut erhaltenen Resten der römischen Stadtmauer. Die Rheinpromenade lädt zum Flanieren ein, während Ausflugsschiffe regelmäßig Richtung Loreley und Koblenz ablegen. Der Bopparder Hamm, die größte geschlossene Weinlage am Mittelrhein, produziert erstklassige Rieslinge auf steilen Schieferhängen. Boppard ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Rheinsteig, Radtouren am Rhein und Ausflüge zur Marksburg, der einzigen nie zerstörten Höhenburg am Mittelrhein. Von Koblenz aus erreicht man Boppard in 20 Minuten mit dem Auto oder gemütlich per Schiff auf dem Rhein. Die beste Reisezeit ist von April bis Oktober, wobei der Herbst mit seiner Weinlese und den bunt gefärbten Weinbergen besonders stimmungsvoll ist.

RheinVierseenblickSesselbahn

Braunlage

Braunlage ist ein heilklimatischer Kurort im Oberharz in Niedersachsen, am Fusse des Wurmbergs (971 m), des hoechsten Berges Niedersachsens. Die Kleinstadt ist das Wintersportzentrum des Harzes und bietet ganzjaehrig Outdoor-Erlebnisse in einer der waldreichsten Regionen Deutschlands. Der Wurmberg ist Braunlages Hausberg und mit 971 Metern der hoechste Berg Niedersachsens. Die Wurmberg-Seilbahn bringt Besucher bequem zum Gipfel mit Panorama-Restaurant und 360-Grad-Blick ueber den Harz bis zum Brocken. Im Winter verwandelt sich der Wurmberg in das groesste Skigebiet Norddeutschlands: 13 Pisten, eine Halfpipe, der Wurmberg-Snowpark und beschneibare Abfahrten machen Braunlage zum wichtigsten Skiort noerdlich des Thueringer Waldes. Im Sommer bieten der Wurmberg-Downhill und die Monsterroller (uebergrosse Tretroller bergab) Adrenalin auf Raedern. Wanderwege fuehren durch den Nationalpark Harz zu den Bodefall-Wasserfaellen, zum Oderteich (aelteste Talsperre des Harzes, 1722) und ueber den Harzer Hexenstieg. Das Eisstadion Braunlage ist das einzige Freiluft-Eisstadion im Harz und bietet von Oktober bis Maerz Eislaufen unter freiem Himmel. Die Wurmbergseilbahn-Talstation dient im Winter als Ausgangspunkt fuer Skifahrer und Langlaeufer, die ein ueber 500 Kilometer umfassendes Loipennetz nutzen koennen. Die St.-Andreas-Kirche im Ortszentrum, die historischen Kuranlagen und die typischen Harzer Holzhaeuser verleihen Braunlage einen gemuetlichen Charme. Die Naeae zum Brocken (12 km Luftlinie) und zum Schierke, von wo die Brockenbahn startet, macht Braunlage zum idealen Basislager fuer Harz-Abenteuer.

SkiHarzWurmberg

Braunschweig

Braunschweig, die Löwenstadt, ist untrennbar mit Heinrich dem Löwen verbunden, dem mächtigen Welfenherzog des 12. Jahrhunderts. Sein bronzener Löwe auf dem Burgplatz, aufgestellt um 1166, ist die älteste erhaltene Großplastik des Mittelalters nördlich der Alpen und das Wahrzeichen der Stadt. Der Burgplatz selbst, umrahmt von Dom, Burg Dankwarderode und Fachwerkzeile, zählt zu den schönsten Platzensembles Norddeutschlands. Der Braunschweiger Dom beherbergt das Grab Heinrichs des Löwen und seiner Gemahlin Mathilde — das Imervard-Kreuz aus dem 12. Jahrhundert und der siebenarmige Leuchter gehören zu den bedeutendsten romanischen Kunstwerken Deutschlands. In der Burg Dankwarderode nebenan ist das Herzog Anton Ulrich-Museum untergebracht, eines der ältesten Kunstmuseen Europas mit Werken von Rembrandt, Vermeer und Cranach. Braunschweig ist eine Wissenschaftsstadt von Rang: Die TU Braunschweig (gegründet 1745) ist eine der ältesten technischen Universitäten, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) definiert die offizielle Zeit Deutschlands, und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat hier einen großen Standort. Rund 27 Forschungseinrichtungen machen Braunschweig zur forschungsintensivsten Region Europas pro Einwohner. Der Braunschweiger Karneval (Schoduvel) ist der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands und lockt jährlich über 250.000 Zuschauer. Die Happy Rizzi Houses des Künstlers James Rizzi — bunt bemalte Bürohäuser an der Ackerhalle — sind ein Pop-Art-Wahrzeichen und beliebtes Fotomotiv.

Heinrich der LoeweMittelalterWissenschaft

Büsum

Büsum ist das Krabbenstädtchen der Nordsee und einer der authentischsten Küstenorte an der schleswig-holsteinischen Westküste. Hier dreht sich alles um frische Nordseekrabben, den Geruch von Salz und Tang und eine herzliche, unprätentiöse Gastfreundschaft, die den Ort seit Generationen zum Lieblingsseebad norddeutscher Familien macht. Der berühmte Grünstrand - eine gepflegte Rasenfläche direkt am Deich, die sanft ins Watt übergeht - ist Büsums unverwechselbares Markenzeichen. Der Grünstrand ist einzigartig an der deutschen Küste: Statt Sand breitet sich sattgrüner Rasen bis direkt ans Wasser aus, auf dem Strandkörbe, Picknickdecken und spielende Kinder ein Bild norddeutscher Urlaubsidylle ergeben. Die Perlebucht, ein künstlich angelegtes Strandareal mit feinem Sand und Lagunencharakter, bietet zusätzlich klassischen Sandstrand mit flachem, warmem Wasser - ideal für kleine Kinder. Der Büsumer Hafen ist das lebendige Herz des Ortes. Hier landen die Krabbenkutter ihren Fang an, und an den Buden am Hafenbecken kann man die berühmten Büsumer Krabben frisch gepult direkt auf die Hand kaufen. Das Schauspiel der einlaufenden Kutter bei Flut und das geschäftige Treiben der Fischer gehören zu den authentischsten Erlebnissen, die die Nordseeküste zu bieten hat. Das Museum am Meer und das Phänomania Büsum bieten interaktive Ausstellungen über die Nordsee, das Wattenmeer und die Krabbenkultur. Die Familienlagune Perlebucht mit ihren Wasserspielplätzen und flachen Becken ist ein Paradies für Familien. Das Wattenmeer vor Büsum, Teil des UNESCO-Weltnaturerbes, offenbart bei Ebbe eine faszinierende Welt aus Prielen, Muschelbänken und Wattwürmern. Von Hamburg ist Büsum in gut anderthalb Stunden erreichbar. Der gemütliche Ort bietet eine große Auswahl an Ferienwohnungen und Pensionen zu moderaten Preisen und ist damit eines der besten Preis-Leistungs-Ziele an der Nordsee.

NordseeKrabbenGrünstrand

Cochem

Cochem an der Mosel ist eine der romantischsten Kleinstädte Deutschlands und das Herz der Moselregion. Die Stadt mit nur 5.000 Einwohnern wird überragt von der majestätischen Reichsburg, die auf einem 100 Meter hohen Bergkegel über der Mosel thront und das wohl meistfotografierte Motiv der gesamten Mosellandschaft ist. Die Reichsburg Cochem blickt auf über 1.000 Jahre Geschichte zurück: Im 17. Jahrhundert von französischen Truppen zerstört, wurde sie 1868 im neugotischen Stil wiederaufgebaut und ist heute eine der bestrestaurierten Hohenburgen Deutschlands. Die Führungen durch die Prunkräume, den Rittersaal und die Burgküche vermitteln lebendiges Mittelalter. Die Mosel-Weinberge rund um Cochem zählen zu den steilsten der Welt: An Hängen mit bis zu 65 Grad Neigung wird seit der Römerzeit Riesling angebaut. Der Cochemer Krampen, eine der engsten Moselschleifen, ist von den Aussichtspunkten auf dem Pinnerkreuz oder der Winneburg spektakulär zu überblicken. Eine besondere Kuriositat ist der ehemalige Bundesbank-Bunker: Während des Kalten Krieges lagerte die Deutsche Bundesbank hier im Geheimen 15 Milliarden D-Mark als Notwährung für den Fall eines sowjetischen Angriffs. Seit 2016 ist der Bunker als Museum zugänglich und erzählt eine faszinierende Geschichte deutscher Nachkriegsangst. Die Cochemer Altstadt verzaubert mit Fachwerk, der Alten Thorschenke (einem der ältesten Gasthäuser Deutschlands, seit 1332) und dem historischen Marktplatz. Der Mosel-Radweg führt direkt durch die Stadt — die Etappe Cochem-Traben-Trarbach (ca. 50 km) zählt zu den schönsten Radstrecken Deutschlands.

MoselBurgWein

Cuxhaven

Cuxhaven liegt an der nördlichsten Spitze Niedersachsens, wo die Elbe in die Nordsee mündet, und bietet ein maritimes Erlebnis, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Die Kugelbake, ein hölzernes Seezeichen an der Elbmündung, ist das Wahrzeichen der Stadt und markiert den exakten Punkt, an dem der Fluss zum Meer wird. Nirgendwo sonst in Deutschland kann man gleichzeitig die größten Containerschiffe der Welt vorbeiziehen sehen, im Wattenmeer wandern und an einem der breitesten Nordseestrände entspannen. Die Kugelbake ist mehr als nur ein Seezeichen - sie ist der emotionale Mittelpunkt von Cuxhaven und einer der ikonischsten Küstenorte Norddeutschlands. Von der Aussichtsplattform aus beobachtet man das unaufhörliche Ballett der Schiffe in der Elbmündung: riesige Containerfrachter, elegante Kreuzfahrtschiffe und kleine Fischkutter passieren in einem endlosen Strom nur wenige hundert Meter entfernt. Bei Sonnenuntergang, wenn die Silhouetten der Schiffe vor dem rot glühenden Himmel vorbeiziehen, ist der Anblick unvergesslich. Der Strand von Duhnen, Cuxhavens edelstes Viertel, erstreckt sich breit und feinsandig entlang der Nordsee und bietet Strandkörbe, Wassersport und eine moderne Strandpromenade. Der Strand von Döse, weiter östlich, ist familienfreundlicher und geht direkt ins Wattenmeer über. Das Wattenmeer vor Cuxhaven, Teil des UNESCO-Weltnaturerbes, ist eines der bedeutendsten Gezeitenbiotope der Welt und lässt sich auf geführten Wanderungen bis zur Insel Neuwerk erkunden - ein sieben Kilometer langer Fußmarsch durchs Watt, der zu den unvergesslichsten Naturerlebnissen Norddeutschlands zählt. Das Wrack- und Fischereimuseum Windstärke 10 im alten Fischpackhaus ist eines der besten maritimen Museen Norddeutschlands. Die Alte Liebe, eine historische Schiffsanlegestelle, ist heute eine beliebte Aussichtsplattform für Schiffsbeobachter. Von Cuxhaven starten Fähren nach Helgoland, Deutschlands einziger Hochseeinsel. Von Hamburg ist Cuxhaven in gut anderthalb Stunden mit dem Auto oder bequem mit der Bahn erreichbar. Die Stadt bietet eine Mischung aus Ferienhaus-Siedlungen, Hotels und Pensionen für jeden Geschmack und Geldbeutel.

NordseeKugelbakeWattenmeer

Darmstadt

Darmstadt ist eine Stadt, in der Kunst, Wissenschaft und Architektur eine außergewöhnliche Symbiose eingehen. Die südhessische Großstadt trägt seit 1997 den offiziellen Titel „Wissenschaftsstadt“ — zu Recht, denn hier sitzen die Technische Universität Darmstadt, die ESA (Europäisches Raumfahrtkontrollzentrum ESOC), das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und drei Fraunhofer-Institute. Das Herzstück Darmstadts ist die Mathildenhöhe, seit 2021 UNESCO-Welterbe. Großherzog Ernst Ludwig lud ab 1899 Künstler der Jugendstilbewegung auf den Hügel ein, darunter Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens. Es entstand die Künstlerkolonie mit dem ikonischen Hochzeitsturm (dem „Fünffingerturm“), dem Ausstellungsgebäude und den Künstlerhäusern — ein Gesamtkunstwerk des Jugendstils, das weltweit seinesgleichen sucht. Friedensreich Hundertwasser hinterliess mit der Waldspirale eines seiner letzten Wohnbauprojekte: Ein 12-stöckiges Wohnhaus mit über 1.000 Fenstern, von denen kein einziges dem anderen gleicht, begrüntem Dach und bunt glasierten Säulengängen. Das Gebäude ist von außen frei besichtigbar und ein Magnet für Architekturfans. Das Hessische Landesmuseum vereint Kunst, Natur und Geschichte unter einem Dach — darunter eine der bedeutendsten Sammlungen von Joseph Beuys weltweit und der berüchtigte „Block Beuys“. Der Herrngarten, Darmstadts ältester Park, und das Residenzschloss im Herzen der Stadt laden zum Flanieren ein.

JugendstilUNESCOWissenschaft

Dinkelsbühl

Dinkelsbühl ist ein mittelalterliches Kleinod an der Romantischen Straße und gilt als eine der besterhaltenen spätmittelalterlichen Städte Europas. Die vollständig erhaltene Stadtbefestigung mit 16 Türmen und die bunten Fachwerkhäuser entlang der Kopfsteinpflastergassen versetzen Besucher direkt ins 15. Jahrhundert. Das Münster St. Georg ist ein Meisterwerk spätgotischer Hallenarchitektur, und das jährliche Kinderzeche-Fest erzählt die Legende der Kinder, die die Stadt im Dreißigjährigen Krieg retteten.

MittelalterRomantische StraßeFachwerk

Dresden

Dresden, die sächsische Landeshauptstadt an der Elbe, trägt den Beinamen Elbflorenz und vereint barocke Pracht mit avantgardistischer Kunst- und Kulturszene. Die Fraünkirche, nach der Zerstörung 1945 als Symbol der Versöhnung wiederaufgebaut und 2005 geweiht, überragt mit ihrer steinernen Kuppel die Altstadt und bietet von der Aussichtsplattform ein atemberaubendes Panorama über die Elblandschaft. Der Zwinger, ein Meisterwerk barocker Baukunst unter August dem Starken, beherbergt die Gemäldegalerie Alte Meister mit Raffäls Sixtinischer Madonna und Vermeers Brieflesendem Mädchen. Die Semperoper, eines der schönsten Opernhäuser der Welt, begeistert nicht nur mit erstklassigen Aufführungen, sondern auch mit ihrer prächtigen Neo-Renaissance-Architektur. Das Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe zeigt die funkelnde Schatzkammer August des Starken — eine der reichsten Sammlungen von Pretiosen und Juwelen weltweit. Die Brühlsche Terrasse, der Balkon Europas, bietet einen Spaziergang hoch über der Elbe mit Blick auf die Elbwiesen und die Dresdner Neustadt. Jenseits der Augustusbrücke überrascht die Neustadt mit einer lebhaften Szene aus Bars, Galerien und Streetart in der Äußeren Neustadt. Der Große Garten mit dem Zoo und der Parkeisenbahn ist Dresdens grüne Oase. Die Sächsische Schweiz mit der Basteibrücke liegt nur 40 Minuten entfernt. Kulinarisch gehören der Dresdner Christstollen, sächsischer Saürbraten und Eierschecke zum Repertoire.

BarockFrauenkircheSemperoper

Düsseldorf

Düsseldorf ist die elegante Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und eine der dynamischsten Metropolen am Rhein. Die berühmte Königsallee — liebevoll Kö genannt — zählt zu den exklusivsten Einkaufsstraßen Europas und spiegelt mit ihren Luxusboutiquen, dem Kö-Bogen und der platanenumsäumten Wasserfront den kosmopolitischen Charakter der Stadt wider. Der Medienhafen ist das architektonische Ausheangeschild Düsseldorfs: Die tanzenden Bauten von Frank Gehry, der Rheinturm mit seiner 168 Meter hohen Aussichtsplattform und spektakuläre Neubauten haben das ehemalige Hafengebiet in ein pulsierendes Quartier mit Restaurants, Agenturen und Galerien verwandelt. Die Altstadt — als längste Theke der Welt bekannt — vereint auf engem Raum über 260 Kneipen, Brauereien und Restaurants. Hier wird das obergärige Altbier frisch gezapft, begleitet von rheinischer Frölichkeit und deftiger Küche mit Rheinischem Saürbraten und Himmel un Aed. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, das K20 und K21, präsentieren eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst in Deutschland. Düsseldorf ist zudem die japanischste Stadt Europas: Rund um die Immermannstraße hat sich eine lebendige japanische Gemeinde mit authentischen Restaurants, Supermerkten und kulturellen Einrichtungen etabliert. Der Japanische Garten im Nordpark und das EKO-Haus der Japanischen Kultur unterstreichen diese besondere Verbindung. Die Rheinuferpromenade, das Schloss Benrath und der Karneval machen Düsseldorf zu einem vielseitigen Reiseziel.

ModeAltstadtAltbier

Eckernförde

Eckernförde ist eine Hafenstadt an der schleswig-holsteinischen Ostseekueste, idyllisch gelegen an der gleichnamigen Eckernförder Bucht zwischen Kiel und Flensburg. Die Stadt verbindet maritimes Flair mit historischem Charme und ist bekannt fuer ihre lebendige Bonbonkocher-Tradition, einen der schoensten Stadtstraende Deutschlands und frischen Fisch direkt vom Kutter. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhaeusern, dem gotischen St.-Nicolai-Kirchturm und dem Rathausmarkt strahlt norddeutsche Gemuetlichkeit aus. Besonders reizvoll ist der Hafen, wo Fischer ihren frischen Fang direkt vom Boot verkaufen: Flundern, Dorsch, Hering und Krabben — frischer geht es nicht. Die Bonbonkocherei ist Eckernfördes suesseste Attraktion: In der Manufaktur an der Kieler Strasse werden traditionelle Bonbons (Kamellen) von Hand ueber offener Flamme gekocht, gezogen und geformt — ein Spektakel, das Besucher durch die Schaufenster verfolgen koennen. Der Eckernförder Stadtstrand erstreckt sich direkt vor der Altstadt: Feiner Sand, Strandkoerbe, eine Promenade mit Cafes und die Kurzimmtwiete (eine historische Gasse) machen ihn zu einem der schoensten Stadtstraende Norddeutschlands. Die Seebruecke bietet abends spektakulaere Sonnenuntergaenge ueber der Bucht. Das Ostsee Info-Center am Hafen zeigt die Unterwasserwelt der Ostsee in Aquarien und bietet gefuehrte Schnorcheltouren im Sommer an. Die Eckernförder Bucht ist zudem ein Zentrum fuer Stand-Up-Paddling und Segeln.

OstseeHafenBonbons

Erfurt

Erfurt, die Landeshauptstadt Thüringens, besitzt eine der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte Deutschlands. Über 1.275 Jahre Geschichte, 25 Kirchen und das größte zusammenhängende Flächendenkmal Deutschlands machen die Stadt zu einem architektonischen Juwel, das noch immer als Geheimtipp gilt. Die Krämerbrcke ist das Wahrzeichen Erfurts und einzigartig nördlich der Alpen: Eine mittelalterliche Steinbrücke, komplett mit 32 Fachwerkhäusern bebaut, in denen heute Kunsthandwerker, Antiquitätenhändler und kleine Galerien arbeiten. Sie ist die längste durchgehend bebaute und bewohnte Brücke Europas — vergleichbar nur mit dem Ponte Vecchio in Florenz. Der Erfurter Dom St. Marien und die Severikirche bilden ein imposantes Ensemble auf dem Domberg: 70 breite Stufen führen hinauf zur gotischen Kathedrale, deren Glocke Gloriosa aus dem Jahr 1497 die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt ist. Im Sommer finden auf den Domstufen die berühmten DomStufen-Festspiele statt — Open-Air-Theater vor einzigartiger Kulisse. Martin Luther studierte und lebte in Erfurt, bevor er Wittenberg berühmt machte. Das Augustinerkloster, in das Luther 1505 eintrat, kann besichtigt werden und vermittelt eindrucksvoll die Anfänge der Reformation. Die Zitadelle Petersberg ist eine der größten und besterhaltenen barocken Stadtfestungen Europas mit unterirdischen Hohlgängen, die bei Führungen erkundet werden können. Von oben bietet sich ein grandioser Blick über die Altstadt mit ihren Türmen und Fachwerkhäusern.

MittelalterKraemerbrckeLuther

Ettal

Ettal ist ein kleiner Ort im Ammergau, der vom imposanten Kloster Ettal mit seiner mächtigen Barockkirche dominiert wird. Das 1330 gegründete Benediktinerkloster ist noch heute aktiv und produziert den berühmten Ettaler Klosterlikör sowie handwerkliches Bier. Die Lage zwischen Oberammergau und Garmisch-Partenkirchen macht Ettal zum idealen Ausgangspunkt für kulturelle und alpine Erlebnisse. Die Ammergauer Alpen bieten sanfte Wanderwege und die nahegelegene Zugspitze ist nur 30 km entfernt.

KlosterBenediktinerAmmergau

Eutin

Eutin ist die Rosenstadt und ehemalige Residenzstadt der Holsteinischen Schweiz mit einem prachtvollen Schloss, das von einem englischen Landschaftsgarten umgeben ist. Als Geburtsstadt des Komponisten Carl Maria von Weber finden hier jeden Sommer die berühmten Eutiner Festspiele im Schlosspark statt — Freiluftopern vor historischer Kulisse. Der Große Eutiner See und der Kellersee rahmen die Stadt ein und laden zum Baden und Bootfahren ein.

SchlossOperFestspiele

Flensburg

Flensburg ist die noerdlichste kreisfreie Stadt Deutschlands, direkt an der daenischen Grenze gelegen, am innersten Zipfel der Flensburger Foerde. Die Stadt ist weit mehr als der Sitz des Kraftfahrt-Bundesamtes mit seinen beruechtigten Punkten — Flensburg ist eine geschichtstraechtige Hafenstadt mit Rum-Tradition, daenisch-deutscher Doppelkultur und einer lebendigen Altstadt. Die Rum-Meile (Rum-Regatta-Route) erzaehlt die Geschichte Flensburgs als ehemaliges Zentrum des Rum-Handels: Im 18. und 19. Jahrhundert war Flensburg nach Kopenhagen der zweitwichtigste Handelshafen Daenemarks und verschiffte Rum aus der Karibik nach Skandinavien. Heute erinnern die historischen Kaufmannshoeefe, das Flensburger Schifffahrtsmuseum und der Rum-Speicher an diese Aera. Das Rum-Museum und Rum-Verkostungen sind einzigartig in Deutschland. Der Flensburger Hafen erstreckt sich malerisch in die Foerde: Historische Segelschiffe, der Museumshafen, der Dampfer Alexandra und die Hafenpromenade bilden ein maritimes Gesamtkunstwerk. Die jaehrliche Rum-Regatta im Juni ist Deutschlands groesstes Hafenfest. Die Altstadt bietet einen Mix aus Backsteingotik, Kaufmannshoefen und skandinavischem Flair: Die Rote Strasse mit ihren Innenhoefen, Boutiquen und Cafes ist die charmanteste Einkaufsmeile. Die St.-Nikolai-Kirche (Nikolaikirche) beherbergt einen der bedeutendsten Renaissance-Orgeln Norddeutschlands. Das daenische Erbe ist allgegenwaertig: Daenische Schulen, Kirchen, Zeitungen und der daenische Sportverein existieren neben den deutschen Pendants. Die Grenzstadt lebt Zweisprachigkeit und bietet mit dem Museumsberg Flensburg und dem Naturwissenschaftlichen Museum weitere kulturelle Highlights.

HafenRumGrenze

Frankfurt am Main

Frankfurt am Main ist die Finanzmetropole Deutschlands und überrascht Besucher mit einer faszinierenden Mischung aus Wolkenkratzern und Fachwerk, internationaler Geschäftigkeit und gemütlicher Apfelweinkultur. Die Skyline — einzigartig in Deutschland — hat der Stadt den Beinamen Mainhattan eingebracht. Der Main Tower bietet aus 200 Metern Höhe einen atemberaubenden Blick über die Stadt bis zum Taunus. Das Museumsufer am südlichen Mainufer vereint 15 Museen auf engem Raum, darunter das Städel Museum mit einer der bedeutendsten Kunstsammlungen Europas, das Deutsche Filmmuseum und das Museum für Kommunikation. Die Paulskirche, Wiege der deutschen Demokratie, und der Römer mit seinem markanten Treppengiebel stehen für die politische Geschichte der Stadt. Die neue Altstadt zwischen Römer und Dom wurde 2018 eröffnet und verbindet 35 rekonstruierte und moderne Gebäude zu einem charmanten Quartier, das das historische Herz Frankfurts wiederbelebt. Die Kleinmarkthalle bietet auf 1.500 Quadratmetern internationale Delikatessen und regionale Spezialitäten. Sachsenhausen am südlichen Mainufer ist das Herz der Frankfurter Apfelweinkultur: In traditionellen Wirtschaften wird der herbe Ebbelwoi im Bembel serviert, dazu grüne Sosse mit sieben Kräutern und Handkäs mit Musik. Das Mainufer selbst ist Frankfurts Wohnzimmer — im Sommer treffen sich hier Einheimische und Besucher zum Picknicken, Radfahren und Flanieren. Als internationaler Verkehrsknotenpunkt und Messestadt ist Frankfurt zudem idealer Ausgangspunkt für Reisen durch ganz Deutschland.

SkylineFinanzenMuseumsufer

Freiburg im Breisgau

Freiburg im Breisgau, die südlichste Großstadt Deutschlands, liegt am Fuße des Schwarzwalds und gilt als wärmste und sonnigste Stadt der Republik. Das gotische Münster Unserer Lieben Frau mit seinem 116 Meter hohen filigranen Turm — von Jacob Burckhardt als schönsten Turm der Christenheit gerühmt — überragt die historische Altstadt, in der täglich einer der schönsten Wochenmärkte Deutschlands stattfindet. Die Freiburger Bächle, schmale Wasserrinnen aus dem Mittelalter, durchziehen die Altstadt auf insgesamt 15,5 Kilometern Länge und verleihen der Stadt ihren einzigartigen Charakter. Der Sage nach muss, wer versehentlich hineintritt, eine Freiburgerin oder einen Freiburger heiraten. Das Schwabentor und das Martinstor sind die beiden erhaltenen mittelalterlichen Stadttore, während die Fischerau und die Gerberau mit ihren Fachwerkhäusern an Kanälen ein fast venezianisches Flair verbreiten. Der Schlossberg, direkt an die Altstadt angrenzend, bietet nach kurzem Aufstieg oder einer Fahrt mit der Schlossbergbahn einen weiten Blick über die Stadt bis zu den Vogesen und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Das Stadtviertel Vauban gilt als europäisches Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Wohnen. Freiburg ist Tor zum Schwarzwald: Der Schauinsland (1.284 m) ist per Seilbahn erreichbar, das Höllental und die Ravenna-Schlucht liegen vor der Haustür. Die badische Küche mit Flammkuchen, Spargel und Gutedel-Wein aus dem nahen Markgräflerland rundet den Aufenthalt ab.

SchwarzwaldSonneMünster

Freudenstadt

Freudenstadt besitzt den größten Marktplatz Deutschlands und liegt auf einer Hochfläche im Nordschwarzwald. Die von Herzog Friedrich I. 1599 planmäßig angelegte Stadt beeindruckt mit ihrem rechtwinkligen Grundriss und dem imposanten Marktplatz, der von Arkadengängen mit Geschäften und Cafes gesäumt wird. Als heilklimatischer Kurort bietet Freudenstadt frische Schwarzwaldluft, aussichtsreiche Wanderwege und die Nähe zur Schwarzwaldhochstraße.

SchwarzwaldMarktplatzKur

Friedrichshafen

Friedrichshafen am Bodensee ist die Stadt der Zeppeline und verbindet Technikgeschichte mit Seeidylle auf einzigartige Weise. Das weltberühmte Zeppelin Museum im ehemaligen Hafenbahnhof beherbergt die weltweit größte Sammlung zur Geschichte und Technik der Luftschifffahrt, inklusive einer begehbaren Teilrekonstruktion der Hindenburg. Deutsche Technikbegeisterte und Familien kommen hierher, um im Zeppelin NT über den Bodensee zu schweben - ein unvergessliches Erlebnis, das es so nur in Friedrichshafen gibt. Die lange Uferpromenade mit ihren Palmen und dem Blick auf die Schweizer Alpen lädt zum Flanieren ein, während der Stadtgarten mit seinem Schlosskirchturm das Wahrzeichen der Stadt bildet. Als zweitgrößte Stadt am Bodensee bietet Friedrichshafen eine gute Infrastruktur mit eigenem Flughafen, Messegelände und einer lebendigen Gastronomie-Szene.

zeppelintechnikmuseum

Fuessen

Füssen im Allgäu ist die Stadt der Königsschlösser und das südliche Ende der Romantischen Straße — Deutschlands berühmtester Ferienstraße, die über 460 Kilometer von Würzburg bis hierher führt. Die Kleinstadt mit 15.000 Einwohnern liegt auf 808 Metern Höhe, umgeben von Alpengipfeln, türkisblaün Seen und dichten Wäldern. Schloss Neuschwanstein, nur vier Kilometer von Füssen entfernt, ist das meistbesuchte Schloss Deutschlands und Vorbild für das Disney-Schloss: König Ludwig II. liess es ab 1869 als Märchenresidenz im neoromanischen Stil errichten. Die Prunkräume mit ihren Wagner-Szenen, die Thronhalle und der Sängersaal sind von überwältigender Pracht. Gegenüber liegt Schloss Hohenschwangau, die gelbe Jugendresidenz Ludwigs II., in der er seine Liebe zu Richard Wagner und den deutschen Sagen entdeckte. Die Füssener Altstadt selbst ist eine Perle: Das Hohe Schloss über der Stadt besitzt eine der besterhaltenen spätgotischen Illusionsmalereien Bayerns — die bemalten Fassaden täuschen Erker, Fenster und architektonische Details vor, die gar nicht existieren. Das Kloster St. Mang, gegründet im 9. Jahrhundert, beherbergt den ältesten bayerischen Totentanz (1602) und barocke Prunkräume. Der Forggensee zu Füssen ist der größte Stausee Deutschlands und bietet im Sommer Schifffahrten mit Blick auf die Königsschlösser und die Alpen. Die Lechfall-Schlucht am Stadtrand, wo der Lech durch eine enge Kalksteinschlucht stürzt, ist ein beeindruckendes Naturschauspiel — erreichbar über den König-Max-Steg. Füssen hat auch eine bedeutende Musikgeschichte: Die Stadt war im 16. Jahrhundert Europas Zentrum des Lautenbaus, und die Füssener Lautenmacher legten den Grundstein für den europäischen Instrumentenbau.

SchloesserNeuschwansteinRomantische Strasse

Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen liegt am Fuß der Zugspitze (2.962 m), Deutschlands höchstem Berg, und ist einer der bekanntesten Alpenorte der Welt. Die Doppelgemeinde entstand 1935 aus den beiden Orten Garmisch und Partenkirchen anlälich der Olympischen Winterspiele 1936 — noch heute prägen das Olympia-Skistadion und die historische Skisprungschanze das Stadtbild. Die Zugspitze ist per Zahnradbahn (75 Minuten ab Garmisch) oder per Seilbahn vom Eibsee erreichbar. Auf dem Gipfel bietet sich bei klarer Sicht ein 400-Gipfel-Panorama über vier Länder (Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz). Die Seilbahnfahrt über den türkisgrünen Eibsee ist allein schon spektakulär. Die Partnachklamm ist ein beeindruckendes Naturwunder: Über Jahrtausende hat sich die Partnach eine 80 Meter tiefe und 700 Meter lange Schlucht durch den Fels gegraben. Im Winter verwandeln sich die Wände in bizarre Eisformationen. Der Zugang erfolgt über das Olympia-Skistadion, Eintritt ca. 5 €. Garmisch-Partenkirchen ist Austragungsort des traditionellen Neujahrsspringens der Vierschanzentournee und war Gastgeber der Ski-WM 1978 und 2011. Die Kandahar-Abfahrt zählt zu den anspruchsvollsten Rennstrecken im alpinen Skirennsport. Im Sommer locken über 300 km markierte Wanderwege, darunter der Königsweg zum Schloss Linderhof und der Kramersteig mit Panoramablick über das Wettersteingebirge.

ZugspitzeAlpenSki

Gengenbach

Gengenbach ist eine der am besten erhaltenen Fachwerkstädte im Schwarzwald und wird oft als das schönste Städtchen Baden-Württembergs bezeichnet. Die mittelalterliche Altstadt mit ihren bunten Fachwerkhäusern, verwinkelten Gassen und dem imposanten Rathaus diente als Kulisse für den Film "Charlie und die Schokoladenfabrik". Im Advent verwandelt sich das Rathaus in den weltgrößten Adventskalender — ein magisches Schauspiel.

FachwerkAltstadtAdventskalender

Glücksburg

Glücksburg an der Flensburger Förde ist die nördlichste Stadt Deutschlands und besticht durch ihr märchenhaftes Wasserschloss, das als Wiege europäischer Königshäuser gilt. Das Ostseeheilbad liegt direkt an der dänischen Grenze und verbindet hanseatische Eleganz mit skandinavischem Flair. Die Fördeküste bietet geschützte Badestellen, Segelreviere und einen Blick bis nach Dänemark.

OstseeSchlossFlensburger Förde

Gmund am Tegernsee

Gmund am nördlichen Ufer des Tegernsees ist ein eleganter Ort mit dörflichem Charakter und Heimat der weltberühmten Gmund Papierkultur. Die handgeschöpften Papiere aus Gmund werden weltweit für Luxus-Verpackungen und Designprojekte verwendet. Der Ort bietet einen der schönsten Blicke auf den Tegernsee und die Bergkulisse dahinter, und die Mangfallbrücke markiert den Beginn des beliebten Tegernsee-Rundwegs.

TegernseePapierSee

Goerlitz

Görlitz an der Neisse ist Deutschlands östlichste Stadt und besitzt die am besten erhaltene historische Altstadt des Landes — rund 4.000 Denkmäler aus Gotik, Renaissance, Barock, Gründerzeit und Jugendstil sind nahezu unzerstört durch den Zweiten Weltkrieg gekommen. Kein Wunder, dass Hollywood und internationale Filmproduktionen die Stadt als Kulisse entdeckt haben: Görlitz trägt den Spitznamen Görliwood. Wes Andersons Grand Budapest Hotel, Quentin Tarantinos Inglourious Basterds und The Book Thief wurden hier gedreht. Das Jugendstil-Kaufhaus am Demianiplatz mit seiner prachtvollen Treppenhalle diente als Grand Budapest Hotel und ist ein architektonisches Juwel, das besichtigt werden kann. Die Altstadt erstreckt sich vom Untermarkt mit dem Schönhof (ältestes Renaissancebauwerk Deutschlands, 1526) über den Obermarkt mit dem Reichenbacher Turm bis zur Peterskirche mit der legendären Sonnenorgel — einem barocken Instrument, dessen Pfeifen sonnenförmig angeordnet sind. Die Heilig-Grab-Anlage ist eine einzigartige spätgotische Nachbildung der heiligen Stätten Jerusalems aus dem 15. Jahrhundert. Über die Altstadtbrücke gelangt man zu Fuß nach Zgorzelec — die polnische Schwesterstadt, die bis 1945 der östliche Stadtteil von Görlitz war. Die deutsch-polnische Grenze mitten durch die Stadt macht Görlitz zu einem faszinierenden Ort europäischer Geschichte.

GoerliwoodFilmJugendstil

Goslar

Goslar am Nordwestrand des Harzes ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Deutschlands und gleich dreifaches UNESCO-Welterbe: die Altstadt, das Erzbergwerk Rammelsberg und die Oberharzer Wasserwirtschaft stehen gemeinsam unter dem Schutz der Weltkulturorganisation. Kein anderer Ort in Niedersachsen vereint so viel Welterbe auf so kleinem Raum. Die Kaiserpfalz, erbaut im 11. Jahrhundert unter Heinrich III., ist der größte und besterhaltene Profanbau der Salierzeit. Hier tagten über 20 Reichstage, Kaiser und Könige residierten in Goslar — die Stadt war zeitweise Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Die monumentalen Historienbilder im Reichssaal (1879-1897) zeigen die deutsche Kaisergeschichte auf über 700 Quadratmetern. Das Erzbergwerk Rammelsberg ist das einzige Bergwerk der Welt, das über 1.000 Jahre ununterbrochen in Betrieb war (968-1988). Unter Tage können Besucher in originalen Stollen die Geschichte des Erzabbaus erleben, von mittelalterlichen Wasserrädern bis zur industriellen Förderung des 20. Jahrhunderts. Die Altstadt bezaubert mit über 1.500 Fachwerkhäusern, dem Marktplatz mit dem Glockenspiel am Kaiserringhaus (täglich viermal zeigt es Szenen des Rammelsberger Bergbaus), dem Großen Heiligen Kreuz (eine Pilgerherberge aus dem 13. Jahrhundert) und den stillen Gassen des Frankenberger Viertels. Goslar ist zudem Tor zum Harz — Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge mit dem legendären Brocken (1.141 m) als höchstem Gipfel.

UNESCOKaiserpfalzBergwerk

Göttingen

Göttingen ist die Stadt der Wissenschaft schlechthin — keine andere deutsche Stadt hat gemessen an ihrer Größe so viele Nobelpreisträger hervorgebracht. Über 45 Nobelpreise sind mit der Georg-August-Universität verbunden, darunter Max Planck (Physik), Werner Heisenberg (Physik) und Max Born (Physik). Die 1737 gegründete Universität prägt die Stadt bis heute: Rund ein Viertel der Einwohner sind Studierende. Das Gänseliesel auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus ist die meistgeküsste Statue der Welt — jeder frischgebackene Doktor der Universität erklimmt nach seiner Promotion den Brunnen und küsst die Gänsemagd. Dieses jahrhundertealte Ritual ist längst zum Wahrzeichen Göttingens geworden. Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm lehrten in Göttingen und gehörten zu den „Göttinger Sieben“ — sieben Professoren, die 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung durch den König von Hannover protestierten und dafür ihrer Aemter enthoben wurden. Dieser Akt des zivilen Widerstands ging als Meilenstein der deutschen Demokratiegeschichte in die Annalen ein. Die Göttinger Altstadt ist bemerkenswert gut erhalten: Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, enge Gassen und die vier Altstadtkirchen bilden ein geschlossenes mittelalterliches Stadtbild. Das Deutsche Theater Göttingen zählt zu den renommiertesten Bühnen Niedersachsens. Die Lage am westlichen Rand des Harzes und im Leinetal macht Göttingen zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen: Der Hainberg, ein Naturschutzgebiet direkt an der Stadt, und der nahe Göttinger Wald bieten Erholung. Die Stadt liegt zentral an der Nord-Süd-Achse und ist verkehrstechnisch hervorragend angebunden.

UniversitaetNobelpreistraegerFachwerk

Hannover

Hannover, die Landeshauptstadt Niedersachsens, überrascht Besucher mit einer Mischung aus weltberühmten Gärten, lebendiger Kulturszene und einem grünen Stadtbild. Die Stadt war Expo-Gastgeberin 2000 und ist bis heute einer der wichtigsten Messestandorte der Welt, doch ihr wahres Juwel liegt in den Herrenhäuser Gärten. Die Herrenhäuser Gärten gehören zu den bedeutendsten Barockgärten Europas: Der Große Garten mit seinen geometrischen Hecken, 80 Fontänen und der Großen Fontäne (bis 72 Meter hoch) wurde nach Vorbild von Versailles angelegt. Der Berggarten gegenüber beherbergt eine der größten Orchideensammlungen Europas und ein beeindruckendes SEA LIFE Aquarium. Im Sommer finden die Herrenhäuser Festwochen mit Feürwerken und Konzerten statt. Der Maschsee ist Hannovers künstlich angelegter See mitten in der Stadt: 2,4 km lang, ideal zum Joggen, Segeln, Tretbootfahren und für das Maschseefest im Sommer, eines der größten Seefeste Deutschlands mit über 2 Millionen Besuchern. Das Sprengel Museum zählt zu den bedeutendsten Museen für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland: Werke von Picasso, Max Ernst, Nolde und Niki de Saint Phalle, deren bunte Nanas am Leineufer zum Wahrzeichen Hannovers geworden sind. Der Rote Faden ist eine 4,2 km lange, auf den Boden gemalte rote Linie, die zu 36 Sehenswürdigkeiten durch die Innenstadt führt — eine geniale Idee, die es Besuchern ermöglicht, Hannover auf eigene Faust zu erkunden.

