Samarkand entdecken
Samarkand (usbekisch Samarqand) ist eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt — seit über 2.750 Jahren. Alexander der Große eroberte sie 329 v. Chr. und soll gesagt haben: „Alles, was ich über Samarkand gehört habe, ist wahr — außer, dass sie noch schöner ist, als ich es mir vorgestellt habe." Dieses Urteil gilt bis heute.
Die Stadt verdankt ihre Pracht dem Eroberer Timur (Tamerlan), der Samarkand im 14. Jahrhundert zu seiner Hauptstadt machte und mit Architekten, Handwerkern und Künstlern aus dem gesamten eroberten Gebiet — von Persien bis Indien — eine Stadt schuf, die alles Bisherige in den Schatten stellte. Sein Enkel Ulugh Beg machte sie zusätzlich zum Zentrum der Wissenschaft.
Heute ist Samarkand (ca. 550.000 Einwohner) eine lebendige usbekische Stadt, in der der Alltag zwischen den monumentalen Bauwerken stattfindet. Die UNESCO-Welterbe-Stätten konzentrieren sich im Zentrum und sind bequem zu Fuß erreichbar. Plane mindestens 2–3 Tage für Samarkand.
Orientierung
Samarkands Sehenswürdigkeiten liegen kompakt beieinander — alles ist zu Fuß erreichbar:
- Registan-Platz: Das Herz der Stadt, umgeben von drei monumentalen Medresen. Ausgangspunkt für alles.
- Bibi-Khanum-Komplex: 5 Minuten nördlich des Registan. Die riesige Moschee und der benachbarte Siab-Basar.
- Gur-Emir: 10 Minuten südwestlich des Registan. Timurs Mausoleum in einer ruhigen Nachbarschaft.
- Shah-i-Zinda: 15 Minuten nordöstlich. Die Gräberstraße am Rand der Altstadt.
- Afrosiyob-Hügel: Nördlich von Shah-i-Zinda. Archäologische Stätte der antiken Stadt.
- Neustadt: Südlich des Registan. Sowjetische Boulevards, Hotels, Restaurants, Universität.