Alentejo · Abschnitt 3/8

Alentejo-Küste

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Alentejo-Küste★★★

Die Alentejo-Küste ist Portugals bestgehütetes Geheimnis — 150 km wilde, unverbaute Küste zwischen der Halbinsel von Tróia und der Algarve-Grenze. Während sich an der Algarve Resort an Resort reiht, gibt es hier: Dünen, Reisfelder, Pinienwälder und Strände, an denen man im Hochsommer allein sein kann. Der gesamte Küstenstreifen steht unter Naturschutz (Parque Natural do Sudoeste Alentejano), was Großbauten verhindert hat.

Comporta & Carvalhal

Comporta ist das portugiesische Hamptons — aber noch mit Charme. Reiche Lissabonner haben das ehemalige Fischerdorf vor 15 Jahren entdeckt und zu einem diskreten Luxus-Hotspot gemacht. Die Strände (Praia da Comporta, Praia do Carvalhal, Praia do Pego) sind endlos lang, menschenleer und von Reisfeldern und Dünen umgeben. Im Sand stehen einfache Holzbuden-Restaurants, in denen man barfuß frischen Fisch isst — für Preise, die allerdings nicht mehr fischerdorfmäßig sind (Hauptgerichte 18–35€).

Die Reisfelder hinter den Dünen sind ein faszinierender Anblick — Comporta ist eines der wenigen Reisanbaugebiete Europas. Im Frühling stehen die Felder unter Wasser und spiegeln den Himmel.

Vila Nova de Milfontes

Vila Nova de Milfontes, wo der Fluss Mira in den Atlantik mündet, ist der entspannteste Badeort der Alentejo-Küste. Klein genug, um fußläufig alles zu erreichen, groß genug für gute Restaurants und ein Minimum an Infrastruktur. Der Ort hat eine hübsche Festung am Flussufer, eine lebhafte Strandpromenade und gleich mehrere fantastische Strände in Laufweite.

Die Praia das Furnas (2 km südlich) ist einer der spektakulärsten Strände Portugals: eingebettet zwischen Klippen mit goldenen Felstoren und Höhlen, erreichbar über einen Klippenpfad. Die Praia do Malhão (5 km nördlich) ist ein endloser, wilder Surfstrand — oft komplett leer.

Im Sommer kann man auf dem Mira-Fluss Kajak fahren, Stand-up-Paddeln oder sich einfach treiben lassen. Die Flussmündung mit ihren ruhigen Buchten ist perfekt für Familien mit kleinen Kindern.

Zambujeira do Mar

Das winzige Klippendorf Zambujeira do Mar wäre völlig unbekannt, wäre da nicht das Festival Sudoeste — eines der größten Musikfestivals Portugals (jedes Jahr Anfang August, ca. 40.000 Besucher). Außerhalb der Festivalwoche ist Zambujeira ein verschlafenes Dorf mit dramatischen Klippen und wilden Stränden. Die Praia dos Alteirinhos, erreichbar über 200 Stufen hinab zur Klippe, ist paradiesisch.

💡 Tipp

Die Alentejo-Küste hat deutlich kälteres Wasser als die Algarve (16–19°C im Sommer). Der Atlantik hier ist rau und die Strömungen können gefährlich sein — nur an bewachten Stränden schwimmen. Dafür gibt es praktisch keine Quallen. Der Rota Vicentina Wanderweg (Fishermen's Trail) führt 226 km entlang der Küste — spektakulär, auch für einzelne Tagesetappen.

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