Ärztliche Versorgung
Die medizinische Versorgung auf den Kanaren ist gut bis sehr gut — die Inseln gehören zu Spanien und damit zum EU-Gesundheitssystem.
Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC)
EU-Bürger haben mit der EHIC (Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte) Anspruch auf Behandlung in öffentlichen Gesundheitszentren (Centros de Salud) und Krankenhäusern. In der Praxis bedeutet das:
- Behandlung in öffentlichen Einrichtungen kostenlos (bei Vorlage der EHIC)
- Wartezeiten können lang sein — besonders in der Hochsaison
- Sprachbarriere: Ärzte sprechen oft kein Deutsch, manchmal Englisch
Privatärzte & Kliniken
In den Touristenzentren gibt es zahlreiche deutschsprachige Privatärzte und Kliniken:
- Teneriffa Süd: Deutsche Ärzte in Playa de las Américas, Los Cristianos und Costa Adeje — teils mit deutschem Praxisstandard
- Gran Canaria Süd: Clinica Germano-Canaria und weitere deutschsprachige Praxen in Maspalomas/Playa del Inglés
- Fuerteventura: Deutsche Ärzte in Corralejo und Costa Calma
- Lanzarote: Deutschsprachige Praxen in Playa Blanca und Puerto del Carmen
Private Behandlung kostet je nach Arzt 50–150 € pro Besuch — mit Auslandskrankenversicherung erstattungsfähig.
Krankenhäuser
Die wichtigsten Krankenhäuser mit 24-Stunden-Notaufnahme (Urgencias):
- Teneriffa: Hospital Universitario de Canarias (La Laguna), Hospital del Sur (Arona)
- Gran Canaria: Hospital Universitario Insular (Las Palmas), Hospital Dr. Negrín (Las Palmas)
- Lanzarote: Hospital Dr. José Molina Orosa (Arrecife)
- Fuerteventura: Hospital General de Fuerteventura (Puerto del Rosario)
- La Palma: Hospital General de La Palma (Santa Cruz de La Palma)
Apotheken (Farmacias)
Apotheken sind am grünen Kreuz erkennbar. Außerhalb der Öffnungszeiten gibt es immer eine Farmacia de Guardia (Notdienstapotheke) — der Plan hängt an jeder Apotheke aus. Viele Medikamente, die in Deutschland rezeptpflichtig sind, gibt es in Spanien frei verkäuflich.
💡 Tipp
Eine <strong>Auslandskrankenversicherung</strong> ist dringend empfohlen — sie kostet nur 10–20 € pro Jahr und deckt Privatärzte, Rücktransport und Leistungen ab, die die EHIC nicht übernimmt. Besonders wichtig: Rücktransport nach Deutschland ist NICHT durch die EHIC abgedeckt.