Notre-Dame & Île de la Cité★★★
Die Cathédrale Notre-Dame de Paris ist das spirituelle und geographische Herz Frankreichs — der „Punkt Null", von dem alle Entfernungen im Land gemessen werden, ist in den Boden vor der Kathedrale eingelassen. Der gotische Meisterbau (Baubeginn 1163, vollendet um 1345) überlebte Revolution, Kriege und den verheerenden Brand vom 15. April 2019, bei dem der Dachstuhl und der ikonische Vierungsturm einstürzten.
Nach fünf Jahren akribischer Restaurierung wurde Notre-Dame am 7. Dezember 2024 feierlich wiedereröffnet. Das Innere erstrahlt in neuem Glanz: Die jahrhundertealte Rußschicht wurde entfernt, die Kalksteinwände leuchten in hellem Beige, die Glasfenster — darunter die drei gewaltigen Rosetten aus dem 13. Jahrhundert — strahlen in Farben, die man seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen hat. Der neue Vierungsturm folgt dem historischen Vorbild, ergänzt durch moderne Brandschutzmaßnahmen.
Die Île de la Cité, die Seineinsel, auf der Notre-Dame steht, ist der Geburtsort von Paris. Die Römer gründeten hier Lutetia. Neben der Kathedrale lohnen die Sainte-Chapelle (1248, die vielleicht schönsten Glasfenster der Welt — 1.113 Einzelszenen in 15 raumhohen Fenstern, Eintritt 11,50 €) und die Conciergerie (Gefängnis der Französischen Revolution, in dem Marie-Antoinette ihre letzten Tage verbrachte, 11,50 €). Kombi-Ticket für beide: 18,50 €.
💡 Tipp
Notre-Dame ist wieder kostenlos zugänglich, aber die Schlangen sind enorm. Komme unter der Woche vor 8:30 Uhr oder nach 17 Uhr. Die Sainte-Chapelle ist an sonnigen Nachmittagen am schönsten, wenn das Licht durch die Fenster flutet — buche online vor.