Herrenhaeuser GaertenMaschseeMesse

Heidelberg

Heidelberg ist der Inbegriff der deutschen Romantik und verzaubert mit der majestätischen Schlossruine, die hoch über dem Neckar und der barocken Altstadt thront. Die Stadt am Zusammenfluss von Neckar und Rhein war Inspiration für Dichter, Maler und Musiker — von Göthe über Mark Twain bis zu den Heidelberger Romantikern um Clemens Brentano und Achim von Arnim. Die Alte Brücke mit dem Brückentor und dem Brückenaffen gehört zu den meistfotografierten Motiven Süddeutschlands. Der Philosophenweg am gegenüberliegenden Neckarufer bietet einen legendären Panoramablick über Stadt, Schloss und Flusstal. Das Heidelberger Schloss selbst beherbergt das Große Fass — ein Weinfass mit 221.726 Litern Fassungsvermögen — und das Deutsche Apothekenmuseum. Die Ruprecht-Karls-Universität, gegründet 1386, ist die älteste Universität Deutschlands und prägt mit rund 30.000 Studierenden das jugendliche und internationale Flair der Stadt. Der Studentenkarzer, in dem ungehorsame Studenten einst eingesperrt wurden, ist mit seinen Graffiti-Wänden ein beliebtes Kuriosum. Die Hauptstraße, eine der längsten Fußgängerzonen Europas, führt durch die Altstadt mit ihren Barockfassaden, Buchläden und Cafes. Der Heidelberger Frühling ist eines der renommiertesten Musikfestivals Deutschlands. Die Neckarschifffahrt, Wanderungen auf dem Neckarsteig und die kurpfälzische Küche mit Pfälzer Saumagen und Handkäse runden das Erlebnis dieser zeitlos schönen Stadt ab.

RomantikSchlossUniversität

Heiligenhafen

Heiligenhafen liegt am östlichen Ende der Lübecker Bucht und hat sich mit seiner spektakulären Erlebnis-Seebrücke und dem neu gestalteten Binnensee vom verschlafenen Fischerort zu einem der aufregendsten Familien-Urlaubsziele an der Ostsee gewandelt. Die Stadt bietet eine einzigartige Mischung aus traditionellem Hafenflair, modernen Freizeitattraktionen und einem der windigsten Strände Deutschlands, der Kitesurfer aus ganz Europa anzieht. Die Erlebnis-Seebrücke ist das Wahrzeichen von Heiligenhafen und eines der kühnsten architektonischen Projekte an der deutschen Küste. Sie erstreckt sich über 400 Meter in die Ostsee und endet in einer geschwungenen Plattform, die wie ein futuristisches Schiff über dem Meer zu schweben scheint. Von hier aus hat man einen atemberaubenden 360-Grad-Blick über die Bucht, die Insel Fehmarn und bei klarer Sicht bis nach Dänemark. Der gläserne Boden an einigen Stellen sorgt für Nervenkitzel direkt über den Wellen. Der Binnensee wurde aufwendig zu einem modernen Freizeitareal umgestaltet. Strandbar-Atmosphäre, Beachvolleyball-Felder, Wasserspielplätze und eine Promenade verbinden den Hafen mit dem offenen Meer. Die Seebrücke und der Binnensee bilden zusammen ein Ensemble, das in seiner Modernität und Gestaltungsqualität an der Ostsee einzigartig ist. Das Naturschutzgebiet Graswarder, eine vorgelagerte Halbinsel, ist ein Paradies für Vogelbeobachter. Tausende See- und Wasservögel brüten hier in einer unberührten Dünenlandschaft. Geführte Wanderungen bringen Besucher nah an Austernfischer, Seeschwalben und Säbelschnäbler heran. Der Fischereihafen mit seinen bunten Kuttern und frischem Fisch direkt vom Boot verleiht Heiligenhafen authentisches maritimes Flair. Von Hamburg aus erreicht man Heiligenhafen in knapp zwei Stunden über die A1 Richtung Fehmarn. Der Ort ist auch ein idealer Ausgangspunkt für einen Tagesausflug nach Fehmarn, das über die Fehmarnsundbrücke nur 15 Minuten entfernt liegt.

OstseeSeebrückeKitesurfen

Hinterzarten

Hinterzarten ist einer der ältesten und elegantesten Kurorte im Hochschwarzwald und als Heimat der legendären Skispringer-Dynastie Schmid weltbekannt. Die Adler-Skischanze zieht jeden Sommer beim FIS-Grand-Prix tausende Zuschauer an. Der heilklimatische Kurort besticht mit einer einzigartigen Mischung aus Hochmoor-Naturschutzgebiet, Langlauf-Loipen und gepflegter Schwarzwald-Architektur. Das luxuriöse Parkhotel Adler ist eine Institution der deutschen Hotellerie.

SchwarzwaldSkisprungKur

Husum

Husum ist die Kreisstadt Nordfrieslands an der schleswig-holsteinischen Nordseekueste und traegt den literarischen Beinamen "die graue Stadt am Meer" — nach dem gleichnamigen Gedicht des beruehmtesten Sohnes der Stadt, Theodor Storm (1817-1888). Doch grau ist Husum nur im Herbststurm: Im Fruehling verwandeln vier Millionen Krokusse den Schlosspark in ein violettes Bluetenmeer. Die Krokusblute im Husumer Schlosspark ist ein Naturschauspiel von europaischer Bedeutung: Zwischen Mitte Maerz und Anfang April bluehen auf den Parkwiesen rund um das Schloss vor Husum Millionen wilder Krokusse — die groesste Wildkrokusblute Mitteleuropas. Der Ursprung liegt vermutlich in Pflanzungen durch Moenchse im 15. Jahrhundert. Der Husumer Hafen ist das Herz der Stadt: Direkt im Stadtzentrum liegen Kutter und Schiffe, die Hafenstrasse bietet Fischrestaurants und Cafes, und bei Sturmflut steigt das Wasser bis an die Hauswande — ein Schauspiel, das die Husumer gelassen hinnehmen. Das Theodor-Storm-Haus, das Wohnhaus des Dichters, ist als Museum erhalten und zeigt die Lebenswelt des Schriftstellers, der den Schimmelreiter, Immensee und zahllose Novellen schuf. Die Storm-Tage im September sind ein literarisches Festival. Von Husum aus erreicht man die Halligen, die Insel Pellworm und den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (UNESCO-Welterbe). Wattwanderungen, Krabbenfischen und Ausfluege zu den Halligen Hooge und Langeness gehoeren zu den unvergesslichen Erlebnissen.

NordseeKrokusbluteStorm

Immenstaad am Bodensee

Immenstaad am Bodensee ist ein beschaulicher Wein- und Obstort am nördlichen Seeufer zwischen Friedrichshafen und Meersburg. Der Ort ist einer der wenigen Orte, wo man direkt am Bodensee durch Weinberge und Obstplantagen spazieren kann. Die Uferpromenade mit historischem Torkel (Weinpresse), Strandbad und Yachthafen verbindet Seegenuss mit Weinkultur. Immenstaad ist der perfekte Ort für einen ruhigen Bodenseeurlaub abseits des Massentourismus.

BodenseeWeinObst

Inzell

Inzell im Chiemgau ist weltbekannt als Eisschnelllauf-Hochburg — die Max Aicher Arena ist eine der modernsten Eishallen der Welt und Austragungsort von Weltcups und Weltmeisterschaften. Abseits des Eissports begeistert der Luftkurort mit seiner Lage zwischen Chiemgauer Alpen und dem romantischen Frillensee, dem kältesten See Deutschlands. Das Bergsteigerdorf-Flair und die zahlreichen Almhütten machen Inzell zu einem authentischen Chiemgau-Erlebnis.

ChiemgauEisschnelllaufBergsee

Kappeln

Kappeln an der Schlei ist ein malerisches Fischerstädtchen zwischen Schleswig und Flensburg und die heimliche Hauptstadt der Schleiregion. Die historische Altstadt mit dem Heringszaun — dem letzten in Europa — und dem lebhaften Hafen versprüht maritimes Flair. Die Schlei, ein 42 km langer Ostseefjord, bietet Segeln, Angeln und Naturerlebnisse. Berühmt wurde Kappeln auch als Drehort der ARD-Serie "Der Landarzt".

SchleiFischerdorfHeringszaun

Karlsruhe

Karlsruhe ist die einzige deutsche Großstadt, die vollständig am Reissbrett geplant wurde. Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach gründete sie 1715 und legte den Grundriss als Fächer an: 32 Straßen strahlen vom Schlossturm aus wie Sonnenstrahlen — daher der Beiname „Fächerstadt“. Dieser einzigartige Stadtplan ist bis heute aus der Luft eindrucksvoll erkennbar. Das Karlsruher Schloss, Ausgangspunkt des Fächers, beherbergt das Badische Landesmuseum mit Sammlungen von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Der weitläufige Schlossgarten dahinter ist eine der schönsten innerstädte Parkanlagen Deutschlands und lädt ganzjährig zum Spazieren ein. Karlsruhe ist Sitz des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs — die „Residenz des Rechts“. Das Gebäude des Verfassungsgerichts am Schlossplatz ist architektonisch markant und symbolisiert die tragende Säulen der deutschen Demokratie. Das ZKM (Zentrum für Kunst und Medien) in einer ehemaligen Munitionsfabrik ist weltweit eines der wichtigsten Museen für digitale Kunst und Medientechnologie. Interaktive Installationen, KI-Kunst und Medienskulpturen machen das ZKM zu einem Erlebnis weit jenseits traditioneller Museen. Direkt daneben liegt die Städtische Galerie mit bedeutender Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts. Der Turmberg in Durlach, per Standseilbahn erreichbar, bietet den besten Panoramablick über den Oberrheingraben bis zu den Vogesen. Karlsruhes Lage am Rand des Schwarzwalds und die Nähe zur Pfalz und zum Elsass machen es zum idealen Ausgangspunkt für Ausflüge.

FaecherstadtZKMBundesverfassungsgericht

Kassel

Kassel in Nordhessen ist die Stadt der documenta und der Brüder Grimm — eine einzigartige Kombination aus Weltkunst und Märchenkultur. Alle fünf Jahre verwandelt die documenta, die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die gesamte Stadt in ein riesiges Freiluft-Museum. Der Bergpark Wilhelmshöhe ist seit 2013 UNESCO-Welterbe und der größte Hangpark Europas: Auf 240 Hektar erstreckt sich die Anlage vom Schloss Wilhelmshöhe hinauf zum Herkules, Kassels Wahrzeichen. Die 70 Meter hohe Herkules-Statue auf einer Pyramide thront auf dem Gipfel des Karlsbergs. Jeden Mittwoch und Sonntag im Sommer stürzen die berühmten Wasserspiele den Berg hinab — vom Herkules über Kaskaden und Aquädukte bis zur Großen Fontäne, die 50 Meter in die Höhe schiesst. Dieses Wasserspektakel aus dem 18. Jahrhundert funktioniert noch heute ohne Pumpen, allein durch Schwerkraft. Schloss Wilhelmshöhe beherbergt eine der bedeutendsten Rembrandt-Sammlungen der Welt und die Antikensammlung mit Gemälden von Rubens, Cranach und Altdorfer. Die Brüder Grimm lebten und arbeiteten in Kassel, wo sie ihre weltberühmten Märchen sammelten. Die GRIMMWELT auf dem Weinberg ist ein interaktives Museum, das die Märchen und das Lebenswerk der Brüder modern und faszinierend präsentiert — einschließlich des Deutschen Wörterbuchs, ihres größten wissenschaftlichen Werks. Die Karlsaü, eine barocke Parkanlage an der Fulda, ist Kassels grüne Lunge und wichtigster documenta-Standort: Hier stehen permanente Kunstinstallationen neben historischen Gartenarchitekturen.

documentaGrimmBergpark

Kiel

Kiel, die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins, ist eine Hafenstadt an der Ostsee, die untrennbar mit dem Meer verbunden ist. Die Kieler Förde, ein 17 km langer, natürlicher Meeresarm, zieht sich mitten durch die Stadt und macht Kiel zu einer der maritimsten Städte Deutschlands. Die Kieler Woche ist das größte Segelevent der Welt und gleichzeitig das größte Volksfest Nordeuropas: Jede letzte Juniwoche kommen über 3 Millionen Besucher, um Segelregatten, Live-Musik, internationales Streetfood und die Parade der Windjammer auf der Förde zu erleben. Die Atmosphäre ist einzigartig — die gesamte Stadt verwandelt sich in ein Festivalgelände. Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt: An der Schleuse Holtenau können Besucher riesige Containerschiffe, Kreuzfahrtriesen und Tanker aus nächster Nähe beobachten, wie sie die 98 km lange Passage zwischen Nordsee und Ostsee durchqueren. Ein kostenloses Spektakel für Schiffsfans. Das Deutsche U-Boot-Museum U-995 in Labö, 15 km nördlich von Kiel, ist ein begehbares U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg. Direkt daneben steht das Marine-Ehrenmal, ein 85 Meter hoher Turm mit Panoramablick über die Kieler Bucht. Die Kiellinie, Kiels Uferpromenade, führt 3,5 km am Wasser entlang, vorbei an Segelclubs, dem Aquarium GEOMAR und den Fährterminals. Von hier starten Fähren nach Skandinavien — Kiel ist Deutschlands wichtigster Fährhafen nach Norwegen und Schweden.

Kieler WocheSegelnOstsee

Koblenz

Koblenz liegt an einem der spektakulärsten Flusspunkte Deutschlands: dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel am berühmten Deutschen Eck. Hier, wo das monumentale Kaiser-Wilhelm-Denkmal die Landspitze krönt, treffen zwei der wichtigsten europäischen Flüsse aufeinander. Die über 2.000 Jahre alte Stadt — von den Römern als „Conflüntes“ (Zusammenfluss) gegründet — ist das Tor zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die Festung Ehrenbreitstein auf der gegenüberliegenden Rheinseite ist nach Gibraltar die zweitgrößte erhaltene Festung Europas. Per Seilbahn schwebt man in wenigen Minuten über den Rhein hinauf — die Aussicht auf die Flussmündung, die Altstadt und das Rheintal ist atemberaubend. Die Festung beherbergt das Landesmuseum Koblenz und bietet regelmäßig Open-Air-Veranstaltungen. Das Obere Mittelrheintal zwischen Koblenz und Bingen ist seit 2002 UNESCO-Welterbe: Steile Weinbergterrassen, über 40 Burgen und Burgruinen auf nur 65 Kilometern, die Loreley und malerische Weinorte wie Bacharach und Oberwesel bilden eine der romantischsten Kulturlandschaften Europas. Rheinschifffahrten ab Koblenz erschließen dieses Panorama vom Wasser aus. Die Koblenzer Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, dem Plan mit den Historiensäulen, der Liebfraünkirche und dem Jesuitenplatz bietet rheinisches Lebensgefühl pur. Die Schoppenstube (Weinstube) gehort ebenso zum Stadtbild wie die Rheinterrassen entlang der Promenade. Das Deutsche Eck ist gleichzeitig Mahnmal der deutschen Teilung und Wiedervereinigung.

Deutsches EckRheinMosel

Kochel am See

Kochel am See liegt am Fuße der Bayerischen Voralpen zwischen Kochelsee und Walchensee — zwei der schönsten Seen Oberbayerns. Der Ort ist Heimat des Franz Marc Museums, das dem berühmten Expressionisten und Mitgründer des Blauen Reiters gewidmet ist. Der Walchensee mit seinem karibisch-türkisen Wasser ist einer der tiefsten und klarsten Seen Deutschlands. Die Herzogstand-Seilbahn bietet grandiosem Panorama über beide Seen.

WalchenseeKochelseeBlaue Reiter

Köln

Köln, die 2.000 Jahre alte Metropole am Rhein, pulsiert mit rheinischem Frohsinn, kultureller Vielfalt und dem unverkennbaren Kölner Lebensgefühl. Der Kölner Dom, mit 157 Metern die zweithöchteste Kirche Deutschlands und UNESCO-Welterbe seit 1996, ist das Wahrzeichen der Stadt: 533 Stufen führen auf den Südturm, von wo aus sich ein grandioser Blick über die Rheinmetropole bietet. Der Dreikönigsschrein im Inneren ist der größte goldene Reliquienschrein des Abendlandes. Das Römisch-Germanische Museum direkt neben dem Dom zeigt das berühmte Dionysos-Mosaik aus dem 3. Jahrhundert, das beim U-Bahn-Bau entdeckt wurde. Das Museum Ludwig beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst Europas mit Werken von Warhol, Lichtenstein und Picasso. Die Kölner Altstadt am Rheinufer mit ihren bunten Brauhäusern, dem historischen Fischmarkt und dem Heumarkt ist das gesellige Herz der Stadt. Der Kölner Karneval, die fünfte Jahreszeit, verwandelt die Stadt im Februar in einen sechstägigen Ausnahmezustand mit Rosenmontagszug, Kostümen und Kölsch-Strömen. Doch auch außerhalb der Karnevalssaison ist Köln eine lebhafte Metropole: Das Belgische Viertel und Ehrenfeld bieten trendige Cafes, Boutiquen und Streetart. Die Kölner Brauhauskultur mit ihrem Kölsch — dem einzigen Bier, das in speziellen 0,2-Liter-Stangen serviert wird — ist UNESCO-Kulturerbe-Kandidat. Früh am Dom, Peters Brauhaus und das Päffgen sind Institutionen. Die Hohenzollernbrücke mit ihren Tausenden Liebesschlössern und der Rheinboulevard bieten Rhein-Romantik bei Sonnenuntergang.

Kölner DomKarnevalRhein

Konstanz

Konstanz am Bodensee ist die größte Stadt am größten See Deutschlands und die einzige deutsche Großstadt südlich des Rheins — die Grenze zur Schweiz verläuft mitten durch die Stadt. Die historische Altstadt blieb im Zweiten Weltkrieg dank der Nähe zur neutralen Schweiz von Bombardierungen verschont und zeigt ein geschlossenes mittelalterliches Stadtbild mit prächtig bemalten Bürgerhäusern, engen Gassen und dem imposanten Münster Unserer Lieben Frau. Das Konzilgebäude am Hafen, in dem 1414 bis 1418 das einzige Konklave auf deutschem Boden stattfand und Papst Martin V. gewählt wurde, ist ein Wahrzeichen der Stadtgeschichte. Davor dreht sich die Imperia, eine neun Meter hohe Statue von Peter Lenk, die satirisch auf das Konzil Bezug nimmt und zum meistfotografierten Motiv der Stadt geworden ist. Die Niederburg, das älteste Stadtviertel, bezaubert mit verwinkelten Gassen und der romanischen Dreifaltigkeitskirche. Die Insel Mainau, die Blumeninsel im Bodensee, liegt nur wenige Kilometer nördlich und begeistert mit mediterraner Vegetation, einem Barockschloss und einem Schmetterlingshaus. Die Fähre nach Meersburg führt in wenigen Minuten zur malerischen Weinstadt mit ihrer ältesten bewohnten Burg Deutschlands. Konstanz ist idealer Ausgangspunkt für Bodensee-Rundfahrten, Ausflüge nach Lindau, Bregenz und zur Pfahlbauten-Siedlung in Unteruhldingen (UNESCO-Welterbe). Die Universität verleiht der Stadt ein jugendliches, kosmopolitisches Flair mit lebhafter Kneipen- und Kulturszene.

BodenseeAltstadtMainau

Kühlungsborn

Kühlungsborn ist mit einer Strandlänge von sechs Kilometern das größte Seebad an der gesamten deutschen Ostseeküste und gehört zu den beliebtesten Urlaubsorten Mecklenburg-Vorpommerns. Das Ostseebad besticht durch seine perfekte Mischung aus historischer Bäderarchitektur, breiten Sandstränden und einer lebhaften, aber nicht übertriebenen touristischen Infrastruktur. Die drei Ortsteile Ost, Mitte und West bieten jeweils ihren eigenen Charakter – von mondän bis familiär. Das Highlight des Ortes ist die fast vier Kilometer lange Strandpromenade, die zu den schönsten an der deutschen Ostsee zählt. Gesäumt von Restaurants, Cafés und Geschäften lädt sie zum Flanieren ein, während hinter den Dünen der breite Sandstrand zum Baden und Entspannen einlädt. Die 240 Meter lange Seebrücke ragt in die Ostsee hinaus und ist Anlegestelle für die Ausflugsschiffe nach Warnemünde und zur Halbinsel Wustrow. Im Sommer findet auf der Seebrücke regelmäßig ein buntes Veranstaltungsprogramm statt. Ein absolutes Highlight ist die Bäderbahn „Molli", eine historische Dampflokbahn, die seit 1886 Kühlungsborn mit Bad Doberan verbindet. Die 15 Kilometer lange Strecke führt durch die mecklenburgische Landschaft und mitten durch die Straßen von Bad Doberan – ein einmaliges Erlebnis. Von Bad Doberan aus lohnt sich ein Abstecher zum berühmten Doberaner Münster, einer der bedeutendsten Backsteinkirchen Norddeutschlands. Kühlungsborn hat sich in den letzten Jahren als ganzjähriges Urlaubsziel etabliert, mit Wellness-Hotels, einem Yachthafen und zahlreichen Veranstaltungen auch in der Nebensaison.

OstseeBäderbahn MolliStrand

Laboe

Laboe ist ein Ostseebad an der Kieler Foerde in Schleswig-Holstein, etwa 15 Kilometer noerdlich von Kiel. Der kleine Ort mit seinem breiten Sandstrand, dem markanten Marine-Ehrenmal und dem U-Boot U-995 ist eines der beliebtesten Ausflugsziele an der schleswig-holsteinischen Ostseekueste. Das Marine-Ehrenmal ist das Wahrzeichen Laboes: Der 85 Meter hohe Turm wurde 1936 als Gedenkstaette fuer die im Ersten Weltkrieg gefallenen Marineangehoerigen errichtet und spaeter zu einer Gedenkstaette fuer alle auf See Gefallenen beider Weltkriege erweitert. Die Aussichtsplattform bietet einen atemberaubenden Rundblick ueber die Kieler Foerde, die Ostsee und bei klarem Wetter bis nach Daenemark. Direkt am Fuss des Ehrenmals liegt das U-Boot U-995 — eines der letzten original erhaltenen deutschen U-Boote vom Typ VII C/41 aus dem Zweiten Weltkrieg. Besucher koennen durch die beengten Raeume klettern und die klaustrophobischen Verhaeltnisse an Bord eines Weltkriegs-U-Boots am eigenen Leib erfahren. Der Laboer Strand erstreckt sich ueber mehrere hundert Meter feinen Sand mit Strandkoerben, einer Seebruecke und flachem Wasser, ideal fuer Familien. Die Strandpromenade bietet Cafes, Eisdielen und den typischen Ostsee-Charme. Mit der Faehrlinie Kiel-Laboe erreicht man den Ort komfortabel per Schiff ueber die Kieler Foerde — vorbei an den Kreuzfahrtschiffen und Marinehaefen. Das jaehrliche Laboer Hafenfest und die Kieler Woche (25 Foerdenminuten entfernt) sind maritime Highlights.

OstseeMarineU-Boot

Leipzig

Leipzig, die größte Stadt Sachsens, hat sich in den vergangenen Jahren zur kreativsten und dynamischsten Metropole Ostdeutschlands entwickelt. Als Stadt der Friedlichen Revolution von 1989, als Hunderttausende mit dem Ruf Wir sind das Volk von der Nikolaikirche aus auf die Straßen zogen, trägt Leipzig ein besonderes historisches Erbe. Die Nikolaikirche und die Montagsdemonstrationen waren der Ausgangspunkt für den Fall der Mauer. Das Völkerschlachtdenkmal, mit 91 Metern eines der größten Denkmäler Europas, erinnert an die entscheidende Schlacht gegen Napoleon 1813 und bietet von seiner Aussichtsplattform einen weiten Blick über die Stadt. Das Gewandhaus, Heimat eines der ältesten und renommiertesten Symphonieorchester der Welt, und die Thomaskirche, in der Johann Sebastian Bach 27 Jahre lang als Kantor wirkte und begraben liegt, machen Leipzig zur Musikstadt von Weltrang. Der Thomanerchor besteht seit über 800 Jahren. Die Südvorstadt und das Plagwitz-Viertel mit der Baumwollspinnerei — einem ehemaligen Industrieareal, das heute Galerien, Ateliers und die Keimzelle der Neuen Leipziger Schule (Neo Rauch) beherbergt — sind das pulsierende Herz der jungen Kreativszene. Aürbachs Keller, Schauplatz einer Szene aus Göthes Faust, ist eines der ältesten Restaurants Deutschlands. Die Madler-Passage, das Alte Rathaus am Markt und der Zoo Leipzig mit seiner Tropenhalle Gondwanaland ergänzen das vielfältige Stadtbild. Die Leipziger Seen, ehemalige Tagebaü, bieten Wassersport vor den Toren der Stadt.

MusikKunstGeschichte

Lenggries

Lenggries ist das Herz des Isarwinkels — eines der schönsten Voralpenländer Bayerns — und verbindet alpines Flair mit familienfreundlicher Entspannung. Der Luftkurort am Oberlauf der Isar liegt zwischen den markanten Gipfeln des Brauneck (1.556 m) und der Benediktenwand (1.801 m) und bietet ganzjährig ein attraktives Angebot für Outdoor-Enthusiasten. Das Brauneck ist der Hausberg von Lenggries und eines der beliebtesten Skigebiete Oberbayerns: Die Bergbahn bringt Wintersportler auf 1.500 Meter, wo 34 Pistenkilometer und 17 Liftanlagen warten. Im Sommer verwandelt sich das Brauneck in ein Wander- und Gleitschirmparadies — die Thermik an der Südflanke macht es zu einem der besten Startplätze für Paraglider in ganz Deutschland. Die Isar fließt hier noch als wilder, ungebändigter Gebirgsfluss durch ein breites Kiesbett — ein Naturerlebnis, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Wildfluss-Rafting, Kanufahren und die berühmten Isar-Flößerfahrten bieten Abenteuer auf dem Wasser, während die Kiesbänke zu den schönsten Grillplätzen und Badestellen der Region gehören. Die Sylvensteinspeicher-Talsperre — nur 20 Minuten südlich — beeindruckt mit ihrem smaragdgrünen Wasser vor alpiner Kulisse. Die Brücke über den Stausee gehört zu den meistfotografierten Motiven Oberbayerns und der ehemalige Ort Fall, der beim Bau der Talsperre geflutet wurde, taucht bei niedrigem Wasserstand gespenstisch wieder auf.

SkifahrenParaglidingIsar

Lindau

Lindau im Bodensee ist eine der malerischsten Kleinstädte Deutschlands: Die historische Altstadt liegt auf einer Insel im östlichen Bodensee, verbunden mit dem Festland durch eine Eisenbahnbrücke und eine Straßenbrücke. Drei Länder treffen hier aufeinander — Deutschland, Österreich und die Schweiz sind per Schiff, Rad oder Bahn erreichbar. Die Hafeneinfahrt von Lindau ist das meistfotografierte Motiv am Bodensee: Der sechs Meter hohe Bayerische Löwe und der 33 Meter hohe Neue Leuchtturm flankieren die Einfahrt und bilden mit dem Alpenpanorama im Hintergrund eine unvergessliche Kulisse. Vom Leuchtturm hat man den besten 360-Grad-Blick über den See und die Berge. Die Altstadt ist ein Labyrinth aus mittelalterlichen Gassen, Fachwerkhäusern und prächtig bemalten Patrizierhäusern. Das Alte Rathaus von 1436 mit seiner aufwendig bemalten Fassade zeigt Szenen aus dem Reichstag von 1496, als Kaiser Maximilian I. hier tagte. Der Mangturm, der ehemalige Leuchtturm aus dem 12. Jahrhundert, und die Peterskirche mit ihren Fresken des Hans Holbein d.Ae. sind weitere Highlights. Lindau ist Ausgangspunkt für die Bodensee-Schifffahrt: Fähren und Ausflugsschiffe verbinden die Inseln Mainau und Reichenau, Konstanz, Bregenz und Rorschach. Der Bodensee-Radweg (270 km rund um den See) führt direkt durch Lindau. Die Nobelpreisträgertagungen auf Lindau finden seit 1951 jährlich statt: Dutzende Nobelpreisträger treffen hier auf Nachwuchswissenschaftler — ein weltweit einzigartiges Format, das Lindau international berühmt gemacht hat.

BodenseeInselAltstadt

Lübeck

Lübeck war einst die mächtige Königin der Hanse und beeindruckt noch heute mit einer der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte Nordeuropas. Die gesamte Altstadtinsel, umgeben von der Trave und dem Elbe-Lübeck-Kanal, gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe. Das ikonische Holstentor, Wahrzeichen der Stadt und eines der bekanntesten Stadttore Deutschlands, begrüst Besucher seit 1478. Sieben gotische Backsteinkirchen prägen die majestätische Silhouette der Hansestadt. Die Marienkirche mit dem höchsten Backsteingewölbe der Welt war Vorbild für über 70 Kirchen im Ostseeraum. In den kopfsteingepflasterten Gassen verstecken sich die berühmten Gänge und Höfe — einst Wohnquartiere der ärmeren Bevölkerung, heute idyllische Oasen der Ruhe. Lübeck ist die Stadt der Literaturnobelpreisträger: Thomas Mann und Willy Brandt wurden hier geboren, Günter Grass lebte und arbeitete in der Hansestadt. Das Buddenbrookhaus, das Günter-Grass-Haus und das Willy-Brandt-Haus bieten tiefe Einblicke in Leben und Werk dieser Persönlichkeiten. Das Niederegger Marzipan ist weltberühmt und wird seit 1806 in Lübeck hergestellt — das Stammhaus am Markt mit seinem Marzipan-Salon ist ein Muss. Die Traveufer laden zu Spaziergängen ein, Ausflugsdampfer fahren bis Travemünde an die Ostsee. Mit ihrem reichen Kulturerbe, norddeutschem Flair und kulinarischen Köstlichkeiten ist Lübeck ein Juwel an der Ostsee.

HanseWelterbeMarzipan

Lueneburg

Lüneburg ist die charmante Salzstadt an der Ilmenau und das südliche Tor zur Lüneburger Heide — einer der schönsten Naturlandschaften Norddeutschlands. Über 1.000 Jahre lang war das Salz Lüneburgs wichtigster Rohstoff: Die Saline war eine der größten und ältesten Europas und machte die Stadt im Mittelalter sagenhaft reich. Dieser Reichtum ist bis heute in den prachtvollen Patrizierhäusern, Kirchen und Platzanlagen sichtbar. Das Wahrzeichen der Salzgeschichte sind die schiefen Häuser: Der jahrhundertelange Salzabbau unter der Stadt liess den Boden absinken, sodass sich ganze Straßenzüge neigen. Besonders eindrucksvoll ist das Haus Am Sande 1, das sich dramatisch zur Seite lehnt. Der Kalkberg, einst ein ganzer Hügel mit Burg, wurde durch den Gipsabbau bis auf einen kleinen Rest abgetragen — ein begehbarer Aussichtspunkt. Der historische Stintmarkt am Ilmenau-Ufer ist Lüneburgs geselliger Mittelpunkt: Kneipen, Restaurants und Biergärten reihen sich unter alten Kastanien am Wasser — benannt nach dem Stint, einem kleinen Fisch, der hier früher gehandelt wurde. Die Atmosphäre erinnert an südeuropäische Hafenviertel. Die Leuphana Universität mit über 9.000 Studierenden prägt das jugendliche, lebendige Flair der Stadt. Der von Daniel Libeskind entworfene Zentralbau der Uni (2017) ist ein architektonisches Ausrufezeichen. Lüneburg ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in die Lüneburger Heide, die im August und September in ein Meer aus lila Erikablüten getaucht wird — ein unvergleichliches Naturschauspiel.

SalzstadtHeideFachwerk

Magdeburg

Magdeburg, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, ist eine Stadt der Kontraste: Mittelalterliche Sakralbaukunst trifft auf Hundertwasser-Architektur, und die Geschichte Otto des Großen verbindet sich mit DDR-Plattenbauten und moderner Wissenschaft. Am Ufer der Elbe gelegen, hat Magdeburg nach schwerer Kriegszerstörung ein völlig neues Gesicht entwickelt. Der Magdeburger Dom ist das Wahrzeichen der Stadt und der älteste gotische Kirchenbau auf deutschem Boden — 1209 begonnen, erst 1520 vollendet. Hier liegt Otto der Große begraben, der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Die 97 Meter hohen Türme überragen die Elbsilhoütte und sind von weitem sichtbar. Friedensreich Hundertwassers letztes architektonisches Werk steht in Magdeburg: Die Grüne Zitadelle, 2005 eröffnet, ist ein knallbuntes, organisch geformtes Wohn- und Geschäftshaus mit begrüntem Dach, ungleichen Fenstern und baumbesetzten Terrassen mitten in der Innenstadt. Führungen zeigen auch Innenhof und Dachgarten. Otto von Güricke, Magdeburgs berühmtester Sohn, demonstrierte 1657 mit seinen Magdeburger Halbkugeln die Kraft des Vakuums vor dem Reichstag in Regensburg — 16 Pferde konnten die luftleer gepumpten Halbkugeln nicht auseinanderziehen. Sein Denkmal steht vor dem Rathaus, und das Technikmuseum erinnert an seine bahnbrechenden Experimente. Die Elbe prägt das Stadtbild: Der Elbaünpark mit dem Jahrtausendturm (höchstes Holzbauwerk Deutschlands, 60 m) bietet ein interaktives Wissenschaftsmuseum über 6.000 Jahre Menschheitsgeschichte. Das Wasserstraßen-Kreuz Magdeburg, wo der Mittellandkanal per Trogbrücke über die Elbe geführt wird, ist ein ingenieurtechnisches Wunderwerk.

DomHundertwasserOtto der Grosse

Mainz

Mainz, die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, ist die Stadt, in der Johannes Gutenberg um 1450 den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfand und damit eine Medienrevolution auslöste, die die Welt veränderte. Heute ist Mainz Medienstadt (ZDF-Hauptsitz), Weinstadt und eine der Karnevalshochburgen Deutschlands. Das Gutenberg-Museum am Liebfraünplatz ist eines der ältesten Druckmuseen der Welt und beherbergt zwei der 49 noch erhaltenen Gutenberg-Bibeln — die sogenannten 42-zeiligen Bibeln, die als schönste gedruckte Bücher der Geschichte gelten. In der Druckwerkstatt können Besucher selbst an einer historischen Druckerpresse arbeiten. Der Mainzer Dom St. Martin ist neben den Domen in Worms und Speyer einer der drei großen romanischen Kaiserdome am Rhein. Über 1.000 Jahre alt, vereint er romanische, gotische und barocke Elemente und überragt mit seinem Westturm die gesamte Altstadt. Die Mainzer Fastnacht (nicht Karneval!) ist legendär: Der Rosenmontagszug ist einer der größten in Deutschland, und die Sitzungen mit politischem Kabarett in der Rheingoldhalle werden live im Fernsehen übertragen. Die fünfte Jahreszeit beginnt am 11.11. und erreicht ihren Höhepunkt in der Woche vor Aschermittwoch. Mainz ist Weinhauptstadt: Direkt am Rhein gelegen, umgeben von Rheinhessen, dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands, präsentiert der Mainzer Weinmarkt Ende August über 100 Weine regionaler Winzer am Rheinufer.

GutenbergWeinFastnacht

Malente

Bad Malente-Gremsmühlen ist das Herz der Holsteinischen Schweiz und ein staatlich anerkanntes Heilbad inmitten einer malerischen Seenlandschaft. Der Kellersee, Dieksee und Ukleisee umgeben den Ort und bilden zusammen ein Wasserparadies. Die berühmte 5-Seen-Fahrt verbindet per Schiff mehrere Seen miteinander und bietet idyllische Einblicke in die hügelige Landschaft. Malente ist ruhig, naturverbunden und der perfekte Ort für Erholung fernab des Massentourismus.

Holsteinische SchweizSeenSchifffahrt

Mannheim

Mannheim ist die Quadratestadt — die einzige deutsche Großstadt, deren Innenstadt nicht nach Straßennamen, sondern nach einem Koordinatensystem aus Buchstaben und Zahlen organisiert ist. Statt „Hauptstraße 12“ heißt es hier „L 15, 1“. Das gitterförmige System geht auf die Stadtgründung als Festung im 17. Jahrhundert zurück und ist anfangs verwirrend, dann aber erstaunlich praktisch. Das Barockschloss Mannheim ist mit rund 440 Metern Fassadenlänge nach Versailles das zweitgrößte Barockschloss Europas. Es beherbergt heute die Universität Mannheim und ist teilweise als Museum zugänglich. Die Schlosskirche und die Prunkräume zeigen die einstige Pracht der Kurfürsten von der Pfalz. Das Technoseum (vormals Landesmuseum für Technik und Arbeit) ist eines der großen Technikmuseen Deutschlands: Auf 9.000 m² werden Industriegeschichte, Naturwissenschaft und Technik interaktiv erlebbar — von der Dampfmaschine bis zur Robotik. Ideal für Familien mit Kindern. Mannheim ist eine Stadt der Erfindungen: Karl Drais erfand hier 1817 die Draisine (Vorläuferin des Fahrrads), Carl Benz baute 1886 das erste Automobil der Welt, und Werner von Siemens präsentierte den ersten elektrischen Aufzug. Die Benz-Patentmotorwagen-Route führt auf den Spuren dieser Geschichte. Der Luisenpark, einer der schönsten Stadtparks Deutschlands, bietet auf 42 Hektar einen chinesischen Garten, Gondolettas auf dem See, einen Schmetterlingsflugdom und im Sommer Open-Air-Konzerte auf der Seebuhne. Die Planken, Mannheims Fußgängerzone, und das Jungbusch-Viertel als kreatives Szene-Quartier ergänzen das Stadtbild.

QuadratestadtBarockschlossTechnoseum

Marburg

Marburg an der Lahn ist eine der märchenhaftesten Kleinstädte Deutschlands — eine mittelalterliche Universitätsstadt, die sich steil an einem Schlossberg emporwindet und in der das Erbe der Brüder Grimm allgegenwärtig ist. Jacob und Wilhelm Grimm studierten hier von 1802 bis 1806, und die verwunschenen Gassen und Fachwerkhäuser sollen sie zu ihren Märchen inspiriert haben. Das Landgrafenschloss thront majestätisch über der Stadt auf dem 287 Meter hohen Schlossberg und gehört zu den frühesten gotischen Profanbauten Deutschlands. Der Rittersaal aus dem 13. Jahrhundert mit seinem offenen Dachstuhl ist ein architektonisches Meisterwerk. Vom Schlosspark bietet sich ein atemberaubender Blick über die Altstadt und das Lahntal. Die Elisabethkirche (1235-1283) ist die älteste rein gotische Kirche Deutschlands und eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten des Mittelalters. Sie wurde über dem Grab der Heiligen Elisabeth von Thüringen errichtet, die in Marburg ein Hospital gründete und mit nur 24 Jahren starb. Ihr goldener Schrein ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Goldschmiedekunst. Die Oberstadt mit ihren rund 400 Fachwerkhäusern, steilen Treppen und verwinkelten Gassen ist nahezu autofreier Lebensraum. Die Philipps-Universität (gegründet 1527 als erste protestantische Universität der Welt) prägt mit über 25.000 Studierenden das jugendliche, lebendige Flair der Stadt. Jeder vierte Einwohner ist Student — das ergibt eine der höchsten Studentendichten Deutschlands.

MaerchenGrimmUniversitaet

Marquartstein

Marquartstein im Achental ist ein ruhiger Chiemgau-Ort am Fuße der Hochplatte und ein beliebter Startplatz für Gleitschirmflieger. Die 1.100 m lange Sommerrodelbahn, die mittelalterliche Burg Marquartstein und die Nähe zum Chiemsee machen den Ort zum vielseitigen Familienziel. Das Achental bietet herrliche Wanderwege zwischen sanften Almwiesen und schroffen Gipfeln, und die berühmte Kampenwand ist nur eine kurze Fahrt entfernt.

