Great Barrier Reef — Ökosystem
Das Great Barrier Reef ist nicht nur ein Korallenriff — es ist das größte lebende Gebilde auf der Erde, sichtbar aus dem Weltraum, und ein Ökosystem von unfassbarer Komplexität.
Das Riff in Zahlen
- 2.300 km Länge (wie die Strecke München–Kairo)
- 2.900 einzelne Riffe und 900 Inseln
- 1.625 Fischarten, 600 Korallenarten, 30 Wal- und Delfinarten
- 6 von 7 Meeresschildkrötenarten brüten hier
- Fläche: 344.400 km² — größer als Deutschland
Bedrohungen
Das Riff kämpft ums Überleben:
- Korallenbleiche: Steigende Wassertemperaturen (0,5–1,5 °C über dem Normalwert) stressen die Korallen, die ihre symbiotischen Algen ausstoßen und weiß werden. Massenbleichen 2016, 2017, 2020, 2022 und 2024 betrafen große Teile des Riffs.
- Dornenkronenseesterne: Diese Seesterne fressen Korallen in rasantem Tempo. Ausbrüche werden durch Nährstoffabfluss aus der Landwirtschaft begünstigt.
- Klimawandel: Die größte langfristige Bedrohung. Die Wissenschaft ist eindeutig: Ohne drastische Emissionsreduktionen wird das Riff bis 2050 schwer geschädigt sein.
Die gute Nachricht: Trotz der Bleiche-Ereignisse gibt es Bereiche des Riffs, die sich erholen. Die äußeren Riffe (wo die meisten Touristen schnorcheln) sind oft in besserem Zustand als die küstennahen. Wissenschaftler arbeiten an hitzeresistenten Korallenarten und Restaurierungsprogrammen. Ein Besuch am Riff unterstützt den Naturschutz — die Tourismuseinnahmen finanzieren Forschung und Schutzmaßnahmen.