Von Alexander bis Dschingis Khan
Antike Hochkulturen
Die Region des heutigen Usbekistan — historisch Transoxanien (persisch: Mawarannahr, „jenseits des Flusses [Oxus/Amudarja]") — gehört zu den ältesten Kulturräumen der Menschheit. Samarkand (antik: Marakanda) wurde vor über 2.750 Jahren gegründet. Die Region war Teil des Persischen Achämenidenreichs und ein Zentrum des Zoroastrismus.
Alexander der Große (329 v. Chr.)
Alexander der Große eroberte Samarkand 329 v. Chr. und war überwältigt von der Pracht der Stadt. Hier heiratete er Roxane, eine sogdische Prinzessin — eine seiner bedeutendsten politischen Ehen. Die griechische Kultur hinterließ in der Region Spuren, die Jahrhunderte überdauerten.
Islamische Eroberung (8. Jahrhundert)
Im 8. Jahrhundert brachten arabische Eroberer den Islam nach Zentralasien. Buchara wurde zu einem der wichtigsten Zentren islamischer Gelehrsamkeit. Hier wirkte Abu Ali ibn Sino (Avicenna), dessen medizinisches Werk „Der Kanon der Medizin" über 600 Jahre lang das Standardwerk in Europa war.
Dschingis Khan (1220)
Die mongolische Invasion unter Dschingis Khan 1220 war die größte Katastrophe in der Geschichte der Region. Buchara und Samarkand wurden dem Erdboden gleichgemacht, die Bevölkerung massakriert oder versklavt. Dschingis Khan soll in der Freitagsmoschee von Buchara geritten sein und verkündet haben: „Ich bin die Geißel Gottes." Die Zerstörung war so vollständig, dass die Region Jahrzehnte brauchte, um sich zu erholen.