ChiemgauGleitschirmSommerrodeln

Meersburg

Meersburg am Bodensee ist ein mittelalterliches Kleinod, das mit der ältesten bewohnten Burg Deutschlands und einer traumhaften Seelage zu den malerischsten Städtchen Süddeutschlands zählt. Die Alte Burg thront seit über tausend Jahren auf dem Felsen über dem See und beherbergte einst die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, deren Arbeitszimmer noch heute besichtigt werden kann. Deutsche Urlauber lieben den steilen Abstieg durch die verwinkelten Fachwerk-Gässchen der Oberstadt hinunter zur Uferpromenade, wo Ausflugsschiffe nach Konstanz, zur Insel Mainau und zur Blumeninsel Reichenau ablegen. Das barocke Neue Schloss mit seinen prunkvollen Sälen und der Terrasse bietet einen der schönsten Panoramablicke über den Bodensee bis zu den schneebedeckten Alpengipfeln. Die Weinberge rund um Meersburg produzieren exzellenten Müller-Thurgau und Spätburgunder, die man in den gemütlichen Weinstuben der Altstadt verkosten kann.

bodenseemittelalterburg

Meissen

Meissen an der Elbe ist die Wiege des europäischen Porzellans und eine der romantischsten Kleinstädte Sachsens. Im Jahr 1710 gründete August der Starke hier die erste Porzellanmanufaktur Europas — nachdem der Alchimist Johann Friedrich Böttger auf der Albrechtsburg das Geheimnis der Porzellanherstellung entschlüsselt hatte. Die gekreuzten blaün Schwerter sind bis heute eines der ältesten Markenzeichen der Welt. Die Albrechtsburg, hoch über der Elbe auf dem Burgberg thronend, gilt als ältester Schlossbau Deutschlands (erbaut ab 1471). Ihre spätgotische Architektur mit den eleganten Zellengewölben und den großflächigen Wandgemälden ist einzigartig. Direkt daneben erhebt sich der gotische Dom, dessen schlanke Türme das Stadtbild prägen. Die Porzellan-Manufaktur Meissen kann in den Schauwerkstätten besichtigt werden: Porzellanmaler, Former und Bossierer demonstrieren die Handwerkskunst, die seit über 300 Jahren weitgehend unverändert praktiziert wird. Das Meissener Zwiebelmuster, das Schwanenservice und die figürlichen Plastiken sind weltberühmt. Meissen ist zudem Zentrum des sächsischen Weinanbaus — das nördlichste geschlossene Weinanbaugebiet Europas. Die Weinberge entlang der Elbe produzieren vor allem Muller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder. Die Sächsische Weinstraße führt direkt durch Meissen, und in den historischen Weinkellern der Altstadt wird Elbtalwein ausgeschenkt.

PorzellanWeinElbe

Mittenwald

Mittenwald ist ein malerisches Alpenstadtchen an der österreichischen Grenze, das zu Füssen des imposanten Karwendelgebirges liegt — auf 920 Metern Höhe im oberbayerischen Werdenfelser Land. Göthe nannte den Ort ein lebendiges Bilderbuch, und tatsächlich wirkt Mittenwald mit seinen prächtigen Lüftlmalereien wie aus einem Märchenbuch. Die Geigenbautradition hat Mittenwald weltberühmt gemacht: Seit Matthias Klotz 1684 den Geigenbau aus dem italienischen Cremona hierher brachte, ist der Ort ein Zentrum des Streichinstrumentenbaus. Die Geigenbauschule Mittenwald, 1858 gegründet, ist eine von nur drei staatlichen Geigenbaürschulen weltweit. Im Geigenbaumuseum können historische Meisterinstrumente bewundert werden. Die Lüftlmalerei prägt das Ortsbild: Kunstvolle Fassadenmalereien an den Bürgerhäusern zeigen religiöse Motive, Jagdszenen und Alltagsbilder. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit ihrem reich bemalten Turm ist das Wahrzeichen des Ortes — das Deckenfresko im Inneren gilt als Meisterwerk barocker Kirchenmalerei. Die Leutaschklamm, eine spektakuläre Geisterklamm an der österreichischen Grenze, bietet einen Stahlsteg-Rundweg über 75 Meter tiefe Schluchten mit tosendem Wildwasser. Der Karwendel-Panoramaweg und die Dammkarhütte gehören zu den schönsten Wanderzielen der Bayerischen Alpen. Im Winter verwandelt sich Mittenwald in ein Langlaufparadies: Über 100 Kilometer gespurte Loipen, dazu die Kranzberg-Abfahrt und die historische Schanze auf dem Tonihof — hier trainierte die deutsche Nordische Ski-Nationalmannschaft.

AlpenGeigenbauLueftlmalerei

München

München, die bayerische Landeshauptstadt, vereint Weltstadt-Flair mit Dorfgemütlichkeit, High-Tech-Industrie mit uralten Traditionen und Lederhosen mit Haute Couture. Der Marienplatz bildet das pulsierende Herz der Stadt: Täglich um 11 und 12 Uhr (im Sommer auch 17 Uhr) setzt sich das berühmte Glockenspiel im Neuen Rathaus in Bewegung und erzählt mit 32 Figuren Geschichten aus der Stadthistorie. Der Englische Garten, mit 375 Hektar einer der größten Stadtparks der Welt, bietet Surfer auf der Eisbachwelle, Biergärten unter alten Kastanien (der Chinesische Turm fasst 7.000 Plätze), FKK-Wiesen und japanische Teezeremonien — alles in einem Park. Das Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt, zieht jährlich über sechs Millionen Besucher auf die Theresienwiese, doch Münchens Biergartenkultur ist das ganze Jahr lebendig: Augustiner-Keller, Hofbräuhaus und Viktualienmarkt laden zum Verweilen ein. Schloss Nymphenburg, die barocke Sommerresidenz der Wittelsbacher, beeindruckt mit prachtvollen Sälen, der Schönheitengalerie König Ludwigs I. und einem weitläufigen Schlosspark. Die BMW Welt und das BMW Museum zeigen Ingenieurskunst auf höchstem Niveau. Das Deutsche Museum auf der Museumsinsel ist das größte Technikmuseum der Welt. Die Alte und Neue Pinakothek bieten Kunstschätze von Dürer bis zu den Impressionisten. Kulinarisch gehören Weißwurst (nur vor 12 Uhr!), Schweinshaxe, Brezn und natürlich eine Mass Bier zur Münchner Lebensart.

OktoberfestBiergartenKultur

Murnau am Staffelsee

Murnau am Staffelsee ist ein Kulturjuwel im bayerischen Voralpenland, das durch die Expressionisten Wassily Kandinsky und Gabriele Münter Weltruhm erlangte. Die Fußgängerzone mit ihren farbenfrohen Häusern, das Münter-Haus und das Schlossmuseum machen Murnau zum Kunstdorf schlechthin. Der Staffelsee mit seinen sieben Inseln bietet Bade- und Bootvergnügen, und das Murnauer Moos — eines der größten zusammenhängenden Moorgebiete Mitteleuropas — ist ein Naturparadies.

KunstExpressionismusStaffelsee

Nesselwang

Nesselwang im Ostallgäu ist ein familienfreundlicher Ferienort am Fuße der Alpspitze und bietet ein bemerkenswert gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für einen Allgäu-Urlaub. Die Alpspitzbahn führt auf 1.500 m mit Panoramablick, und die 1.000 Meter lange Sommerrodelbahn ist ein Highlight für Familien. Im Winter bietet das überschaubare Skigebiet ideale Bedingungen für Familien und Anfänger. Der Ort liegt verkehrsgünstig an der A7 und ist damit schnell erreichbar.

AllgäuFamilieSommerrodeln

Norddeich

Norddeich ist das Tor zu den Ostfriesischen Inseln und einer der charmantesten Küstenorte an der niedersächsischen Nordseeküste. Von hier starten die Fähren nach Norderney und Juist, zwei der beliebtesten deutschen Inseln, und der Ort selbst bietet mit seinem Strand, dem Nationalpark-Haus und einer entspannten ostfriesischen Atmosphäre weit mehr als nur einen Fähranleger. Die Seehundstation Nationalpark-Haus ist das Highlight von Norddeich und eine der bedeutendsten Aufzuchtstationen für verwaiste Seehunde und Kegelrobben in ganz Europa. Jedes Jahr werden hier Dutzende Heuler - junge Seehunde, die ihre Mutter verloren haben - aufgepäppelt und wieder in die Nordsee entlassen. Die Fütterungen der Robben gehören zu den emotionalsten Tiererlebnissen an der deutschen Küste. Das angeschlossene Waloseum zeigt ein echtes Pottwal-Skelett und informiert über die faszinierende Unterwasserwelt der Nordsee. Der Strand von Norddeich ist ein typischer Nordseestrand mit Strandkörben, Spielplätzen und einem Gezeitenschwimmbad, dem Ocean Wave, das auch bei Ebbe Badespaß garantiert. Das Erlebnisbad bietet Wasserrutschen, eine Saunalandschaft und einen direkten Blick auf die Nordsee und die vorgelagerten Inseln. Bei Ebbe offenbart sich das Wattenmeer in seiner ganzen Pracht - eine endlose Schlicklandschaft, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Das ostfriesische Hinterland mit seinen Windmühlen, Gulfhöfen und endlosen Weiten ist der perfekte Kontrast zum Strand. Norden, die Nachbarstadt, beherbergt die ostfriesische Teekultur und das Teemuseum, das die jahrhundertealte Tradition des ostfriesischen Teetrinkens dokumentiert. Die Ostfriesen trinken mehr Tee pro Kopf als jede andere Region der Welt - eine Teezeremonie mit Kluntje und Sahne ist ein Muss. Von Hamburg oder Bremen ist Norddeich in gut drei Stunden erreichbar. Der Ort ist besonders bei Familien beliebt, die einen entspannten Nordseeurlaub mit Inselhüpfen verbinden möchten.

NordseeSeehundeNorderney

Nördlingen

Nördlingen im Ries ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Deutschlands und die einzige mit einer vollständig begehbaren Stadtmauer. Die Stadt liegt in einem 15-Millionen-Jahre-alten Meteoritenkrater und besteht teilweise aus Suevit-Gestein, das nur bei Meteoriteneinschlägen entsteht. Die Kirche St. Georg mit dem Turm Daniel bietet einen spektakulären Rundblick über die kreisrunde Altstadt und den Kraterrand — so beeindruckend, dass selbst die NASA hier forschte.

MeteoritMittelalterStadtmauer

Nürnberg

Nürnberg ist mit über 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Bayerns und Frankens heimliche Hauptstadt. Die mittelalterliche Kaiserburg thront majestätisch über der historischen Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, gotischen Kirchen und dem berühmten Hauptmarkt. Hier findet alljäherlich der Nürnberger Christkindlesmarkt statt — einer der ältesten und berühmtesten Weihnachtsmärkte der Welt mit über zwei Millionen Besuchern. Die Stadt blickt auf eine reiche Geschichte als freie Reichsstadt und Zentrum von Handel und Handwerk zurück. Das Germanische Nationalmuseum beherbergt die größte Sammlung deutscher Kunst und Kultur, von Dürers Werken bis zur Straße der Menschenrechte. Die Nürnberger Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg machten die Stadt zum Symbol der Völkerrechtssprechung — der historische Saal 600 ist heute als Museum zugänglich. Kulinarisch ist Nürnberg berühmt für seine Rostbratwürste — klein, knackig und traditionell über Buchenholz gegrillt — sowie für die Nürnberger Lebkuchen, die seit dem 14. Jahrhundert nach überlieferten Rezepten hergestellt werden. Das Bratwurstglöcklein und zahlreiche Traditionsrestaurants laden zur fränkischen Einkehr ein. Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, die Stadtmauer mit ihren Türme, das Albrecht-Dürer-Haus und der Tiergarten Nürnberg als einer der schönsten Landschaftszoos Europas machen die Stadt zu einem vielseitigen Reiseziel für Kultur, Geschichte und Genuss.

KaiserburgChristkindlesmarktGeschichte

Oberammergau

Oberammergau ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen, weltberuehmt fuer die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele. Das Dorf im Ammertal, eingebettet zwischen den Ammergauer Alpen, ist ein Gesamtkunstwerk aus barocker Lueftlmalerei, Holzschnitzkunst und lebendiger Theatertradition. Die Passionsspiele von Oberammergau haben ihren Ursprung in einem Pestgeluebde von 1633: Die Dorfbewohner schworen, alle zehn Jahre das Leiden und Sterben Christi aufzufuehren, wenn Gott die Pest beendet. Seither hat Oberammergau sein Versprechen gehalten. Ueber 2.000 Einheimische wirken als Darsteller, Saenger und Musiker mit — nur gebuertige oder langjaehrige Einwohner duerfen teilnehmen. Die Lueftlmalerei praeagt das gesamte Ortsbild: Farbenpraechtge Fassadenmalereien zeigen biblische Szenen, Maerchenmotive und bayerische Ornamentik. Das Pilatushaus und das Hansel-und-Gretel-Haus zaehlen zu den schoensten bemalten Gebaeuden Bayerns. Die Holzschnitzkunst hat in Oberammergau eine jahrhundertealte Tradition: Ueber 100 Schnitzer fertigen kunstvolle Krippen, Heiligenfiguren und sakrale Werke. Das Oberammergau Museum zeigt die Geschichte dieser Handwerkskunst. Der Kofel (1.342 m), der Hausberg Oberammergaus, bietet eine anspruchsvolle Bergtour mit Klettersteig und atemberaubendem Panorama. Die Koenigsschloesser Linderhof (7 km) und Neuschwanstein (30 km) liegen in unmittelbarer Naehe. Das Kloster Ettal, eine der schoensten Barockkirchen Bayerns, ist nur 4 km entfernt.

PassionsspieleLueftlmalereiAlpen

Oberstaufen

Oberstaufen im Westallgäu ist Deutschlands einziges Schrothkurort und ein Geheimtipp für Wellness und Naturliebhaber. Die Schrothkur — eine traditionsreiche Heilmethode mit Wickeln, Diät und Ruhetagen — wird hier von zahlreichen Hotels angeboten. Das Skigebiet Oberstaufen-Steibis mit der Imbergbahn bietet familienfreundliche Pisten, und die Nagelfluhkette im Hintergrund ist ein spektakulärer Höhenwanderweg zwischen Deutschland und Österreich.

AllgäuSchrothkurWellness

Oberstdorf

Oberstdorf im Allgäu ist Deutschlands südlichster Ort und einer der renommiertesten Alpen-Kurorte des Landes. Eingebettet in ein Hochtal auf 815 Metern Höhe, umgeben von über 2.500 Meter hohen Gipfeln, bietet der Markt eine einzigartige Kombination aus Alpinsport, Heilklima und allgäür Gemütlichkeit. Die Skiflugschanze am Schattenberg ist weltberühmt: Hier findet jährlich das Auftaktspringen der Vierschanzentournee statt, das rund 25.000 Zuschauer ins Stadion lockt. Die Schanze, auf der Weiten von über 230 Metern erreicht werden, kann außerhalb der Wettkampfzeiten besichtigt werden. Das Nebelhorn (2.224 m) bietet das größte Panorama der Allgäür Alpen: An klaren Tagen sind 400 Gipfel sichtbar, der Rundumblick reicht von der Zugspitze über die Lechtaler Alpen bis zum Säntis. Die Nebelhornbahn bringt Besucher in drei Sektionen zum Gipfel, oben wartet der spektakuläre Nordwandsteig. Die Breitachklamm ist die tiefste und imposanteste Felsenschlucht Mitteleuropas: Bis zu 150 Meter hohe senkrechte Felswande, durch die sich die Breitach ihren Weg bahnt, können auf gesicherten Stegen durchwandert werden — ein Naturschauspiel sowohl im Sommer als auch im Winter, wenn die Schlucht von bizarren Eisformationen verzaubert wird. Das Kleinwalsertal (Österreich) ist direkt über die Straße erreichbar, aber nur von Deutschland aus zugänglich — eine geographische Besonderheit, die den deutsch-österreichischen Wanderraum nahtlos verbindet.

AllgaeuAlpenSkiflug

Osnabrück

Osnabrück ist die Friedensstadt — hier wurde 1648 gemeinsam mit Münster der Westfälische Frieden geschlossen, der den Dreissigjährigen Krieg beendete. Im historischen Rathaus, in dem die Friedensverhandlungen stattfanden, hängen noch heute die Porträts der 42 Gesandten im originalen Friedenssaal. Dieser Raum zählt zu den bedeutendsten Erinnerungsorten europäischer Geschichte. Der Dom St. Petrus, im 11. Jahrhundert begonnen, überragt mit seinem mächtigen Turm die Altstadt. Das Romanische Taufbecken aus Bronze und der gotische Kreuzgang gehören zu den Höhepunkten sakraler Kunst in Norddeutschland. Die Marienkirche (St. Marien) gegenüber dem Rathaus bildet mit diesem das historische Zentrum der Stadt. Die Altstadt Osnabrücks überrascht mit einer Dichte an Fachwerkhäusern, die man in einer Großstadt kaum erwartet: Das Heger-Tor-Viertel mit seinen Steinwerken (mittelalterliche Wohntürme) und dem Ledenhof ist besonders atmosphärisch. Das Felix-Nussbaum-Haus, entworfen von Daniel Libeskind, widmet sich dem Werk des in Auschwitz ermordeten Osnabrücker Malers und ist architektonisch eines der eindrucksvollsten Museen Deutschlands. Der Zoo Osnabrück liegt einzigartig am Hang des Schölerbergs, eingebettet in alten Buchenwald — ein Gesamtkonzept, das Natur und Tierwelt verbindet und zu den beliebtesten Zoos Norddeutschlands zählt. Der Teutoburger Wald beginnt direkt vor den Toren der Stadt und bietet Wanderwege durch die Hügel- und Waldlandschaft. Osnabrück ist auch die Geburtsstadt von Erich Maria Remarque („Im Westen nichts Neues“). Ein Erinnerungszentrum in seinem Geburtshaus dokumentiert Leben und Werk des Weltliteraten.

FriedensstadtWestfaelischer FriedenLibeskind

Paderborn

Paderborn ist die Stadt der Quellen — über 200 Quellen sprudeln im Stadtgebiet, davon allein rund 200 auf engstem Raum rund um den Dom. Die Pader, mit nur 4 km Deutschlands kürzester Fluss, entspringt in über 200 Quelltöpfen direkt neben dem Dom und fließt durch die Paderaün — ein einzigartiges Naturschauspiel mitten in der Stadt, das man an keinem anderen Ort Deutschlands so erlebt. Der Paderborner Dom (13. Jahrhundert) ist das Wahrzeichen der Stadt. Im Kreuzgang befindet sich das berühmte Dreihasenfenster — ein gotisches Masswerkfenster, das drei Hasen zeigt, die zusammen nur drei Ohren haben, wobei jeder Hase dennoch zwei Ohren zu haben scheint. Dieses optische Rätsel ist seit Jahrhunderten ein Symbol der Stadt und inspirierte ähnliche Darstellungen weltweit. Karl der Große hielt 799 in Paderborn ein historisches Treffen mit Papst Leo III. ab, das den Weg zur Kaiserkrönung im Jahr 800 ebnete. Die Kaiserpfalz, originalgetreu auf den Grundmaürn der karolingischen Pfalz wiederaufgebaut, und das Museum in der Kaiserpfalz dokumentieren diese Schlüsselmomente europäischer Geschichte. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) ist das größte Computermuseum der Welt: Auf 6.000 m² wird die Geschichte der Informationstechnik von der Keilschrift bis zur Künstlichen Intelligenz dargestellt — interaktiv, modern und auch für Laien faszinierend. Heinz Nixdorf, Gründer des gleichnamigen Computerkonzerns, stammte aus Paderborn. Die Paderaün, ein renaturiertes Flussgebiet zwischen Quelltöpfen und Altstadt, sind ein öffentlicher Landschaftspark mit glasklarem Quellwasser, in dem Bachforellen sichtbar schwimmen. Zusammen mit der historischen Altstadt, der barocken Abdinghofkirche und dem Rathaus bilden sie ein ungewöhnlich kompaktes Stadterlebnis.

QuellstadtComputermuseumKarl der Grosse

Passau

Passau liegt am östlichsten Zipfel Bayerns, direkt an der österreichischen Grenze, und trägt den Beinamen Dreiflüssestadt — hier fließen Donau, Inn und Ilz an einer einzigen Landzunge zusammen. Von der Veste Oberhaus, einer der größten erhaltenen Burganlagen Europas, lässt sich das Naturschauspiel der drei unterschiedlich gefärbten Wasserströme beobachten: die blaü Donau, der grünliche Inn und die dunkle Ilz vereinen sich in einem faszinierenden Farbspiel. Der Stephansdom beherbergt die größte Domorgel der Welt mit 17.974 Pfeifen und 233 Registern — die täglichen Orgelkonzerte (Mai bis Oktober) sind ein akustisches Erlebnis ohnegleichen. Der Dom selbst ist ein Meisterwerk des italienischen Barocks, im 17. Jahrhundert von Carlo Lurago und Giovanni Battista Carlone nach einem Stadtbrand neu gestaltet. Die Altstadt auf der schmalen Landzunge zwischen Donau und Inn besticht durch pastellfarbene Barockfassaden, verwinkelte Gassen und südländisches Flair — Passau wird oft als das italienischste Stadtbild nördlich der Alpen bezeichnet. Die Residenzplatz-Arkaden, die Alte Rathaus-Fassade mit den Hochwassermarken und die Künstlergasse Höllgasse laden zum Flanieren ein. Passau ist Startpunkt des berühmten Donauradwegs nach Wien (ca. 330 km) sowie Ausgangspunkt für Donau-Flusskreuzfahrten Richtung Budapest, Belgrad und zum Schwarzen Meer. Die Dreiländerregion Bayern-Oberösterreich-Südböhmen bietet zudem herrliche Tagesausflüge in den Bayerischen Wald und ins Mühlviertel.

DreifluessestadtDonauBarock

Pfronten

Pfronten im Ostallgäu liegt direkt an der österreichischen Grenze und ist ein beliebter Wander- und Wintersportort zu Füßen des Breitenbergs. Die Breitenbergbahn bringt Besucher auf 1.838 m Höhe mit grandiosem Panorama, und die längste Sommerrodelbahn im Allgäu sorgt für Adrenalin. Das Dorf besteht aus 13 Ortsteilen, die sich malerisch entlang des Vilstals verteilen, und die Burgruine Falkenstein — die höchstgelegene Burgruine Deutschlands — thront über allem.

AllgäuBreitenbergSommerrodeln

Plön

Plön ist die Perle der Holsteinischen Schweiz und liegt malerisch auf einer Landenge zwischen dem Großen Plöner See und mehreren kleineren Seen. Das weiße Plöner Schloss thront auf einem Hügel über der Stadt und bietet einen der schönsten Ausblicke Schleswig-Holsteins. Die hügelige Seenlandschaft mit über 200 Seen, Buchenwäldern und verschlungenen Wanderwegen macht Plön zum perfekten Ziel für Naturliebhaber und Wassersportler.

Holsteinische SchweizSeenSchloss

Potsdam

Potsdam, die Landeshauptstadt Brandenburgs, liegt unmittelbar südwestlich von Berlin an der Havel und gehört mit ihren Schlössern und Gärten zum UNESCO-Welterbe. Über 500 Hektar Parklandschaft und rund 150 Bauwerke aus dem 18. und 19. Jahrhundert machen die Stadt zu einem der bedeutendsten Gesamtkunstwerke europäischer Gartenkultur. Das Schloss Sanssouci, Friedrichs des Großen sommerliche Residenz, ist das Kronjuwel der Stadt. Die weitläufige Parkanlage umfasst zudem das Neue Palais, die Orangerie, das Chinesische Haus und die Römischen Bäder. Der Park Babelsberg und der Neue Garten mit dem Schloss Cecilienhof — Schauplatz der Potsdamer Konferenz 1945 — ergänzen das königliche Ensemble. Das Holländische Viertel mit seinen 134 roten Backsteinhaüsern ist das größte holländische Baünsemble außerhalb der Niederlande und heute ein lebendiges Quartier mit Cafes, Galerien und Boutiquen. Die Russische Kolonie Alexandrowka mit ihren Holzhäusern und der orthodoxen Kapelle erzählt von den historischen Verbindungen Preussens. Potsdam ist zudem Medienstadt mit dem legendären Filmstudio Babelsberg, dem ältesten Großfilmstudio der Welt. Die Havel ladet zu Bootstouren und Badeausflügen ein, während das Krongut Bornstedt und zahlreiche Restaurants gehobene brandenburgische Küche servieren. Als Tagesausflug von Berlin oder eigenständiges Reiseziel verbindet Potsdam preussische Pracht mit moderner Lebendigkeit.

SchlösserPreußenWelterbe

Prien am Chiemsee

Prien am Chiemsee ist die touristische Hauptstadt am sogenannten Bayerischen Meer und Ausgangspunkt für Fahrten zur Herreninsel mit dem berühmten Schloss Herrenchiemsee. Der Luftkurort verbindet alpines Flair mit Seeurlaubsfeeling — Badestellen, Segelschulen und die historische Chiemsee-Schifffahrt machen Prien zur idealen Basis für einen vielseitigen Bayern-Urlaub zwischen Bergen und Wasser.

ChiemseeSchlossSee

Quedlinburg

Quedlinburg am Nordrand des Harzes ist ein architektonisches Wunder: Über 1.300 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten machen die Altstadt zum größten Flächendenkmal Deutschlands und seit 1994 zum UNESCO-Welterbe. Von der frühen Gotik bis zum Jugendstil ist hier nahezu jede Epoche der Fachwerkbaukunst vertreten — ein begehbares Lehrbuch der deutschen Architekturgeschichte. Die Stiftskirche St. Servatii auf dem Schlossberg ist eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke Deutschlands. In der Domschatzkammer lagert der Quedlinburger Domschatz — eine Sammlung mittelalterlicher Goldschmiedekunst, Reliquiare und liturgischer Geräte von Weltrang, die nach dem Zweiten Weltkrieg abenteuerlich aus den USA zurückgeholt wurde. Quedlinburg gilt als Wiege des deutschen Reiches: Hier wurde 919 dem Sachsenherzog Heinrich die Königskrone angetragen, er wurde als Heinrich I. erster deutscher König. Sein Grab befindet sich in der Stiftskirche. Die Ottonen-Dynastie, die das Heilige Römische Reich begründete, hat hier ihre Wurzeln. Der Münzenberg gegenüber dem Schlossberg beherbergt das älteste Fachwerkhaus Deutschlands (Ständerbau um 1310) und bietet mit seinen kleinen Gärten und schiefen Häusern ein besonders malerisches Bild. Das Feininger-Museum widmet sich dem Bauhaus-Künstler Lyonel Feininger, der Quedlinburg mehrfach malte. Jeden Sommer verwandelt sich die Altstadt während des Quedlinburger Musiksommers in eine Open-Air-Bühne.

UNESCOFachwerkMittelalter

Radolfzell

Radolfzell am westlichen Bodensee ist eine lebhafte Kleinstadt mit historischer Altstadt und einem der schönsten Seeufer am gesamten Bodensee. Die Mettnau-Halbinsel bietet ein einzigartiges Naturschutzgebiet mit Kur- und Wellnessangeboten, während die Altstadt mit Münster, Marktplatz und verwinkelten Gassen zum Bummeln einlädt. Die Nähe zum Hegau mit seinen Vulkanbergen und zur Schweizer Grenze machen Radolfzell zum vielseitigen Bodensee-Standort.

BodenseeMettnauAltstadt

Ramsau bei Berchtesgaden

Ramsau bei Berchtesgaden ist eines der meistfotografierten Bergdörfer Deutschlands — die Pfarrkirche St. Sebastian vor der Kulisse der Reiteralpe ist ein weltberühmtes Postkartenmotiv. Der Ort liegt eingebettet im Nationalpark Berchtesgaden und bietet Zugang zur spektakulären Wimbachklamm, dem Hintersee und zahlreichen Wanderwegen. Der malerische Hintersee mit seinem kristallklaren Wasser und den bewaldeten Inseln gehört zu den schönsten Bergseen Bayerns.

BerchtesgadenNationalparkHintersee

Regensburg

Regensburg an der Donau besitzt die am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands und gehört seit 2006 zum UNESCO-Welterbe. Die über 2.000 Jahre alte Stadt zählt fast 1.500 denkmalgeschützte Gebäude, darunter die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert — ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst und Vorbild für die Prager Karlsbrücke. Der gotische Dom St. Peter mit seinen 105 Meter hohen Türmen beherbergt die berühmten Domspatzen, einen der ältesten Knabenchöre der Welt. Die mittelalterlichen Geschlechtertürme erinnern an die Blütezeit als freie Reichsstadt und bedeutendes Handelszentrum an der Donau. Das Alte Rathaus war Sitz des Immerwährenden Reichstags von 1663 bis 1806. Regensburg überrascht mit einer der lebendigsten Altstädte Bayerns: In den engen Gassen reihen sich über 500 Kneipen, Bars und Restaurants aneinander. Die Historische Wurstküche an der Steinernen Brücke serviert seit 1146 Bratwürste und gilt als älteste Imbissstube der Welt. Studentisches Flair der Universität, kreative Kulturszene und traditionelle bayerische Wirtshäuser bilden eine einzigartige Mischung. Die Donau läst sich per Schifffahrt erkunden, während das Umland mit der Walhalla — dem klassizistischen Ruhmestempel über der Donau — und dem Kloster Weltenburg mit der ältesten Klosterbraürei der Welt lockt. Regensburg ist ein unterschätztes Juwel für Kultur, Geschichte und bayerische Lebensart.

WelterbeDonauMittelalter

Reit im Winkl

Reit im Winkl ist Deutschlands schneereichster Ort und ein Wintermärchen im Chiemgau — das kleine Bergdorf an der Grenze zu Tirol hält regelmäßig die Schneerekorde des Landes und war Heimat der legendären Olympiasiegerin Rosi Mittermaier, deren Geist den Ort bis heute prägt. Im Winter versinkt das 700-Einwohner-Dorf unter meterhohen Schneedecken und verwandelt sich in ein Bilderbuch-Winterwunderland. Das Skigebiet Winklmoosalm-Steinplatte verbindet Deutschland mit Österreich und bietet 44 Pistenkilometer auf bis zu 1.860 Metern Höhe — schneesicher von Dezember bis April. Die Winklmoosalm auf 1.160 Metern ist eine der schönsten Hochalmen der Chiemgauer Alpen mit traditionellen Almhütten und einem Panorama, das von den Loferer Steinbergen bis zum Wilden Kaiser reicht. Im Sommer offenbart Reit im Winkl seinen zweiten Charakter: Das Naturschutzgebiet Weitsee-Lödensee-Mittersee — drei kristallklare Bergseen in einer Moorlandschaft — gehört zu den unberührtesten Naturgebieten Oberbayerns und ist ein Paradies für Wanderer, Angler und Vogelbeobachter. Der Ort selbst bezaubert mit liebevoll bemalten Lüftlmalerei-Fassaden, blumengeschmückten Holzbalkonen und einer bayerischen Dorfidylle, die man sonst nur auf Postkarten findet. Die Geigelstein-Region — der "Blumenberg des Chiemgaus" — beherbergt über 500 Pflanzenarten und ist im Juni ein Meer aus Alpenblumen.

SchneeSkifahrenLanglauf

Rostock

Rostock ist die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns und verbindet hanseatische Geschichte mit Ostseeflair. Die Universitätsstadt an der Warnow beherbergt eine der ältesten Universitäten Nordeuropas (gegründet 1419) und war im Mittelalter eine der mächtigsten Hansestädte an der Ostsee. Das Seebad Warnemünde, Rostocks Stadtteil direkt an der Ostsee, ist eines der beliebtesten Seebadeer Deutschlands: Ein 150 Meter breiter, feinsandiger Strand erstreckt sich kilometerweit, die historische Strandpromenade lädt zum Flanieren ein, und der Alte Strom — ein malerischer Hafenkanal — ist gesäumt von Fischerbooten, Fischrestaurants und bunten Kapitänshäusern. Die Rostocker Altstadt beeindruckt mit backsteingotischer Architektur: Die Marienkirche besitzt eine astronomische Uhr aus dem Jahr 1472, die bis heute funktioniert und täglich um 12 Uhr ihr Apostelspiel vorführt. Das Rathaus mit seiner barocken Fassade und die Kröpeliner Straße als Flaniermeile bilden das Herz der Innenstadt. Der Rostocker Hafen ist der größte Kreuzfahrthafen Deutschlands: Über 200 Schiffsanläufe pro Saison machen Warnemünde zum wichtigsten Kreuzfahrt-Stopp der Ostsee. Gleichzeitig ist Rostock Fährhafen für Verbindungen nach Dänemark und Schweden. Die Hanse Sail, Rostocks großes Seglertreffen im August, lockt jährlich über eine Million Besucher an: Hunderte Traditionssegler und Windjammer versammeln sich im Stadthafen und auf der Warnow zu einem der größten maritimen Volksfeste der Welt.

OstseeWarnemuendeHanse

Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber in Mittelfranken ist die besterhaltene mittelalterliche Stadt Deutschlands und wirkt wie ein begehbares Bilderbuch aus dem Spätmittelalter. Die vollständig erhaltene Stadtmauer mit ihren 42 Türmen und Toren lässt sich auf einem überdachten Wehrgang komplett umrunden — ein rund drei Kilometer langer Spaziergang mit Ausblicken über rote Ziegeldächer, verwinkelte Gassen und das grüne Taubertal. Das Rathaus am Marktplatz vereint gotische und Renaissance-Architektur; vom 60 Meter hohen Rathausturm bietet sich ein grandioser Rundblick über die gesamte Altstadt. Das Plönleinfährung — eine Fachwerk-Gabelung mit zwei Türmen — ist das meistfotografierte Motiv der Stadt und eines der bekanntesten Postkartenmotive Deutschlands. Die Jakobskirche beherbergt den Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider, ein Meisterwerk spätgotischer Schnitzkunst. Käthes Weihnachtsdorf, das ganzjährig geöffnete Weihnachtsmuseum und -geschäft, zieht Besucher aus aller Welt an. Zur Adventszeit verwandelt sich die gesamte Altstadt in einen märchenhaften Weihnachtsmarkt mit dem Duft nach Glühwein und Schneeballen — dem traditionellen Rothenburger Gebäck aus Mürbeteig. Das Kriminalmuseum zeigt auf vier Stockwerken 1.000 Jahre Rechtsgeschichte mit Folterinstrumenten und Schandmasken. Der historische Meistertrunk wird jedes Pfingsten als Festspiel aufgeführt und erinnert an die Rettung der Stadt im Dreissigjährigen Krieg. Rothenburg liegt an der Romantischen Straße, Deutschlands beliebtester Ferienroute.

MittelalterFachwerkRomantische Straße

Rottach-Egern

Rottach-Egern am Südufer des Tegernsees ist der mondänste Ort im Tegernseer Tal und ein Treffpunkt für die Münchner High Society. Das elegante Bergdorf kombiniert bayerische Tradition mit Luxushotellerie und Gourmettempeln. Die Wallbergbahn erschließt ein Wanderparadies mit grandiosen Blicken auf den Tegernsee, und die Seepromenade lädt zum Flanieren ein. Trotz des gehobenen Ambientes bewahrt Rottach-Egern seinen authentischen Charme mit Trachtenläden und urigen Almhütten.

TegernseeLuxusWandern

Ruedesheim am Rhein

Rüdesheim am Rhein ist das Juwel des Rheingaus und liegt eingebettet zwischen steilen Weinbergen und dem majestätischen Mittelrhein — mitten im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die Kleinstadt mit rund 10.000 Einwohnern zieht jährlich über drei Millionen Besucher an und ist damit einer der meistbesuchten Orte Deutschlands. Die Drosselgasse ist das Herzstück von Rüdesheim: Nur 144 Meter lang und knapp zwei Meter breit, drängen sich in dieser legendären Gasse über 20 Weinstuben und Schänken, in denen live Rheinische Fröhligkeit zelebriert wird. Im Sommer erklingt aus jeder Tür Musik, und der Rheingaür Riesling fließt in Strömen. Das Niederwalddenkmal thront 225 Meter über dem Rhein und ist mit der historischen Seilbahn erreichbar — der Panoramablick über das Rheintal, die Nahemundung und den Binger Loch ist atemberaubend. Die 10,5 Meter hohe Germania-Statue erinnert an die Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871. Das Siegfried's Mechanisches Musikkabinett beherbergt eine der größten Sammlungen selbstspielender Musikinstrumente weltweit: Vom winzigen Spielwerk bis zur riesigen Orchestrion-Orgel. Die Brömserburg, eine der ältesten Burgen am Rhein aus dem 10. Jahrhundert, beherbergt das Rheingaür Weinmuseum. Von Rüdesheim starten die legendären Rheinschifffahrten durch das Tal der Loreley — vorbei an über 40 Burgen und Schlössern, steilen Weinbergen und dem berühmten Loreley-Felsen bei St. Goarshausen.

RheinWeinUNESCO

Ruhpolding

Ruhpolding im Chiemgau ist weltbekannt als Biathlon-Hochburg und gleichzeitig einer der beliebtesten Familienurlaubsorte in den Bayerischen Alpen. Die Chiemgau-Arena zieht jeden Winter Zehntausende Biathlon-Fans an, doch auch abseits des Spitzensports begeistert Ruhpolding mit aussichtsreichen Wanderwegen, dem beliebten Freizeitpark Ruhpolding und einer urig-bayerischen Atmosphäre. Das Rauschberggebiet bietet Bergbahnerlebnisse und grandiose Panoramablicke.

BiathlonChiemgauBerge

Sasbachwalden

Sasbachwalden ist ein preisgekröntes Blumendorf am Fuße der Hornisgrinde im Nordschwarzwald und mehrfacher Sieger beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Die blumengeschmückten Fachwerkhäuser, die Weinberge und die Gaishöll-Wasserfälle machen den Ort zu einem der romantischsten Dörfer Deutschlands. Die Lage zwischen Rheinebene und Schwarzwald-Gipfeln beschert Sasbachwalden ein besonders mildes Klima und hervorragenden Wein.

BlumendorfWeinSchwarzwald

Schluchsee

Der Schluchsee ist der größte See im Schwarzwald und liegt auf 930 Metern Höhe — ein Naturjuwel mit kristallklarem Wasser, umgeben von dichten Tannenwäldern. Der gleichnamige Ort am Südufer ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und Ausgangspunkt für Wanderungen, Badeurlaub und Wintersport. Die Höhenlage sorgt für frische, pollenarme Luft und angenehme Sommertemperaturen, während der 7 km lange Seerundweg zu den beliebtesten Spazierwegen im Schwarzwald zählt.

SchwarzwaldSeeBaden

Schwangau

Schwangau im Allgäu ist die Heimat des weltberühmten Schlosses Neuschwanstein und zählt damit zu den meistbesuchten Orten Deutschlands. Doch Schwangau bietet weit mehr als nur Schlösser: Die Tegelbergbahn erschließt ein fantastisches Wandergebiet, die Königliche Kristalltherme verwöhnt mit Solewasser und Bergblick, und die umliegenden Seen laden zum Baden ein. König Ludwig II. wählte diesen Ort nicht ohne Grund — die Landschaft ist dramatisch schön.

NeuschwansteinSchlösserAllgäu

Schwerin

Schwerin, die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, ist mit rund 100.000 Einwohnern die kleinste deutsche Landeshauptstadt — und zugleich eine der malerischsten. Die Stadt der sieben Seen wird dominiert vom Schweriner Schloss, einem Märchenschloss, das auf einer Insel im Schweriner See thront und oft als Neuschwanstein des Nordens bezeichnet wird. Das Schweriner Schloss ist ein architektonisches Juwel: Im Stil der französischen Loire-Schlösser im 19. Jahrhundert umgebaut, vereint es Elemente der Gotik, Renaissance und des Historismus. Heute ist es Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern — eines der schönsten Parlamentsgebäude der Welt. Die prächtigen Innenräume mit dem Thronsaal, der Ahnengalerie und der Schlosskirche können besichtigt werden. Der Schlossgarten erstreckt sich südlich des Schlosses mit barocker Gartenkunst, Orangerie und Blick über den See. Der Burggarten auf der gegenüberliegenden Seite bietet eine romantische Grotte und verschlungene Wege. Die Schweriner Altstadt ist kompakt und charmant: Der Dom aus dem 14. Jahrhundert mit seinem 117 Meter hohen Turm (der höchste Kirchturm Ostdeutschlands) bietet nach 220 Stufen einen atemberaubenden Panoramablick über die Seenlandschaft. Der Marktplatz mit seinen pastellfarbenen Giebelhäusern und das Staatstheater runden das Bild einer Stadt ab, die sich wie eine Zeitreise anfühlt. Schwerin ist von Seen umgeben: Der Schweriner See ist mit 63 Quadratkilometern der viertgrößte See Deutschlands und bietet Segeln, Baden, Angeln und Rundfahrten mit dem Ausflugsschiff.

