Zentralmassiv & Flusstäler
Das Massif Central im Herzen Frankreichs ist die große Unbekannte der französischen Landschaft — und genau deshalb so reizvoll. Dieses vulkanische Hochland, das etwa ein Sechstel der Landesfläche einnimmt, bietet eine Landschaft, die es in dieser Form nirgendwo sonst in Europa gibt.
Die Chaîne des Puys in der Auvergne — eine Kette von 80 erloschenen Vulkanen, die sich wie Perlen auf einer Schnur reihen — gehört seit 2018 zum UNESCO-Welterbe. Der Puy de Dôme (1.465 m) ist der bekannteste: Ein Zahnradzug fährt bis fast zum Gipfel, von wo aus man bei klarer Sicht ein Siebtel der Landesfläche überblicken kann. Die Vulkane sind "nur" 8.000 bis 95.000 Jahre alt — geologisch gesehen Babys.
Die Gorges du Tarn und Gorges de l'Ardèche sind tiefe Schluchten, die sich durch Kalkstein gegraben haben — atemberaubend für Kanufahrten, Klettern und Wanderungen. Der Pont d'Arc in der Ardèche, ein natürlicher Steinbogen über dem Fluss, ist eines der eindrucksvollsten Naturmonumente Frankreichs.
Die großen Flusstäler
- Loire-Tal — der "Garten Frankreichs" mit über 300 Schlössern (Chambord, Chenonceau, Amboise, Villandry), sanften Weinbergen und der längsten Flusslandschaft Europas. UNESCO-Welterbe auf 280 km Länge
- Dordogne — Flusstal mit mittelalterlichen Dörfern (Sarlat, Beynac, La Roque-Gageac), prähistorischen Höhlen (Lascaux) und einer der schönsten Kulturlandschaften Europas
- Rhône-Tal — von Lyon bis zum Mittelmeer, Wiege großer Weine und Verbindungsachse zwischen Nord und Süd
- Lot-Tal — weniger bekannt, aber spektakulär: Das Flusstal schlängelt sich in engen Mäandern durch Kalksteinfelsen. Cahors, die Hauptstadt des schwarzen Weins (Malbec), liegt an seinen Ufern
💡 Tipp
Die Auvergne ist Frankreichs bestgehütetes Geheimnis: kaum Touristen, spektakuläre Vulkanlandschaften, hervorragender Käse (Saint-Nectaire, Cantal, Salers, Bleu d'Auvergne) und heiße Quellen. Ideal für alle, die das „andere" Frankreich suchen.