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Neuengland · Abschnitt 6/6

Connecticut & Rhode Island

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Connecticut & Rhode Island

Connecticut und Rhode Island, die zwei kleinsten Bundesstaaten Neuenglands, werden von den meisten Reisenden auf dem Weg zwischen New York und Boston übersehen — zu Unrecht. Hier findest du einige der prächtigsten Herrenhäuser Amerikas, lebhafte Universitätsstädte und maritime Geschichte, die selbst in Neuengland ihresgleichen sucht. Beide Staaten lassen sich hervorragend als Stopps in einen größeren Neuengland-Roadtrip einbauen.

Newport — Die Villen der Gilded Age

Newport in Rhode Island war im späten 19. Jahrhundert der Sommerspielplatz der reichsten Familien Amerikas — Vanderbilts, Astors, Belmonts. Ihre „Sommerhäuschen" (in Wahrheit Paläste) an der Bellevue Avenue gehören heute zu den beeindruckendsten historischen Gebäuden der USA. The Breakers (35 $), das 70-Zimmer-Renaissance-Palazzo der Vanderbilts, ist das prächtigste — die goldenen Decken, der 14 m hohe Speisesaal und der Blick über den Atlantik verschlagen einem die Sprache. Weitere Highlights: Marble House (nach dem Petit Trianon in Versailles modelliert) und The Elms (ein Schloss im französischen Stil). Der Cliff Walk (5,6 km) führt auf einem spektakulären Küstenpfad an den Rückseiten der Villen entlang — Paläste auf der einen Seite, zerklüftete Atlantikküste auf der anderen. Kostenlos und unvergesslich.

Mystic Seaport

Mystic in Connecticut ist eine der besterhaltenen Hafenstädte Neuenglands. Das Mystic Seaport Museum (33 $) ist das größte maritime Museum der USA: ein rekonstruiertes Seefahrerdorf aus dem 19. Jahrhundert mit dem Charles W. Morgan (dem letzten erhaltenen Holzwalfänger, 1841), einer Werft, einer Schmiede und Dutzenden historischen Gebäuden. Die Mystic Pizza (ja, der Film mit Julia Roberts von 1988 wurde hier inspiriert) gibt es wirklich — eine Pizzeria in der Main Street, die vom Filmruhm lebt (Pizza ab 14 $, durchschnittlich, aber der Nostalgiefaktor zählt).

Providence

Providence, die Hauptstadt Rhode Islands, hat sich von einer heruntergekommenen Industriestadt zu einer der kreativsten kleinen Städte der USA gewandelt. Die Rhode Island School of Design (RISD, ausgesprochen „Ris-dee") ist eine der besten Kunsthochschulen der Welt — das angeschlossene RISD Museum (20 $, Sonntag kostenlos) zeigt eine beeindruckende Sammlung von Monet bis antiker Kunst. Federal Hill ist Providences Little Italy — weniger touristisch als Bostons North End und mit besseren Restaurants. Im Sommer und Herbst finden die WaterFire-Events statt: Über 80 Feuer werden auf dem Fluss entzündet, begleitet von Musik — eine mystische Atmosphäre, die Zehntausende anzieht (kostenlos).

Yale & New Haven

New Haven in Connecticut ist die Heimat der Yale University — eine der ehrwürdigsten Universitäten der Welt (gegründet 1701). Der gotische Yale Campus ist wie ein Stück Oxford in Neuengland — spaziere durch die Hof-Anlagen, besuche die Beinecke Rare Book and Manuscript Library (kostenlos, ein architektonisches Juwel mit einer Gutenberg-Bibel) und die Yale University Art Gallery (kostenlos, Van Gogh, Monet, Hopper). Und dann: Pizza. New Haven behauptet, die beste Pizza Amerikas zu machen — Frank Pepe's (seit 1925) und Sally's Apizza streiten sich seit einem Jahrhundert um den Titel. Die kohleofengebackene, dünne, leicht verkohlte Kruste mit frischen Muscheln (White Clam Pizza, 18 $) ist tatsächlich sensationell.

💡 Tipp

Newport ist ein perfekter Tagesausflug von Boston (75 Min. Fahrt) oder ein Zwischenstopp auf der Fahrt nach New York. Kombiniere den Cliff Walk am Vormittag mit zwei Villenbesichtigungen am Nachmittag. Der Combination Ticket für fünf Villen kostet 55 $ — deutlich günstiger als einzeln.

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