SchlossSeenMaerchenschloss

Sellin

Sellin auf der Insel Rügen ist eines der prächtigsten Ostseebäder Deutschlands und beeindruckt mit seiner prachtvollen Bäderarchitektur, der legendären Seebrücke und einem der schönsten Strände der deutschen Ostseeküste. Das Seebad liegt an der Südostküste Rügens zwischen den Buchten der Selliner See und des Greifswalder Boddens und zieht seit über 100 Jahren Kurgäste und Erholungssuchende aus ganz Deutschland an. Das Herzstück von Sellin ist die Wilhelmstraße, eine prachtvolle Allee gesäumt von liebevoll restaurierten Villen der Bäderarchitektur aus der Gründerzeit. Weiße Fassaden mit Balkonen, Erkern und filigranen Holzverzierungen versetzen Besucher in die Blütezeit der Seebäder zurück. Am Ende der Wilhelmstraße öffnet sich ein atemberaubender Blick: Eine monumentale Freitreppe mit 89 Stufen führt hinab zum Strand und zur berühmten Seebrücke Sellin. Die 394 Meter lange Seebrücke mit ihrem markanten weißen Brückenhaus im Stil der Bäderarchitektur ist das meistfotografierte Bauwerk Rügens und wurde 1998 originalgetreu wieder aufgebaut. Der Sandstrand von Sellin erstreckt sich über mehrere Kilometer und fällt sanft in die Ostsee ab – ideal für Familien mit Kindern. Das Wasser der Ostsee ist hier ruhiger als an der Nordsee, da Rügen im Schutz der vorpommerschen Küste liegt. Über der Steilküste liegt der Buchenwald der Granitz, ein UNESCO-Welterbe-Buchenwald, in dessen Mitte das Jagdschloss Granitz thront – eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Mecklenburg-Vorpommerns. Der „Rasende Roland", eine historische Dampflokbahn, verbindet Sellin mit den anderen Ostseebädern Rügens.

OstseeRügenBäderarchitektur

Sonthofen

Sonthofen ist die südlichste Stadt Deutschlands und das urbane Zentrum des Oberallgäus. Die lebhafte Kleinstadt verbindet Alpenflair mit städtischer Infrastruktur und ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Oberstdorf, ins Kleinwalsertal und zu den Hörnerdörfern. Die Alpsee-Bergwelt mit Deutschlands längster Ganzjahres-Rodelbahn, der Wonnemar-Therme und dem historischen Stadtkern machen Sonthofen zum praktischen Allgäu-Basislager.

AllgäuSüdlichste StadtRodelbahn

Spitzingsee

Der Spitzingsee liegt auf 1.084 m Höhe in den Schlierseer Bergen und ist einer der höchstgelegenen Seen Bayerns. Das gleichnamige Bergdorf ist ein beliebtes Wintersportgebiet mit der Taubensteinbahn und familienfreundlichen Pisten. Im Sommer begeistert der kristallklare Bergsee zum Baden und die umliegenden Gipfel bieten aussichtsreiche Wanderungen. Die Lage nur 70 km von München entfernt macht den Spitzingsee zum perfekten Wochenend-Ausflugsziel.

BergseeSkifahrenMünchen-Nähe

Stralsund

Stralsund ist das Tor zur Insel Rügen und eine der prächtigensten Hansestädte an der Ostsee — seit 2002 gemeinsam mit Wismar UNESCO-Welterbe. Die Stadt liegt malerisch auf einer Insel zwischen dem Strelasund und mehreren Teichen, umgeben von Wasser und gepraägt von einer atemberaubenden Backsteingotik-Silhouette. Die drei monumentalen Backsteinkirchen — St. Marien, St. Nikolai und St. Jakobi — überragen die Stadt und zeugen vom Reichtum der Hansezeit. St. Marien mit ihrem 104 Meter hohen Turm war im Mittelalter zeitweise das höchste Gebäude der Welt. Von der Turmplattform bietet sich ein atemberaubender Rundblick über die Altstadt, den Strelasund und die Insel Rügen. Das Ozeaneum ist eines der modernsten Meeresmuseen Europas und wurde als Europäisches Museum des Jahres 2010 ausgezeichnet. In riesigen Aquarien tauchen Besucher in die Unterwasserwelt der Ostsee, Nordsee und des Atlantiks ein — das größte Becken fasst 2,6 Millionen Liter. Die Pinguinanlage auf dem Dach bietet einen skurrilen Kontrast zum Backsteinpanorama der Altstadt. Das Rathaus am Alten Markt mit seiner prachtvollen gotischen Schaufassade zählt zu den bedeutendsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik. Die durchbrochene Fassade mit ihren Rosetten und Blendarkaden ist ein steinernes Meisterwerk. Direkt gegenüber steht die St.-Nikolai-Kirche mit ihrem opulenten Innenraum, der zu den reichsten Ausstattungen norddeutscher Kirchen gehört. Über die Rügenbrücke (4.100 m, eine der längsten Brücken Deutschlands) gelangt man in wenigen Minuten auf Deutschlands größte Insel.

UNESCOHanseOstsee

Stuttgart

Stuttgart, die Landeshauptstadt Baden-Württembergs, liegt malerisch eingebettet in einem Talkessel zwischen Weinbergen und bewaldeten Höhen und ist die Wiege des Automobils — hier erfanden Carl Benz und Gottlieb Daimler 1886 unabhängig voneinander das Automobil. Das Mercedes-Benz Museum und das Porsche Museum gehören zu den spektakulärsten Automobilmuseen der Welt und erzählen auf futuristischen Architekturetagen die Geschichte der Mobilität. Die Stuttgarter Innenstadt bietet mit dem Schlossplatz, dem Neuen und Alten Schloss sowie der belebten Königstraße einen eleganten Stadtkern. Die Staatsgalerie, ein Meisterwerk postmoderner Architektur von James Stirling, beherbergt eine herausragende Kunstsammlung von der Alten Meistern bis zur Moderne. Das Stuttgarter Ballett unter John Cranko und später Reid Anderson erlangte Weltruhm und zählt zu den führenden Ballettkompanien der Welt. Die Wilhelma, Deutschlands einziger zoologisch-botanischer Garten, vereint 11.000 Tiere und 8.500 Pflanzenarten in maurischer Palastarchitektur. Die Weinberge reichen bis in die Innenstadt hinein — Stuttgart ist die einzige deutsche Großstadt mit Weinbau im Stadtgebiet. Eine Wanderung durch die Weinsteige oder ein Besuch der Besen- und Strauss wirtschaften, wo Wengerter ihren eigenen Wein ausschenken, gehört zum Stuttgarter Lebensgefühl. Die Markthalle im Jugendstilbau bietet Feinkost aus aller Welt. Der Fernsehturm Stuttgart, 1956 als erster Fernsehturm der Welt in Stahlbetonbauweise errichtet, bietet auf 150 Metern Höhe einen Panoramablick bis zur Schwäbischen Alb und zum Schwarzwald.

AutomobilWeinbergeKultur

Todtmoos

Todtmoos ist ein heilklimatischer Kurort im Südschwarzwald und ein traditionsreicher Wallfahrtsort mit einer barocken Wallfahrtskirche, die jährlich Tausende Pilger anzieht. Der Ort liegt auf 820 m Höhe in einem sonnigen Hochtal und bietet pollenarme, reine Schwarzwaldluft. Die Umgebung ist ein Paradies für Wanderer mit der nahen Wutachschlucht, dem Wehrastausee und dem Hochrheinsteig. Im Winter verwandelt sich Todtmoos in ein Langlauf-Mekka mit bestens präparierten Loipen.

SchwarzwaldWallfahrtLanglauf

Todtnau

Todtnau ist ein traditionsreicher Schwarzwaldort am Fuße des Feldbergs und Heimat der Hasenhorn-Rodelbahn, einer der spektakulärsten Sommerrodelbahnen Deutschlands. Der Todtnauer Wasserfall ist mit 97 Metern einer der höchsten Naturwasserfälle im Schwarzwald. Die Lage auf 659 Metern zwischen Belchen und Feldberg macht Todtnau zum perfekten Ausgangspunkt für Wanderungen und Mountainbike-Touren in den Hochschwarzwald.

SchwarzwaldRodelbahnWasserfall

Travemuende

Travemünde ist das elegante Seebad an der Mündung der Trave in die Ostsee und gehört seit 1329 zu Lübeck — damit ist es eines der ältesten Seebäader Deutschlands. Der Stadtteil mit knapp 13.000 Einwohnern verbindet hanseatische Geschichte, Badekultur und maritimes Flair auf einzigartige Weise. Die Viermastbark Passat ist das Wahrzeichen Travemündes: Das 1911 in Hamburg gebaute Segelschiff liegt seit 1960 als Museumsschiff im Hafen und erzählt die Geschichte der letzten großen Segelfrachter, die Weizen von Australien um Kap Hoorn nach Europa brachten. Die Passat kann besichtigt werden — unter Deck fühlt man sich wie auf einer Zeitreise in die Aera der Windjammer. Die Strandpromenade zieht sich über vier Kilometer entlang des feinsandigen Ostseestrandes: Belle-Epoque-Villen, der Kurpark und das Casino Travemünde (eines der ältesten Spielcasinos Deutschlands, seit 1913) prägen das Bild. Die Travemünder Woche, eine der größten Segelregatten der Welt, findet seit 1889 jeden Juli statt und verwandelt die gesamte Bucht in ein Segel-Spektakel. Das Brodtener Steilufer nördlich von Travemünde ist ein geologisches Phänomen: Die 20 Meter hohe Steilküste aus Geschiebemergel bricht seit Jahrtausenden ab und wandert jährlich einen Meter landeinwärts. Der Wanderweg entlang der Abbruchkante bietet dramatische Ausblicke auf die Ostsee und die vorbeifahrenden Fähren und Kreuzfahrtschiffe. Von Travemünde aus verkehren Fähren nach Skandinavien — die Ankunft und Abfahrt der riesigen Ostseefähren in der schmalen Travemundung ist ein tägliches Schauspiel, das Hunderte Zuschauer am Priwall und an der Nordermole verfolgen.

OstseeSeebadPassat

Triberg

Triberg im mittleren Schwarzwald ist die Kuckucksuhr-Hauptstadt der Welt und beherbergt Deutschlands höchste Wasserfälle. Die 163 Meter hohen Triberger Wasserfälle stürzen in sieben Kaskaden durch den dichten Schwarzwald und sind ein spektakuläres Naturschauspiel. Der Ort lebt die Schwarzwald-Tradition mit Kuckucksuhren-Manufakturen, Bollenhut-Trachten und der legendären Schwarzwaldbahn, die mit 39 Tunneln zu den kühnsten Eisenbahnstrecken Europas zählt.

SchwarzwaldWasserfälleKuckucksuhr

Trier

Trier an der Mosel ist die älteste Stadt Deutschlands und blickt auf über 2.000 Jahre Geschichte zurück. Als Augusta Treverorum gegründet, war die Stadt im 3. und 4. Jahrhundert die größte nördlich der Alpen und Residenz römischer Kaiser — dieses Erbe ist bis heute in eindrucksvollen Bauwerken sichtbar, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Die Porta Nigra, das mächtige römische Stadttor aus dem 2. Jahrhundert, ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und Triers unverwechselbares Wahrzeichen. Über 7.200 Sandsteinblöcke, zusammengehalten ohne Mörtel nur durch Eisenklammern, bilden das 30 Meter hohe Bauwerk. Die Konstantinbasilika, ursprünglich der Thronsaal Kaiser Konstantins, ist mit ihren gewaltigen Ausmassen der größte erhaltene Einzelraum der Antike. Die Kaiserthermen, das Amphitheater für 20.000 Zuschauer und die Römerbrücke — die älteste Brücke Deutschlands — vervollständigen das römische Erbe. Der Dom St. Petrus, Deutschlands älteste Bischofskirche, vereint 1.700 Jahre Baugeschichte von der römischen Antike bis zum Barock. Direkt angebaut steht die gotische Liebfraünkirche, eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands. Karl Marx wurde 1818 in Trier geboren; sein Geburtshaus in der Brükenstraße ist heute Museum. Die Lage an der Mosel macht Trier zum idealen Ausgangspunkt für Weinproben in den steilsten Weinbergen Europas — Riesling aus Piesport, Bernkastel-Küs und Trittenheim gehört zur Weltspitze.

RömerWelterbeMosel

Überlingen

Überlingen am Bodensee ist eine der schönsten historischen Städte am See und war 2021 Gastgeberin der Landesgartenschau. Die mittelalterliche Altstadt mit dem gotischen Münster, den Patrizierhäusern und der langen Seepromenade verbindet Kulturgenuss mit Seeurlaub. Die Bodensee-Therme bietet Wellness direkt am Wasser, und die Umgebung mit Pfahlbauten, Wallfahrtskirchen und Obstplantagen macht Überlingen zum idealen Bodensee-Standort.

BodenseeAltstadtTherme

Uhldingen-Mühlhofen

Uhldingen-Mühlhofen am nördlichen Bodenseeufer ist die Heimat der weltberühmten Pfahlbauten — einem UNESCO-Welterbe, das die Lebensweise der Steinzeit- und Bronzezeitmenschen am See lebendig macht. Das Pfahlbaumuseum ist eine der meistbesuchten Attraktionen am Bodensee. Darüber hinaus begeistert der Ort mit der barocken Wallfahrtskirche Birnau, Obstplantagen und einem der sonnigsten Abschnitte des Bodensee-Ufers.

BodenseePfahlbautenUNESCO

Warnemünde

Warnemünde ist das Seebad Rostocks und einer der bekanntesten Badeorte an der deutschen Ostseeküste. Der ehemalige Fischerort an der Mündung der Warnow in die Ostsee hat sich zu einem pulsierenden Urlaubsziel entwickelt, das mit einem der breitesten Strände Deutschlands, einem malerischen alten Ortskern und seinem berühmten Leuchtturm Jahr für Jahr Millionen Besucher anzieht. Warnemünde vereint maritimes Flair mit großstädtischer Erreichbarkeit, denn Rostock ist nur eine S-Bahn-Fahrt entfernt. Der Strand von Warnemünde ist legendär: Über 100 Meter breit und mehrere Kilometer lang zählt er zu den breitesten Sandstränden der gesamten Ostsee. Hier findet jeder seinen Platz – ob am bewachten Familienstrand, im Beachvolleyball-Bereich, am Surfer-Abschnitt oder im ruhigeren FKK-Bereich. Der Leuchtturm von 1898 ist das Wahrzeichen des Ortes und bietet von seiner Aussichtsplattform einen spektakulären Blick über Strand, Hafen, die Warnow-Mündung und die vorbeiziehenden Kreuzfahrtschiffe. Warnemünde ist einer der größten Kreuzfahrthäfen Deutschlands, und das Schauspiel der ein- und auslaufenden Ozeanriesen gehört zum Alltag. Der Alte Strom, ein historischer Kanal im Ortskern, ist das Herzstück von Warnemünde. Hier reihen sich Fischkutter an Fischkutter, und an den Verkaufsständen gibt es die frischesten Fischbrötchen der Ostseeküste direkt vom Boot. Die bunten Fischerhäuser entlang des Alten Stroms beherbergen heute Restaurants, Boutiquen und Galerien. Im August findet die Warnemünder Woche statt, eine der größten Segelregatten Europas, begleitet von einem riesigen Volksfest am Strand. Warnemünde ist bequem per S-Bahn ab Rostock Hauptbahnhof in 20 Minuten erreichbar.

OstseeRostockLeuchtturm

Weimar

Weimar in Thüringen ist der geistige Nabel Deutschlands: Auf engstem Raum verdichtet sich hier die deutsche Kulturgeschichte wie an keinem zweiten Ort. Göthe und Schiller schufen hier ihre bedeutendsten Werke, Bach wirkte als Hoforganist, Liszt dirigierte die Hofkapelle, und Walter Gropius gründete 1919 das Bauhaus — die einflussreichste Kunst- und Designschule des 20. Jahrhunderts. Das Göthe-Nationalmuseum am Fraünplan mit Göthes original erhaltenem Wohnhaus zeigt, wie der Dichterfürst 50 Jahre lang lebte und arbeitete. Das Schillerhaus, die Anna-Amalia-Bibliothek mit ihrem prachtvollen Rokokosaal und über einer Million Bücher sowie das Stadtschloss mit Cranach-Gemälden bilden das klassische Weimar, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Bauhaus-Museum präsentiert seit 2019 in einem modernen Bau die weltweit älteste Bauhaus-Sammlung. Doch Weimar trägt auch eine dunkle Geschichte: Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg, nur acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, erinnert an die Verbrechen des Nationalsozialismus und ist heute eine bedeutende Gedenkstätte. Diese Spannung zwischen höchster Kulturleistung und tiefstem Zivilisationsbruch macht Weimar zu einem Ort einzigartiger historischer Reflexion. Der Park an der Ilm mit Göthes Gartenhaus, das Deutsche Nationaltheater mit dem Göthe-Schiller-Denkmal davor und die zahlreichen Cafes und Restaurants in der kompakten Altstadt laden zum Verweilen ein. Weimar ist eine Stadt, die man zu Fuß erobert.

GoetheBauhausKlassik

Wernigerode

Wernigerode ist eine Fachwerkstadt am Nordrand des Harzes in Sachsen-Anhalt, die den Beinamen "die bunte Stadt am Harz" traegt. Mit ueber 1.000 liebevoll restaurierten Fachwerkhaeusern aus fuenf Jahrhunderten, einem maerchenhaften Schloss und der legendaeren Harzer Schmalspurbahn zum Brocken ist Wernigerode eines der beliebtesten Reiseziele in Mitteldeutschland. Das Schloss Wernigerode thront auf einem Bergsporn ueber der Stadt: Urspruenglich eine mittelalterliche Burg aus dem 12. Jahrhundert, wurde es im 19. Jahrhundert im Stil des Historismus prachtvoll umgebaut. Die Innenraeume mit Festsaal, Kirchsaal und fuerstlichen Gemaechern sind oeffentlich zugaenglich und bieten einen Panoramablick ueber die Altstadt bis zum Brocken. Das Rathaus am Marktplatz ist ein Juwel norddeutscher Fachwerkarchitektur: 1498 erbaut, mit geschnitzten Holzfiguren und spitzen Tuermchen, zaehlt es zu den schoensten Rathaeusern Deutschlands. Der Marktplatz mit Wohltatsbrunnen und den umliegenden Fachwerkhaeusern ist ein beliebter Filmkulissenort. Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) betreiben ab Wernigerode die beruehmte Brockenbahn: Dampflokomotiven ziehen die Zuege auf schmaler Spur durch Fichtenwaelder, ueber Viadukte und vorbei an Schierke bis auf den Brocken (1.141 m), den hoechsten Berg Norddeutschlands. Die 34 Kilometer lange Strecke ist eine der spektakulaersten Dampfbahn-Erlebnisse Europas. Das Kleinste Haus Wernigerodes in der Kochstrasse ist nur 4,20 Meter hoch und 2,95 Meter breit — ein winziges Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, in dem tatsaechlich Familien lebten.

FachwerkBrockenDampfbahn

Wiesbaden

Wiesbaden, die hessische Landeshauptstadt, ist eine der ältesten Kurstädte Europas. Bereits die Römer nutzten die heißen Thermalquellen — 26 Quellen sprudeln bis heute im Stadtgebiet, darunter der Kochbrunnen mit 66 °C heißem Wasser mitten in der Innenstadt. Der Beiname „Nizza des Nordens“ verweist auf das milde Klima im windgeschützten Taunusvorland. Die Wilhelmstraße und die angrenzende Kurhaus-Promenade bilden das elegante Herz der Stadt. Das Kurhaus, 1907 im neoklassizistischen Stil erbaut, beherbergt das Spielcasino — eines der ältesten und schönsten Deutschlands. Fjodor Dostojewski verspielte hier sein Vermögen und verarbeitete das Erlebnis im Roman „Der Spieler“. Der Neroberg, Wiesbadens Hausberg (245 m), ist per historischer Wasserballastbahn von 1888 erreichbar — eine der ältesten mit Wassergewicht betriebenen Standseilbahnen Deutschlands. Oben thront die Russische Kirche mit ihren goldenen Kuppeln, erbaut 1855 für eine jung verstorbene russische Herzogin. Die Aussicht über Wiesbaden, den Taunus und bei klarer Sicht bis zum Odenwald ist grandios. Wiesbaden ist das Tor zum Rheingau, einer der besten Riesling-Weinregionen der Welt. Das Kloster Eberbach (Drehort von „Der Name der Rose“) und die Weinorte Eltville, Rüdesheim und Assmannshausen liegen nur wenige Kilometer entfernt. Die Sektkellereien Henkell und Söhne sind in Wiesbaden-Biebrich beheimatet.

KurstadtThermalquellenWein

Willingen

Willingen im Upland ist ein beliebter Ferienort im Hochsauerland und Heimat der Mühlenkopfschanze — der größten Großschanze der Welt. Jeden Winter beim FIS-Skisprung-Weltcup verwandelt sich Willingen in eine Party-Hochburg mit über 30.000 Zuschauern. Im Sommer locken der Ettelsberg mit Hochheideturm, die Sommerrodelbahn und ein weitläufiges Wandernetz. Willingen verbindet Spitzensport mit Aktivurlaub und einer lebhaften Apres-Ski-Szene.

SauerlandSkisprungMühlenkopfschanze

Winterberg

Winterberg im Sauerland ist das Wintersportzentrum Nordwestdeutschlands und Austragungsort von Bob- und Rodel-Weltcups in der berühmten VELTINS-EisArena. Das Skigebiet Winterberg mit über 25 Pisten und 27 Liften ist das größte nördlich der Alpen. Im Sommer verwandeln sich die Berge in ein Paradies für Mountainbiker mit dem Bikepark Winterberg, einem der besten Deutschlands. Die Lage auf 670 m Höhe im Rothaargebirge sorgt für frische Luft und schneereiche Winter.

SauerlandSkifahrenWintersport

Wismar

Wismar an der Ostsee ist eine der am besten erhaltenen Hansestädte Norddeutschlands und seit 2002 gemeinsam mit Stralsund UNESCO-Welterbe. Die Stadt an der südwestlichen Ostseeküste beeindruckt mit monumentaler Backsteingotik, einem riesigen Marktplatz und einem historischen Hafen, der noch immer vom Fischfang lebt. Der Marktplatz von Wismar ist mit 100 mal 100 Metern einer der größten Norddeutschlands. Die Wasserkunst, ein Renaissancebrunnen aus dem Jahr 1602, bildet sein Zentrum und versorgte die Stadt einst mit Trinkwasser. Rings um den Platz stehen prachtvolle Giebelhäuser aus verschiedenen Epochen, darunter das barocke Bürgerhaus "Alter Schwede" von 1380. Die drei großen Backsteinkirchen prägen die Silhouette Wismars: St. Nikolai mit ihrem 37 Meter hohen Mittelschiff (eines der höchsten Backsteinkirchenschiffe der Welt), der Turm von St. Marien (die Kirche selbst wurde im Krieg zerstört, nur der 80-Meter-Turm steht noch) und St. Georgen, die nach Jahrzehnten des Wiederaufbaus als Kulturkirche dient. Wismars schwedische Vergangenheit ist einzigartig: Von 1648 bis 1903 (!) gehörte die Stadt zu Schweden — 255 Jahre unter der schwedischen Krone. Das Schwedenköpfe genannte Wahrzeichen am Hafen, das Schabbellhaus (Stadtmuseum im Renaissancebau) und das jährliche Schwedenfest im August erinnern an diese Epoche. Der Alte Hafen mit seinen Fischerbooten, dem historischen Baumhaus und den Räucher-Aal-Buden ist das maritime Herz der Stadt.

UNESCOHanseBacksteingotik

Wolfratshausen

Wolfratshausen liegt am Zusammenfluss von Loisach und Isar und ist Startpunkt für die legendäre Isarfloßfahrt nach München. Die traditionsreiche Flößerstadt verbindet alpines Voralpenland mit Münchner Einzugsgebiet und bietet einen charmanten Stadtkern mit historischem Marktplatz. Die Pupplinger Au — eines der letzten naturbelassenen Flussauengebiete Bayerns — ist ein Naturjuwel direkt vor der Haustür.

IsarFloßfahrtMünchen-Nähe

Würzburg

Würzburg, die barocke Bischofsstadt am Main, ist das Tor zur Fränkischen Weinregion und beeindruckt mit einer Fülle an Kulturschätzen auf engstem Raum. Die Residenz Würzburg, das Meisterwerk Balthasar Neumanns, gehört seit 1981 zum UNESCO-Welterbe und beherbergt mit dem Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt — ein über 600 Quadratmeter großes Kunstwerk, das die vier damals bekannten Kontinente darstellt. Die Festung Marienberg thront hoch über dem Main auf der gegenüberliegenden Flussseite und bietet einen spektakulären Blick über die Stadt, die Weinberge und die Mainschleife. Der Aufstieg durch die terrassierten Weinberge führt durch die Anbaulage Würzburger Stein, eine der ältesten und berühmtesten Weinlagen Deutschlands, in der seit über 1.200 Jahren Silvaner angebaut wird. Die Alte Mainbrücke, geschmückt mit zwölf barocken Heiligenfiguren, ist Würzburgs beliebtester Treffpunkt — ein Glas Frankenweins aus dem Bocksbeutel im Sonnenuntergang auf der Brücke gehört zum Würzburger Lebensgefühl. Die Altstadt bietet das Falkenhaus mit seiner prächtigen Rokoko-Fassade, den romanischen Kiliansdom und die Marienkapelle am Marktplatz. Die Universität, eine der ältesten Deutschlands, verleiht der Stadt jugendliches Flair. Würzburg ist Start- und Endpunkt der Romantischen Straße und idealer Ausgangspunkt für Weinwanderungen, Mainradweg-Touren und Ausflüge in die Fränkische Schweiz.

WeinBarockResidenz

Hamburg

Hamburg, Deutschlands Tor zur Welt, ist eine Metropole mit maritimem Charakter, kultureller Vielfalt und einer unvergleichlichen Mischung aus Hafen-Rauheit und hanseatischer Eleganz. Die Elbphilharmonie, ein architektonisches Meisterwerk auf einem ehemaligen Kaispeicher, hat sich seit ihrer Eröffnung 2017 zum Wahrzeichen der Stadt entwickelt — die Plaza in 37 Metern Höhe bietet einen freien Panoramablick über Hafen, Stadt und Elbe. Die Speicherstadt, das größte zusammenhängende Lagerhaus-Ensemble der Welt und UNESCO-Welterbe, fasziniert mit ihren neogotischen Backsteinfassaden, die sich in den Fleeten spiegeln. Hier befindet sich auch das Miniatur Wunderland — die größte Modelleisenbahn-Anlage der Welt und eine der meistbesuchten Attraktionen Deutschlands. Direkt angrenzend erstreckt sich die HafenCity, Europas größtes innerstädt-isches Stadtentwicklungsprojekt mit moderner Architektur, Restaurants und dem Internationalen Maritimen Museum. Die Reeperbahn, Hamburgs legendäre Amüsiermeile auf St. Pauli, bietet weit mehr als ihr Rotlicht-Image vermuten lässt: Live-Musik-Clubs, Theater, Comedy und die berühmten Kiez-Kneipen machen sie zum nächtlichen Magneten. In den Beatles-Anfängen spielte die Band im Star-Club, und der Beatles-Platz erinnert an diese Aera. Jeden Sonntagmorgen lockt der Fischmarkt an der Elbe Tausende Besucher — ob frühmorgens nach der Kieznacht oder zum familiären Marktbummel. Die Alster, Hamburgs Binnengewässer, teilt sich in Binnen- und Außenalster und lädt zum Segeln, Paddeln und Flanieren ein. Die Schanzenviertel und Ottensen sind Hamburgs kreative Herzen mit Concept Stores, Cafes und Street Art. Kulinarisch überzeugt Hamburg mit dem klassischen Fischbrötchen am Hafen, Labskaus, Franzbrötchen und einer stetig wachsenden Fine-Dining-Szene. Hamburg ist rau, ehrlich und unwiderstehlich — eine Stadt, die man spüren muss.

HafenElbphilharmonieReeperbahn

Berlin

Berlin ist Deutschlands pulsierende Hauptstadt und mit 3,7 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Europäischen Union. Die Metropole an der Spree vereint auf einzigartige Weise Geschichte, Kultur, Kreativität und Weltoffenheit. Vom Brandenburger Tor über die East Side Gallery bis zum Reichstag mit seiner begehbaren Glaskuppel erzählt jede Straßenecke von den Wendungen des 20. Jahrhunderts. Die Museumsinsel, UNESCO-Welterbe im Herzen der Stadt, beherbergt fünf Weltklasse-Museen mit Schätzen von der Büste der Nofretete bis zum Pergamonaltar. Der Gendarmenmarkt gilt als einer der schönsten Plätze Europas. Der Fernsehturm am Alexanderplatz bietet aus 368 Metern Panoramablick über die endlose Weite der Stadt. Berlin ist Europas Kreativhauptstadt: Über 180 Museen, drei Opernhäuser, die Berlinale als größtes Publikumsfilmfestival der Welt und eine legendäre Club- und Musikszene pregen das kulturelle Leben. Stadtteile wie Kreuzberg, Neukölln und Prenzlaür Berg haben jeweils ihren eigenen Charakter mit Street Art, internationaler Gastronomie und lebendiger Nachbarschaftskultur. Der Tiergarten, der Grunewald und die Seen im Berliner Umland bieten überraschend viel Natur mitten in der Großstadt. Kulinarisch glänzt Berlin mit Streetfood-Märkten, der Currywurst als Kult-Imbiss und einer florierenden Sternerestaurant-Szene. Ob Geschichtsinteressierte, Kunstliebhaber, Nachtschwearmer oder Familien — Berlin begeistert jeden Besucher.

HauptstadtGeschichteNachtleben

Bremen

Bremen, die Freie Hansestadt an der Weser, verbindet hanseatische Tradition mit weltoffenem Flair und ist weit mehr als nur die Heimat der berühmten Stadtmusikanten. Die Bronzestatü der Märchengestalten von Gerhard Marcks am Rathaus — Esel, Hund, Katze und Hahn übereinander — ist das meistfotografierte Wahrzeichen der Stadt; wer die Vorderbeine des Esels anfasst, darf sich etwas wünschen. Das Rathaus und der Roland auf dem Marktplatz gehören seit 2004 zum UNESCO-Welterbe: Das gotische Rathaus mit seiner prachtvollen Weser-Renaissance-Fassade ist eines der schönsten Europas, während der zehn Meter hohe Roland seit 1404 als Symbol bürgerlicher Freiheit wacht. Die Böttcherstraße, eine nur 100 Meter lange Gasse zwischen Marktplatz und Weser, ist ein expressionistisches Gesamtkunstwerk aus den 1920er-Jahren mit Museen, Werkstätten und dem berühmten Glockenspiel aus Meissner Porzellan. Das Schnoorviertel, Bremens ältestes Stadtviertel, verzaubert mit winzigen Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert, individuellen Läden und gemütlichen Cafes in verwunschenen Innenhöfen. Die Schlachte, die historische Hafenpromenade an der Weser, ist heute eine beliebte Flaniermeile mit Restaurants und Biergärten. Bremens Überseestadt, ein ehemaliges Hafenareal, hat sich zum größten städtebaulichen Projekt Europas entwickelt. Das Universum Science Center bietet interaktive Wissenschaft in futuristischer Architektur. Kulinarisch stehen Kohl und Pinkel (Grünkohl mit Pinkelwurst) und Knipp auf der Speisekarte — dazu ein frisch gezapftes Becks, das hier seit 1873 gebraut wird.

StadtmusikantenHansestadtMärchen

Gebiete

Ahrtal

Das Ahrtal in Rheinland-Pfalz ist eines der nördlichsten Rotweinanbaugebiete der Welt und eines der schönsten Flusstaler Deutschlands. Auf nur 536 Hektar Rebfläche entlang der 85 Kilometer langen Ahr wachsen vorwiegend Spätburgunder-Reben an steilen Schieferhanglagen — die Steillagen gehören zu den extremsten in ganz Deutschland, manche mit über 70 % Neigung. Die verheerende Flutkatastrophe vom Juli 2021, bei der die Ahr innerhalb weniger Stunden zu einem reissenden Strom anschwoll und ganze Ortschaften zerstörte, hat das Tal für immer verändert. Über 130 Menschen verloren ihr Leben. Der Wiederaufbau ist ein beeindruckendes Zeugnis von Solidarität und Zusammenhalt — die Weingüter, Restaurants und Wanderwege sind größtenteils wieder zugänglich, und die Winzer produzieren weiterhin exzellente Weine. Der Rotweinwanderweg führt auf 35 Kilometern von Bad Bodendorf nach Altenahr durch malerische Weinberge, vorbei an Burgruinen und durch historische Winzerorte. Dernau, Mayschooss und Rech sind bekannt für ihre Straßenweinfeste, die von Mai bis Oktober stattfinden. Die Winzergenossenschaft Mayschooss, gegründet 1868, ist die älteste Winzergenossenschaft der Welt. Burg Are über Altenahr, die Ruine Saffenburg und die Dokumentationsstätte Regierungsbunker (ein ehemaliger geheimer Atombunker der Bundesregierung im Kalten Krieg, 17 km lang) sind weitere Highlights. Die Ahrtal-Therme in Bad Neünahr bietet Thermalwasser und Wellness nach dem Wandern.

RotweinWandernBurgen

Allgäu

Das Allgäu im südwestlichen Bayern und angrenzenden Baden-Württemberg zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Deutschlands. Von den sanften Hügeln des Unterallgäus bis zu den schroffen Gipfeln der Allgäür Hochalpen mit dem 2.649 Meter hohen Großen Krottenkopf bietet die Region eine landschaftliche Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Wahrzeichen der Gegend sind die weltberühmten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau bei Füssen. Wanderer finden im Allgäu über 800 Kilometer markierte Wege, darunter den legendären Fernwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran. Im Winter verwandeln sich Orte wie Oberstdorf, Bad Hindelang und Balderschwang in erstklassige Skigebiete mit zusammen über 500 Pistenkilometern. Oberstdorf ist zudem bekannt als Austragungsort der Vierschanzentournee und bietet ganzjährig Sprungschanzen-Erlebnisse. Die Allgäür Küche verwöhnt mit würzigem Bergkäse von den über 700 Alpen, Kässpatzen, Krautknödle und frischer Alpenmilch. Städtchen wie Kempten — eine der ältesten Städte Deutschlands — verbinden römische Geschichte mit lebendigem Altstadtflair. Füssen begeistert mit mittelalterlicher Altstadt und als Endpunkt der Romantischen Straße. Ob Wellnessurlaub in einem der zahlreichen Kurorte, Familienferien auf dem Bauernhof, anspruchsvolle Bergtouren oder winterlicher Skispaß — das Allgäu bietet für jeden Geschmack das richtige Erlebnis und ist ein echtes Ganzjahresziel.

AlpenNeuschwansteinWandern

Bayerischer Wald

Der Bayerische Wald ist Deutschlands wilder Osten - ein endloses Meer aus Wäldern, das sich entlang der tschechischen Grenze erstreckt und zusammen mit dem Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas bildet. Der Nationalpark Bayerischer Wald, 1970 als erster deutscher Nationalpark gegründet, verfolgt das revolutionäre Konzept "Natur Natur sein lassen" und hat dadurch eine Urwaldlandschaft geschaffen, die in Mitteleuropa einzigartig ist. Umgestürzte Baumriesen, moosbewachsene Felsen und lichtdurchflutete Lichtungen erzählen hier die Geschichte eines Waldes, der sich selbst regeneriert. Das absolute Highlight ist der Baumwipfelpfad bei Neuschönau - mit 1.300 Metern Länge und einem spektakulären Baumturm von 44 Metern Höhe einer der längsten und eindrucksvollsten Baumwipfelpfade der Welt. Der eiförmige Turm windet sich spiralförmig um drei mächtige Bäume nach oben und bietet bei klarer Sicht ein Panorama, das vom Bayerischen Wald über die Donauebene bis zu den Alpen reicht. Der Pfad ist barrierefrei und damit auch mit Kinderwagen und Rollstuhl begehbar - ein Naturerlebnis für alle. Das Tier-Freigelände bei Ludwigsthal erstreckt sich über 200 Hektar und zeigt Tiere, die im Bayerischen Wald heimisch sind oder waren: Wölfe, Luchse, Braunbären, Wisente, Wildpferde und Fischotter leben in großzügigen, naturnahen Gehegen. Der sieben Kilometer lange Rundweg durch das Gelände ist einer der beliebtesten Ausflüge für Familien und Naturliebhaber. Mit etwas Geduld kann man die scheuen Luchse beim Sonnenbad oder die Wölfe beim Spielen beobachten. Der Große Arber, mit 1.456 Metern der höchste Berg des Bayerischen Waldes, bietet im Sommer Wanderungen mit grandiosem Fernblick und im Winter ein familienfreundliches Skigebiet. Die Arberseen, eiszeitliche Karseen am Fuß des Berges, schimmern dunkel und geheimnisvoll zwischen den Felswänden. Glasstraße und Goldener Steig erzählen von der jahrhundertealten Tradition der Glasmacherei und des Salzhandels in der Region. Von München aus erreicht man den Bayerischen Wald in etwa zweieinhalb Stunden, von Nürnberg in zwei Stunden. Die Region ist ein ganzjähriges Reiseziel: Wandern und Radfahren im Sommer, Skifahren und Langlauf im Winter, und in allen Jahreszeiten ein Paradies für Ruhesuchende und Naturliebhaber. Ferienwohnungen und Pensionen bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, und die herzliche bayerische Gastfreundschaft macht den Aufenthalt unvergesslich.

NationalparkWaldBaumwipfelpfad

Berchtesgaden

Berchtesgaden ist ein Markt im aeussersten Suedosten Bayerns, eingebettet in die spektakulaere Alpenlandschaft des Berchtesgadener Landes. Die Region wird ueberragt vom Watzmann (2.713 m), dem dritthöchsten Berg Deutschlands, dessen markante Ostwand mit 1.800 Metern die hoechste Felswand der Ostalpen ist. Der Koenigssee ist das Juwel der Region: Ein fjordartiger Bergsee, eingekesselt von steilen Felswaenden, mit kristallklarem, smaragdgruenem Wasser. Die Elektroboote, die seit 1909 lautlos ueber den See gleiten, bringen Besucher zur barocken Wallfahrtskirche St. Bartholomae auf einer Halbinsel — und weiter zum noch unberuehrteren Obersee mit seinem Roethbach-Wasserfall, Deutschlands hoechstem Wasserfall (470 m). Der Nationalpark Berchtesgaden ist der einzige Alpennationalpark Deutschlands und UNESCO-Biosphaerenreservat. Steinadler, Gaemsen, Murmeltiere und seltene Orchideen finden hier Rueckzugsraeume. Die Wimbachklamm und die Almbachklamm bieten spektakulaere Schluchtwanderungen. Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist seit 1517 in Betrieb und damit eines der aeltesten aktiven Bergwerke der Welt. Besucher rutschen auf Holzrutschen in die Tiefe, ueberqueren einen unterirdischen Salzsee per Floss und erfahren die 500-jaehrige Geschichte des weissen Goldes. Das Kehlsteinhaus (Eagle's Nest) auf 1.834 Metern ist ueber eine spektakulaere, in den Fels gehauene Strasse und einen Messingaufzug erreichbar. Von Hitlers ehemaligem Repraesentationsgebaeude bietet sich ein 360-Grad-Panorama ueber die Berchtesgadener Alpen bis nach Salzburg.

AlpenKoenigsseeWatzmann

Berchtesgadener Land

Das Berchtesgadener Land im äußersten Südosten Bayerns ist eine der spektakulärsten Alpenlandschaften Deutschlands. Der Nationalpark Berchtesgaden, Deutschlands einziger Alpennationalpark, schützt eine Urlandschaft aus schroffen Kalksteinwänden, türkisfarbenen Seen, tosenden Wasserfällen und artenreichen Almwiesen. Im Zentrum thront der Watzmann (2.713 m), Deutschlands dritthöchster Berg und einer der legendärsten Gipfel der Alpen. Der Königssee ist das Kronjuwel der Region: 8 Kilometer lang, bis zu 190 Meter tief und von bis zu 2.000 Meter hohen Felswanden umgeben, gilt er als einer der saubersten und schönsten Seen Europas. Die elektrisch betriebenen Ausflugsboote gleiten lautlos über das smaragdgrüne Wasser zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä, wo der Bootsführer das berühmte Echo demonstriert — die Trompetenklänge hallen siebenfach von den Wänden zurück. Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist eines der ältesten aktiven Salzbergwerke der Welt (seit 1517) und bietet eine faszinierende Untertage-Tour: Auf Holzrutschen gleiten Besucher in die Tiefe, überqueren einen unterirdischen Salzsee per Boot und erfahren, warum Berchtesgaden jahrhundertelang vom weißen Gold lebte. Die dunkle Geschichte der Region umfasst den Obersalzberg, Hitlers ehemaligen Berghof und das Kehlsteinhaus (Eagles Nest) auf 1.834 Metern. Die Dokumentation Obersalzberg vermittelt die NS-Geschichte sachlich und eindrucksvoll. Das Kehlsteinhaus selbst bietet heute ein Restaurant mit einem der spektakulärsten Alpenpanoramen überhaupt — erreicht über einen 124 Meter langen Tunnel und einen messingverkleideten Aufzug.

