Geschichte Österreichs · Abschnitt 1/5

Von den Kelten zu den Babenbergern

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Von den Kelten zu den Babenbergern

Lange bevor es Österreich gab, war das Gebiet an der Donau ein Kreuzungspunkt der Kulturen. Die Kelten gründeten hier das Königreich Noricum (ca. 400 v. Chr.), das für seine Eisenverarbeitung berühmt war — norisches Eisen galt in der Antike als das beste der Welt. Die Hauptstadt Virunum (bei Klagenfurt) war ein bedeutendes Handelszentrum.

15 v. Chr. gliederten die Römer das Gebiet in ihr Reich ein. Vindobona (Wien), Carnuntum (bei Petronell) und Iuvavum (Salzburg) wurden wichtige Militärlager und Siedlungen. Kaiser Marcus Aurelius schrieb Teile seiner berühmten Selbstbetrachtungen in Carnuntum — und starb möglicherweise auch dort im Jahr 180 n. Chr. Die römische Infrastruktur — Straßen, Thermen, Amphitheater — prägte das Land für Jahrhunderte.

Nach dem Untergang Roms durchzogen Germanen, Hunnen, Awaren und Slawen das Gebiet. Karl der Große richtete um 800 die Awarenmark als östliche Grenzregion des Frankenreichs ein. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Name "Ostarrîchi" in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. vom 1. November 996 — das Geburtsdokument Österreichs.

976 belehnte Kaiser Otto II. Leopold I. aus dem Geschlecht der Babenberger mit der Markgrafschaft. Die Babenberger regierten 270 Jahre lang und machten aus einer Grenzmark ein wohlhabendes Herzogtum. Unter Leopold III. (dem Heiligen, Landespatron) entstanden Klöster wie Klosterneuburg und Heiligenkreuz. Wien wurde 1155 zur Residenzstadt — der Beginn einer glanzvollen Karriere.

💡 Tipp

Der Archäologiepark Carnuntum bei Petronell-Carnuntum (40 Minuten von Wien) ist einzigartig in Europa: Komplett rekonstruierte römische Stadtviertel mit funktionierender Fußbodenheizung und originalgetreuen Wandmalereien. Absolut sehenswert!

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