Mittelmeerküste
Von der spanischen Grenze bis zur italienischen Riviera erstreckt sich Frankreichs Mittelmeerküste über rund 900 Kilometer — und bietet auf dieser Strecke eine erstaunliche Vielfalt.
Die Côte d'Azur (Französische Riviera) ist der glamouröseste Küstenabschnitt Europas. Von Saint-Tropez über Cannes, Antibes und Nizza bis nach Monaco und Menton reihen sich Buchten mit türkisfarbenem Wasser, Pinienwälder auf roten Felsen und Bilderbuch-Dörfer in den Hügeln aneinander. Das Licht der Côte d'Azur — klar, intensiv, fast unwirklich — zog Maler wie Matisse, Picasso und Chagall magisch an.
Westlich der Rhône-Mündung liegt die Camargue — ein einzigartiges Feuchtgebiet, in dem weiße Pferde, schwarze Stiere und Flamingos in einer Steppenlandschaft aus Salzseen, Sümpfen und Reisfeldern leben. Es ist einer der wildesten Orte Frankreichs und Heimat einer Cowboy-Kultur, die an den amerikanischen Westen erinnert.
Noch weiter westlich erstreckt sich das Languedoc-Roussillon mit langen Sandstränden, mittelalterlichen Städten wie Carcassonne und wilden Küstenabschnitten wie der Côte Vermeille an der spanischen Grenze, wo die Pyrenäen direkt ins Meer stürzen.
Korsika verdient eine Sonderstellung: Die "Insel der Schönheit" (Île de Beauté) vereint auf 8.680 km² Hochgebirge (Monte Cinto, 2.706 m), Traumstrände (Palombaggia, Santa Giulia), dichte Macchia-Wälder und zerklüftete Küsten. Der GR 20 — Fernwanderweg quer über die Insel — gilt als einer der anspruchsvollsten und schönsten Fernwanderwege Europas.