KoenigsseeWatzmannNationalpark

Bergisches Land

Das Bergische Land östlich von Köln ist eine überraschend grüne und hügelige Mittelgebirgslandschaft, die ihren Namen nicht von den Bergen, sondern vom historischen Herzogtum Berg trägt. Die Region zwischen Wupper, Sieg und Ruhr erstreckt sich über rund 3.600 Quadratkilometer und bietet eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Wäldern, Talsperren und den charakteristischen Schieferhäusern mit ihren schwarzweißen Fassaden. Wuppertal ist das kulturelle Zentrum mit der weltberühmten Schwebebahn, die seit 1901 über der Wupper schwebt und ein einzigartiges Nahverkehrserlebnis bietet. Solingen ist die Klingenstadt mit jahrhundertealter Schneidwarentradition, Remscheid das Zentrum des deutschen Werkzeugbaus. Gemeinsam bilden sie das Bergische Städtedreieck. Die Natur des Bergischen Landes begeistert mit über 20 Talsperren — darunter die große Dhüenntalsperre und die Wuppertalsperre — die zum Wandern, Radfahren und Wassersport einladen. Der Bergische Panoramasteig führt auf 244 Kilometern durch die schönsten Landschaften der Region. Naturpark Bergisches Land und Naturpark Siebengebirge schützen seltene Habitate. Die Bergische Kaffeetafel ist eine kulinarische Institution: Eine opulente Tafel mit Defftig und Süß, von Schwarzbrot und Leberwurst bis zu Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne, begleitet von Kaffee aus der traditionellen Dröppelmina, der bergischen Kaffeekanne. Diese Gastfreundschaft macht das Bergische Land zu einem authentischen und unentdeckten Reiseziel.

SchwebebahnIndustriekulturTalsperren

Chiemgau

Der Chiemgau im südöstlichen Bayern gehört zu den vielseitigsten Ferienregionen Deutschlands. Rund um den Chiemsee — das Bayerische Meer — erstreckt sich eine malerische Voralpenlandschaft mit sanften Hügeln, dichten Wäldern und imposanten Berggipfeln der Chiemgaür Alpen. Auf der Herreninsel thront das prachtvolle Schloss Herrenchiemsee, König Ludwigs II. Hommage an Versailles, während die Fraüninsel mit ihrem historischen Benediktinerinnenkloster aus dem 8. Jahrhundert stille Einkehr bietet. Die Region ist ein Paradies für Aktivurlauber: Über 1.500 Kilometer markierte Wanderwege führen durch Almwiesen und zu Aussichtsgipfeln wie der Kampenwand (1.669 m). Im Winter locken familienfreundliche Skigebiete in Reit im Winkl, Ruhpolding und an der Winklmoosalm mit zuverlässiger Schneelage. Der Chiemsee selbst bietet im Sommer ideale Bedingungen zum Segeln, Surfen, Schwimmen und Stand-Up-Paddling. Kulinarisch verwöhnt der Chiemgau mit deftiger bayerischer Küche, frisch geräuchertem Chiemsee-Fisch und würzigem Almkäse direkt von den Sennereien. Traditionelle Wirtshäuser und Biergärten laden zur Einkehr ein. Städte wie Traunstein und Rosenheim bieten historische Altstädte, Museen und regelmäßige Feste wie den Georgiritt in Traunstein. Mit seiner Mischung aus Kultur, Natur und bayerischer Gemütlichkeit ist der Chiemgau ein Ganzjahresziel für Familien, Paare und Naturliebhaber.

ChiemseeAlpenSchloss

Darß

Der Darß ist der mittlere Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und eine der wildesten und ursprünglichsten Küstenlandschaften Deutschlands. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft schützt hier eine einzigartige Kombination aus urwüchsigem Küstenwald, spektakulären Steilküsten und dem berühmten Weststrand, der regelmäßig zu den schönsten Stränden Europas gewählt wird. Der Darß ist kein Ort für Massentourismus – hier regiert die Natur, und genau das macht seinen unwiderstehlichen Reiz aus. Der Weststrand des Darß ist legendär: Kilometerlang erstreckt sich wilder, unbefestigter Sandstrand, an dem die Ostsee ständig am Ufer nagt und knorrige, vom Wind gebeugte Bäume in bizarren Formen am Strand stehen. Diese sogenannten Windflüchter sind das Fotomotiv schlechthin und Symbol des Darß. Es gibt hier keine Strandkörbe, keine Imbissbuden, keine Infrastruktur – nur Natur in ihrer reinsten Form. Der Weststrand ist nur zu Fuß oder per Fahrrad durch den Darßwald erreichbar, was ihn vor Überfüllung schützt. Der Darßwald selbst ist ein magischer Ort: Ein uralter Buchen- und Eichenwald, durchzogen von Wanderwegen und Radpfaden, in dem Rehe, Wildschweine und Seeadler zu Hause sind. Am Darßer Ort, der Nordspitze der Halbinsel, steht ein Leuchtturm, der als Natureum ein Museum über die Küstenökologie beherbergt. Im Herbst wird der Darß zum Schauplatz eines der größten Naturspektakel Europas: Bis zu 60.000 Kraniche rasten auf den umliegenden Boddenwiesen auf ihrem Weg nach Süden. Die charmanten Orte Prerow, Born und Wieck am Darß beeindrucken mit ihren bunten Darßer Haustüren – handgeschnitzte, farbenfrohe Kunstwerke, die jedes Haus einzigartig machen.

OstseeDarßWeststrand

Eifel

Die Eifel ist eine faszinierende Vulkanlandschaft im Westen Deutschlands, die sich über Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erstreckt. Vor nur 13.000 Jahren — geologisch ein Wimpernschlag — brach hier zuletzt ein Vulkan aus und hinterliess die kreisrunden Maare, mit Wasser gefüllte Vulkankrater, die zu den eindrucksvollsten Naturwundern Deutschlands zählen. Das Pulvermaar bei Gillenfeld ist das am besten erhaltene Maar Europas. Der Nationalpark Eifel schützt uralte Buchenwälder, die sich zu einem der wenigen Wildnisgebiete Deutschlands entwickeln. Als zertifizierter Sternenpark bietet er nachts einen spektakulär klaren Sternenhimmel — ein seltenes Erlebnis in Mitteleuropa. Wildkatzen, Schwarzstörche und über 2.000 bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden hier Lebensraum. Der Eifelsteig, ein 313 Kilometer langer Premiumwanderweg von Aachen nach Trier, durchquert die schönsten Landschaften der Region. Entlang der Strecke warten Burgen wie die Burg Eltz — eine der besterhaltenen Ritterburgen Deutschlands —, historische Klosteranlagen und malerische Fachwerkdörfer. Die Eifel-Küche ist herzhaft und bodenständig: Döbbekooche (Kartoffelkuchen), Eifel-Forelle und Eifeler Wildgerichte werden in urigen Gasthöfen serviert. Der Nürburgring, die legendäre Rennstrecke in der Hocheifel, zieht Motorsportfans aus aller Welt an. Ob Vulkanabenteür, Sternenbeobachtung oder Wanderglück — die Eifel ist ein unterschätztes Naturjuwel.

VulkaneMaareNürburgring

Franken

Franken im Norden Bayerns ist eine eigenständige Kulturlandschaft, die sich vom Main-Dreieck über die Fränkische Schweiz bis zum Steigerwald erstreckt. Die Region verbindet UNESCO-Welterbe, erstklassigen Weinbau im markanten Bocksbeutel, eine lebendige Bierlandschaft und eine Gastfreundschaft, die selbst Bayern neidisch macht. Die Würzburger Residenz, seit 1981 UNESCO-Weltkulturerbe, gilt als bedeutendster Barockpalast Deutschlands und beherbergt das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt von Giovanni Battista Tiepolo. Der Hofgarten und die Altstadt mit der Festung Marienberg, der Alten Mainbrücke (Frankens Antwort auf die Ponte Vecchio — hier trinkt man Wein mit Blick auf die Stadt) und dem Käppele vervollständigen das Bild. Bamberg, ebenfalls UNESCO-Welterbe, begeistert mit seiner auf sieben Hügeln erbauten Altstadt, dem Alten Rathaus mitten im Fluss, dem romanisch-gotischen Dom mit dem rätselhaften Bamberger Reiter und einer Bierkultur, die ihresgleichen sucht: Neun Brauereien braün in der Stadt über 50 verschiedene Biersorten, darunter das weltberühmte Rauchbier. Die Fränkische Schweiz zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg ist eine Karstlandschaft mit über 1.000 Höhlen, markanten Felstürmen und romantischen Burgruinen. Die Bierkultur erreicht hier ihre höchste Dichte: Über 70 Brauereien auf einer Fläche kleiner als Berlin — die höchste Braüreidichte der Welt.

FrankenWeinBier

Fränkische Schweiz

Die Fränkische Schweiz in Oberfranken, eingebettet zwischen Nürnberg, Bamberg und Bayreuth, ist eines der ältesten Tourismusgebiete Deutschlands und fasziniert mit einer romantischen Landschaft aus bizarren Felsformationen, tiefen Flusstädern, über 1.000 Höhlen und mehr Burgen und Burgruinen pro Quadratkilometer als jede andere Region Europas. Der Name stammt von Reisenden des 19. Jahrhunderts, die die dramatische Landschaft an die Schweiz erinnerte. Das Wiesenttal und das Trübachtal bilden die landschaftlichen Herzsücke der Region: Schroffe Kalksteinfelsen ragen aus dichten Buchenwädern empor, kristallklare Bäche winden sich durch enge Täler, und auf fast jedem Felsvorsprung thronen die Reste einer mittelalterlichen Burg. Die Burg Rabenstein beherbergt eine Falknerei, die Burg Pottenstein überragt malerisch den gleichnamigen Ort, und die Ruine Neideck mit ihrem markanten Turm ist das Wahrzeichen der Region. Die Teufelshödle bei Pottenstein, die Binghöhle bei Streitberg und die Sophienhöhle bei Ahorntal gehören zu den eindrucksvollsten Schauhödhlen Deutschlands. Kletterer schätzen die über 6.500 Kletterrouten an den Kalksteinfelsen, Kanuten paddeln auf der Wiesent, und Wanderer erkunden das weitverzweigte Wegenetz. Die Fränkische Schweiz ist zudem Deutschlands Brauerei-Region Nummer eins: Auf rund 80.000 Einwohner kommen über 70 Brauereien, die meist kleine Mengen würziger Kellerbiere und ungespundeter Lagerbiere braün. Ein Bierkeller-Besuch im Sommer mit frisch gezapftem Bier, Brotzeit und Blick auf die Felslandschaft gehört zu den schönsten fränkischen Erlebnissen.

KletternBierHöhlen

Harz

Der Harz ist das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands und erstreckt sich über die drei Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auf rund 2.200 Quadratkilometern erhebt sich die Landschaft von sanften Vorbergen bis zum 1.141 Meter hohen Brocken, dem sagenumwobenen Gipfel der Walpurgisnacht. Die Region verbindet mystische Wälder, historische Bergbaustädte und eine lebendige Sagenwelt. Die Fachwerkstädte des Harzes gehören zu den schönsten Deutschlands: Quedlinburg mit seinen über 2.000 Fachwerkhaüsern ist UNESCO-Welterbe, Goslar beeindruckt mit der Kaiserpfalz und dem historischen Bergwerk Rammelsberg, Wernigerode begeistert mit dem märchenhaften Schloss über der bunten Altstadt. Die Harzer Schmalspurbahnen sind ein lebendiges Stück Eisenbahngeschichte. Die dampfbetriebenen Züge fahren auf über 140 Streckenkilometern durch Tannenwälder hinauf zum Brocken und verbinden die Orte der Region. Im Winter verwandelt sich der Harz in ein Wintersportgebiet mit Skilanglauf, Rodelbahnen und dem größten Skisprungstadion im Harz bei Braunlage. Der Harzer Hexenstieg, ein 97 Kilometer langer Fernwanderweg, führt quer durch das Gebirge und verbindet die Highlights der Region. Die Iberger Tropfsteinhöhle, die Rappbodetalsperre mit der längsten Hängebrücke Deutschlands und die Oberharzer Wasserwirtschaft als UNESCO-Welterbe bieten weitere Attraktionen. Kulinarisch locken Harzer Roller Käse, Wildspezialitäten und Brocken-Kräuterlikör.

BrockenDampfbahnHexen

Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide ist eine einzigartige Kulturlandschaft zwischen Hamburg, Hannover und Bremen, die mit ihren endlosen Heidefächen, knorrigen Wacholderbüschen und sanften Hügeln zu den stimmungsvollsten Naturlandschaften Norddeutschlands zählt. Zwischen Mitte August und Mitte September verwandelt sich die Heide in ein violettes Blütenmeer — ein Naturschauspiel, das jährlich Hunderttausende Besucher anzieht. Der Naturpark Lüneburger Heide schützt die größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas. Der Wilseder Berg erhebt sich auf 169 Metern als höchste Erhebung der norddeutschen Tiefebene und bietet weite Blicke über die blühende Heidelandschaft. Heidschnucken — die charakteristischen graün Schafe — pflegen die Heide auf natürliche Weise und sind ein beliebtes Fotomotiv. Die Hansestadt Lüneburg begeistert mit schiefem mittelalterlichem Stadtbild, das vom Salzabbau geprägt wurde. Das Deutsche Salzmuseum, die gotischen Backsteinkirchen und die lebendige Kneipenmeile machen die Universitätsstadt zum kulturellen Zentrum der Region. Celle überrascht mit dem größten erhaltenen Fachwerkensemble Europas und einem prächtigen Schloss. Der Heide-Park Soltau ist einer der größten Freizeitparks Deutschlands und begeistert Familien mit Achterbahnen und Themenattraktionen. Der Vogelpark Walsrode präsentiert die größte Vogelsammlung der Welt. Rad- und Kutschfahrten durch die Heide, Wellnessangebote in Bad Bevensen und die regionale Küche mit Heidschnuckenbraten und Buchweizentorte runden das Angebot ab.

HeideblüteNaturparkLüneburg

Moseltal

Das Moseltal gehört zu den romantischsten Flusslandschaften Europas. Auf über 240 Kilometern schlängelt sich die Mosel von der deutsch-französischen Grenze bei Perl bis zur Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz durch steile Schieferfelshänge, sonnenverwöhntes Rebland und mittelalterliche Weindörfer. Die zahlreichen Flussschleifen schaffen spektakuläre Panoramen, die seit Römerzeit Reisende begeistern. Das Moseltal ist eines der ältesten und steilsten Weinanbaugebiete der Welt. Auf Schieferböden wachsen an Hängen mit bis zu 65 Grad Neigung einige der besten Rieslingweine des Planeten. Weingüter in Bernkastel-Küs, Piesport, Uerzig und Zeltingen laden zu Verkostungen ein. Die Calmont-Region zwischen Bremm und Ediger-Eller besitzt den steilsten Weinberg Europas. Historische Städte saumen das Tal: Trier, die älteste Stadt Deutschlands, beeindruckt mit römischer Porta Nigra, Kaiserthermen und dem Dom. Cochem wird von der majestätischen Reichsburg überragt. Bernkastel-Küs bezaubert mit seinem Marktplatz und den spitzgiebeligen Fachwerkhäusern. Die Burg Eltz im Seitental der Elz zählt zu den schönsten Hohenburgen Deutschlands. Der Moselradweg führt auf 248 Kilometern fast durchgehend flach am Flussufer entlang und zählt zu den beliebtesten Radwegen Europas. Ausflugsschiffe befahren die Mosel zwischen Trier und Koblenz. Ob Weinprobe, Burgbesichtigung, Radtour oder entspannte Schifffahrt — das Moseltal verbindet Genuss, Geschichte und Natur auf einzigartige Weise.

WeinMoselRadfahren

Münsterland

Das Münsterland in Nordrhein-Westfalen ist eine Landschaft wie ein niederländisches Gemälde: Flach, weitläufig und von Wassergräben durchzogen, erheben sich über 100 Wasserburgen und Schlossanlagen aus der sanft gewellten Parklandschaft — die größte Dichte an Wasserburgen in Europa. Die 100-Schlösser-Route, ein 960 Kilometer langer Radweg, verbindet die schönsten dieser Anlagen und führt durch Alleen, Baürndörfer und an Pferdekoppeln vorbei. Münster, die Hauptstadt der Region, ist eine der lebenswertesten Städte Deutschlands und trägt den Beinamen Fahrradhauptstadt: Mit über 500.000 Fahrrädern auf rund 315.000 Einwohner wird fast jeder Weg auf zwei Rädern zurückgelegt. Der Prinzipalmarkt mit seinen gotischen Giebelhäusern und Bogengängen, das historische Rathaus, in dem 1648 der Westfälische Friede geschlossen wurde, und der mächtige St.-Paulus-Dom prägen die Innenstadt. Der wöchentliche Wochenmarkt auf dem Domplatz gehört zu den schönsten in Nordrhein-Westfalen. Burg Vischering bei Lüdinghausen, eine bilderbuchreife Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert, und Schloss Nordkirchen, das Westfälische Versailles mit seiner barocken Gartenanlage, sind die Highlights unter den Wasserburgen. Das Münsterland ist Deutschlands Pferdeland Nummer eins: Zuchtgebiete für Westfalen-Pferde, Reithöfe und internationale Turniere wie der CHIO prägendie Region. Die münsterländische Küche ist bodenständig mit Töttchen (Ragout), Pumpernickel, Struwen (Hefepfannkuchen) und einem kräftigen Altbier oder Münsterländer Korn.

FahrradWasserburgenMünster

Oberbayern

Oberbayern, der südlichste Regierungsbezirk Deutschlands, ist die Quintessenz bayerischer Lebensart: Schneebedeckte Alpengipfel, smaragdgrüne Seen, prunkvolle Königsschlösser und eine tief verwurzelte Volkskultur mit Tracht, Blasmusik und Brauchtum prägen diese Region, die zu den beliebtesten Reisezielen Europas zählt. Die Zugspitze (2.962 m) als höchster Berg Deutschlands bildet die dramatische Kulisse im Süden, während der Königssee mit seinen fjordartigen Steilwänden und dem legendären Echo ein Naturerlebnis der Spitzenklasse bietet. Schloss Neuschwanstein, König Ludwigs II. märchenhaftes Traumschloss bei Füssen, ist mit über 1,4 Millionen Besuchern jährlich die meistbesuchte Burg Deutschlands und inspirierte Walt Disneys Dornrösschenschloss. Garmisch-Partenkirchen am Fuße der Zugspitze verbindet alpines Flair mit Wintersporttradition — die Neujahrsskispringen auf der Olympiaschanze eröffnen die Vierschanzentournee. Bad Tölz, Tegernsee und Schliersee bieten oberbayerische Bilderbuchidyllen mit Biergärten direkt am Wasser. Das Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg über dem Ammersee braut seit Jahrhunderten sein berühmtes Andechser Bier. Mittenwald ist die Geigenbaürstadt, Berchtesgaden das Tor zum einzigen Alpennationalpark Deutschlands. Die oberbayerische Küche mit Schweinshaxe, Obatzda, Brezn und Mass Bier im schattigen Biergarten unter Kastanien ist gelebte Tradition. Almabtriebe im September, Christkindlmärkte im Dezember und Leonhardifahrten im November prägen den Jahreslauf.

AlpenBergeSeen

Odenwald

Der Odenwald ist ein Mittelgebirge zwischen Rhein, Main und Neckar, das sich über Teile Hessens, Bayerns und Baden-Württembergs erstreckt. Die Region verbindet märchenhafte Wälder, das sagenumwobene Felsenmeer, malerische Fachwerkstädte und die Nibelungenstraße — jene Route, die der Sage nach Siegfried auf seinem letzten Weg durch den Odenwald nahm, bevor er von Hagen ermordet wurde. Das Felsenmeer bei Lautertal-Reichenbach ist das bekannteste Naturdenkmal des Odenwaldes: Ein riesiger Strom aus Granitblöcken, der sich über 200 Meter den Hang hinunterzieht, als hätte ein Riese sie ausgeschüttet. Die Römer bearbeiteten hier vor 1.800 Jahren Granit — halbfertige römische Säulenfragmente liegen noch heute zwischen den Felsen. Kinder lieben es, auf den Felsen zu klettern und zu balancieren. Die Nibelungenstraße führt von Worms über den Odenwald nach Würzburg und folgt der mythischen Route der Nibelungensage. Entlang des Weges liegen der Siegfriedbrunnen bei Grasellenbach (angebliche Mordstelle Siegfrieds) und zahlreiche Burgen und Burgruinen. Die Fachwerkstädte Michelstadt, Erbach und Hirschhorn am Neckar zählen zu den schönsten in ganz Deutschland: Das Rathaus von Michelstadt (1484) mit seinen markanten Spitzbogen-Erkern ist eines der meistfotografierten Fachwerkhäuser Deutschlands. Der Odenwälder Marbacher Stausee und der UNESCO-Geopark Bergstraße-Odenwald mit seinen Fossilienfunden runden das Angebot ab.

FachwerkFelsenmeerNibelungen

Ostseekueste

Die deutsche Ostseeküste erstreckt sich über rund 2.200 Kilometer von Flensburg an der dänischen Grenze bis nach Ahlbeck auf Usedom an der polnischen Grenze. Sie bietet eine faszinierende Vielfalt aus weißen Sandstränden, dramatischen Steilküsten, historischen Seebäderarchitektur-Perlen und ursprünglichen Boddenlandschaften. Die Kaiserbäder auf Usedom — Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin — begeistern mit prachtvoller Bäderarchitektur aus der Gründerzeit: weiße Villen, historische Seebrücken und die längste Strandpromenade Europas (12 km). Die Seebrücke Ahlbeck von 1898 ist die älteste Seebrücke Deutschlands und Wahrzeichen der Insel. Rügen ist Deutschlands größte Insel und beherbergt den Nationalpark Jasmund mit den berühmten Kreidefelsen: Der Königsstuhl ragt 118 Meter über die Ostsee und inspirierte bereits den Maler Caspar David Friedrich zu seinem berühmten Gemälde. Der Baumwipfelpfad im Naturerbe-Zentrum Prora bietet spektakuläre Aussichten über den Buchenwald. Die Hansestädte Lübeck, Wismar, Stralsund und Rostock verbinden maritime Geschichte mit lebendiger Kultur. Lübecks Holstentor und die Backsteingotik sind UNESCO-Welterbe, Warnemünde lockt mit seinem breiten Strand direkt an der Hafenstadt. Die Küste bietet zudem die Halbinsel Darss-Zingst mit urwüchsigen Windflüchterbäumen und den Kranichrastplätzen im Herbst, wo bis zu 70.000 Kraniche gleichzeitig zu beobachten sind.

OstseeStrandRuegen

Pfalz

Die Pfalz in Rheinland-Pfalz ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Weinanbaugebiet und eine Region, die Genuss, Geschichte und Natur auf einzigartige Weise verbindet. Die Deutsche Weinstraße, 1935 als erste touristische Weinroute Deutschlands eröffnet, schlangelt sich über 85 Kilometer von Bockenheim im Norden bis zum Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze. Der Pfälzerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands und als UNESCO-Biosphärenreservat zusammen mit den angrenzenden französischen Nordvogesen ausgezeichnet. Bizarre Sandsteinfelsen, mächtige Burgruinen und stille Weiher prägen eine Landschaft, die als Wanderparadies ihresgleichen sucht. Der Dahner Felsenpfad und der Felsenland-Sagenweg führen vorbei an bizarren Felsformationen. Bad Dürkheim ist Heimat des Dürkheimer Wurstmarktes, des größten Weinfestes der Welt: Über 600.000 Besucher feiern jährlich im September neun Tage lang mit Pfälzer Wein, Saumagen und Blasmusik. Das Riesenfass in Bad Dürkheim fasst 1,7 Millionen Liter und beherbergt ein Weinrestaurant. Die Region überrascht mit einem fast mediterranen Klima: Feigen, Mandeln, Zitronen und Kiwis gedeihen entlang der Weinstraße. Im Frühling verwandelt sich die Haardt in ein rosa Blütenmeer, wenn die Mandelbäume blühen — die Pfälzer Mandelblüte gilt als Frühlingsbote Deutschlands.

WeinstrassePfalzWandern

Rheingau

Der Rheingau, eine sonnenverwöhnten Landschaft am rechten Rheinufer zwischen Wiesbaden und Lorch, ist eines der prestigeträchtigsten Weinanbaugebiete Deutschlands und die Wiege des deutschen Rieslings. Die nach Süden ausgerichteten Steilhänge fangen jede Stunde Sonnenlicht ein und bringen Weine von Weltklasse hervor, die in den berühmten VDP-Weingutern wie Schloss Johannisberg, Kloster Eberbach und Robert Weil reifen. Kloster Eberbach, die besterhaltene mittelalterliche Zisterzienserabtei Deutschlands, diente als Drehort für den Film Der Name der Rose und beherbergt heute eine der bedeutendsten Weinpressen-Sammlungen Europas. Das Kloster ist Sitz der Hessischen Staatsweingüter und Schauplatz prachtvoller Weinauktionen. Schloss Johannisberg gilt als das älteste Riesling-Weingut der Welt — hier wurde 1775 die Spätlese erfunden, als ein verspäteter Bote den Erntebefehl zu spät überbrachte. Rüdesheim am Rhein, das bekannteste Städtchen des Rheingaus, lockt mit der Drosselgasse, einer nur zwei Meter breiten Gasse voller Weinstuben und Livemusik, dem Niederwalddenkmal mit der Germania-Statue hoch über dem Rhein und der Seilbahn durch die Weinberge. Eltville, die Rosenstadt, bezaubert im Juni mit blühenden Rosen an Fachwerkhäusern und der Kurfürstlichen Burg. Assmannshausen ist für seinen Spätburgunder berühmt, während Oestrich-Winkel und Hattenheim stille Weindörfer mit historischen Gasthöfen sind. Die Rheingaür Weinwoche in Wiesbaden und das Rheingau-Musik-Festival gehören zu den kulturellen Höhepunkten.

WeinRieslingRhein

Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz ist ein atemberaubendes Naturwunder südöstlich von Dresden, wo bizarr geformte Sandsteinfelsen, tiefe Schluchten und tafelbergartige Plateaus eine der spektakulärsten Landschaften Mitteleuropas bilden. Das Elbsandsteingebirge erstreckt sich beiderseits der Elbe und setzt sich auf tschechischer Seite als Böhmische Schweiz fort. Die Basteibrücke ist das ikonische Wahrzeichen der Region und bietet aus 194 Metern Höhe einen atemberaubenden Blick über das Elbtal. Die Festung Königstein, eine der größten Bergfestungen Europas, thront auf einem Tafelberg und dokumentiert 800 Jahre sächsischer Geschichte. Der Lilienstein, der Pfaffenstein mit dem Barbarine-Felsen und die Schrammsteine bieten anspruchsvolle Kletterrouten und grandiose Aussichten. Das Gebiet ist die Wiege des Freikletterns in Europa — seit über 150 Jahren werden hier die besonderen Sächsischen Kletterregeln gepflegt, die mehr als 1.100 Klettergipfel erschließen. Wanderer finden über 400 Kilometer markierte Wege, darunter den 112 Kilometer langen Malerweg, einen der schönsten Fernwanderwege Deutschlands. Der Nationalpark Sächsische Schweiz schützt die einzigartige Flora und Fauna der Felslandschaft. Dampfschiffe der Sächsischen Dampfschiffahrt — der ältesten Raddampferflotte der Welt — verkehren auf der Elbe zwischen Dresden und der tschechischen Grenze. Die Region verbindet Naturerlebnis, Kletterabenteür und sächsische Kulturgeschichte zu einem unvergesslichen Reiseziel.

FelsenWandernKlettern

Sauerland

Das Sauerland, oft als Land der tausend Berge bezeichnet, erstreckt sich im südöstlichen Nordrhein-Westfalen und ist das größte zusammenhängende Mittelgebirgs-Erholungsgebiet nördlich des Mains. Dichte Buchenwälder, tiefe Täler, klare Stauseen und sanfte Bergrücken prägen eine Landschaft, die ganzjährig Outdoor-Begeisterte und Familien anzieht. Im Winter verwandelt sich das Sauerland in das wichtigste Skigebiet westlich des Harzes: Winterberg am Kahlen Asten (843 m), dem höchsten Berg Nordrhein-Westfalens, bietet über 25 Pistenkilometer, Flutlichtskifahren und eine professionelle Bobbahn, die auch für den Weltcup genutzt wird. Willingen mit seiner Mühlenkopfschanze zieht jährlich Zehntausende Zuschauer zum Skispringen an. Im Sommer locken über 2.000 Kilometer markierte Wanderwege, darunter der preisgekrönte Rothaarsteig. Der Biggesee und der Sorpesee bieten Segeln, Surfen und Baden inmitten bewaldeter Hügel. Die Atta-Höhle in Attendorn ist eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands mit faszinierenden Stalagmiten und Stalaktiten. Die Altstadt von Freudenberg mit ihren schwarz-weißen Fachwerkhäusern — bekannt als Alter Flecken — ist ein architektonisches Gesamtkunstwerk und beliebtes Fotomotiv. Arnsberg, Meschede und Schmallenberg sind hübsche Kleinstädte mit historischen Kernen. Die saürländische Küche ist deftig und bodenständig: Potthucke (Kartoffelkuchen), Pfefferpotthast und frische Forelle aus den Gebirgsbächen gehören zu den regionalen Spezialitäten.

WintersportWandernSeen

Schwarzwald

Der Schwarzwald, Deutschlands höchstes und bekanntestes Mittelgebirge, erstreckt sich über 160 Kilometer entlang der französischen Grenze und vereint dichte Tannenwälder, idyllische Täler, malerische Fachwerkdörfer und eine kulinarische Tradition, die weit über die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte hinausgeht. Der Feldberg ragt als höchster Gipfel 1.493 Meter empor und bietet bei klarer Sicht ein Panorama bis zu den Alpen. Die Triberger Wasserfälle, mit 163 Metern Fallhöhe die höchsten Deutschlands, stürzen über sieben Stufen durch moosbedeckten Wald in die Tiefe. Triberg ist auch Zentrum der Kuckucksuhren-Tradition — die handgefertigten Uhren aus dem Schwarzwald sind seit dem 18. Jahrhundert ein Inbegriff deutscher Handwerkskunst, und im Uhrenmuseum kann man die Entwicklung vom simplen Holzmechanismus bis zur kunstvollen Schnitzarbeit verfolgen. Baden-Baden, die elegante Kurstadt am Nordwestrand des Schwarzwalds, lockt seit römischen Zeiten mit heißen Thermalquellen. Das Friedrichsbad (1877) bietet ein römisch-irisches Badeerlebnis in prachtvoller Neorenaissance-Architektur, während die moderne Caracalla-Therme entspannter zugeht. Das Festspielhaus ist Europas zweitgrößtes Opernhaus, und das Casino im Kurhaus inspirierte sogar Dostojewski zu seinem Roman "Der Spieler". Über 24.000 Kilometer markierte Wanderwege durchziehen den Schwarzwald — darunter der Westweg (285 km, einer der ältesten Fernwanderwege Deutschlands) und der Schluchtensteig. Im Winter verwandeln sich Feldberg und Belchen in Skigebiete, während die Rauchmännchen in den Hütten glühen. Kulinarisch glänzt die Region mit Schwarzwälder Schinken, Flammkuchen, Späetzle, Bibbeliskäs und den kräftigen Rotweinen der Ortenau. Der Schwarzwald ist kein einzelnes Ziel — er ist eine ganze Welt aus Natur, Tradition und Genuss.

WandernWaldKirschtorte

Spreewald

Der Spreewald ist ein weltweit einzigartiges Biosphärenreservat rund 100 Kilometer südöstlich von Berlin, in dem sich die Spree in über 200 natürliche und künstlich angelegte Fliessse verzweigt. Dieses weitläufige Labyrinth aus Wasserwegen, Erlenwäldern und sattgrünen Feuchtwiesen erstreckt sich über mehr als 475 Quadratkilometer und zählt seit 1991 zum UNESCO-Biosphärenreservat. Eine Kahnfahrt durch die stillen Wasserläufe gehört zu den unvergesslichsten Erlebnissen in Brandenburg. Traditionelle Spreewaldkähne gleiten lautlos unter Baumkronen hindurch, vorbei an verstreuten Baürnhöfen und idyllischen Dörfern. Lübbenau gilt als Tor zum Spreewald und bietet den größten Kahnhafen der Region. Auch Paddler und Kanuten finden hier ein Netz von über 300 Kilometern befahrbarer Wasserwege. Der Spreewald ist zugleich Heimat der Sorben, einer westslawischen Minderheit mit lebendiger Kultur, bunten Trachten und eigenen Bräuchen wie dem Osterreiten. Die sorbische Tradition prägt Architektur, Feste und die regionale Küche. Die berühmten Spreewaldgurken — nach überliefertem Rezept eingelegt — sind weit über die Region hinaus bekannt. Dazu kommen Leinöl mit Pellkartoffeln, frischer Fisch und deftige Brandenburger Hausmannskost. Ob Naturerlebnis auf dem Wasser, Radtouren auf dem Gurkenradweg oder kulturelle Entdeckungen in den sorbischen Dörfern — der Spreewald bietet das ganze Jahr über ein unvergleichliches Reiseerlebnis.

KahnfahrtGurkenBiosphärenreservat

Wattenmeer

Das Wattenmeer ist UNESCO-Weltnaturerbe und eines der größten zusammenhängenden Gezeitengebiete der Erde. Es erstreckt sich über rund 11.500 Quadratkilometer entlang der Nordseeküste von den Niederlanden über Deutschland bis nach Dänemark. Nirgendwo sonst auf der Welt lässt sich das Zusammenspiel von Ebbe und Flut so eindrucksvoll erleben wie hier — zweimal täglich fällt das Meer zurück und gibt den Meeresboden frei. Wattwanderungen gehören zu den unvergesslichsten Naturerlebnissen Deutschlands: Barfuß über den schlickigen Boden, vorbei an Wattwürmern, Muscheln und kleinen Krebsen, begleitet von einem zertifizierten Wattführer, der die Geheimnisse dieses einzigartigen Oekosystems erklärt. Von der Küste aus sind geführte Wanderungen zu vorgelagerten Inseln wie Neuwerk oder den Halligen möglich. Die Seehundbänke sind ein Highlight für Familien und Naturliebhaber: Tausende Seehunde und Kegelrobben ruhen auf den Sandbänken und können per Boot aus respektvoller Distanz beobachtet werden. Die Schutzstation Wattenmeer auf Sylt, Föhr und in St. Peter-Ording bietet Führungen und Aquarien. Die Nordsee-Inseln und Halligen bilden eine Kette einzigartiger Lebensräume: Sylt mit seinen Steilküsten, Föhr mit Friesendörfern, Amrum mit dem Kniepsand (Europas breitester Strand), Pellworm und die winzigen Halligen, die bei Sturmflut fast vollständig überspült werden. Das Multimar Wattforum in Tönning ist Deutschlands größtes Informationszentrum zum Wattenmeer.

UNESCOWattNordsee

Watzmann

Der Watzmann ist Deutschlands berühmtester Berg — mit 2.713 Metern der dritthöchste des Landes und der höchste, der vollständig auf deutschem Boden steht. Seine markante Silhouette mit fünf Gipfeln, die der Sage nach den versteinerten König Watzmann mit seiner Familie darstellen, dominiert das Berchtesgadener Land und gehört zu den ikonischsten Bergansichten der Alpen. Die Watzmann-Ostwand ist mit 1.800 Metern Fallhöhe die höchste Felswand der Ostalpen und eine der großen Wände des Alpinismus. Ihre Durchsteigung — erstmals 1881 von Johann Grill gelungen — gilt als eine der anspruchsvollsten Touren der Nordalpen und zieht erfahrene Bergsteiger aus aller Welt an. Für Wanderer bietet die Watzmann-Region zahlreiche Touren unterschiedlicher Schwierigkeit: Die Watzmannhaus-Wanderung (1.930 m) ist die beliebteste Tagestour und führt durch Bergwald und Almwiesen zum historischen Watzmannhaus, das seit 1888 Bergsteiger bewirtet. Von hier hat man den frontalen Blick auf die Ostwand und den Königssee weit unten. Die Wimbach-Klamm am Nordwestfuß des Watzmanns ist eine wildromantische Schlucht mit tosenden Wasserfällen und moosbedeckten Felswänden. Der Wimbachgries — ein kilometerlanges Hochtal aus Geröll — bietet eine bizarre, fast arktische Landschaft inmitten der Alpen und führt zur Wimbachgrieshütte, einem der einsamsten Stützpunkte der Berchtesgadener Alpen.

BergAlpinismusWandern

Zugspitze

Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste Berg Deutschlands und thront an der Grenze zwischen Bayern und Tirol. Der Gipfel bietet an klaren Tagen ein Panorama, das über 400 Gipfel in vier Ländern umfasst — von den Dolomiten über den Großglockner bis zum Säntis in der Schweiz. Kein anderer Punkt in Deutschland liegt so nah am Himmel. Drei Seilbahnen führen auf den Gipfel: Die Bayerische Zugspitzbahn (Zahnradbahn von Garmisch, 75 Minuten), die Eibsee-Seilbahn (neüste Bahn, 2017 eröffnet, 10 Minuten, mit 127 m Höhe die höchste Stütze weltweit) und die Tiroler Zugspitzbahn von der österreichischen Seite. Die Eibsee-Seilbahn hält drei Weltrekorde: größter Höhenunterschied (1.945 m), längste freie Spannweite (3.213 m) und höchste Stahlbaustütze. Der Eibsee am Fuß der Zugspitze gilt als einer der schönsten Bergseen Deutschlands: Kristallklares, türkisfarbenes Wasser umgeben von dichtem Wald und dem imposanten Zugspitz-Massiv. Eine 7 km lange Rundwanderung führt um den See, im Sommer laden kleine Buchten zum Baden ein. Das Schneefernhaus auf 2.650 m, einst das höchstgelegene Hotel Deutschlands, dient heute als Forschungsstation. Der Schneeferner, einer der letzten Gletscher Deutschlands, ist ein sichtbares Zeichen des Klimawandels — er wird voraussichtlich in den nächsten Jahren vollständig verschwinden. Auf der Gipfelplattform markiert ein goldenes Gipfelkreuz den höchsten Punkt des Landes.

ZugspitzeHoechster BergAlpen

Seen

Ammersee

Der Ammersee ist Oberbayerns unterschätztes Juwel und der drittgrößte See Bayerns — nur 40 Kilometer südwestlich von München gelegen, aber weit weniger überlaufen als der benachbarte Starnberger See. Das Westufer mit dem historischen Künstlerstädtchen Dießen am Ammersee zieht seit dem 19. Jahrhundert Maler, Schriftsteller und Kunsthandwerker an und hat sich seinen bohèmehaften Charme bis heute bewahrt. Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Dießen — ein Meisterwerk des bayerischen Rokoko mit Deckengemälden von Johann Baptist Tiepolo — gehört zu den schönsten Sakralbauten Oberbayerns. Der Dießener Töpfermarkt im Mai lockt über 100.000 Besucher und ist einer der bedeutendsten Keramik-Märkte Europas mit Kunsthandwerkern aus dem gesamten Kontinent. Das Ostufer bietet mit Herrsching den größten Ort am See und den Ausgangspunkt für die Wanderung zum Kloster Andechs — Bayerns heiliger Berg mit seiner legendären Klosterbrauerei, deren Andechser Doppelbock seit Jahrhunderten Pilger und Genießer gleichermaßen anzieht. Die Kombination aus Seewanderung und Biergarten-Einkehr ist ein bayerisches Ritual. Die Dampferfahrten mit der historischen Ammersee-Schifffahrt verbinden alle Uferorte und bieten vom Wasser aus den spektakulären Blick auf die Alpenkette. Im Sommer ist der Ammersee ein Paradies für Segler, Stand-Up-Paddler und Badegäste, während die Wintermonate mit Nebelschwaden über dem See eine mystische Atmosphäre schaffen.

SeeKlosterBiergarten

Bodensee

Der Bodensee ist mit 536 Quadratkilometern der größte See Mitteleuropas und ein einzigartiges Dreiländereck, an dem Deutschland, Österreich und die Schweiz aufeinandertreffen. Die Kombination aus mildem Klima, alpinem Panorama und kultureller Vielfalt macht den „Schwäebischen Meer“ genannten See zu einem der beliebtesten Urlaubsziele Süddeutschlands. Die Blumeninsel Mainau ist das Juwel des Bodensees: Ein 45 Hektar großes subtropisches Paradies mit Millionen von Blumen, einem Schmetterlingshaus, barockem Schloss und mediterranen Gärten. Im Frühjahr verwandeln Tulpenfelder und Rhododendren die Insel in ein Farbenmeer, im Sommer blühen Rosen und Dahlien. Der Eintritt lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Lindau, die bayerische Inselstadt, begeistert mit ihrer denkmalgeschützten Altstadt, dem berühmten Hafeneingang mit Löwe und Leuchtturm und einem Alpenpanorama, das an klaren Tagen vom Säntis bis zur Zugspitze reicht. Meersburg bezaubert mit der ältesten bewohnten Burg Deutschlands und malerischen Weinbergen direkt am See. Konstanz, die größte Stadt am See, bietet mit dem Münster, der historischen Altstadt und dem Imperia-Denkmal am Hafen urbanes Flair. Die Pfahlbauten in Unteruhldingen, ein UNESCO-Welterbe, machen die Welt der Steinzeit- und Bronzezeit-Siedler am See lebendig. Per Fähre, Katamaran oder Ausflugsschiff lässt sich der See bequem erkunden, und der Bodensee-Radweg (260 km) zählt zu den beliebtesten Radrouten Europas. Die Region glänzt zudem mit erstklassigen Weinen, besonders dem Spätburgunder und Müller-Thurgau vom Nordufer.

