Kamakura — Der Große Buddha★★
Kamakura war im 13.–14. Jahrhundert Japans politisches Zentrum — Sitz des ersten Shogunats und eine Tempelstadt, die mit Kyoto rivalisierte. Heute ist die kleine Küstenstadt ein perfekter Tagesausflug von Tokyo (1 Stunde per JR Yokosuka-Linie, ¥940).
Das Haupthighlight ist der Große Buddha (Daibutsu) im Kōtoku-in-Tempel — eine 13,35 Meter hohe, 121 Tonnen schwere Bronze-Statue aus dem Jahr 1252. Ursprünglich stand sie in einer Halle, die 1498 von einem Tsunami weggerissen wurde — seitdem sitzt der Buddha im Freien und meditiert unter freiem Himmel. Für ¥50 extra kannst du durch eine Tür in den hohlen Rücken der Statue klettern.
Weitere Highlights:
- Tsurugaoka Hachiman-gū: Kamakuras wichtigster Schrein, am Ende einer breiten Allee mit Kirschbäumen. Im September findet hier Yabusame (berittenes Bogenschießen) statt — eines der spektakulärsten Festivals Japans.
- Hasedera: Tempel mit der 9 Meter hohen, vergoldeten Kannon-Statue und einem Höhlengang mit Hunderten kleinen Buddha-Figuren. Der Garten bietet Meerblick.
- Komachi-dōri: Lebhafte Einkaufsstraße zwischen Bahnhof und Schrein — Souvenirs, Matcha-Eis, Dango (Reisklöße).
- Enoshima: Kleine Insel, per Brücke erreichbar (20 Min. per Zug von Kamakura). Höhlen, Schreine, Meerblick und bei klarem Wetter Fuji-Panorama.
💡 Tipp
Kamakura hat auch wunderschöne Wanderwege durch die bewaldeten Hügel — der „Daibutsu Hiking Trail" verbindet den Großen Buddha mit dem Jōchi-ji-Tempel durch einen Wald (30 Min., leicht). Perfekt zur Kirschblüte und Herbstlaubzeit.