Havanna · Abschnitt 3/11

Der Malecón

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Der Malecón★★★

Der Malecón ist Havannas Seele — eine 8 km lange Ufermauer, die sich vom Castillo de la Punta in Habana Vieja bis zum Vedado-Viertel erstreckt. Gebaut ab 1901 unter der US-amerikanischen Besatzung, ist der Malecón weit mehr als eine Straße: Er ist Kubas Wohnzimmer, Bühne, Treffpunkt und Philosophenbank.

Tagsüber sitzen hier Angler, die ihre Schnüre ins türkisfarbene Wasser werfen. Kinder springen von den Felsen. Touristen posieren vor den Oldtimern, die am Ufer parken. Aber der Malecón wird erst bei Sonnenuntergang magisch: Dann strömen Hunderte Habaneros an die Mauer — Liebespärchen, Freundesgruppen, Musiker mit Gitarren, Familien mit Kindern. Rum wird aus Plastikflaschen geteilt, Reggaetón dröhnt aus Bluetooth-Boxen, und die Sonne versinkt in Orange und Gold hinter der Skyline von Vedado.

Die Gebäude entlang des Malecón sind ein architektonisches Kaleidoskop: neoklassizistisch, Art déco, Beaux Arts, eklektisch — und alle in verschiedenen Stadien des Verfalls. Das Salzwasser und der Wind nagen unaufhörlich an den Fassaden. Einige Häuser sind wunderschön restauriert, andere sind nur noch Skelette, in denen trotzdem Menschen wohnen.

Eine Oldtimer-Cabrio-Fahrt entlang des Malecón bei Sonnenuntergang ist Kubas ikonischstes Erlebnis — kitschig, ja, aber unvergesslich. Die Fahrer kennen die besten Fotospots und halten auf Wunsch an.

💡 Tipp

Der beste Abschnitt für den Sonnenuntergang ist zwischen der Calle G und dem Hotel Nacional in Vedado. Bringe eine Flasche Havana Club und Limetten mit — Mojito auf der Mauer ist ein unvergessliches Erlebnis.

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