Neuengland · Abschnitt 1/6

Boston

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Boston★★★

Boston ist eine der ältesten und geschichtsträchtigsten Städte der USA — gegründet 1630, Schauplatz der Boston Tea Party und Wiege der amerikanischen Unabhängigkeit. Aber Boston ist weit mehr als ein Freilichtmuseum: Die Stadt pulsiert mit Studenten von über 50 Universitäten (darunter Harvard und MIT), einer erstklassigen Restaurantszene und der fanatischen Sportbegeisterung, die die Red Sox, Celtics und Bruins zu Ikonen gemacht hat.

Freedom Trail

Der Freedom Trail ist Bostons Meisterwerk der Geschichtsvermittlung: Eine 4 km lange rote Linie, in den Bürgersteig eingelassen, die dich zu 16 historischen Stätten führt — vom Boston Common (dem ältesten öffentlichen Park der USA, 1634) über das Old State House (wo 1776 die Unabhängigkeitserklärung vorgelesen wurde) bis zur Old North Church (von deren Turm das berühmte Laternensignal für Paul Reveres Mitternachtsritt gegeben wurde). Der Trail endet in Charlestown am USS Constitution, dem ältesten noch schwimmfähigen Kriegsschiff der Welt (1797). Kostenlos auf eigene Faust, geführte Touren mit kostümierten Guides der Freedom Trail Foundation kosten 18 $ für Erwachsene.

Fenway Park

Fenway Park ist das älteste noch genutzte Baseball-Stadion der USA (seit 1912) und eine Pilgerstätte für Sportfans. Die berühmte Green Monster-Mauer in der linken Feldhälfte (11,3 m hoch) ist ein Wahrzeichen. Ein Spiel der Boston Red Sox zu besuchen gehört zum Boston-Erlebnis — auch wenn man Baseball nicht versteht, die Atmosphäre ist elektrisierend. Tickets ab 30 $ (Bleachers) bis 150 $+ (Feldnähe), am besten Wochen vorher über die offizielle Website buchen. Stadiontouren auch ohne Spiel möglich: 25 $, täglich.

Harvard & MIT in Cambridge

Direkt gegenüber des Charles River liegt Cambridge, Heimat der zwei berühmtesten Universitäten der Welt. Der Harvard Yard ist frei zugänglich — spaziere durch die ehrwürdigen Backsteingebäude, berühre die Schuhspitze der John-Harvard-Statue (angeblich bringt es Glück, ist aber eigentlich gar nicht Harvard) und besuche die hervorragenden Harvard Art Museums (20 $, kostenlos samstags 10–12 Uhr). Das MIT beeindruckt mit futuristischer Architektur (Stata Center von Frank Gehry) und dem kostenlosen MIT Museum. Der Harvard Square drumherum ist voller Buchläden, Cafés und dem legendären Plattenladen Newbury Comics.

North End — Little Italy

Bostons North End ist das älteste Wohnviertel der Stadt und Amerikas authentischstes italienisches Viertel. Die Hanover Street duftet nach frischem Espresso und Cannoli — die ewige Rivalität zwischen Mike's Pastry und Modern Pastry (beide Cannoli: 5–6 $) spaltet die Stadt. Dazwischen: Trattorien mit hausgemachter Pasta (15–25 $ pro Hauptgericht), die Paul Revere House (das älteste erhaltene Gebäude Bostons, 1680, Eintritt 6 $) und die Old North Church. Am Wochenende ist das Viertel brechend voll — komme unter der Woche.

Boston Common & Back Bay

Der Boston Common (1634) und der angrenzende Public Garden (mit den berühmten Swan Boats, 4,50 $ pro Fahrt, April–September) bilden das grüne Herz der Stadt. Die Commonwealth Avenue Mall führt von hier durch Back Bay, Bostons elegantestes Viertel mit viktorianischen Brownstone-Reihenhäusern, der Newbury Street (Bostons Antwort auf die Fifth Avenue — Boutiquen, Galerien, Restaurants) und der Trinity Church am Copley Square, einem Meisterwerk der romanischen Architektur. Die Boston Public Library daneben ist die älteste öffentliche Bibliothek der USA — der prachtvolle Lesesaal ist kostenlos zugänglich und atemberaubend.

💡 Tipp

Boston ist eine der wenigen US-Städte, die man hervorragend zu Fuß erkunden kann. Die T (Bostons U-Bahn) ist das älteste U-Bahn-System der USA (1897), aber für die Innenstadt brauchst du sie kaum. Eine CharlieCard (wiederaufladbar) kostet 2,40 $ pro Fahrt. Das Seaport District südlich der Innenstadt hat sich zum neuen Gastro-Hotspot entwickelt — Row 34 für Austern, Legal Harborside für Seafood mit Hafenblick.

Bostons Seafood-Szene

Neuengland ist Lobster-Land, und Boston ist das Epizentrum. Die große Frage: Lobster Roll — warm mit Butter (Connecticut-Style) oder kalt mit Mayo (Maine-Style)? In Boston bekommst du beides. Die besten Adressen: Neptune Oyster im North End (die beste Lobster Roll der Stadt, 38 $, lange Warteschlange), Luke's Lobster am Seaport (fairer Preis, 24 $, nachhaltig gefischt) und Legal Sea Foods (die Institution seit 1950, mehrere Standorte). Eine New England Clam Chowder (cremige Muschelsuppe) gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm — am besten im Brotlaib serviert am Faneuil Hall Marketplace.

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