Essen & Trinken in Auckland
Auckland ist Neuseelands kulinarische Hauptstadt — eine Stadt, in der du morgens einen perfekten Flat White bei einem preisgekrönten Barista trinkst, mittags samoanisches Oka auf einem Streetfood-Markt isst, nachmittags auf Waiheke Island Wein verkostest und abends in einem Fine-Dining-Restaurant mit Hafenblick dinierst. Die polynesische, asiatische und europäische Einwanderung hat eine Esskultur geschaffen, die vielfältiger ist als in jeder anderen Stadt Neuseelands.
€ Budget (unter 20 NZD)
Satya South Indian · Great North Road, Grey Lynn — Das beste indische Restaurant Aucklands, seit über 25 Jahren. Masala Dosa für 16 NZD, die so groß ist, dass sie über den Teller hinausragt. Sambar und Chutneys zum Nachfüllen. BYO (Bring Your Own Wein, 5 NZD Korkgeld). Immer voll, keine Reservierung möglich — einfach anstellen.
Ramen Do · Queen Street — Authentische japanische Ramen in einem winzigen Lokal. Tonkotsu-Brühe, die 18 Stunden gekocht wird (15 NZD). Mittags Schlange, aber schnelle Durchlaufzeit.
Best Ugly Bagels · City Works Depot, Wellesley Street — Von Al Brown gegründet: Montreal-Style Bagels, im Holzofen gebacken. Der „Reuben" (Pastrami, Sauerkraut, russische Soße, 14 NZD) ist eine Institution. Dazu ein Allpress-Espresso.
€€ Mittelklasse (20–40 NZD)
Depot Eatery & Bar · Federal Street (am Sky Tower) — Al Browns zweites Restaurant, das Auckland verändert hat: Sharing-Plates-Konzept mit frischesten Zutaten, offene Küche, Rohbar mit frischen Austern (6 NZD/Stück). Die geschmorte Lammschulter (36 NZD) und der Rotisserie-Hühnchen mit Tamarillo-Chutney (32 NZD) sind legendär. Keine Reservierung — wer zuerst kommt, sitzt zuerst. Tipp: Die Theke an der Rohbar ist der beste Platz.
Saan · 160 Ponsonby Road — Nordthailändische Küche vom Feinsten. Khao Soi (28 NZD), Laab mit gegrilltem Reis (26 NZD). → siehe Ponsonby
Gemmayze Street · K Road — Libanesische Mezze-Bar. Hummus, Labneh, gegrilltes Lamm als Sharing Plates (14–22 NZD). Lebhafte K-Road-Atmosphäre, BYO.
€€€ Gehoben (40–80 NZD)
Pasture · Parnell — Das beste Restaurant Neuseelands (mehrfach ausgezeichnet). Chef Ed Verner serviert ein 10-Gänge-Menü (295 NZD, mit Weinbegleitung 195 NZD extra) aus ausschließlich neuseeländischen Zutaten — über offenem Feuer und in handgefertigten Keramikschalen. Nur 20 Plätze, Wochen im Voraus buchen. Das Erlebnis ist so gut, dass internationale Feinschmecker eigens nach Auckland fliegen.
Ahi · Commercial Bay — Chef Ben Bayly (bekannt aus MasterChef NZ) feiert neuseeländische Küche mit Māori-Einflüssen. Kina (Seeigel) auf Toast, Crayfish Thermidor, Canterbury-Lamm. Hauptgang 38–52 NZD. Hafenblick und stilvolle Einrichtung.
Onslow · 9 Galway Street, Britomart — Josh Emerys modernes neuseeländisches Restaurant mit saisonaler Menükarte. Tasting Menu (150 NZD, 7 Gänge) mit passender Weinbegleitung. In einem eleganten Lagerhaus-Setting.
Cafés & Flat White
Auckland nimmt seinen Flat White ernst — die Stadt gehört zu den besten Kaffeestädten der Welt. Die besten Röstereien: Allpress Espresso (Drake Street, Freemans Bay — die Rösterei ist auch ein Architektur-Highlight), Kokako (Taylors Road, Grey Lynn — Fair Trade und organisch, der Schoko-Mocca ist legendär), Coffee Supreme (Customs Street East — die Profis unter den Profis). Ein Flat White kostet in Auckland 5,50–7 NZD.
Märkte
La Cigale French Market (Samstag & Sonntag, 8:00–13:30, Parnell) — Aucklands bester Food-Markt: französische Crêpes, frische Austern, artisanale Käse, Patisserien und Live-Musik.
Otara Flea Market (Samstag 6:00–12:00) — Aucklands polynesischster Markt im Süden der Stadt. Samoanisches Oka, tongaische Tapa-Stoffe, Māori-Schnitzereien und ein Meer aus tropischen Früchten. Authentisch, günstig, laut und farbenfroh — das echte Auckland.
💡 Tipp
Aucklands Restaurant-Szene ist vergleichbar mit Melbourne — ernst zu nehmende Weltklasse. Reserviere gehobene Restaurants (Pasture, Ahi, Onslow) Wochen im Voraus. Für spontane Besuche: Depot, Satya und Best Ugly Bagels nehmen keine Reservierungen — einfach hingehen. Der Flat White wurde angeblich in Neuseeland erfunden (genauer: 1989 bei DKD in Wellington — Auckland bestreitet das natürlich).