Bokor Hill Station★★
Bokor — Die Geisterstadt in den Wolken
Die Bokor Hill Station (Preah Monivong Nationalpark) auf 1.080 m Höhe ist einer der atmosphärischsten Orte Kambodschas. Die Franzosen errichteten hier 1922 eine Bergstation als Flucht vor der Hitze der Ebene. Hotels, ein Casino und eine katholische Kirche entstanden — alles in einem eleganten Art-déco-Stil.
Dann kamen die Roten Khmer, der Vietnamkrieg und Jahrzehnte des Verfalls. Heute stehen die Ruinen im Nebel: Das alte Bokor Palace Hotel (1925), die Kirche, die königliche Residenz — verlassen, verwittert, von Moos und Dschungel überwuchert. Die Atmosphäre ist gespenstisch und gleichzeitig melancholisch-schön.
Was du siehst
- Bokor Palace Hotel (Ruine): Das ehemalige Luxushotel aus den 1920er-Jahren — leere Flure, zerbrochene Fenster, offene Aufzugschächte. Begehbar, aber Vorsicht (morsche Böden!).
- Katholische Kirche: Eine surreale Erscheinung im Nebel. Die Buntglasfenster sind längst zerbrochen, aber die Mauern stehen.
- Wat Sampov Pram: Fünf kleine Stupas am Klippenrand mit Panoramablick über die Küste und den Golf von Thailand. Bei klarem Wetter siehst du bis nach Vietnam.
- Popokvil Wasserfall: Am Fuß des Berges, zweistufig (14 m + 18 m). In der Regenzeit beeindruckend, in der Trockenzeit manchmal nur ein Rinnsal.
- Thansur Bokor Highland Resort: Direkt neben den Ruinen hat ein moderner Casino-Komplex eröffnet — der surreale Kontrast zwischen Verfall und Neubau ist ein eigenes Erlebnis.
💡 Tipp
Fahre morgens (Abfahrt 7:00 Uhr aus Kampot), wenn die Chance auf Nebel am größten ist — die Ruinen im Nebel sind atemberaubend. Nachmittags klart es oft auf und du hast die Aussicht. Mit dem Moped: Die Straße ist gut asphaltiert (32 km, 45 Min.), aber die Kurven sind eng. Per Tuk-Tuk: 30 USD hin und zurück.