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Geschichte Kanadas · Abschnitt 2/3

Französisch vs. Britisch (1608–1867)

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Französisch vs. Britisch (1608–1867)

Kanadas Kolonialgeschichte ist geprägt vom Ringen zwischen Frankreich und Großbritannien um die Herrschaft über Nordamerika. Neufrankreich (Nouvelle-France) erstreckte sich vom Sankt-Lorenz-Strom bis Louisiana, während die Briten die Atlantikküste und die Hudson Bay kontrollierten. Der Pelzhandel — vor allem Biberfelle — war der Motor der Kolonisierung: Die Hudson's Bay Company (gegründet 1670, heute Kaufhauskette „The Bay") und die französischen Coureurs des bois (Waldläufer) konkurrierten um die Gunst der indigenen Handelspartner.

1759 kam die Entscheidung: In der Schlacht auf den Abrahamshöhen (Plains of Abraham) vor Québec City besiegten die Briten unter General Wolfe die Franzosen unter Montcalm. Beide Generäle starben in der Schlacht. Mit dem Vertrag von Paris (1763) fiel ganz Neufrankreich an Großbritannien. Aber die französische Kultur überlebte: Der Quebec Act von 1774 garantierte den Frankokanadiern die Beibehaltung ihrer Sprache, ihres Zivilrechts und der katholischen Religion — ein Kompromiss, der Kanada bis heute prägt.

Am 1. Juli 1867 wurde Kanada durch den British North America Act zum eigenständigen Dominion — eine Art unabhängiger Staat innerhalb des britischen Empires. Die vier Gründungsprovinzen: Ontario, Québec, Nova Scotia und New Brunswick. Bis 1949 kamen die restlichen Provinzen hinzu (Neufundland als letzte).

💡 Tipp

Die Plains of Abraham in Québec City sind heute ein wunderschöner Park — ideal zum Picknicken mit Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom. Im Sommer finden hier Festivals und Konzerte statt. Das Musée des plaines d'Abraham erzählt die dramatische Schlachtgeschichte (14 CAD).

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