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Geschichte Österreichs · Abschnitt 2/5

Die Habsburger: Aufstieg zur Weltmacht (1273–1740)

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Die Habsburger: Aufstieg zur Weltmacht (1273–1740)

1273 wurde Rudolf von Habsburg, ein relativ unbedeutender schwäbischer Graf, zum deutschen König gewählt — vor allem, weil die Kurfürsten ihn für ungefährlich hielten. Sie irrten sich gewaltig. Rudolf besiegte den böhmischen König Ottokar II. in der Schlacht auf dem Marchfeld (1278) und sicherte sich Österreich, die Steiermark und Kärnten. Damit begann die 640-jährige Herrschaft der Habsburger über Österreich — die am längsten regierende Dynastie Europas.

Die Habsburger machten Heiratspolitik zur Staatskunst. Das berühmte Motto "Bella gerant alii, tu felix Austria nube" (Kriege führen mögen andere, du glückliches Österreich heirate!) fasst ihre Strategie zusammen. Durch geschickte Eheschließungen erwarben sie Burgund (1477), Spanien mit seinen Kolonien (1496), Böhmen und Ungarn (1526). Unter Kaiser Karl V. (1519–1556) umfasste ihr Reich ein Gebiet, in dem "die Sonne niemals unterging".

Zwei existenzielle Bedrohungen prägten diese Epoche: Die Reformation spaltete das Reich religiös — Österreich blieb nach der Gegenreformation katholisch, was die Kultur bis heute prägt. Und die Osmanen belagerten Wien gleich zweimal: 1529 scheiterte Sultan Süleyman vor den Mauern, und 1683 wurde das osmanische Heer in der Zweiten Türkenbelagerung von einer christlichen Koalition unter dem polnischen König Jan Sobieski vernichtend geschlagen. Dieser Sieg leitete Österreichs Expansion nach Südosteuropa ein — und gab den Wienern angeblich die Kipferl-Tradition (die Halbmondform als Spott auf den osmanischen Halbmond).

Nach 1683 erlebte Wien ein barockes Goldenes Zeitalter. Fischer von Erlach und Hildebrandt bauten die Pracht, die Wien heute ausmacht: Schloss Schönbrunn, das Belvedere, die Karlskirche, das Stift Melk. Prinz Eugen von Savoyen, der größte Feldherr seiner Zeit, dehnte das Reich bis nach Serbien und Rumänien aus.

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