SeeRadwegAlpenblick

Chiemsee

Der Chiemsee, liebevoll das Bayerische Meer genannt, ist mit 80 Quadratkilometern der größte See Bayerns und liegt eingebettet zwischen sanften Hügeln und dem majestätischen Alpenpanorama des Chiemgaus. Drei Inseln prägen seinen Charakter: die Herreninsel mit dem prächtigen Königsschloss, die idyllische Fraüninsel mit ihrem uralten Kloster und die unbewohnte Krautinsel. Schloss Herrenchiemsee auf der Herreninsel ist das ambitionierteste Bauprojekt König Ludwigs II. — als bayerisches Versailles konzipiert, beeindruckt es mit einer 98 Meter langen Spiegelgalerie, prunkvollen Prunkgemächern und weitläufigen Gartenanlagen mit Fontänen. Das Augustiner-Chorherrenstift auf der gleichen Insel beherbergt ein Museum, das an die Entstehung des Deutschen Grundgesetzes erinnert, das hier 1948 entworfen wurde. Die Fraüninsel verzaubert mit ihrem 1.200 Jahre alten Benediktinerinnenkloster, in dem noch heute Nonnen leben und ihren berühmten Chiemseer Klosterlikör herstellen. Malerische Fischerhütten, kleine Galerien und der Duft nach geräuchertem Fisch prägen die Atmosphäre. Die Uferorte Prien, Gstadt, Bernau und Chieming bieten Strandbadeder, Segelschulen und Radwege entlang des 64 Kilometer langen Seerundwegs. Die Dampferflotte verbindet die Inseln im Halbstundentakt. Kulinarisch locken frische Chiemsee-Renken, Kaiserschmarrn in rustikalen Almhütten und Biergärten mit Blick auf Kampenwand und Hochfelln.

SeeSchlossAlpen

Eibsee

Der Eibsee ist Deutschlands spektakulärster Bergsee — ein kristallklares Juwel am Fuß der Zugspitze, dessen smaragdgrünes bis türkisfarbenes Wasser in einer Liga mit Kanadas Moraine Lake oder Neuseelands Milford Sound spielt. Der See auf 1.000 Metern Höhe entstand durch einen gewaltigen Bergsturz vom Zugspitz-Massiv und wird von acht kleinen Inseln geschmückt, die wie grüne Tupfer auf dem türkisen Wasser schwimmen. Die Zugspitze (2.962 m) — Deutschlands höchster Berg — erhebt sich direkt über dem Eibsee und spiegelt sich bei Windstille im kristallklaren Wasser. Die Bayerische Zugspitzbahn startet nur wenige hundert Meter vom See entfernt und bringt Besucher in 10 Minuten per Seilbahn auf den Gipfel, wo drei Länder — Deutschland, Österreich und Italien — sichtbar sind. Der Eibsee-Rundweg (ca. 7 km, 2 Stunden) gehört zu den schönsten Seespaziergängen der Alpen und wechselt zwischen Waldpassagen, Felsstränden und versteckten Buchten mit karibischem Flair. Besonders die Westufer-Buchten mit ihrem türkisen Wasser und dem weißen Kiesgrund sehen aus wie eine Postkarte aus der Südsee — nur mit Alpengipfeln im Hintergrund. Stand-Up-Paddling auf dem Eibsee mit der Zugspitze über sich ist eines der ikonischsten Erlebnisse der deutschen Alpen. Im Sommer erreicht das Wasser angenehme 20-22 Grad, und die geschützten Buchten bieten natürliche Badestrände mit atemberaubender Kulisse.

TürkisZugspitzeSUP

Hintersee

Der Hintersee bei Ramsau ist Bayerns meistgemalter See und einer der romantischsten Orte der deutschen Alpen — kein Wunder, dass bereits die Maler der Romantik wie Carl Rottmann und Ludwig Richter hierher pilgerten und den See mit seinen moosbedeckten Felsbrocken, dem spiegelglatten Wasser und der dramatischen Bergkulisse auf die Leinwand brachten. Der "Malerwinkel" am Nordufer markiert den Standort, von dem aus die berühmtesten Gemälde entstanden. Der Zauberwald — ein mystischer Wald aus riesigen, moosbedeckten Felsbrocken — erstreckt sich zwischen dem Hintersee und Ramsau und ist das Ergebnis eines gewaltigen Felssturzes vor über 3.500 Jahren. Der Rundweg durch den Zauberwald (ca. 1 Stunde) führt zwischen hausgroßen, moosbewachsenen Granitblöcken hindurch und wirkt wie eine Szene aus einem Tolkien-Roman. Der Hintersee selbst ist nur 16 Hektar klein und maximal 18 Meter tief, aber seine Schönheit ist unverhältnismäßig groß: Das türkisgrüne Wasser spiegelt die umliegenden Berge — den Hochkalter (2.607 m) und die Reiteralpe — und im Herbst leuchten die Buchen am Ufer in Gold und Rot und schaffen eines der spektakulärsten Farbspiele der bayerischen Alpen. Das nahe Ramsau — offiziell "Ramsau bei Berchtesgaden" — ist als "Bergsteigerdorf" zertifiziert und der Inbegriff eines bayerischen Alpendorfes: Die barocke Kirche St. Sebastian vor dem Hintergrund der Reiteralpe ist eines der meistfotografierten Motive ganz Bayerns und ziert zahllose Postkarten und Kalender.

RomantikMalereiZauberwald

Königssee

Der Königssee im Nationalpark Berchtesgaden ist einer der saubersten und schönsten Bergseen Deutschlands. Das smaragdgrüne Wasser des fjordähnlichen Sees erstreckt sich über acht Kilometer Länge und bis zu 190 Meter Tiefe zwischen steil aufragenden Felwänden, die bis zu 1.800 Meter über dem Seespiegel aufragen. Die strenge Naturschutzlage sorgt dafür, dass seit 1909 nur elektrisch betriebene Ausflugsboote den See befahren dürfen. Die berühmte Bootfahrt führt zunächst zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä, deren rote Zwiebeltürmen vor der dramatischen Kulisse der Watzmann-Ostwand ein ikonisches Postkartenmotiv bilden. Unterwegs demonstriert der Bootsführer das legendäre Königssee-Echo, indem er eine Trompete gegen die Felswand spielt — ein magischer Moment, der seit Generationen Besucher begeistert. Am südlichen Ende des Sees liegt der noch abgelegenere Obersee, ein kleines Naturjuwel, das nur zu Fuß über einen malerischen Pfad erreichbar ist. Ein spektakulärer Wasserfall stürzt hier von der Röthwand 470 Meter in die Tiefe. Die Fischunkelalm am Obersee ist eine der abgeschiedensten und romantischsten Almen der bayerischen Alpen. Wanderer finden rund um den Königssee Routen für jeden Anspruch: Von der leichten Uferpromenade in Schönau bis zur anspruchsvollen Watzmann-Überschreitung, einer der klassischen Hochtouren der Ostalpen. Der Malerwinkel-Rundweg bietet den berühmten Blick über den Seespiegel. Das Nationalpark-Informationszentrum in Schönau am Königssee bereitet auf das Naturerlebnis vor.

BergseeNationalparkAlpen

Müritz

Die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern ist mit 117 Quadratkilometern der größte vollständig in Deutschland liegende See und wird oft als Kleines Meer bezeichnet — an klaren Tagen verliert sich der Blick vom Ostufer tatsächlich im Horizont, ohne das gegenüberliegende Ufer zu erkennen. Der Müritz-Nationalpark, der sich östlich des Sees erstreckt, schützt auf 322 Quadratkilometern eine urtüml iche Wald- und Seenlandschaft mit über 100 Seen. Das Ostufer gehört zu den ursprünglichsten Naturlandschaften Deutschlands: Urwaldähnliche Buchenwälder, die zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen, stille Moorlandschaften und einsame Seen, die nur zu Fuß oder per Kanu erreichbar sind. Fischadler, Seeadler und Kraniche nisten hier in großer Zahl — im Herbst rasten bis zu 30.000 Kraniche am Südostufer und bieten ein unvergessliches Naturschauspiel. Waren (Müritz) am Nordufer ist das touristische Zentrum mit einer hübschen Altstadt, dem Müritzeum — Deutschlands größtem Süßwasseraquarium — und einer belebten Hafenpromenade. Röbel am Westufer bezaubert mit Fachwerkhäusern und einer gotischen Backsteinkirche. Die Mecklenburgische Seenplatte bietet über 1.000 Seen, die durch Flüsse und Kanäle verbunden sind und paradiesische Bedingungen für Hausboot-Touren, Kajakfahrten und Segeln schaffen. Angler schätzen den Bestand an Hecht, Zander und Barsch. Radwege führen flach und schattig durch Alleen und vorbei an stillen Dörfern.

SeeHausbootNationalpark

Schliersee

Der Schliersee ist das ruhige, authentisch gebliebene Gegenstück zum mondänen Tegernsee — nur einen Bergrücken entfernt, aber eine Welt für sich. Während der Tegernsee mit Promi-Villen und schicken Restaurants glänzt, hat sich der Schliersee seinen bodenständigen bayerischen Charakter bewahrt: Hier sitzen Einheimische und Urlauber noch gemeinsam im Biergarten und die Grundstückspreise haben noch nicht ganz das Münchner Niveau erreicht. Der gleichnamige Ort Schliersee am Nordufer ist ein charmantes Marktstädtchen mit dem ältesten Bauerntheater Bayerns, dem Schlierseer Bauerntheater, das seit 1892 Volksstücke in oberbayerischer Mundart aufführt — ein lebendiges Stück bayerischer Theaterkultur, das es sonst nirgendwo mehr gibt. Die Schliersbergalm — erreichbar per Sessellift oder zu Fuß — bietet neben dem Alm-Panorama eine Sommerrodelbahn, die vor allem Familien begeistert. Die 1,1 km lange Bahn schlängelt sich durch den Bergwald mit Blick auf den See und die umliegenden Gipfel. Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Seeufer zeigt originalgetreu rekonstruierte bayerische Bauernhöfe und Handwerksbetriebe aus dem 18. Jahrhundert — gegründet vom Olympiasieger im Ski-Riesenslalom, der hier seine Leidenschaft für bayerische Kultur lebt. Im Winter verwandelt sich die Region in ein schneesicheres Skigebiet am Spitzingsee, das nur 15 Minuten entfernt liegt.

SeeAlmRodelbahn

Starnberger See

Der Starnberger See, nur 25 Kilometer südwestlich von München gelegen, ist einer der größten und tiefsten Seen Bayerns und trägt den Beinamen Fürstensee — seit Jahrhunderten zieht es den bayerischen Adel und die Münchner Gesellschaft an seine Ufer. Mit einer Fläche von knapp 57 Quadratkilometern und einer maximalen Tiefe von 128 Metern bietet er kristallklares Wasser vor der spektakulären Kulisse der Bayerischen Alpen. Die Roseninsel, die einzige Insel des Sees, war einst der Rückzugsort von König Ludwig II. und beherbergt ein Casino im pompejanischen Stil sowie einen historischen Rosengarten. Am Ostufer erinnert ein schlichtes Holzkreuz im Wasser an den mysteriösen Tod des Märchenkönigs im Jahr 1886 — die Votivkapelle am Hang darüber ist ein Wallfahrtsort für Ludwig-Verehrer aus aller Welt. Der 49 Kilometer lange Seerundweg eignet sich hervorragend zum Wandern und Radfahren, vorbei an herrschaftlichen Villen, gepflegten Biergärten und idyllischen Badestellen. Starnberg am Nordufer bietet eine hübsche Seepromenade und regelmäßige Schifffahrten. Das Buchheim Museum der Phantasie in Bernried zeigt expressionistische Kunst in spektakulärer Architektur direkt am See. Die traditionsreichen Gasthöfe in Berg, Tutzing und Seeshaupt servieren bayerische Spezialitäten mit Seeblick — ein Renke vom Grill gehört zum kulinarischen Pflichtprogramm am Starnberger See.

SeeLudwig II.München-Nahe

Tegernsee

Der Tegernsee in Oberbayern ist einer der schönsten Alpenseen Deutschlands und seit Jahrhunderten ein Sehnsuchtsort für Erholungssuchende, Künstler und gekrönte Häupter. Der 6 Kilometer lange und bis zu 72 Meter tiefe See liegt eingebettet zwischen den Bayerischen Voralpen auf 726 Metern Höhe und bietet glasklares Wasser mit Trinkwasserqualität. Die Geschichte des Tegernseer Tals reicht über 1.200 Jahre zurück: Das Kloster Tegernsee, 746 gegründet, war eines der bedeutendsten Benediktinerkloster Bayerns und ein Zentrum der mittelalterlichen Gelehrsamkeit. Heute beherbergt das ehemalige Kloster das Bräuhaus Tegernsee, dessen Bier nach alter Klostertradition gebraut wird — das Tegernseer Hell zählt zu den beliebtesten Bieren Bayerns. Die herzogliche Tradition ist noch lebendig: Das Schloss der Wittelsbacher am Sudufer und die ehrwürdigen Villen rund um den See zeugen von der langen aristokratischen Geschichte. Der Ort Rottach-Egern am Südufer gilt als einer der nobelsten Kurorte Deutschlands mit Luxushotels und Feinkostgeschäften. Die Umgebung bietet hervorragende Wandermöglichkeiten: Der Wallberg (1.722 m) mit der längsten Naturrodelbahn Deutschlands (6,5 km), der Hirschberg mit Panoramablick auf den See und die leichte Wanderung zur Gaistalalm sind Klassiker. Im Winter ist der Wallberg ein beliebtes Skigebiet für Familien.

AlpenseeBayernBrauerei

Titisee

Der Titisee ist der berühmteste See des Schwarzwaldes und ein Naturjuwel, das von dunklen Tannen und sanften Hügeln eingerahmt wird — die Quintessenz der Schwarzwald-Romantik. Der Gletschersee auf 845 Metern Höhe entstand in der letzten Eiszeit und begeistert seit über 150 Jahren Besucher mit seinem klaren Wasser und der märchenhaften Umgebung. Der Kurort Titisee-Neustadt am Nordufer ist das touristische Zentrum des Hochschwarzwaldes und bekannt für seine Seepromenade mit Souvenirläden, in denen die berühmten Schwarzwälder Kuckucksuhren in allen Größen und Varianten angeboten werden — vom handgeschnitzten Original bis zur modernen Designuhr. Der Feldberg (1.493 m) — höchster Berg des Schwarzwaldes — ist nur 15 Minuten entfernt und bietet im Winter das größte Skigebiet der Region mit Blick bis zu den Alpen und im Sommer Panoramawanderungen über blühende Bergwiesen. Die Wutachschlucht — Deutschlands "Grand Canyon" — liegt eine halbe Stunde östlich und beeindruckt mit einer 30 km langen, wildromantischen Schlucht. Die Badische Weinstraße und die Schwarzwald-Hochstraße erschließen die Region für Genussfahrer, während der Schluchsee — der größte See des Schwarzwaldes — nur 10 Minuten weiter südlich zum Schwimmen, Segeln und Tauchen einlädt. Die Schwarzwälder Kirschtorte, Schinken und der Kirschwasser-Brand sind kulinarische Ikonen, die hier noch handwerklich hergestellt werden.

SeeSchwarzwaldKuckucksuhr

Walchensee

Der Walchensee wird oft als die "Karibik Bayerns" bezeichnet — und tatsächlich leuchtet das Wasser dieses Gebirgssees in einem unwirklichen Türkisblau, das man eher in der Südsee als in den Bayerischen Alpen erwarten würde. Mit einer Tiefe von bis zu 190 Metern ist er einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands und liegt auf 800 Metern Höhe eingebettet zwischen den Gipfeln des Karwendel- und Estergebirges. Die Farbe des Walchensees entsteht durch das extrem klare, kalkhaltige Gletscherwasser und die Tiefe des Sees — ein Phänomen, das Fotografen und Naturliebhaber aus ganz Europa anzieht. Der Herzogstand (1.731 m) und der Jochberg (1.565 m) bieten spektakuläre Panoramawanderungen mit Blick auf den türkisfarbenen See und die gesamte Alpenkette. Die Seilbahn auf den Herzogstand befördert Wanderer in nur wenigen Minuten auf 1.600 Meter und eröffnet eine der schönsten Grattouren der Bayerischen Alpen: den Panoramaweg zum Heimgarten (1.790 m), mit Tiefblicken auf Walchensee und Kochelsee gleichzeitig. Der Walchensee ist eines der besten Surf- und Kitereviere der deutschen Alpen — der thermische Südwind bläst zuverlässig an Sommernachmittagen. Das historische Walchensee-Kraftwerk von Oskar von Miller (1924) war bei seiner Eröffnung das größte Speicherkraftwerk der Welt und ist heute ein Industriedenkmal.

TürkisBergseeSurfen

Inseln

Amrum

Amrum, die kleinste der drei nordfriesischen Hauptinseln, besitzt mit dem Kniepsand einen der breitesten Sandstrände Europas — bis zu anderthalb Kilometer erstreckt sich der feine, weiße Sand zwischen Dünen und Nordsee, sodass selbst in der Hochsaison ein Gefühl von Weite und Einsamkeit bleibt. Die Insel gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und ist ein Paradies für Naturliebhaber und Ruhesuchende. Fünf Dörfer prägen das Inselleben: Wittdün im Süden mit dem Fähranleger, Nebel mit seiner romanischen Seefahrerkirche St. Clemens aus dem 13. Jahrhundert und dem stimmungsvollen Friedhof der Namenlosen, wo angespülte unbekannte Seemannsleichen begraben liegen, sowie Norddorf im Norden als Ausgangspunkt für Dünenwanderungen. Die friesischen Häuser mit ihren Reetdächern und blühenden Vorgärten verbreiten eine zeitlose Gemütlichkeit. Der Leuchtturm von Amrum, mit 63 Metern der höchste an der deutschen Nordseeküste, bietet eine atemberaubende Aussicht über die gesamte Insel, das Wattenmeer und bei klarer Sicht bis nach Sylt und Föhr. Die Amrumer Dünen im Inselnorden bilden eine einzigartige Dünenlandschaft mit seltenen Orchideen und Kreuzkröten. Wattwanderungen nach Föhr (ca. 2 Stunden) sind ein besonderes Erlebnis. Die Insel ist weitgehend autofrei und lässt sich am besten per Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Frischer Krabbenbrötchen am Hafen und Friesentorte mit Sahne und Pflaumenmus gehören zum Amrum-Erlebnis.

NordseeStrandNatur

Borkum

Borkum ist die größte und westlichste der Ostfriesischen Inseln und liegt rund 30 Kilometer vor der niedersächsischen Küste im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Mit 31 Quadratkilometern Fläche, 26 Kilometern Strand und dem Reizklima der offenen Nordsee ist Borkum ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad, das seit über 180 Jahren Kurgäste und Erholungssuchende anzieht. Die Insel bietet drei verschiedene Strandtypen: Der Nordstrand mit seiner gewaltigen Brandung ist ideal für Surfer und Wellenreiter, der Südstrand am Wattenmeer eignet sich perfekt für Familien mit Kindern, und die FKK-Strände bieten naturverbundene Badefreuden. Das Hochseeklima mit pollenarmem, jodreichem Aerosol ist besonders heilsam für Atemwegserkrankungen und Allergiker. Drei historische Leuchttürme prägen die Silhouette Borkums: Der Alte Leuchtturm von 1576, der Kleine und der Neue Leuchtturm bieten Aussichtsplattformen mit Panoramablick über Insel und Meer. Die Inselbahn verbindet den Fähranleger mit dem Ortskern und gehört zu den Wahrzeichen der Insel. Das Nordsee Aquarium, das Heimatmuseum und geführte Wattwanderungen zu Seehundbänken und Muschelbänken bringen Besuchern das Oekosystem Wattenmeer nahe. Borkums autofreier Charakter — der Verkehr beschränkt sich auf Fahrräder, Pferdetaxis und die Inselbahn — sorgt für entspannte Entschleunigung. Frischer Nordseefisch, ostfriesischer Tee mit Kluntje und Sahne sowie Krabbenbrötchen am Hafen prägen das kulinarische Inselerlebnis.

NordseeHeilbadStrand

Fehmarn

Fehmarn, Deutschlands drittgrößte Insel, liegt in der westlichen Ostsee und ist über die eindrucksvolle Fehmarnsundbrücke mit dem Festland verbunden — eine der meistfotografierten Brücken Norddeutschlands. Mit über 2.200 Sonnenstunden im Jahr ist Fehmarn eine der sonnenreichsten Regionen Deutschlands und trägt den Beinamen Sonneninsel. Die Insel bietet auf 185 Quadratkilometern eine erstaunliche Vielfalt an Küstenlandschaften: Im Süden locken feine Sandstrände wie der Südstrand und der Strand von Meeschendorf, ideal für Familien. Die Nordküste mit ihren Naturstränden und Steilufern ist wilder und ursprünglicher. Besonders beeindruckend ist das Wallnaür Vogelschutzgebiet im Westen, wo Tausende Zugvögel rasten und brüten — ein NABU-Reservat mit Beobachtungsständen und geführten Touren. Burg auf Fehmarn, der Hauptort der Insel, überrascht mit einer hübschen Altstadt und der St.-Nikolai-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Das Meereszentrum Fehmarn beherbergt eines der größten Schauaquarien Deutschlands mit Haien, Rochen und tropischen Fischen. Fehmarn ist eines der besten Surf- und Kitesurf-Reviere der Ostsee: Gold bei Lemkenhafen und Wulfen bieten bei Westwind perfekte Bedingungen. Das jährliche Surf Festival zieht die Szene aus ganz Europa an. Das Galileo-Wissenscenter und der Seebrücke Heiligenhafen am nahen Festland ergänzen das Ausflugsangebot. Mit dem geplanten Fehmarnbelttunnel nach Dänemark wird die Insel künftig zum Tor nach Skandinavien.

OstseeSurfenStrand

Föhr

Föhr, die zweitgrößte nordfriesische Insel, wird liebevoll die grüne Insel genannt und unterscheidet sich mit ihren saftigen Wiesen, alten Baumalleen und beschaulichen Friesendörfern deutlich von den sandigen Nachbarinseln Sylt und Amrum. Die geschützte Lage im Windschatten von Amrum und den Halligen beschert Föhr ein überraschend mildes Klima und eine artenreiche Vegetation. Die 15 Kilometer Sandstrand an der Südseite der Insel fallen flach ins Wasser ab und sind damit ideal für Familien mit Kindern. Das Wattenmeer vor Föhr, UNESCO-Weltnaturerbe, offenbart bei Ebbe seine faszinierende Welt aus Prielen, Muschelbänken und Wattwürmern. Geführte Wattwanderungen zur Nachbarinsel Amrum gehören zu den unvergesslichsten Erlebnissen. Die Halligen Langeness und Oland sind per Wattwanderung oder Fähre erreichbar. Wyk auf Föhr, der einzige Ort mit Stadtrecht auf der Insel, wurde bereits 1819 zum Seebad erklärt und bewahrt mit seiner Strandpromenade, den bunten Badekabinen und dem historischen Kurpark den Charme eines klassischen Nordseebades. Das Friesenmuseum zeigt die Kultur der Inselfriesen, während die sprechenden Grabsteine auf den Friedhöfen von Süderende und Nieblum ganze Lebensgeschichten von Walfängern und Kapitänen erzählen. Nieblum gilt mit seinen reetgedeckten Kapitänshäusern als eines der schönsten Dörfer Norddeutschlands. Die friesische Küche bietet Grönkohlessen im Winter, fangfrische Krabben und die traditionelle Friesentorte mit Pflaumenmus und Sahne.

NordseeFamilieFriesland

Helgoland

Helgoland, Deutschlands einzige Hochseeinsel, ragt 48 Kilometer vor der Küste als roter Buntsandsteinfelsen aus der Nordsee und bietet ein Naturerlebnis, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Das markante Wahrzeichen ist die Lange Anna, ein 47 Meter hoher freistehender Felsturm an der Nordwestspitze, der Wind und Wellen seit Jahrhunderten trotzt und das meistfotografierte Motiv der Insel ist. Das Oberland auf dem Felsplateau und das Unterland am Fuß der Klippen bilden die Hauptinsel, während die vorgelagerte Düne — einst mit der Hauptinsel verbunden — mit feinen Sandstränden, klarem Wasser und einer Kegelrobbenkolonie lockt. Zwischen November und Februar kommen hier Hunderte Robbenbabys zur Welt, die sich aus nächster Nähe beobachten lassen. Im Frühsommer nisten Tausende Bassöltölpel, Tordalke und Dreizehenmöwen in den roten Klippen — Deutschlands einziger Vogelfelsenkolonie. Helgoland ist zollfrei, was den Einkauf von Parfüm, Spirituosen und Zigaretten besonders günstig macht. Die Insel ist komplett autofrei und lässt sich in einer Stunde umrunden. Die Hummerbuden am Hafen, kleine bunte Holzhütten, beherbergen heute Restaurants und Galerieen und sind der gesellige Treffpunkt der Insel. Das James-Kruss-Museum erinnert an den berühmten Kinderbuchautor, der auf Helgoland aufwuchs. Die Überfahrt von Cuxhaven oder Hamburg mit den Seebädern-Schiffen dauert zwischen zweieinhalb und vier Stunden und ist bereits Teil des Abenteürs.

HochseeinselLange AnnaRobben

Hiddensee

Hiddensee ist eine schmale, autofreie Insel westlich von Rügen und gilt seit über hundert Jahren als Sehnsuchtsort für Künstler, Dichter und Ruhesuchende. Thomas Mann, Gerhart Hauptmann, Asta Nielsen und Albert Einstein verbrachten ihre Sommer auf dieser magischen Insel, die bis heute nichts von ihrer besonderen Ausstrahlung verloren hat. Hiddensee wird liebevoll „dat söte Länneken" (das süße Ländchen) genannt und verzaubert mit einer Landschaft, die in ihrer Vielfalt auf gerade einmal 17 Quadratkilometern kaum zu übertreffen ist. Die Insel gliedert sich in drei völlig unterschiedliche Abschnitte: Im Norden ragt der Dornbusch mit seinen bis zu 72 Meter hohen Steilklippen empor, gekrönt vom Leuchtturm, der einen der schönsten Ausblicke der gesamten Ostseeküste bietet. In der Mitte liegt die flache, windumtoste Dünenheide mit Heideflächen und dem malerischen Fischerort Vitte. Im Süden erstreckt sich der Gellen, eine sandige Landzunge, die ein wichtiges Vogelschutzgebiet beherbergt und im Herbst zum Rastplatz für tausende Kraniche wird. Hiddensee ist komplett autofrei – auf der Insel bewegt man sich zu Fuß, per Fahrrad oder mit der Pferdekutsche. Diese Stille hat seit jeher Künstler angezogen, und das kulturelle Erbe ist auf der kleinen Insel erstaunlich reich: Das Gerhart-Hauptmann-Haus in Kloster ist heute Museum, die Inselkirche besitzt einen einzigartigen Altar, und in den Galerien der Insel werden regelmäßig Ausstellungen gezeigt. Die Anreise erfolgt per Fähre ab Schaprode auf Rügen oder ab Stralsund. Hiddensee ist ein Ort, der seine Besucher verändert – wer einmal hier war, kommt wieder.

OstseeAutofreiKünstlerinsel

Insel Poel

Insel Poel ist Mecklenburgs einzige Ostseeinsel und ein ruhiges Naturparadies in der Wismarbucht. Über einen Damm mit dem Festland verbunden, bietet die kleine Insel kilometerlange Sandstrände, unberührte Salzwiesen und eine entschleunigte Atmosphäre fernab vom Massentourismus. Der Hauptort Kirchdorf mit seinem Hafen und die naturbelassenen Strände von Timmendorf und Gollwitz machen Poel zum Geheimtipp für Ruhesuchende.

OstseeInselRuhig

Juist

Juist ist die schmalste der Ostfriesischen Inseln und ein wahres Paradies für alle, die dem Trubel des Alltags entfliehen möchten. Was diese 17 Kilometer lange Insel so besonders macht: Hier gibt es keine Autos. Stattdessen bestimmen Pferdekutschen, Fahrräder und die eigenen Füße das Tempo. Der endlos wirkende Sandstrand an der Nordseite der Insel ist einer der schönsten an der gesamten deutschen Nordseeküste und bietet selbst in der Hochsaison genügend Platz für ungestörte Strandtage. Das Wattenmeer vor Juist gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und offenbart bei Ebbe eine faszinierende Welt aus Prielen, Muschelbänken und Wattwürmern. Geführte Wattwanderungen sind ein absolutes Muss und begeistern Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Der Hammersee, Deutschlands einziger Süßwassersee auf einer Nordseeinsel, liegt malerisch eingebettet in die Dünenlandschaft und ist Heimat zahlreicher Vogelarten. Die Insel hat sich bewusst gegen den Massentourismus entschieden und setzt auf Nachhaltigkeit und Entschleunigung. Die Anreise nach Juist ist bereits ein Erlebnis: Die Fähre ab Norddeich-Mole fährt nur bei Flut und braucht rund zwei Stunden – eine natürliche Entschleunigung, die den Urlaubsmodus sofort einschaltet. Das autofreie Konzept macht Juist besonders attraktiv für Familien mit kleinen Kindern, die hier gefahrlos die Freiheit genießen können. Im Ortskern finden sich gemütliche Cafés, kleine Boutiquen und hervorragende Fischrestaurants. Abends wird es auf Juist wunderbar still, und der Sternenhimmel über der Insel ist dank fehlender Lichtverschmutzung spektakulär.

NordseeAutofreiOstfriesische Inseln

Langeoog

Langeoog, die „lange Insel", ist mit ihren 14 Kilometern Sandstrand, den beeindruckenden Dünenlandschaften und dem autofreien Charme eines der beliebtesten Urlaubsziele an der niedersächsischen Nordseeküste. Die Insel vereint auf kompakte Weise alles, was einen perfekten Nordseeurlaub ausmacht: breite Sandstrände, eine intakte Natur im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und einen gemütlichen Ortskern mit dem unverwechselbaren Charakter einer ostfriesischen Insel. Was Langeoog von den anderen Ostfriesischen Inseln unterscheidet, ist die Inselbahn – die historische Schmalspurbahn bringt die Urlauber vom Fähranleger direkt ins Dorf und ist schon für sich genommen ein Erlebnis, besonders für Kinder. Die höchste Erhebung der Insel, die Melkhörndüne mit 20 Metern, bietet einen fantastischen Rundumblick über Strand, Watt und Meer. Die Dünenlandschaften im Osten der Insel sind nahezu unberührt und Heimat seltener Pflanzen und Vögel. Das Inseldorf hat sich seinen gemütlichen Charakter bewahrt: Kleine Geschäfte, Cafés mit selbstgebackenem Kuchen und urige Restaurants prägen das Straßenbild. Der Wasserturm, Wahrzeichen der Insel, beherbergt ein kleines Museum und bietet von der Aussichtsplattform einen herrlichen Blick über die gesamte Insel. Langeoog ist besonders bei Familien beliebt, denn neben dem sicheren, bewachten Strand gibt es ein Meerwasser-Erlebnisbad, einen Abenteuerspielplatz in den Dünen und zahlreiche Veranstaltungen für Kinder. Die Anreise erfolgt per Fähre ab Bensersiel, die ganzjährig mehrmals täglich verkehrt.

NordseeAutofreiOstfriesische Inseln

Mainau

Die Blumeninsel Mainau im Bodensee ist ein 45 Hektar großes Gartenparadies, das dank des milden Bodenseeklimas eine subtropische Pflanzenpracht beherbergt, wie sie in Deutschland einzigartig ist. Die Insel gehört der Lennart-Bernadotte-Stiftung und wird von der schwedisch-deutschen Adelsfamilie Bernadotte seit 1932 als botanisches Juwel gepflegt. Von März bis Oktober entfaltet sich auf der Mainau ein ständig wechselndes Blütenschauspiel: Im Frühling blühen über eine Million Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, gefolgt von 500 Rhododendron-Sorten im Mai. Der Sommer gehört dem Rosengarten mit 1.200 Sorten und der Italienischen Blumen-Wassertreppe. Im Herbst präsentieren sich über 12.000 Dahlien in der spektakulären Dahlienschau. Das barocke Deutschordensschloss und die Schlosskirche St. Marien bilden das architektonische Zentrum der Insel. Das Schmetterlingshaus — eines der größten Deutschlands — beherbergt rund 120 tropische Arten, die zwischen exotischen Pflanzen und Wasserfällen flattern. Der Bauernhof mit Streichelzoo, der Abenteürplatz und die Zwergburg machen die Mainau zum Familienparadies. Die Insel ist über eine Brücke vom Festland bei Konstanz oder per Schiff von Meersburg, Überlingen und Konstanz erreichbar. Mammutbäume, Palmen, Zitrusfrüchte und ein Arboretum mit seltenen Baumarten aus aller Welt verleihen der Mainau ein mediterranes Flair. Ob Gartenliebhaber, Naturfreund oder Familie — die Mainau ist ein Ort der Schönheit und Inspiration am Bodensee.

BlumeninselBodenseeGarten

Norderney

Norderney, die zweitgrößte der Ostfriesischen Inseln, verbindet mondänes Nordseebad-Flair mit wilder, unberührter Natur und gehört zu den ältesten Seebädern Deutschlands — bereits seit 1797 kommen Gäste zur Kur und Erholung. Die Insel erstreckt sich über 14 Kilometer Länge, wobei nur der westliche Teil besiedelt ist; der größere Ostteil gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und ist Rückzugsgebiet für Robben, Vögel und seltene Pflanzen. Das Stadtbild von Norderney überrascht mit einer eleganten Kurarchitektur aus dem 19. Jahrhundert: Das Conversationshaus (heute Veranstaltungszentrum), die weiße Wandelhalle und die repräsentativen Badehotels zeugen von der glanzvollen Vergangenheit als königliches Seebad Hannovers. Die Milchbar auf der Strandpromenade ist ein ikonischer Ort mit Panoramafenstern direkt über den Wellen. Die Nordseite der Insel bietet einen 14 Kilometer langen weißen Sandstrand, der zum Baden, Surfen und Kitesurfen einlädt. Der Leuchtturm Norderney (54 m) ist seit 1874 in Betrieb und bietet von seiner Aussichtsplattform einen Rundblick über die gesamte Insel und das Wattenmeer. Wattwanderungen zur Nachbarinsel Baltrum gehören zu den beliebtesten Aktivitäten. Die Insel ist autofrei im touristischen Bereich — Fahrräder sind das bevorzugte Fortbewegungsmittel. Ostfriesische Teezeremonien mit Kluntje und Sahne sowie frischer Nordseefisch in den Hafenrestaurants prägen die kulinarische Seite.

NordseeThalassoWattenmeer

Pellworm

Pellworm ist die grüne Insel im nordfriesischen Wattenmeer und einer der entspanntesten Orte Deutschlands. Die autoarme Insel liegt unterhalb des Meeresspiegels, geschützt durch einen Ring aus Deichen, und bietet absolute Ruhe, Vogelbeobachtung und das UNESCO-Welterbe Wattenmeer direkt vor der Haustür. Mit nur 1.100 Einwohnern und null Ampeln ist Pellworm das perfekte Gegenmittel zum Alltagsstress — hier bestimmen Ebbe und Flut den Tagesrhythmus.

WattenmeerUNESCOInsel

Reichenau

Die Insel Reichenau im westlichen Bodensee ist ein UNESCO-Welterbe und die größte Insel im Bodensee. Drei romanische Kirchen aus dem 9. bis 11. Jahrhundert mit einzigartigen karolingischen und ottonischen Wandmalereien zeugen von der einstigen Bedeutung des Benediktinerklosters, das im Mittelalter eines der wichtigsten geistigen Zentren Europas war. Deutsche Kultur- und Naturliebhaber schätzen die Kombination aus sakraler Kunstgeschichte und idyllischer Gemüseinsel-Atmosphäre: Die fruchtbaren Böden der Reichenau bringen seit Jahrhunderten erstklassiges Gemüse hervor, und die Gewächshäuser und Felder prägen das Bild der flachen Insel. Über einen Damm mit einer wunderschönen Pappelallee ist die Reichenau mit dem Festland verbunden. Der Kräutergarten nach historischem Vorbild des Mönchs Walahfrid Strabo erinnert an die botanische Tradition des Klosters. Radwege und Uferpfade erschließen die beschauliche Insel, die eine wohltuende Entschleunigung vom Alltag bietet.

unescoklosterinselromanik

Rügen

Rügen ist mit 926 Quadratkilometern Deutschlands größte Insel und begeistert mit einer unvergleichlichen Vielfalt aus weißen Kreidefelsen, endlosen Sandstränden, verträumten Boddenlandschaften und eleganter Bäderarchitektur. Die Insel vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns ist über den Rügendamm und die imposante Rügenbrücke mit dem Festland bei Stralsund verbunden. Die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund sind das Wahrzeichen der Insel und ein UNESCO-Weltnaturerbe. Im Südosten lockt das Biosphärenreservat Südost-Rügen mit dem malerischen Mönchgut und seinen traditionellen Fischerdörfern. Kap Arkona an der Nordspitze beeindruckt mit seinen zwei Leuchttürme, dem slawischen Burgwall und dem Charme eines Endes der Welt. Die Seebadtradition auf Rügen reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Binz ist das größte Seebad mit prächtiger weißer Bäderarchitektur, einer 370 Meter langen Seebrücke und feinem Sandstrand. Sellin bezaubert mit der wieder aufgebauten Seebrücke im historischen Stil, Göhren mit dem doppelten Strand zwischen Ostsee und Bodden. Der Rasende Roland, eine dampfbetriebene Schmalspurbahn, schnauft seit 1895 zwischen Putbus und Göhren durch die Insellandschaft. Prora, die gigantische und nie fertiggestellte NS-Ferienanlage, ist ein eindrucksvolles Zeitdokument. Frisch geräucherter Fisch, Sanddornprodukte und die rügensche Boddenfischerei prägen die kulinarische Identität der Insel.

KreidefelsenOstseeStrand

Spiekeroog

Spiekeroog ist die ruhigste und naturbelassenste der bewohnten Ostfriesischen Inseln – ein Ort, an dem die Zeit stehenzubleiben scheint. Die autofreie Insel beherbergt nur rund 800 Einwohner und verzichtet bewusst auf jeglichen Massentourismus. Stattdessen erwartet Besucher eine Insel von atemberaubender natürlicher Schönheit: alte Dünenlandschaften, die zu den höchsten der Ostfriesischen Inseln gehören, ein 15 Kilometer langer Sandstrand und eine Artenvielfalt, die ihresgleichen sucht. Der alte Dorfkern von Spiekeroog ist eine Augenweide: Backsteinkirchen aus dem 17. Jahrhundert, reetgedeckte Friesenhäuser und verwinkelte Gassen bilden ein Ensemble, das seinen historischen Charakter über die Jahrhunderte bewahrt hat. Die Alte Inselkirche von 1696 ist die älteste erhaltene Kirche auf den Ostfriesischen Inseln und beherbergt Kunstschätze, die von gestrandeten Schiffen stammen. Das Inselmuseum erzählt die faszinierende Geschichte der Seefahrt, der Strandungen und des Insellebens. Was Spiekeroog besonders auszeichnet, ist das Fehlen jeglicher Hektik. Hier gibt es keine Strandpromenade mit Buden, keine Diskotheken und keinen Autoverkehr. Stattdessen findet man Ruhe, saubere Luft und das heilsame Reizklima der Nordsee. Für Familien ist die Insel ideal: Der flache, bewachte Strand lädt zum Burgenbauen ein, die Nationalpark-Ranger bieten faszinierende Führungen durch Watt und Dünen, und im Inseldorf gibt es genug Abwechslung für regnerische Tage. Die Fähre ab Neuharlingersiel braucht knapp eine Stunde.

