Aran Islands — Am Rand der Welt★★
Die drei Aran Islands — Inis Mór (Inishmore), Inis Meáin (Inishmaan) und Inis Oírr (Inisheer) — liegen in der Mündung der Galway Bay und sind Irlands faszinierendstes Insel-Erlebnis. Hier, am äußersten westlichen Rand Europas, hat sich eine Lebensweise erhalten, die auf dem Festland längst verschwunden ist: Irisch ist die Alltagssprache, die Steinmauern teilen das karge Land in winzige Felder, und die Fischer fahren noch in traditionellen Currachs (leichten, teerschwarzen Ruderbooten) aufs Meer.
Inis Mór (Inishmore), die größte Insel (ca. 830 Einwohner), ist das beliebteste Ziel. Ihr Star ist Dún Aonghasa — eine prähistorische Steinfestung, die direkt am Rand einer 90 Meter hohen Klippe sitzt, mit einem Blick über den Atlantik, der den Atem raubt. Man liegt auf dem Bauch, robbt zum Klippenrand vor und blickt senkrecht in die Tiefe — es gibt kein Geländer, kein Netz, nur dich und den Abgrund. Die Insel erkundet man am besten per Leihfahrrad (15 €/Tag, direkt am Pier) oder per Minibus-Tour (15 €).
Inis Oírr (Inisheer), die kleinste und dem Festland nächste Insel, ist noch authentischer und weniger besucht. Hier liegt das berühmte Schiffswrack der MV Plassey am Strand — gestrandet 1960 und seitdem vom Meer langsam zerlegt, ein fotogenes Mahnmal der Atlantikgewalt. Die Insel ist so klein, dass man sie in 2–3 Stunden zu Fuß umrunden kann.
Anreise: Fähren ab Rossaveal (westlich von Galway, 40 Min. Fahrt, 28 € Retour) oder ab Doolin (15 Min. nach Inis Oírr, 25 € Retour) mit Aran Island Ferries oder Doolin Ferry. Alternativ: 8-minütiger Flug mit Aer Arann Islands ab Connemara Airport (60 € Retour) — der kürzeste Linienflug Europas!
Achtung
Die Fähren nach Inis Mór können bei rauer See ungemütlich bis unmöglich werden — Seekrankheitstabletten einpacken! Bei schwerem Sturm fallen die Fähren aus. Auf den Klippen von Dún Aonghasa gibt es KEIN Geländer — extreme Vorsicht, besonders bei Wind und mit Kindern!