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Wien · Abschnitt 6/10

Naschmarkt & Freihausviertel

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Naschmarkt & Freihausviertel★★

Wienzeile, 1060 Wien
Mo–Fr 6–19:30 Uhr, Sa 6–18 Uhr, So geschlossen

Der Naschmarkt ist Wiens Bauch — und sein multikulturellstes Viertel. Seit dem 16. Jahrhundert wird hier gehandelt, gefeilscht und geschlemmt. Zusammen mit dem angrenzenden Freihausviertel (4. Bezirk) bildet er Wiens lebendigstes Stadtviertel.

★★★ Naschmarkt

Über 1,5 km erstreckt sich Wiens größter Markt entlang der Wienzeile — rund 120 Stände und Lokale bieten alles von steirischem Kürbiskernöl über türkisches Baklava bis zu japanischem Sushi. Der Markt spiegelt Wiens Einwanderungsgeschichte: österreichische Käsestände neben balkanischen Ćevapčići-Buden, indischen Gewürzhändlern und persischen Restaurants.

Die linke Seite (Richtung Kettenbrückengasse) ist traditioneller — Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch. Die rechte Seite ist gastronomischer — Restaurants, Weinbars, Delikatessen. Am besten morgens kommen (vor 10 Uhr), wenn die Händler ihre frische Ware auslegen und die Touristenmassen noch fern sind.

Wienzeile, zwischen U4 Kettenbrückengasse und Karlsplatz. Mo–Fr 6–19:30 Uhr, Sa 6–18 Uhr. Samstags zusätzlich Flohmarkt (ab 6:30 Uhr am westlichen Ende). So geschlossen!

★★ Jugendstil-Häuser an der Wienzeile

Direkt am Naschmarkt stehen zwei der berühmtesten Jugendstil-Gebäude Wiens: Otto Wagners Majolikahaus (Linke Wienzeile 40) mit seiner floralen Keramikfassade und das Medaillonhaus (Nr. 38) mit vergoldeten Ornamenten von Koloman Moser. Architektur-Highlights, die man beim Marktbummel fast übersieht.

★★ Freihausviertel

Südlich des Naschmarkts hat sich das ehemalige Arbeiterviertel zum kreativen Hotspot gewandelt: unabhängige Galerien, Vintage-Läden, Naturweinbars und Wiens beste Third-Wave-Cafés. Die Schleifmühlgasse ist das Zentrum der Szene — hier reihen sich Concept Stores und Ateliers aneinander. Donnerstagabend ist „Freihausviertel-Abend": viele Galerien laden zur Vernissage mit Gratiswein.

★ Flohmarkt am Naschmarkt

Jeden Samstag ab 6:30 Uhr verwandelt sich das westliche Ende des Naschmarkts in Wiens größten Flohmarkt: Antiquitäten, Vinyl-Platten, DDR-Kameras, k.u.k.-Porzellan, Vintage-Kleidung und skurrile Fundstücke. Frühaufsteher finden die besten Stücke — ab 9 Uhr wird es voll, ab 11 Uhr ist die Auswahl dünn.

💡 Tipp

Samstag ist Naschmarkt-Tag: Erst den Flohmarkt am westlichen Ende durchstöbern (ab 7 Uhr), dann gemütlich Richtung Osten durch den Lebensmittelmarkt bummeln und beim Umar (Stand 76) ein türkisches Frühstück mit Menemen, Fladenbrot und Tee nehmen — 12 € für ein Festmahl.

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