NordseeAutofreiOstfriesische Inseln

Sylt

Sylt ist Deutschlands nördlichste Insel und legendäres Sehnsuchtsziel an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Über den 11 Kilometer langen Hindenburgdamm mit dem Festland verbunden, erstreckt sich die schmale Insel auf 99 Quadratkilometern zwischen Wattenmeer und offener Nordsee. Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer umgibt Sylt und bietet bei Ebbe geführte Wattwanderungen zu Seehundbänken und Austernriffs. Die Insel vereint raü Naturgewalt mit elegantem Lifestyle. Rund 40 Kilometer feinsandiger Strand erstrecken sich von List im Norden bis Hörnum im Süden. Das Rote Kliff bei Kampen leuchtet im Sonnenuntergang spektakulär, während die Wanderdünen bei List zu den größten Europas zählen. Westerland ist das lebhafte Zentrum mit Strandpromenade, Spielbank und Shoppingmeile, Kampen das mondäne Dorf mit Reetdachhäusern und der legendären Whiskymeile. Surfer finden an der Westseite erstklassige Wellenbedingungen, während die ruhigere Wattseite ideal zum Kitesurfen und Stand-Up-Paddling ist. Radfahrer erschließen die Insel auf über 200 Kilometern Radwegen durch Heide, Dünen und entlang der Küste. Kulinarisch glänzt Sylt mit Sternerestaurants, frischen Austern aus der List-Königshafener Zucht, Krabbenbrötchen und regionaler Nordsee-Küche. Ob Wellnessurlaub in luxuriösen Spas, Naturerlebnis im Weltnaturerbe oder kulturelle Entdeckungen — Sylt bietet das ganze Jahr über ein unvergleichliches Inselerlebnis.

NordseeStrandLuxus

Usedom

Usedom ist Deutschlands zweitgrößte Insel und trägt den Beinamen Sonneninsel, denn mit durchschnittlich über 1.900 Sonnenstunden pro Jahr ist sie der sonnenreichste Ort der Bundesrepublik. Die Ostseeinsel erstreckt sich über 445 Quadratkilometer zwischen dem Peenestrom und der Pommerschen Bucht, wobei der östliche Zipfel um Swinoujscie zu Polen gehört. Die beeindruckende Küste bietet 42 Kilometer feinsandigen, weißen Strand, gesäumt von den eleganten Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Die prachtvolle Bäderarchitektur aus der Gründerzeit mit ihren Villen, Seebrücken und Promenaden erinnert an die glamouröse Vergangenheit als Badewanne Berlins im 19. Jahrhundert. Die Seebrücke Ahlbeck ist die älteste Deutschlands und ein ikonisches Fotomotiv. Abseits der Bäder überrascht Usedom mit einer überraschend vielfältigen Natur: Das Achterwasser, ein flaches Haff im Inselinneren, bietet ruhige Gewässer für Segler und Paddler. Der Naturpark Insel Usedom schützt Salzwiesen, Küstenwäldern und seltene Vogelarten. Die Schwanenkolonie am Gothensee und der Peenemüsischer Haken sind Geheimtipps für Naturbeobachter. Kulinarisch verwöht die Insel mit frisch geräuchertem Ostseefisch, Sanddornspezialitäten und regionaler Küche. Das Historisch-Technische Museum Peenemünde dokumentiert die Raketenforschung des 20. Jahrhunderts. Usedom verbindet entspannten Strandurlaub mit Natur, Geschichte und kulinarischen Genüssen.

OstseeStrandSonne

Wangerooge

Wangerooge ist die östlichste und zweitkleinste der bewohnten Ostfriesischen Inseln und überrascht mit einem ganz eigenen Charakter. Während die anderen Inseln dem Landkreis Aurich oder Wittmund angehören, ist Wangerooge politisch Teil der Stadt Wilhelmshaven – und dieses Detail spiegelt sich in einer ungewöhnlichen Mischung aus Inseltradition und festländischer Pragmatik wider. Die autofreie Insel ist nur drei Kilometer breit und acht Kilometer lang, bietet aber einen wunderschönen Sandstrand und eine historisch reiche Vergangenheit. Das markanteste Bauwerk der Insel ist der Alte Leuchtturm, der als Wahrzeichen über dem Westdorf thront und heute als Aussichtsturm dient. Von seiner Plattform hat man einen atemberaubenden 360-Grad-Blick über die gesamte Insel, das Wattenmeer und bei klarer Sicht bis zum Festland und den Nachbarinseln. Der Neue Leuchtturm an der Westspitze ist einer der jüngsten Leuchttürme Deutschlands und weist den Schiffen den Weg durch die Jade-Mündung in den Jadebusen. Wangerooge hat eine bewegte Geschichte: Die Insel wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach von Sturmfluten verwüstet, und das Dorf musste dreimal verlegt werden. Diese Geschichte wird im Inselmuseum lebendig erzählt. Besonders sehenswert ist die Rosengarten-Promenade entlang der Südseite mit Blick auf das Wattenmeer. Die Anreise ab Harlesiel mit der Fähre dauert rund 90 Minuten, anschließend bringt die Inselbahn die Gäste ins Dorf. Wangerooge ist ideal für Familien und Ruhesuchende, die das authentische Inselerlebnis suchen.

NordseeAutofreiOstfriesische Inseln

Strände

Baabe

Baabe ist ein beschauliches Ostseebad auf der Halbinsel Mönchgut im Südosten Rügens. Der familienfreundliche Ort besticht durch seinen feinsandigen, flach abfallenden Strand und die typische Rügener Bäderarchitektur. Zwischen den mondäneren Nachbarorten Sellin und Göhren gelegen, bietet Baabe die perfekte Mischung aus Ruhe, Strandvergnügen und der Möglichkeit, Rügens Sehenswürdigkeiten per Rasender Roland zu entdecken.

OstseeRügenMönchgut

Boltenhagen

Boltenhagen ist das älteste Seebad Mecklenburgs und liegt an der westlichen Ostseeküste zwischen Lübecker und Wismarbucht. Das Ostseeheilbad besticht durch seine Steilküste, den weißen Sandstrand und eine charmante Mischung aus Bäderarchitektur und maritimer Gemütlichkeit. Die geschützte Lage sorgt für besonders ruhiges Wasser — ideal für Familien mit kleinen Kindern.

OstseeSteilküsteFamilien

Dahme

Dahme ist ein beschauliches Ostseebad an der Lübecker Bucht mit einem der breitesten Sandstrände Schleswig-Holsteins. Das kleine Ferienörtchen besticht durch seine ruhige, familienfreundliche Atmosphäre und die spektakuläre Steilküste mit dem Leuchtturm Dahmeshöved. Die Naturstrände sind weitläufig und nie überfüllt, was Dahme zum perfekten Geheimtipp für alle macht, die dem Trubel der bekannten Ostseebäder entfliehen wollen.

OstseeGeheimtippStrand

Damp

Damp an der Eckernförder Bucht ist ein modernes Ferienresort an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste mit einer einzigartigen Mischung aus Strandurlaub, Yachthafen und Wellness. Das Ostsee Resort Damp bietet einen 4 km langen Sandstrand, eine Marina mit 400 Liegeplätzen und die Entdeckerbad-Therme. Die Lage zwischen Eckernförde und Kappeln am Eingang zur Schlei macht Damp zum idealen Ausgangspunkt für Segler und Kultururlauber.

OstseeResortSegeln

Graal-Müritz

Graal-Müritz ist das größte Seeheilbad ohne Seebrücke an der deutschen Ostseeküste und liegt dort, wo der Darß in die Rostocker Heide übergeht. Der Ort ist umgeben von einem der größten zusammenhängenden Küstenwälder Deutschlands und bietet einen breiten, naturbelassenen Strand mit feinem Sand. Besonders die heilsame Kombination aus Seeluft, Waldklima und jodhaltigem Ostseewasser macht den Ort zum idealen Ziel für Erholungssuchende.

OstseeSeeheilbadKüstenwald

Grömitz

Grömitz ist eines der beliebtesten Familien-Ostseebäder Schleswig-Holsteins und begeistert mit einem acht Kilometer langen, feinsandigen Strand, einer der längsten Seebrücken Deutschlands und einem Freizeitangebot, das für Familien kaum Wünsche offenlässt. Der Ort an der Lübecker Bucht hat sich seinen gemütlichen Charme bewahrt und bietet die perfekte Mischung aus Strandurlaub, Natur und familienfreundlichen Attraktionen. Die Seebrücke von Grömitz erstreckt sich 398 Meter weit in die Ostsee und ist damit eine der längsten an der gesamten deutschen Ostseeküste. Am Ende der Brücke thront ein markanter Turm, von dem aus man einen weiten Blick über die Bucht genießt. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist die Seebrücke ein magischer Ort, der zum Verweilen und Fotografieren einlädt. Das Highlight für Familien ist der Zoo Arche Noah, ein liebevoll gestalteter Tierpark mit über 300 Tieren aus aller Welt, der sich auf bedrohte Arten spezialisiert hat. Affen, Erdmännchen, Kängurus und tropische Vögel lassen Kinderaugen leuchten. Direkt am Strand liegt das Grömitzer Welle, ein modernes Erlebnisbad mit Rutschen, Wellenbecken und Saunalandschaft, das auch bei Regenwetter für Badespaß sorgt. Die Lensterstrand-Promenade verbindet Grömitz mit dem Nachbarort Lenste und eignet sich hervorragend für ausgedehnte Strandspaziergänge und Radtouren. Das Hinterland der Holsteinischen Schweiz mit ihren sanften Hügeln und klaren Seen ist nur wenige Kilometer entfernt und bietet Abwechslung zum Strandprogramm. Grömitz ist von Hamburg aus in etwa anderthalb Stunden erreichbar und bietet eine große Auswahl an Ferienwohnungen und Ferienhäusern, die besonders für Familien ideal sind. Die Hauptsaison erstreckt sich von Juni bis September, aber auch der Frühling mit seinen langen, hellen Abenden am Strand hat seinen besonderen Reiz.

OstseeFamilieSeebrücke

Haffkrug

Haffkrug ist das älteste Seebad der Lübecker Bucht und ein charmantes Fischerdorf mit authentischem Ostsee-Flair. Der Ort liegt direkt neben dem bekannteren Scharbeutz, bietet aber eine deutlich ruhigere Atmosphäre. Die historische Seebrücke, der kleine Fischerhafen und der breite Naturstrand machen Haffkrug zum perfekten Ort für einen entspannten Familienurlaub an der Ostsee ohne den Rummel der großen Seebäder.

OstseeFischerdorfStrand

Heringsdorf

Heringsdorf ist das mondänste der drei Kaiserbäder auf Usedom und trägt seinen Beinamen „Nizza des Nordens" zu Recht. Die prachtvolle Bäderarchitektur mit weißen Villen, die längste Seebrücke Deutschlands (508 Meter) und der feine Sandstrand machen den Ort zum Inbegriff eleganter Ostsee-Sommerfrische. Seit über 150 Jahren erholen sich hier Gäste — von Kaiser Wilhelm II. bis zu heutigen Strandurlaubern.

OstseeUsedomKaiserbad

Hohwacht

Hohwacht liegt an der gleichnamigen Bucht zwischen Kiel und Fehmarn und ist ein ruhiges, elegantes Ostseebad mit einem der schönsten Strandabschnitte Schleswig-Holsteins. Das Highlight ist die Flunder — eine spektakuläre, architektonisch einzigartige Aussichtsplattform, die weit über das Meer hinausragt. Die Hohwachter Bucht ist flach und sandig, ideal für Familien, und die Steilküste bietet dramatische Ausblicke auf die Ostsee.

OstseeSteilküsteFlunder

Kampen

Kampen ist der exklusivste Ort auf Sylt und einer der teuersten Wohnorte Deutschlands. Die reetgedeckten Friesenhäuser, das legendäre Rote Kliff und die Whiskymeile mit ihren Promi-Bars machen Kampen zum Inbegriff norddeutschen Luxus. Das bis zu 30 Meter hohe Rote Kliff ist eines der beeindruckendsten Naturschauspiele der deutschen Nordseeküste und leuchtet im Sonnenuntergang in spektakulären Rottönen.

SyltLuxusRotes Kliff

List auf Sylt

List ist der nördlichste Ort Deutschlands und liegt an der Nordspitze von Sylt, umgeben von den Wanderdünen des Listlandes. Der Hafen ist Ausgangspunkt für Fährverbindungen nach Dänemark und Robbensafaris. Die Lister Ellenbogen — eine private Dünenlandschaft — ist einer der wildesten und einsamsten Strände Deutschlands. Die Sylter Royal Austern werden in den Lister Austernbänken direkt vor der Küste gezüchtet.

SyltNördlichster PunktAustern

Prerow

Prerow auf dem Darß ist ein idyllisches Ostseebad mit einem der breitesten Naturstrände Deutschlands. Der feinsandige Weststrand wurde mehrfach zu den schönsten Stränden Europas gewählt und liegt eingebettet zwischen urwüchsigem Darßwald und der offenen Ostsee. Das ehemalige Seefahrerdorf verbindet maritime Tradition mit naturnahem Tourismus und ist Ausgangspunkt für Wanderungen durch den einzigartigen Darßer Urwald.

OstseeDarßWeststrand

Rerik

Rerik ist ein kleines Ostseebad an der mecklenburgischen Küste, das zwischen offener Ostsee und dem ruhigen Salzhaff liegt. Die besondere Lage macht den Ort zum Paradies für Kitesurfer und Segler, während der breite Sandstrand Badeurlauber anzieht. Hinter Rerik erstreckt sich die mysteriöse Halbinsel Wustrow — eine gesperrte ehemalige Militäranlage mit Lost-Place-Atmosphäre, die vom Aussichtspunkt faszinierende Blicke bietet.

OstseeKitesurfenSalzhaff

Scharbeutz

Scharbeutz hat sich in den letzten Jahren vom verschlafenen Ostseebad zum modernsten Stranddorf der Lübecker Bucht gewandelt - mit einer spektakulär umgestalteten Strandpromenade, die Beachbar-Atmosphäre mit norddeutschem Flair verbindet. Der sechs Kilometer lange, breite Sandstrand gehört zu den schönsten an der gesamten schleswig-holsteinischen Ostseeküste und bietet Platz für Familien, Sportler und Erholungssuchende gleichermaßen. Die neue Dünenmeile, das Herzstück der Neugestaltung, ist eine moderne Flaniermeile direkt am Strand mit Restaurants, Bars und Shops in zeitgenössischer Architektur. Hier trifft norddeutsche Gelassenheit auf ein urbanes Lebensgefühl, das man so an der Ostsee selten findet. Die Beachlounge-Atmosphäre mit Sonnenliegen, Cocktails und Chill-out-Musik erinnert eher an Ibiza als an die Lübecker Bucht - und genau das macht den besonderen Reiz von Scharbeutz aus. Für Aktive bietet Scharbeutz ein breites Wassersportangebot: Stand-Up-Paddling, Kitesurfen, Segeln und Surfen sind direkt am Strand möglich. Die Ostsee-Therme, ein modernes Erlebnisbad mit großer Saunalandschaft und Außenbecken mit Meerblick, ist das perfekte Schlechtwetterprogramm. Der Hansa-Park in Sierksdorf, einer der größten Freizeitparks Deutschlands, liegt nur fünf Autominuten entfernt. Das Hinterland rund um Scharbeutz bietet sanfte Hügellandschaften, kleine Dörfer und Reiterhöfe, die zu Ausflügen einladen. Die Holsteinische Schweiz mit dem Großen Plöner See und dem Schloss Eutin ist nur eine halbe Stunde entfernt. Scharbeutz liegt zwischen Timmendorfer Strand und Grömitz und profitiert von der exzellenten Anbindung an Hamburg und Lübeck.

OstseeDünenmeileStrand

Sierksdorf

Sierksdorf an der Lübecker Bucht ist die Heimat des Hansa-Parks — Norddeutschlands größtem Freizeitpark direkt am Meer. Das kleine Ostseebad verbindet Strandurlaub mit Achterbahn-Action und ist damit ein einzigartiges Reiseziel für Familien. Der breite Sandstrand und die ruhige Wohnlage abseits des Parks bieten Entspannung, während der Hansa-Park mit über 125 Attraktionen für Adrenalin sorgt.

Hansa-ParkFreizeitparkOstsee

St. Peter-Ording

St. Peter-Ording ist Deutschlands einziges Seebad mit einer echten Sandbank - ein endloser, bis zu zwei Kilometer breiter Strand, der bei Ebbe eine fast unwirkliche Weite offenbart und zu Recht als einer der spektakulärsten Strände Europas gilt. Die ikonischen Pfahlbauten, die auf ihren hölzernen Stelzen über dem Sand zu schweben scheinen, sind das Wahrzeichen des Ortes und machen SPO, wie Fans den Ort liebevoll nennen, zu einem der fotogensten Küstenorte Deutschlands. Der Strand von St. Peter-Ording ist ein Phänomen für sich. Zwölf Kilometer lang und stellenweise so breit, dass man das Meer bei Ebbe kaum noch sieht, entfaltet er eine fast surreale Weite, die an die Sahara erinnert - nur mit Nordseewellen am Horizont. Die Pfahlbauten beherbergen Restaurants und Umkleidekabinen, die bei Flut vom Wasser umspült werden. Im Abschnitt Böhl parken sogar Autos direkt auf dem Strand - eine norddeutsche Tradition, die anderswo undenkbar wäre. SPO ist die Kitesurfer-Hauptstadt Deutschlands. Der konstante Nordseewind und die flachen Gewässer vor dem Strand bieten perfekte Bedingungen für Kitesurfen, Windsurfen und Strandsegeln. Die Surfweltcup-Etappe, die regelmäßig in SPO Station macht, verwandelt den Strand in eine internationale Sportarena. Aber auch für Nicht-Surfer bietet der Wind ein besonderes Erlebnis: Strandwanderungen gegen den frischen Nordseewind haben eine fast therapeutische Wirkung. Die Dünen-Therme ist ein Wellness-Paradies mit Schwefelsole aus eigener Quelle - SPO besitzt als eines der wenigen Nordseebäder ein Heilbad mit eigener Schwefelquelle. Die Salzwiesen und Dünenlandschaften rund um den Ort gehören zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, einem UNESCO-Weltnaturerbe, und bieten einzigartige Naturerlebnisse. Von Hamburg aus ist St. Peter-Ording in gut zwei Stunden erreichbar. Der Ort besteht aus vier Teilen - Ording, Bad, Dorf und Böhl - die sich über mehrere Kilometer erstrecken und jeweils ihren eigenen Charakter haben. Ferienhäuser und Ferienwohnungen dominieren die Unterkunftslandschaft und sind die ideale Wahl für einen entspannten Nordseeurlaub.

NordseePfahlbautenKitesurfen

Timmendorfer Strand

Timmendorfer Strand ist das Nobel-Ostseebad der Lübecker Bucht und seit Jahrzehnten eine der exklusivsten Strandadressen Deutschlands. Der Ort verströmt eine elegante Atmosphäre, die an die mondänen Seebäder der Jahrhundertwende erinnert, und zieht ein anspruchsvolles Publikum an, das gehobene Gastronomie, stilvolle Boutiquen und einen gepflegten Sandstrand zu schätzen weiß. Die Seebrücke ragt 220 Meter weit in die Ostsee hinaus und bietet bei klarer Sicht einen Blick bis nach Fehmarn. Die Strandpromenade ist das Herzstück des Ortes - ein breiter Flanierweg zwischen feinem Sandstrand und einer Reihe von Restaurants, Cafés und Hotels, die zum Verweilen einladen. Der Strand selbst ist breit, gepflegt und mit Strandkörben bestückt, die in den Sommermonaten das typische Ostsee-Postkartenmotiv abgeben. Familien schätzen die flach abfallenden Uferbereiche und die gute Infrastruktur mit Rettungsschwimmern, Spielplätzen und Wassersportangeboten. Das SEA LIFE Aquarium am Kurpark begeistert mit einem gläsernen Unterwassertunnel und über 2.500 Meerestieren. Gleich nebenan liegt der Vogelpark Niendorf, ein liebevoll gestalteter Park mit über 1.000 Vögeln in naturnah gestalteten Gehegen, der besonders für Familien ein Highlight ist. Das Brodtener Steilufer, eine eindrucksvolle Abbruchkante nördlich des Ortes, bietet spektakuläre Wanderungen hoch über der Ostsee. Timmendorfer Strand liegt nur 15 Minuten nördlich von Lübeck und ist von Hamburg aus in gut einer Stunde mit dem Auto oder Zug erreichbar. Die Saison erstreckt sich von Mai bis September, wobei der Ort dank seiner zahlreichen Wellness-Hotels und Indoor-Attraktionen auch in der Nebensaison Besucher anzieht. Besonders reizvoll sind die ruhigen Herbsttage, wenn der Wind über die leeren Strände fegt und die Restaurants ihre Muschel- und Fischgerichte servieren.

OstseeNobelseebadStrand

Travemünde

Travemünde ist das maritime Tor Lübecks und eines der ältesten und traditionsreichsten Seebäder Deutschlands. Seit 1802 lockt das Ostseebad an der Mündung der Trave Gäste an seinen breiten Sandstrand - und hat dabei eine Eleganz bewahrt, die an die goldene Ära der Sommerfrische erinnert. Die einzigartige Kombination aus Strandpromenade, Hafenflair, Fährbetrieb nach Skandinavien und historischer Bäderarchitektur macht Travemünde zu einem der vielseitigsten Küstenorte an der gesamten Ostsee. Die Strandpromenade ist das Herzstück des Ortes - ein breiter Boulevard zwischen feinem Sandstrand und einer Reihe eleganter Hotels, darunter das legendäre Maritim Strandhotel und das historische Casino. Der Strand selbst erstreckt sich über vier Kilometer und bietet alles, was das Ostsee-Herz begehrt: Strandkörbe, Volleyball-Felder, Wassersportverleih und eine sanfte Brandung, die zum Baden einlädt. Das Wahrzeichen Travemündes ist der Viermastbarke Passat, eines der letzten großen Frachtsegelschiffe der Welt, das seit 1960 als Museumsschiff im Hafen liegt. Die Begehung des mächtigen Windjammers ist ein Muss für jeden Besucher. Im Skandinavienkai legen regelmäßig die großen Fähren nach Schweden, Finnland und ins Baltikum ab - ein faszinierendes Schauspiel, das man von der Mole aus beobachten kann. Die Altstadt von Travemünde überrascht mit der gotischen Backsteinkirche St. Lorenz, schmalen Gassen und der historischen Vorderreihe, der ältesten Häuserzeile am Meer. Der Alte Leuchtturm, einer der ältesten Leuchttürme Deutschlands, bietet nach dem Aufstieg einen spektakulären Rundblick. Die Travemünder Woche, eine der größten Segelregatten der Welt, verwandelt den Ort jedes Jahr im Juli in ein maritimes Volksfest. Von Hamburg ist Travemünde in gut einer Stunde erreichbar, von Lübeck sind es nur 20 Minuten. Die Lage direkt an der Trave-Mündung sorgt für eine besondere Atmosphäre, in der sich Strand- und Hafenleben auf einzigartige Weise verbinden.

OstseeHafenPassat

Wenningstedt

Wenningstedt liegt zwischen Westerland und Kampen auf Sylt und ist der familienfreundlichste Ort der Insel. Der breite Sandstrand mit Rettungsschwimmern, das flache Wasser und die zahlreichen Spielplätze machen Wenningstedt zum perfekten Familienstrandurlaub. Das Denghoog — ein 5.000 Jahre altes Steinzeitgrab — ist eines der ältesten Bauwerke Nordeuropas. Die Lage zwischen mondänem Kampen und lebendigem Westerland bietet das Beste beider Welten.

SyltFamilieStrand

Westerland

Westerland ist das pulsierende Zentrum der Nordseeinsel Sylt und eines der bekanntesten Seebäder Deutschlands. Die berühmte Strandpromenade, das mondäne Flair und die legendären Wellen ziehen jedes Jahr Hunderttausende Urlauber an. Die Brandung an der Westküste macht Westerland zu einem der besten Surfspots in Deutschland, während die Friedrichstraße mit Boutiquen und Restaurants zum Flanieren einlädt. Die Anreise über den Hindenburgdamm ist bereits ein Erlebnis.

SyltNordseeSurfen

Zingst

Zingst liegt auf der gleichnamigen Halbinsel zwischen Ostsee und Bodden und gehört zu den schönsten Badeorten an der deutschen Ostseeküste. Der breite, feinsandige Strand erstreckt sich über Kilometer und geht nahtlos in die unberührte Dünenlandschaft des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft über. Das Ostseeheilbad ist bekannt für seine einzigartige Mischung aus Strandurlaub, Naturerlebnis und dem jährlichen Umweltfotofestival „Horizonte Zingst".

OstseeStrandNationalpark

Zinnowitz

Zinnowitz ist ein lebhaftes Ostseebad im Norden Usedoms mit breitem Sandstrand, einladender Strandpromenade und der berühmten Vineta-Tauchgondel auf der Seebrücke. Der Ort verbindet Badefreuden mit Kulturangeboten wie der Freilichtbühne „Vineta" und ist besonders bei Familien beliebt. Die geschützte Lage zwischen Ostsee und Achterwasser sorgt für ein mildes Mikroklima.

OstseeUsedomFamilien

Regionen

Bergstraße

Die Bergstraße ist Deutschlands mildester Landstrich und ein wahres Garten Eden zwischen Darmstadt und Heidelberg – ein schmaler Streifen am Westrand des Odenwaldes, wo Mandelbäume, Feigen und sogar Kiwis gedeihen und der Frühling Wochen früher eintrifft als anderswo in Deutschland. Die Römer nannten diesen Abschnitt „strata montana" und pflanzten hier die ersten Weinreben, die bis heute die Hänge bedecken. Die Bergstraße ist keine große, bekannte Urlaubsregion – sie ist ein Geheimtipp erster Güte. Die Mandelblüte im März verwandelt die Bergstraße in ein rosafarbenes Blütenmeer, das an Japan erinnert. Entlang der historischen Römerstraße ziehen sich die verträumten Winzerdörfer wie Perlen an einer Schnur: Bensheim mit seiner charmanten Altstadt, Heppenheim mit dem mittelalterlichen Marktplatz und dem Starkenburg-Panorama, Zwingenberg als älteste Stadt an der Bergstraße und Weinheim mit seinen exotischen Gärten. Das Felsenmeer im Odenwald ist eine geologische Sensation: Ein Fluss aus Granitblöcken ergießt sich über Hunderte Meter den Berghang hinab – ein riesiger natürlicher Kletterspielplatz, der Kinder wie Erwachsene begeistert. Die Römer haben hier bereits Steine gebrochen, und ihre Werkstücke liegen noch zwischen den Felsen. Schloss Auerbach, hoch über Bensheim thronend, bietet den perfekten Panoramablick über die Rheinebene bis zu den Pfälzer Bergen. Die Starkenburg über Heppenheim und die zahlreichen kleineren Burgen verleihen der Bergstraße einen fast toskanischen Charme. Das Kurfürstliche Schloss in Weinheim mit seinem Schlossgarten und dem Exotenwald ist ein botanisches Kleinod. Die Bergstraße liegt verkehrstechnisch geradezu ideal: Zwischen Frankfurt, Mannheim und Heidelberg eingebettet, mit ICE-Halt in Bensheim, erreicht man sie aus dem Rhein-Main-Gebiet in 30 Minuten. Ein perfektes Ziel für Kurzurlaube, Weinwochenenden und alle, die das mediterrane Deutschland entdecken möchten.

MandelblüteWeinOdenwald

Harz

Der Harz ist Deutschlands mystischstes Mittelgebirge – ein Ort uralter Sagen, dichter Wälder, steilwandiger Schluchten und einer Geschichte, die bis in die Zeit der germanischen Mythologie zurückreicht. Als nördlichstes Gebirge Deutschlands erhebt sich der Harz unvermittelt aus der norddeutschen Tiefebene und bietet auf relativ kleinem Raum eine verblüffende Vielfalt an Naturerlebnissen, historischen Städten und familienfreundlichen Attraktionen. Der Brocken, mit 1.141 Metern der höchste Gipfel, ist das Herzstück des Harzes. In der Walpurgisnacht zum 1. Mai tanzen hier der Sage nach die Hexen – ein Mythos, der den gesamten Harz durchdringt. Die Harzer Schmalspurbahnen, allen voran die dampfbetriebene Brockenbahn, schnauben durch nebelverhangene Fichtenwälder den Berg hinauf und bieten eines der romantischsten Bahnerlebnisse Deutschlands. Wernigerode, die „Bunte Stadt am Harz", bezaubert mit über 500 Fachwerkhäusern und einem märchenhaften Schloss hoch über der Stadt. Goslar, einst Kaiserresidenz und heute UNESCO-Weltkulturerbe, überrascht mit dem mittelalterlichen Rammelsberg-Bergwerk und einer perfekt erhaltenen Altstadt. Quedlinburg, ebenfalls UNESCO-geschützt, besitzt über 2.000 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten – so viele wie kein anderer Ort in Deutschland. Für Aktivurlauber bietet der Harz über 8.000 Kilometer markierte Wanderwege, darunter den Harzer Hexenstieg quer durchs Gebirge. Die Rappbodetalsperre beherbergt die längste Hängebrücke Deutschlands (458 Meter) und eine Megazipline. Im Winter locken bescheidene, aber charmante Skigebiete, und die Eislaufsaison verwandelt zugefrorene Teiche in Wintermärchen. Der Harz ist von überall in Deutschland gut erreichbar – aus Hannover, Göttingen oder Magdeburg in ein bis zwei Stunden. Es gibt keine Flughafenanbindung, aber genau das macht den Reiz aus: Der Harz ist ein Reiseziel für Entschleunigung, für Familien, Wanderer und alle, die Deutschland abseits der Großstädte erleben möchten. Die beste Reisezeit hängt von den Vorlieben ab – Frühling und Herbst für Wandern, Winter für verschneite Romantik, Sommer für Familienabenteuer.

BrockenWandernDampflok

Holsteinische Schweiz

Die Holsteinische Schweiz ist eine bezaubernde Hügellandschaft im Herzen Schleswig-Holsteins, die mit ihren über 200 Seen, sanften Moränenhügeln und herrschaftlichen Gutshöfen zu den schönsten Binnenlandschaften Norddeutschlands zählt. Der Name „Schweiz" mag für Norddeutschland gewagt klingen, doch die geschwungenen Hügel, die sich bis auf 168 Meter erheben, die tiefblauen Seen und die dichten Buchenwälder schaffen tatsächlich ein Landschaftsbild, das an ein sanftes Voralpenland erinnert. Der Große Plöner See, mit 30 Quadratkilometern der größte See Schleswig-Holsteins, bildet das Herzstück der Region. Die Stadt Plön selbst thront auf einer Anhöhe über dem See, gekrönt von ihrem weißen Barockschloss – ein Anblick wie aus einem Bilderbuch. Segeln, Kanu fahren, Angeln und Baden: Der See bietet alles, was das Wasserportlerherz begehrt, eingebettet in eine Landschaft, die zum Träumen einlädt. Eutin, die „Rosenstadt", bezaubert mit ihrem Renaissance-Schloss und dem Freilufttheater, das jeden Sommer Opernaufführungen am Seeufer bietet – die Eutiner Festspiele sind ein kulturelles Highlight der Region. Malente, eingebettet zwischen fünf Seen, ist ein Kurort, der Erholung und Aktivurlaub perfekt verbindet. Die Fünf-Seen-Fahrt per Ausflugsschiff gleitet über miteinander verbundene Seen durch eine malerische Landschaft. Für Radfahrer und Wanderer ist die Holsteinische Schweiz ein Paradies: Gut ausgebaute Wege führen durch Buchenwälder, über Hügel mit Panoramablick und an Seeufern entlang. Der Naturpark Holsteinische Schweiz schützt die Landschaft und bietet Beobachtungspunkte für Seeadler, Kraniche und Eisvögel. Die Anreise ist denkbar einfach: Zwischen Hamburg und der Ostseeküste gelegen, erreicht man die Region in einer Stunde von Hamburg oder Kiel. Ein Geheimtipp für alle, die Seen, Natur und norddeutsche Gelassenheit suchen, ohne weit zu reisen.

SeenNaturRadfahren

Hunsrück

Der Hunsrück ist das unterschätzte Juwel zwischen Mosel, Rhein und Nahe – ein Mittelgebirge voller überraschender Superlative und stiller Naturschönheit. Lange galt der Hunsrück als raue, abgelegene Ecke von Rheinland-Pfalz, doch genau das macht seinen Reiz aus: unberührte Hochflächen, tiefe Wälder, atemberaubende Steilhänge zu den umliegenden Flusstälern und eine Handvoll Attraktionen, die es mit den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands aufnehmen können. Die Hängeseilbrücke Geierlay war bei ihrer Eröffnung eine der längsten Hängeseilbrücken Deutschlands und katapultierte den Hunsrück ins touristische Bewusstsein. 360 Meter lang schwebt sie in 100 Metern Höhe über dem Mörsdorfer Bachtal – ein Adrenalinkick mitten im Wald. Der Traumschleifenweg dorthin macht die Wanderung zum Gesamterlebnis. Der Saar-Hunsrück-Steig, einer der am besten bewerteten Fernwanderwege Deutschlands, führt über 410 Kilometer durch die schönsten Landschaften der Region. Die Traumschleifen, Premium-Rundwanderwege, die vom Steig abzweigen, gehören regelmäßig zu den bestbewerteten Wanderwegen Europas. Die Kombination aus Hochflächen, Steilhängen zu Mosel und Rhein und tiefen Wäldern schafft eine Abwechslung, die süchtig macht. Idar-Oberstein, die Edelsteinstadt, überrascht mit ihrer in den Fels gehauenen Felsenkirche und dem Deutschen Edelsteinmuseum. Hier werden seit Jahrhunderten Edelsteine geschliffen – eine Tradition, die bis heute lebendig ist. Am Rand des Hunsrücks liegt der Flughafen Frankfurt-Hahn, der die Region überraschend gut anbindet. Die Mosel- und Rheintäler zu beiden Seiten des Hunsrücks bieten erstklassigen Wein, malerische Fachwerkdörfer und Burgen an jeder Flussschleife. Ein Urlaub im Hunsrück kombiniert Wandern auf einsamen Höhen mit Weingenuss in den Tälern – und das zu Preisen, die anderswo kaum noch zu finden sind.

WandernGeierlayTraumschleifen

Mecklenburgische Seenplatte

Die Mecklenburgische Seenplatte ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Seengebiet und ein Paradies für alle, die dem Trubel des Alltags auf dem Wasser entfliehen wollen. Über tausend Seen, verbunden durch Flüsse und Kanäle, bilden ein Wasserlabyrinth, das in Europa seinesgleichen sucht. Die Müritz – Deutschlands größter Binnensee nach dem Bodensee – ist das Herzstück dieser stillen, weitläufigen Landschaft, die oft als „Land der tausend Seen" bezeichnet wird. Das Besondere an der Seenplatte ist die Möglichkeit, per Hausboot, Kanu oder Segelboot tagelang über die verbundenen Wasserstraßen zu gleiten, ohne je denselben Ort zweimal zu sehen. Führerscheinfreie Hausboote machen das Erlebnis auch für Anfänger zugänglich – eine Einweisung genügt, und schon gleitet man über spiegelglatte Seen, durch schmale Kanäle und vorbei an Fischreihern, die reglos am Ufer stehen. Der Müritz-Nationalpark schützt eine der letzten unberührten Landschaften Deutschlands. Seeadler kreisen über den Seen, Fischadler tauchen pfeilschnell ins Wasser, und im Herbst versammeln sich Zehntausende Kraniche zur Rast. Die Wanderwege und Radwege durch den Nationalpark führen durch uralte Buchenwälder – das Teilgebiet Serrahn gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Städtchen an der Seenplatte haben einen ruhigen, fast zeitlosen Charme: Waren an der Müritz mit seinem Hafen und dem Müritzeum, Röbel mit seiner Backsteinkirche, Plau am See mit der historischen Hubbrücke, Malchow auf seiner Insel zwischen zwei Seen. Ferienhäuser direkt am Wasser, oft mit eigenem Steg und Ruderboot, machen den Urlaub hier besonders für Familien und Naturliebhaber zum Traum. Die Anreise aus Berlin dauert nur gut zwei Stunden – und doch fühlt man sich wie in einer anderen Welt.

SeenHausbootMüritz

Nordsee

Die deutsche Nordseeküste ist eines der letzten großen Naturparadiese Europas – ein Ort, an dem der Horizont endlos scheint, der Wind nach Salz und Freiheit schmeckt und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer bei Ebbe seine faszinierende Unterwasserwelt offenbart. Für Millionen Deutsche ist die Nordsee kein exotisches Fernziel, sondern ein tief verwurzeltes Stück Heimat: Hier hat man als Kind Sandburgen gebaut, Krabben gepult und dem Rauschen der Wellen gelauscht. Die ostfriesischen Inseln – Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge – sind die Kronjuwelen der Nordsee. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter: Norderney das mondäne Seebad mit Thalasso-Therme, Juist die autofreie Trauminsel, Spiekeroog die unberührte Naturschönheit. Die nordfriesischen Inseln Sylt, Föhr und Amrum ergänzen mit kilometerlangen Sandstränden und Reetdachdörfern. Wattwanderungen bei Ebbe gehören zu den einzigartigsten Naturerlebnissen Deutschlands. Barfuß durch den Schlick wandern, Wattwürmer und Herzmuscheln entdecken, vielleicht sogar eine geführte Wanderung zu einer Hallig unternehmen – das prägt Erinnerungen fürs Leben. Die Halligen, jene winzigen Marschinseln, die bei Sturmflut fast komplett überspült werden, sind weltweit einzigartig. An der Küste reihen sich die Seebäder aneinander: Cuxhaven, Büsum, Husum, Sankt Peter-Ording mit seinem 12 Kilometer langen Strand und den ikonischen Pfahlbauten. Für Familien ist die Nordsee perfekt – das heilsame Reizklima, die flachen Strände und die Fülle an Naturerlebnissen machen jeden Urlaub zum Abenteuer. Die Anreise ist denkbar einfach: Mit Auto oder Bahn aus fast jeder deutschen Stadt in wenigen Stunden erreichbar, keine Flüge nötig, keine Sprachbarriere.

NordseeWattenmeerUNESCO

Oberlausitz

Die Oberlausitz im äußersten Osten Sachsens ist Deutschlands unterschätzteste Kulturlandschaft – ein Mosaik aus barocken Städten, sorbischer Tradition, einer entstehenden Seenlandschaft und einer Geschichte, die von slawischen Wurzeln über preußische Tuchmacher bis zu einem der spektakulärsten Landschaftswandel Europas reicht. Hier, wo Deutschland an Polen und Tschechien grenzt, entsteht aus ehemaligen Braunkohletagebauen eine der größten künstlichen Seenlandschaften der Welt. Görlitz ist die Perle der Oberlausitz und besitzt die besterhaltene Altstadt Deutschlands – kein Wunder, dass Hollywood hier regelmäßig dreht. Über 4.000 denkmalgeschützte Gebäude aus Gotik, Renaissance, Barock und Jugendstil stehen dicht an dicht, ohne dass eine einzige Bombe im Krieg gefallen wäre. Die geteilte Stadt mit dem polnischen Zgorzelec auf der anderen Seite der Neiße hat einen ganz eigenen Grenzstadt-Charme. Bautzen, die „Stadt der Türme", ist die Hauptstadt der Sorben – Deutschlands einziger anerkannter slawischer Minderheit. Zweisprachige Straßenschilder, sorbische Osterbräuche wie das Osterreiten und eine lebendige Kultur machen Bautzen einzigartig. Die mittelalterliche Altstadt auf dem Felssporn über der Spree und die berühmte Bautzner Senfmanufaktur sind weitere Highlights. Das Lausitzer Seenland ist ein Zukunftsprojekt ohnegleichen: Dutzende ehemalige Tagebaue werden zu Seen geflutet und durch schiffbare Kanäle verbunden. Bärwalder See, Berzdorfer See und Senftenberger See bieten bereits Strände, Yachthäfen und Wassersport – eine ganz neue Urlaubslandschaft entsteht hier vor unseren Augen. Das Zittauer Gebirge an der tschechischen Grenze überrascht mit bizarren Sandsteinfelsen, dem liebevoll restaurierten Kurort Oybin mit seiner Burgruine und der Schmalspurbahn, die durch die märchenhafte Landschaft dampft. Die Oberlausitz ist aus Berlin in zwei Stunden und aus Dresden in einer Stunde erreichbar – und kostet einen Bruchteil westdeutscher Urlaubsregionen.

