Vedado & Nachtleben
Vedado ist Havannas moderneres Gesicht — das Viertel entstand in den 1920er–50er Jahren, als amerikanisches Geld in die Stadt floss. Breite Boulevards, Art-déco-Villen, die Universität von Havanna (1728) auf einem Hügel, und die großen Hotels der Mafia-Ära: das Hotel Nacional de Cuba (1930), in dem Meyer Lansky, Frank Sinatra und Marlon Brando abstiegen, und das Habana Libre (ehemals Hilton), das Fidel Castro 1959 zum Revolutionshauptquartier machte.
Hotel Nacional de Cuba
Auch wer nicht hier übernachtet (ab 150 €/Nacht), sollte vorbeischauen: Der Garten mit Blick auf den Malecón und die Bucht ist einer der schönsten Orte Havannas. Im Keller: ein Museum über die Mafia-Geschichte. An der Bar: hervorragende Mojitos und Daiquirís (4–6 €). Sonntags spielen Bands im Garten.
Nachtleben
Havannas Nightlife ist legendär — und vielfältiger als die meisten denken:
- Fábrica de Arte Cubano (FAC): Kubas aufregendster Kulturort. Eine umgebaute Speiseölfabrik, in der auf mehreren Etagen gleichzeitig Kunstausstellungen, Live-Musik, DJs, Theater und Filmvorführungen stattfinden. Donnerstag bis Sonntag ab 20 Uhr, Eintritt 2 €. DAS Highlight des Havanna-Nachtlebens.
- Tropicana: Die legendäre Open-Air-Show (seit 1939) unter tropischen Bäumen. 200 Tänzerinnen und Tänzer in extravaganten Kostümen — purer Glamour aus einer anderen Ära. Ab 70 €/Person inkl. Cocktail und Show. Touristisch, aber atemberaubend.
- Casa de la Música (Centro): Live-Salsa mit den besten Bands Kubas. Abends ab 22 Uhr (5–15 €). Hier tanzen Kubaner und Touristen Seite an Seite.
- La Zorra y el Cuervo: Havannas bester Jazzclub in einem Keller im Vedado. Kleine Bühne, hervorragende Musiker, intime Atmosphäre. Eintritt 10 €.
Achtung
Im Vedado und besonders nachts am Malecón wirst du häufig von Jineteros angesprochen — Leuten, die dir Zigarren, Rum, Restaurants oder andere „Dienste" vermitteln wollen. Sei freundlich, aber bestimmt. In der Regel sind sie harmlos, aber die angebotenen Zigarren sind fast immer Fälschungen.