GörlitzBautzenSorben

Oberpfalz

Die Oberpfalz im Nordosten Bayerns ist eine Landschaft von stiller, urtümlicher Schönheit – weit abseits der touristischen Trampelpfade, die durch Oberbayern und die Alpen führen. Hier, zwischen Oberfränkischem Jura und Böhmerwald, wo Deutschland an Tschechien grenzt, finden Reisende ein Stück unverfälschtes Bayern: dunkle Wälder, sanfte Hügelketten, glasklare Flüsse und Städte, deren mittelalterliche Altstädte zum Staunen bringen. Regensburg, die Hauptstadt der Oberpfalz, ist ein Juwel von Weltrang und UNESCO-Weltkulturerbe. Die mittelalterliche Altstadt mit der Steinernen Brücke, dem gotischen Dom und den italienisch anmutenden Geschlechtertürmen ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Großstädte Europas. Im Sommer pulsiert das Leben an der Donau, und die Wurstkuchl an der Steinernen Brücke serviert seit 1146 die berühmtesten Bratwürste Bayerns. Der Oberpfälzer Wald entlang der tschechischen Grenze ist eines der stillsten Mittelgebirge Deutschlands. Hier wandert man stundenlang durch Wälder, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Der Goldsteig, Deutschlands längster Qualitätswanderweg mit über 660 Kilometern, führt durch diese einsame Landschaft. Burgen und Burgruinen thronen auf Felsnadeln – die Burg Flossenbürg und die Leuchtenburg sind besonders eindrucksvoll. Amberg, die „kleine Schwester" Regensburgs, bezaubert mit einer vollständig erhaltenen Stadtmauer, der Stadtbrille – einem Brückengebäude, das sich im Fluss Vils spiegelt – und einer lebendigen Kneipenszene. Weiden in der Oberpfalz überrascht mit dem Max-Reger-Kulturerbe und buntem Markttreiben. Die Oberpfalz ist Zoigl-Land: In uralter Brautradition wird hier Gemeinschaftsbier in privaten Stuben ausgeschenkt, erkennbar am Zoigl-Stern vor der Tür. Es gibt nichts Authentischeres in ganz Bayern. Die Anreise ist unkompliziert: Regensburg liegt am ICE-Netz, die Region ist aus München in einer Stunde, aus Nürnberg in 45 Minuten erreichbar.

RegensburgUNESCOWandern

Ostsee

Die deutsche Ostseeküste ist der Sehnsuchtsort schlechthin für Millionen Urlauber – ein endloses Band aus weißen Sandstränden, majestätischen Steilküsten und eleganten Seebädern, das sich von Flensburg im Westen bis nach Usedom im Osten über mehr als 2.000 Kilometer erstreckt. Wo die Nordsee rau und ungezähmt ist, zeigt sich die Ostsee von ihrer sanfteren Seite: ruhigeres Wasser, feinerer Sand und ein Licht, das Maler und Fotografen seit Jahrhunderten in den Bann zieht. Die Lübecker Bucht mit Travemünde, Timmendorfer Strand und Scharbeutz bildet das sonnenverwöhnte Herzstück der westlichen Ostsee – schnell erreichbar aus Hamburg und dem Ruhrgebiet. Weiter östlich bezaubern die Hansestädte Wismar und Stralsund mit ihren backsteingotischen Altstädten, beide UNESCO-Weltkulturerbe. Rostock-Warnemünde lockt mit seinem breiten Strand, dem historischen Leuchtturm und der lebhaften Promenade. Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist ein Naturjuwel ohnegleichen: Die bizarren Windflüchter-Bäume am Weststrand, der endlose Darßer Ort mit seinem Leuchtturm und die goldene Boddenlandschaft im Herbst, wenn Zehntausende Kraniche rasten, gehören zu den ergreifendsten Naturschauspielen Deutschlands. Für Familien ist die Ostsee ideal: Das Wasser ist salzärmer und ruhiger als an der Nordsee, die Strände flach und sicher, die Infrastruktur perfekt ausgebaut. Ferienwohnungen und Ferienhäuser gibt es in jeder Preisklasse und Größe. Die Anreise ist unkompliziert – mit Auto oder Bahn aus Berlin, Hamburg oder dem gesamten Norden in wenigen Stunden. Radfahrer finden mit dem Ostseeküsten-Radweg eine der schönsten Fernradrouten Europas direkt vor der Haustür.

OstseeStrandFamilie

Pfälzer Wald

Der Pfälzer Wald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands und zugleich eines der bestgehüteten Geheimnisse der Republik. Als UNESCO-Biosphärenreservat, das nahtlos in die französischen Nordvogesen übergeht, bildet er ein grenzüberschreitendes Naturparadies, das Wanderer, Weinliebhaber und Burgenfans gleichermaßen in den Bann zieht. Die Kombination aus endlosem Wald, spektakulären Sandsteinfelsen und der sonnenverwöhnten Deutschen Weinstraße macht den Pfälzer Wald zu einem Reiseziel, das alle Sinne anspricht. Die Sandsteinfelsen des Dahner Felsenlandes sind das geologische Highlight: Bizarre Türme, Nadeln und Pilzfelsen ragen aus dem Waldmeer empor und schaffen eine fast unwirkliche Landschaft, die an den amerikanischen Südwesten erinnert – nur grüner. Der Teufelstisch bei Hinterweidenthal, ein 14 Meter hoher Pilzfelsen, ist das Wahrzeichen der Region. Kletterer finden hier einige der besten Sandsteinfelsen Deutschlands. Über dem Wald thronen mehr als 100 Burgruinen – so viele wie in keiner anderen Region Europas. Die Reichsburg Trifels, wo einst die Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reiches lagen, die Doppelburg Altdahn-Grafendahn und das Hambacher Schloss, Wiege der deutschen Demokratie, sind nur die bekanntesten. Zwischen den Burgen führen herrliche Wanderwege durch den Wald, darunter der Pfälzer Waldpfad und der Pfälzer Weinsteig. Am Ostrand des Waldes erstreckt sich die Deutsche Weinstraße über 85 Kilometer von Bockenheim bis Schweigen-Rechtenbach – eine Landschaft aus Rebhängen, Mandelbäumen und charmanten Winzerdörfern. Die Pfalz ist Deutschlands zweitgrößtes Weinanbaugebiet und produziert einige der besten Rieslinge und Spätburgunder des Landes. In den Straußwirtschaften schenken Winzer ihre Weine saisonal aus, begleitet von deftiger Pfälzer Küche. Die Anreise ist ideal: Zwischen Mannheim, Kaiserslautern und Karlsruhe gelegen, erreicht man den Pfälzer Wald aus dem gesamten Südwesten in unter zwei Stunden.

WandernWeinBurgen

Thüringer Wald

Der Thüringer Wald ist eines der traditionsreichsten Wandergebiete Deutschlands und das grüne Herz der Republik. Wie ein mächtiger Kamm erstreckt sich das Mittelgebirge über 150 Kilometer durch Thüringen und bietet eine Mischung aus dichtem Wald, historischen Höhenwegen und einer Kulturlandschaft, die von Goethe, Schiller und Bach geprägt wurde. Der Rennsteig, Deutschlands ältester und bekanntester Fernwanderweg, folgt dem Gebirgskamm über 170 Kilometer von Hörschel nach Blankenstein und ist für viele Wanderer ein Lebensziel. Die Landschaft ist von betörender Schönheit: tiefe Täler mit rauschenden Bächen, aussichtsreiche Gipfel wie der Große Beerberg (982 m), der Schneekopf und der Große Inselsberg mit seinen Panoramablicken bis zum Brocken. Im Herbst verwandeln sich die Mischwälder in ein Farbenmeer aus Gold, Orange und Rot – einer der schönsten Herbstwälder Europas. Am Nordrand des Thüringer Waldes liegen Kulturstädte von Weltrang: Eisenach mit der Wartburg, wo Luther die Bibel übersetzte und die deutsche Geschichte Kapitel um Kapitel geschrieben wurde. Gotha mit seinem barocken Schloss Friedenstein, Arnstadt als älteste Stadt Thüringens und Oberhof, das Wintersportzentrum mit der legendären Biathlon-Arena am Rennsteig. Im Winter verwandelt sich der Thüringer Wald in ein Langlauf- und Biathlon-Paradies. Die Loipen rund um Oberhof gehören zu den schneesichersten in Mitteleuropa, und die Atmosphäre beim Biathlon-Weltcup ist elektrisierend. Abseits des Sports locken verschneite Dörfer, gemütliche Gasthäuser mit Thüringer Klößen und Rotkohl und eine Adventstimmung, die ihresgleichen sucht. Die Anreise ist aus ganz Deutschland bequem: Erfurt als ICE-Knoten liegt direkt am Nordrand des Waldes, von dort sind es nur 30 Minuten in die Berge. Der Thüringer Wald ist eines der preiswertesten Urlaubsgebiete Deutschlands – hier bekommt man viel Natur, Kultur und Gastfreundschaft für wenig Geld.

RennsteigWandernWartburg

Weserbergland

Das Weserbergland ist eine der romantischsten Flusslandschaften Deutschlands – ein geschwungenes Tal, durch das die Weser in weiten Schleifen zwischen bewaldeten Hügeln dahinfließt, gesäumt von Fachwerkstädten, Schlössern und den Schauplätzen der Märchen der Gebrüder Grimm. Zwischen Hann. Münden, wo Werra und Fulda zur Weser zusammenfließen, und Porta Westfalica, wo der Fluss die norddeutsche Tiefebene erreicht, erstreckt sich eine Landschaft, die wie aus dem Bilderbuch wirkt. Die Deutsche Märchenstraße führt durch das Weserbergland und verbindet die Orte, die die Gebrüder Grimm zu ihren Märchen inspirierten. Hameln und sein Rattenfänger, das Dornröschenschloss Sababurg, Münchhausens Bodenwerder, Rapunzels Trendelburg – Geschichte und Legende verschmelzen hier auf bezaubernde Weise. Die Freilichtspiele in Hameln erzählen die Rattenfängersage jeden Sommer auf dem Marktplatz. Das Fachwerkstädtchen Hann. Münden, das Alexander von Humboldt einst zu den sieben schönsten Städten der Welt zählte, begeistert mit über 700 Fachwerkhäusern in perfektem Erhaltungszustand. Höxter mit dem Weltkulturerbe Schloss Corvey, einst eines der mächtigsten Klöster des Mittelalters, und Bad Pyrmont mit seinem historischen Kurpark ergänzen das kulturelle Angebot. Der Weserradweg zählt zu den beliebtesten Fernradwegen Deutschlands: 520 Kilometer flussabwärts, fast immer flach am Wasser entlang, vorbei an Schlössern, Fähren und Fachwerkdörfern. Für Kanuten und Paddler ist die Weser ein Traum – gemächliche Strömung, Sandstrände zum Anlegen und Campingplätze am Ufer. Die Weserschifffahrt bietet gemütliche Flussrundfahrten. Die Weserrenaissance-Architektur ist ein Alleinstellungsmerkmal der Region: Schlösser und Herrenhäuser wie Hämelschenburg, Bevern und Bückeburg zeigen einen einzigartigen Baustil, der nur hier zu finden ist. Die Anreise ist zentral: Zwischen Hannover und Kassel gelegen, erreicht man das Weserbergland in einer Stunde aus beiden Städten.

MärchenFachwerkWeser

Bayern

Bayern ist mit 70.550 Quadratkilometern das flächengrößte Bundesland Deutschlands und begeistert mit einer einzigartigen Vielfalt von den Alpen bis zum Fichtelgebirge, von der Donau bis zum Bodensee. Der Freistaat vereint Weltkultur, atemberaubende Natur und bayerische Lebensart zu einem der beliebtesten Reiseziele Europas mit über 100 Millionen Übernachtungen jährlich. Die Landeshauptstadt München bietet Weltklasse-Museen wie die drei Pinakotheken und das Deutsche Museum, das Oktoberfest als größtes Volksfest der Welt und den Englischen Garten als einen der größten Stadtparks überhaupt. Nürnberg, Regensburg, Augsburg und Würzburg setzen mit ihren historischen Altsteedten, Kirchen und Schlössern eigene kulturelle Akzente. Die bayerischen Alpen mit Zugspitze (2.962 m), Königssee und den Königsschlössern Neuschwanstein und Linderhof ziehen Millionen Besucher an. Das Allgäu, der Chiemgau und das Berchtesgadener Land bieten erstklassiges Wandern und Skifahren. Die Fränkische Schweiz überrascht mit Höhlen, Burgen und Brauereien, der Bayerische Wald mit Deutschlands ältestem Nationalpark. Bayerns Küche ist legendär: Weißwurst mit süsem Senf und Breze, Schweinshaxe, Kneedel, Obatzda und natürlich Bier nach dem Reinheitsgebot von 1516. Über 650 Brauereien — mehr als in jedem anderen Bundesland — braün regionale Spezialitäten. Biergartenkultur, Christkindlmärkte, Trachten und Brauchtum machen Bayern zu einem unverwechselbaren Erlebnis zwischen Tradition und Moderne.

AlpenSchlösserBiergarten

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg im Südwesten Deutschlands vereint auf 35.751 Quadratkilometern eine außergewöhnliche Vielfalt an Landschaften, Kultur und Lebensart. Vom geheimnisvollen Schwarzwald über die sonnenverwöhnten Weinberge am Kaiserstuhl bis zum glitzernden Bodensee und den Gipfeln der Schwäbischen Alb bietet das drittgrößte Bundesland für jeden Reisegeschmack das passende Ziel. Die Landeshauptstadt Stuttgart begeistert als Automobilstadt mit den Museen von Mercedes-Benz und Porsche, der Staatsoper und dem Weindorf-Festival. Heidelberg verzaubert mit Schlossromantik und Studentenflair, Freiburg lockt als Tor zum Schwarzwald mit der meisten Sonne Deutschlands. Tübingen, Konstanz und Baden-Baden setzen mit Universitätskultur, Bodenseeflair und mondänem Thermalluxus eigene Akzente. Der Schwarzwald ist das meistbesuchte Mittelgebirge Deutschlands und Heimat von Kuckucksuhr, Kirschtorte und ausgedehnten Wanderwegen wie dem 280 Kilometer langen Westweg. Die Schwäbische Alb fasziniert mit Höhlen, Burgruinen und dem Biosphärengebiet. Der Bodensee teilt sich Deutschland mit Österreich und der Schweiz und bietet Segeln, Radfahren und die Blumeninsel Mainau. Kulinarisch verwöhnt Baden-Württemberg mit der höchsten Sternerestaurant-Dichte Deutschlands, schwäbischen Maultaschen und Spätzle, badischem Wein und Schwarzwälder Schinken. UNESCO-Welterbestätten wie das Kloster Maulbronn, die Pfahlbauten am Bodensee und die Höhlen der Schwäbischen Alb mit den ältesten Kunstwerken der Menschheit machen das Bundesland zum kulturellen Schwergewicht.

SchwarzwaldBodenseeWein

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist mit rund 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands und überrascht mit einer enormen Vielfalt jenseits der industriellen Vergangenheit. Das Rheinland mit Köln, Düsseldorf und Bonn bietet rheinische Frohnatatur, romanische Kirchen, Karneval und Weltkultur. Westfalen kontert mit dem historischen Münster, dem Teutoburger Wald und der Fachwerkromantik des Münsterlandes. Das Ruhrgebiet hat sich vom Industriestandort zur Kulturmetropole gewandelt: Das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen, das Gasometer Oberhausen und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum erzählen die Geschichte des Strukturwandels. Die Ruhr-Universitäten und die lebendige Kunstszene machen die Region zu einem kreativen Hotspot. Naturliebhaber finden im Sauerland, in der Eifel und im Bergischen Land grüne Mittelgebirgslandschaften mit Wanderwegen, Talsperren und Wintersportmöglichkeiten. Der Nationalpark Eifel bietet wildromantische Buchenwälder und einen der wenigen Sternenparks Deutschlands für nächtliche Himmelsbeobachtungen. Köln mit seinem gotischen Dom — dem meistbesuchten Wahrzeichen Deutschlands — und dem lebhaften Karneval, Aachen mit dem Kaiserdom Karls des Großen und Bonn als ehemalige Bundeshauptstadt mit dem Beethoven-Haus setzen kulturelle Akzente. Die rheinische Küche mit Himmel un Aed, Halver Hahn und Kölsch vom Fass rundet das Erlebnis ab.

Kölner DomRuhrgebietKarneval

Niedersachsen

Niedersachsen, das flächenmäßig zweitgrößte Bundesland Deutschlands, erstreckt sich von der sturmumtosten Nordseeküste über die weite Lüneburger Heide bis zu den waldreichen Mittelgebirgen im Süden. Die Ostfriesischen Inseln — Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge — säumen die Küste wie eine Perlenkette und bieten kilometerlange Sandstrände, kräftige Meerluft und das faszinierende UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Die Lüneburger Heide verwandelt sich jeden August und September in ein violettes Blütenmeer, das sich bis zum Horizont erstreckt. Der Wilseder Berg (169 m) bietet den schönsten Panoramablick über dieses einzigartige Naturschauspiel. Die Hansestadt Lüneburg bezaubert mit ihren schiefen Giebelhäusern und der historischen Salzgeschichte. Hannover, die Landeshauptstadt, überrascht mit den Herrenhäuser Gärten — einem der bedeutendsten Barockgärten Europas — und dem weitläufigen Maschsee. Im Süden lockt der Harz mit dem sagenumwobenen Brocken (1.141 m), auf den die historische Brockenbahn dampft, tiefen Wäldern und mittelalterlichen Fachwerkstädten wie Goslar, dessen Altstadt zum UNESCO-Welterbe zählt. Das Alte Land an der Elbe ist Nordeuropas größtes Obstanbaugebiet — zur Blütenzeit im Mai ein unvergesslicher Anblick. Wolfsburg beherbergt die Autostadt von Volkswagen, während Celle mit seinem geschlossenen Fachwerkensemble von über 400 Häusern glänzt.

NordseeWattenmeerHeide

Hessen

Hessen im Herzen Deutschlands vereint pulsierende Metropolen mit märchenhaften Mittelgebirgslandschaften und einer reichen kulturellen Tradition. Frankfurt am Main, die Finanzmetropole mit der einzigen echten Skyline Deutschlands, bietet Weltklasse-Museen am Museumsufer, den Römer als historisches Rathaus und die Sachsenhäuser Apfelweinkeipen. Doch jenseits des Bankenviertels offenbart Hessen überraschend viel Natur und Kultur. Der Taunus, Frankfurts grüne Lunge, erhebt sich nördlich der Skyline mit dem Großen Feldberg (880 m), dem Freilichtmuseum Hessenpark und dem römischen Limes, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Wiesbaden, die elegante Landeshauptstadt, glänzt mit Kurhaus, Neroberg und heißen Thermalquellen. Kassel ist alle fünf Jahre Schauplatz der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, und beherbergt den Bergpark Wilhelmshöhe mit seinen monumentalen Wasserspielen — ebenfalls UNESCO-Welterbe. Die Universitätsstadt Marburg verzaubert mit einer mittelalterlichen Oberstadt, in der die Brüder Grimm studierten und ihre Märchen sammelten. Der Edersee im Kellerwald-Nationalpark (UNESCO-Weltnaturerbe) ist einer der größten Stauseen Deutschlands mit kristallklarem Wasser. Die Rhön im Osten, als Biosphärenreservat geschützt, bietet Segelflug, Sternenbeobachtung im Sternenpark und herbstliche Nebelmeere. Die hessische Küche prägt Frankfurter Grüne Sosse mit sieben Kräutern, Handkäs mit Musik und natürlich der herbe Apfelwein.

FrankfurtFachwerkstädteWeinkultur

Sachsen

Sachsen im Osten Deutschlands gehört zu den kulturreichsten und landschaftlich vielseitigsten Bundesländern. Die Landeshauptstadt Dresden — das Elbflorenz — beeindruckt mit der wiederaufgebauten Fraünkirche, dem Zwinger, der Semperoper und den Kunstsammlungen von Weltrang in der Gemäldegalerie Alte Meister. Leipzig, die dynamische Messestadt, ist Wiege der Friedlichen Revolution von 1989 und heute ein pulsierendes Zentrum für Kunst, Musik und Kreativwirtschaft. Die Sächsische Schweiz südöstlich von Dresden bietet mit ihren bizarren Sandsteinfelsen, tiefen Schluchten und der legendären Basteibrücke eines der spektakulärsten Naturerlebnisse Mitteleuropas. Das Erzgebirge an der tschechischen Grenze ist UNESCO-Welterbe und fasziniert mit jahrhundertealter Bergbautradition, Holzkunst und der stimmungsvollsten Weihnachtskultur Deutschlands. Sachsen ist auch ein Land der Musik: Johann Sebastian Bach wirkte in Leipzig, Richard Wagner wurde hier geboren, und das Gewandhausorchester und der Thomanerchor genießen Weltruhm. Die Meissner Porzellanmanufaktur, gegründet 1710, ist die älteste Europas und lässt sich bei Führungen hautnah erleben. Ob Wandern in der Sächsischen Schweiz, Kulturgenuss in Dresden und Leipzig, Wintersport im Erzgebirge oder Weinverkostung an der Sächsischen Weinstraße entlang der Elbe — Sachsen verbindet Weltkultur mit Naturerlebnissen und sächsischer Gastfreundschaft auf einzigartige Weise.

DresdenLeipzigElbsandsteingebirge

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern, Deutschlands Bundesland an der Ostsee, besticht durch eine einzigartige Mischung aus kilometerlangen Sandstränden, dramatischen Steilküsten, über 2.000 Seen und einer Ruhe, die ihresgleichen sucht. Das dünn besiedelte Land im Nordosten bietet mehr Wasser als jede andere deutsche Region und ist ein Paradies für Segler, Paddler und Naturliebhaber. Die Insel Rügen mit ihren berühmten Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund — von Caspar David Friedrich auf seinem ikonischen Gemälde verewigt — ist das Kronjuwel der Küste. Die Seebadarchitektur in Binz, Sellin und Heringsdorf auf Usedom zeugt mit ihren weißen Villen und Seebrücken von der Eleganz der Kaiserzeit. Usedoms Kaiserbäder bieten den längsten Sandstrand Deutschlands, und die deutsch-polnische Grenzlage verleiht der Insel einen besonderen Charme. Die Hansestadt Stralsund mit ihrer gotischen Backsteinpracht und dem Ozeaneum ist UNESCO-Welterbe, ebenso wie die Altstadt von Wismar. Rostock, die größte Stadt des Landes, verbindet Universitätsflair mit dem lebhaften Ostseebad Warnemünde. Die Mecklenburgische Seenplatte im Landesinneren bietet über 1.000 Seen, darunter die Müritz als größter Binnensee Deutschlands. Hausboot-Touren durch die Seenplatte erfordern keinen Bootsschein und gehören zu den beliebtesten Urlaubserlebnissen. Schwerin beeindruckt mit seinem märchenhaften Schloss auf einer Insel im Schweriner See, das an Schloss Neuschwanstein erinnert.

OstseeRügenSeenplatte

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein, das nördlichste Bundesland Deutschlands, liegt zwischen zwei Meeren — der stürmischen Nordsee im Westen und der sanften Ostsee im Osten — und vereint auf kleinem Raum maritime Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Die Nordsee mit dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und den Inseln Sylt, Föhr und Amrum steht für wilde Natur, während die Ostsee mit der Lübecker Bucht, dem Timmendorfer Strand und der Insel Fehmarn mildere Badefreuden bietet. Lübeck, die ehemalige Königin der Hanse, begeistert mit ihrer von Wasser umgebenen Altstadt aus gotischer Backsteinarchitektur, dem ikonischen Holstentor und dem süßen Marzipan der Firma Niederegger — die gesamte Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Flensburg an der dänischen Grenze überrascht mit dem nördlichsten Rum-Erbe Deutschlands, der historischen Rummeile und einer charmanten Hafenstadt mit dänischem Einfluss. Kiel, die Landeshauptstadt, ist die Stadt des Segelns — die Kieler Woche ist das größte Segelevent der Welt. Die Holsteinische Schweiz zwischen Lübeck und Kiel bietet eine liebliche Hügel- und Seenlandschaft mit dem Großen Plöner See, Schloss Plön und romantischen Gutsdörfern. Die Halligen, zehn winzige Eilande im Wattenmeer, sind weltweit einzigartig: Bei Sturmflut ragen nur die Warften mit ihren Häusern aus dem Wasser. Die Schlei, ein 42 Kilometer langer Meeresarm, führt von Schleswig mit seinem Wikinger-Museum Haithabu bis zur Mündung bei Maasholm. Fischbrötchen am Hafen, Labskaus und Pharisäer (Kaffee mit Rum und Sahne) gehören zur norddeutschen Küstenkultur.

NordseeOstseeSylt

Brandenburg

Brandenburg, das Bundesland rund um Berlin, überrascht mit einer Fülle an Naturschönheiten: Über 3.000 Seen, ausgedehnte Kiefernwälder, stille Flusslandschaften und weite Felder prägen dieses dünn besiedelte Land, das sich hervorragend zum Entschleunigen eignet. Der Spreewald, ein einzigartiges Biosphärenreservat südöstlich von Berlin, ist das Herzsück Brandenburgs — ein Labyrinth aus über 300 Wasserläufen, das per Kahn oder Paddelboot erkundet wird. Potsdam, die Landeshauptstadt, ist ein Juwel europäischer Kulturgeschichte: Schloss Sanssouci, die Sommerresidenz Friedrichs des Großen mit seinen terrassierten Weinbergen und dem weitläufigen Park, gehört zum UNESCO-Welterbe und ist eines der meistbesuchten Schlösser Deutschlands. Das Holländische Viertel mit seinen 134 Backsteinbauten, die russische Kolonie Alexandrowka und das Neue Palais ergänzen das königliche Erbe. Die Märkische Schweiz östlich von Berlin bietet Schluchten und Wälder, die an ein Miniatur-Mittelgebirge erinnern. Der Naturpark Uckermark im Norden beeindruckt mit menschenleeren Seen und dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Die Oder-Neisse-Region im Osten überrascht mit dem Nationalpark Unteres Odertal, in dem im Frühjahr weite Polderlandschaften überflutet werden und Zugvögel in riesigen Schwärmen rasten. Historische Klosteranlagen wie Chorin und Lehnin, die Backsteinaltstadt von Brandenburg an der Havel und die Tropical Islands Freizeitwelt in einer ehemaligen Luftschiffhalle bieten vielfältige Ausflugsziele.

PotsdamSpreewaldSeen

Thüringen

Thüringen, das grüne Herz Deutschlands, vereint auf kleinem Raum eine überwältigende Dichte an Kultur, Geschichte und Natur. Weimar allein steht für Göthe, Schiller, Bach, Liszt und das Bauhaus — und damit für einige der bedeutendsten Kapitel deutscher Geistesgeschichte. Die Wartburg bei Eisenach, wo Martin Luther das Neue Testament übersetzte, ist UNESCO-Welterbe und Sinnbild der deutschen Reformation. Der Thüringer Wald erstreckt sich als bewaldeter Höhenzug von Eisenach bis Sonneberg und bietet mit dem Rennsteig Deutschlands ältesten und bekanntesten Fernwanderweg — 169 Kilometer über den Kamm des Mittelgebirges mit weiten Ausblicken, dunklen Fichtenwälder und historischen Grenzsteinen. Im Winter verwandeln sich Oberhof und die umliegenden Orte in ein Wintersportzentrum für Langlauf, Biathlon und Bobfahren. Erfurt, die Landeshauptstadt, begeistert mit der Krämer brücke, der längsten durchgehend bebauten und bewohnten Brücke Europas, und dem majest ätischen Dom mit der Severikirche auf dem Domberg. Jena ist Universitätsstadt und Wiege der optischen Industrie (Zeiss, Schott). Gotha beeindruckt mit Schloss Friedenstein, dem größten frühbarocken Schloss Deutschlands. Die Thüringer Küche ist deftig und berühmt für die Original Thüringer Bratwurst — mindestens 15 Zentimeter lang, auf dem Holzkohlenrost gegrillt und im Brötchen serviert — sowie Klösse und Rostbrätl. Der Nationalpark Hainich schützt einen der letzten Urwälder Mitteleuropas mit einem spektakulären Baumkronenpfad.

WeimarErfurtWartburg

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz, im Südwesten Deutschlands gelegen, ist das Land der Burgen und Weinberge: Über 500 Burgen und Schlossruinen thronen auf Felskuppen und Bergkammen, während an steilen Hängen entlang von Rhein, Mosel, Nahe und Ahr einige der besten Weine Deutschlands reifen. Zwei Drittel der deutschen Weinproduktion stammen aus diesem Bundesland, und die Weinkultur prägt den Lebensstil seiner Bewohner. Das Obere Mittelrheintal zwischen Koblenz und Bingen, UNESCO-Welterbe seit 2002, ist die Essenz der Rheinromantik: Der Loreleyfelsen, legendärer Sitz der blonden Zauberin, ragt 120 Meter über den Strom, während sich Burgen wie Marksburg, Burg Eltz und Reichsburg Cochem an den Ufern aufreihen. Das Deutsche Eck in Koblenz, wo Mosel und Rhein zusammenfließen, und die Festung Ehrenbreitstein hoch darüber bieten ein dramatisches Panorama. Die Pfalz im Süden überrascht mit mediterranem Flair: Die Deutsche Weinstraße führt 85 Kilometer durch Mandel- und Feigenbaüme, Weindörfer und die malerischen Fachwerkstädte Deidesheim, Neustadt und Bad Dürkheim, das jedes Jahr den weltgrößten Weinmarkt ausrichtet. Speyer mit seinem romanischen Kaiserdom — größte erhaltene romanische Kirche der Welt und Grablege salischer Kaiser — ist UNESCO-Welterbe. Mainz, die Landeshauptstadt, ist die Stadt Gutenbergs und der Fastnacht. Die Eifel im Norden bietet mit dem Laacher See einen Vulkankratersee und den Nürburgring.

WeinRheinMosel

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt, im Herzen Ostdeutschlands gelegen, besitzt eine erstaunliche Dichte an UNESCO-Welterbestätten und verbindet romanische Architektur, Reformationsgeschichte und unberührte Naturlandschaften. Fünf Welterbestätten auf einem Bundesland — das ist einzigartig in Deutschland und zeugt von der kulturhistorischen Bedeutung dieser oft unterschätzten Region. Wittenberg, die Lutherstadt, ist der Geburtsort der Reformation: An die Thesentür der Schlosskirche schlug Martin Luther 1517 seine 95 Thesen und veränderte die Welt. Die Luthergedenkstätten gehören zum UNESCO-Welterbe, ebenso wie die Bauhaus-Gebäude in Dessau, wo Walter Gropius ab 1925 die einflussreichste Designschule des 20. Jahrhunderts gründete. Das Gartenreich Dessau-Wörlitz mit dem Wörlitzer Park ist einer der frühesten und schönsten Landschaftsgärten Kontinentaleuropas. Der Harz im Südwesten ragt mit dem Brocken (1.141 m) als höchstem Gipfel Norddeutschlands empor. Die Schmalspurbahnen der Harzer Brockenbahn dampfen durch tiefe Tannenwälder zum Gipfel — eine der letzten regulären Dampfeisenbahnen Deutschlands. Quedlinburg mit über 2.000 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten besitzt die besterhaltene mittelalterliche Altstadt Deutschlands und ist UNESCO-Welterbe. Magdeburg, die Landeshauptstadt, überrascht mit der Grünen Zitadelle, dem letzten Bauwerk Friedensreich Hundertwassers, und dem romanischen Dom als ältestem gotischen Kathedrale Deutschlands. Die Straße der Romanik verbindet auf 1.000 Kilometern 80 romanische Bauwerke.

LutherBauhausFachwerk

Saarland

Das Saarland ist Deutschlands kleinstes Flächenland und überrascht auf kompakten 2.570 Quadratkilometern mit einer einzigartigen Mischung aus französischem Savoir-vivre und deutscher Gemütlichkeit. Die wechselvolle Geschichte zwischen Deutschland und Frankreich hat eine Kulturregion geformt, in der Lebensart, Küche und Sprache von beiden Seiten geprägt sind. Die Saarschleife bei Mettlach ist das Wahrzeichen des Bundeslandes und eines der beeindruckendsten Naturwunder Deutschlands. Von der Aussichtsplattform Clöf aus bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Flussschleife, die sich 180 Meter tief in bewaldete Felsen geschnitten hat. Der Baumwipfelpfad Saarschleife ergänzt das Erlebnis mit einem 42 Meter hohen Aussichtsturm. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das einzige vollständig erhaltene Eisenwerk der Welt aus der Blütezeit der Industrialisierung und beherbergt heute spektakuläre Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen. Saarbrücken, die Landeshauptstadt, verbindet barocke Architektur des Baumeisters Stengel mit französischem Flair und einer lebhaften Kneipenszene am St. Johanner Markt. Kulinarisch glänzt das Saarland mit dem Schwenker — einem auf dem Schwenkgrill zubereiteten Nackensteak —, Dibbelabbes, Lyoner Wurst und französisch inspirierten Bistros. Die Dichte an Sternerestaurants pro Einwohner ist eine der höchsten Deutschlands. Der Saar-Hunsrück-Steig zählt zu den besten Fernwanderwegen Europas und führt durch Wälder, über Felsenpfade und zu aussichtsreichen Höhen.

SaarschleifeFrankreichIndustriekultur

Nationalparks

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist der älteste Nationalpark Deutschlands und wurde 1970 gegründet. Gemeinsam mit dem angrenzenden tschechischen Nationalpark Sumava bildet er das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas auf über 900 Quadratkilometern. Unter dem Motto "Natur Natur sein lassen" darf sich hier der Wald ungestört entwickeln — das Ergebnis ist ein faszinierender Urwald mitten in Europa. Die Landschaft reicht von dunklen Fichtentälern über Bergmischwälder bis zu den Gipfelregionen von Rachel (1.453 m) und Lusen (1.373 m), wo abgestorbene Baumstämme eine geisterhaft schöne Silhouette gegen den Himmel bilden. Hochmoore, Bergbäche und eiszeitliche Karseen pregen die wilde Topografie. Das Tier-Freigelände bei Neuschönau präsentiert auf 200 Hektar die heimische Tierwelt: Braunbären, Wölfe, Luchse, Elche und Wisente leben in großzügigen Gehegen. Der Baumwipfelpfad führt auf 1.300 Metern Länge durch die Baumkronen und endet in einem 44 Meter hohen Aussichtsturm mit Panoramablick über den endlosen Wald. Über 320 Kilometer Wanderwege und 170 Kilometer Radwege erschließen den Nationalpark. Im Winter locken 80 Kilometer Langlaufloipen und Schneeschuhtrails. Das Hans-Eisenmann-Haus und das Haus zur Wildnis bieten moderne Besucherzentren mit interaktiven Ausstellungen. Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein Paradies für alle, die unberührte Wildnis und die Kraft der Natur erleben möchten.

NationalparkUrwaldBaumwipfelpfad

Nationalpark Berchtesgaden

Der Nationalpark Berchtesgaden ist Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark und schützt seit 1978 auf 210 Quadratkilometern eine der eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften Mitteleuropas. Eingebettet zwischen steilen Felsmassiven ragt der Watzmann mit 2.713 Metern als dritthöchster Berg Deutschlands empor. Gemeinsam mit dem angrenzenden österreichischen Nationalpark bildet er ein länderübergreifendes Schutzgebiet. Das Herzenstück des Parks ist der Königssee, ein fjordartiger Bergsee, dessen smaragdgrünes Wasser von bis zu 1.800 Meter hohen Felsswänden eingerahmt wird. Die elektrisch betriebenen Ausflugsboote gleiten lautlos zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä, wo das berühmte Echo an den Felswänden widerhallt. Am Ende des Sees führt ein Wanderweg zum noch abgelegeneren Obersee mit seinem spektakulären Wasserfall. Über 230 Kilometer Wanderwege erschließen eine Welt aus Gletscherschliffen, Almwiesen, Latschenfeldern und hochalpinen Regionen. Steinadler kreisen über den Gipfeln, Murmeltiere pfeifen auf den Hochflächen und Gämsen klettern durch die Felsflanken. Das Steinerne Meer und die Reiteralpe bieten erfahrenen Bergsteigern anspruchsvolle Touren. Das Haus der Berge in Berchtesgaden dient als modernes Informationszentrum mit interaktiven Ausstellungen. Die Region verbindet Nationalparkerlebnis mit bayerischer Kultur, Salzbergwerk-Besichtigungen und dem Blick vom Kehlsteinhaus über das gesamte Panorama der Berchtesgadener Alpen.

NationalparkAlpenWatzmann

Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz schützt auf rund 247 Quadratkilometern die raü und mystische Mittelgebirgslandschaft des nördlichsten deutschen Gebirges. Seit der Zusammenlegung der Nationalparks Harz und Hochharz im Jahr 2006 erstreckt sich das Schutzgebiet über die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Herzenstück ist der Brocken mit seinen 1.141 Metern — der höchste Gipfel Norddeutschlands und sagenumwobener Schauplatz der Walpurgisnacht. Die Landschaft besticht durch uralte Fichtenwälder, bizarre Granitfelsformationen, neblige Hochmoore und wildromantische Bachtäler. Der Nationalpark gehört zu den größten Waldnationalparks in Deutschland und lässt auf weiten Flächen den natürlichen Waldwandel zu. Besucher erleben hier, wie der Wald der Zukunft aus sich selbst heraus entsteht — ein faszinierendes Naturschauspiel. Über 600 Kilometer Wanderwege durchziehen den Park, darunter der beliebte Götheweg zum Brocken und der Heinrich-Heine-Weg. Die Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahnen dampft seit 1899 auf den Gipfel und gehört zu den spektakulärsten Eisenbahnerlebnissen Deutschlands. Im Winter bieten Langlaufloipen, Rodelbahnen und verschneite Winterwanderwege nordischen Charme. Der Nationalpark beheimatet seltene Arten wie den Luchs, der hier erfolgreich wiederangesiedelt wurde, sowie Schwarzstorch, Wanderfalke und die seltene Brocken-Anemone. Das Nationalparkhaus in Wernigerode und die Ranger-Führungen bieten tiefe Einblicke in dieses einzigartige Oekosystem.

BrockenLuchsWildnis

Nationalpark Jasmund

Der Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen ist mit nur 30 Quadratkilometern Deutschlands kleinster Nationalpark, birgt aber auf kompakter Fläche eine der spektakulärsten Naturkulissen des Landes. Die berühmten Kreidefelsen ragen bis zu 118 Meter über die Ostsee auf und leuchten strahlend weiß gegen das tiefe Blau des Meeres — ein Anblick, den bereits Caspar David Friedrich in seinem berühmten Gemälde verewigte. Der Königstuhl ist der höchste und bekannteste Kreidefelsen und bietet vom Nationalparkzentrum aus einen dramatischen Blick über die Ostseeküste. Die Victoria-Sicht, wenige Hundert Meter entfernt, eröffnet den noch beeindruckenderen Blick auf den Königstuhl selbst. Ein Abstieg über 118 Stufen führt zum Strand, wo die gewaltigen Dimensionen der weißen Klippen erst richtig spürbar werden. Hinter den Kreidefelsen verbirgt sich einer der wertvollsten Buchenwälder Europas. Die uralten, knorrigen Rotbuchen des Stubnitz-Waldes gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe "Alte Buchenwälder Deutschlands". Moosbedeckte Wurzeln, Findlinge und die Stille des Waldes schaffen eine märchenhafte Atmosphäre. Der Hochuferweg führt auf rund 12 Kilometern von Sassnitz zum Königstuhl und zählt zu den schönsten Küstenwanderungen Deutschlands. Seltene Orchideenarten, Seeadler und Wanderfalken finden im Nationalpark Lebensraum. Jasmund verbindet die Dramatik der Steilküste mit der Ruhe alter Buchenwälder zu einem unvergesslichen Naturerlebnis.

KreidefelsenBuchenwälderRügen

Nationalpark Schwarzwald

Der Nationalpark Schwarzwald wurde 2014 als erster Nationalpark Baden-Württembergs gegründet und schützt auf rund 10.000 Hektar die wilden Bergwäldern und Moorlandschaften im nördlichen Schwarzwald zwischen der Schwarzwaldhochstraße und dem Rheintal. Hier darf sich die Natur frei entfalten und der Wald zu einem urwaldähnlichen Oekosystem zurückkehren. Die Landschaft prägen dichte Fichten- und Tannenwäldern, mystische Karseen — eiszeitliche Bergseen wie der Wilde See und der Huzenbacher See — sowie offene Grinden, die baumlosen Hochflächen mit Heidelbeeren und Latschen. Der Nationalpark liegt auf Höhen zwischen 500 und 1.164 Metern und bietet spektakuläre Ausblicke über die Rheinebene bis zu den Vogesen. Das Nationalparkzentrum Ruhestein ist architektonisch preisgekrönt und bietet interaktive Ausstellungen zum Thema Wildnis und Waldökologie. Von hier starten zahlreiche Ranger-Touren und thematische Wanderungen. Der Luchspfad und der Wildnispfad machen den Nationalpark zum Erlebnis für Familien mit Kindern. Über 80 Kilometer Wanderwege führen durch unberührte Natur. Der Nationalpark beheimatet seltene Arten wie Aürhuhn, Dreizehenspecht und Luchs. In den Bächen leben Flusskrebse und Feürsalamander. Im Herbst verwandeln sich die Wälder in ein leuchtendes Farbenmeer, im Winter laden Schneeschuhwanderungen und Winterwanderwege zu stiller Naturerfahrung ein.

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