Türkei
Die Türkei vereint Orient und Okzident wie kein anderes Land. All-Inclusive-Resorts an der Riviera, die magische Kulisse Kappadokiens, Istanbuls Pracht zwischen zwei Kontinenten und unschlagbare Preise machen die Türkei zum Dauerbrenner.
Hauptstadt
Ankara
Sprache
Türkisch
Währung
Türkische Lira (₺)
Zeitzone
UTC+3
Flugzeit ab DE
ca. 3–3,5 Stunden
Einreise
Personalausweis/Reisepass
Top 5 Highlights in Türkei
Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.
Istanbul
Hagia Sophia, Blauer Moschee, Großer Basar und Bosporus – Stadt auf zwei Kontinenten.
Kappadokien
Feenkamine, unterirdische Städte und Heißluftballon-Fahrten bei Sonnenaufgang.
Antalya & Side
Traumhafte All-Inclusive-Resorts, lange Strände und antike Ruinen.
Pamukkale
Schneeweiße Kalkterrassen mit warmem Thermalwasser – ein Naturwunder.
Ephesus
Eine der besterhaltenen antiken Städte der Welt – die Celsus-Bibliothek beeindruckt.
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Pauschalreisen & Rundreisen
Berge & Meer – 170 Tage Cookie
Beste Reisezeit für Türkei
Empfohlene Reisezeit
Mai–Oktober (Küste), April–Juni, Sep–Nov (Istanbul)
Sommer
30–38°C
Winter
5–15°C
Was kostet ein Urlaub in Türkei?
Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)
Budget
30–50€
Hostel, Streetfood, ÖPNV
Mittelklasse
50–100€
Hotel, Restaurant, Ausflüge
Luxus
100–200€
Boutique-Hotel, Fine Dining
5 Reisetipps für Türkei
Insider-Wissen, das deinen Urlaub besser macht.
All-Inclusive in der Türkei ist oft unschlagbar günstig
Handeln auf dem Basar ist erwartet und gehört dazu
Dolmuş-Minibusse sind günstig und verbinden alle Küstenorte
Heißluftballon in Kappadokien unbedingt vorbuchen
Türkischer Tee wird überall angeboten – nie ablehnen!
Essen & Trinken in Türkei
Diese Gerichte musst du probieren!
Entdecke Türkei
44 Regionen, Städte und Highlights in Türkei
Städte
Adana
Adana ist die fünftgrößte Stadt der Türkei und liegt in der fruchtbaren Cukurova-Ebene am Fluss Seyhan. Die Stadt ist vor allem als Kebab-Hauptstadt der Türkei berühmt — der Adana Kebab, ein scharf gewürzter Hackfleischspiess vom Holzkohlegrill, ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und trägt stolz den Namen der Stadt. Die Steinbrücke (Taskopru) über den Seyhan ist eines der ältesten noch genutzten Bauwerke der Welt: Im 2. Jahrhundert n. Chr. von den Römern erbaut und seitdem mehrfach restauriert, verbindet sie seit fast 2.000 Jahren die beiden Stadtufer. Abends festlich beleuchtet, ist sie das Wahrzeichen der Stadt. Die Sabanci-Moschee am Flussufer ist die größte Moschee der Türkei und eine der größten der Welt: Sechs Minarette (je 99 m hoch) und eine gewaltige Kuppel dominieren die Skyline. Sie fasst über 28.000 Gläubige und ist architektonisch der Blaün Moschee in Istanbul nachempfunden. Die Cukurova-Ebene rund um Adana gehört zu den fruchtbarsten Gebieten der Türkei und produziert Baumwolle, Zitrusfrüchte und Gemüse. Die Küche Adanas spiegelt diesen Reichtum wider: Frische Zutaten, scharfe Gewürze und Grillkultur machen die Stadt zu einem kulinarischen Pilgerziel. Die römischen Ruinen von Anavarza (antike Stadt Anazarbus), 80 km östlich, und die Kreuzritterburg Yilankale (Schlangenburg) oberhalb des Ceyhan-Flusses bieten faszinierende Tagesausflüge in die reiche Geschichte der Region, die von Hethitern, Römern, Byzantinern und Kreuzrittern geprägt wurde.
Alacati
Alacati ist das charmanteste Küstenstädtchen der türkischen Ägäis und hat sich vom verschlafenen Fischerdorf zum angesagtesten Lifestyle-Reiseziel der Türkei gewandelt. Die gepflasterten Gassen sind gesäumt von liebevoll restaurierten griechischen Steinhäusern, deren Fassaden von Bougainvillea überwuchert sind, und hinter jeder Ecke wartet ein neues Boutique-Hotel, eine Designergalerie oder ein Instagram-taugliches Cafe. Deutsche Individualtouristen entdecken hier eine ganz andere Türkei: stilvoll, entspannt und kulinarisch auf höchstem Niveau. Gleichzeitig ist Alacati dank seiner konstanten Winde eines der besten Windsurf- und Kitesurf-Reviere Europas. Die flache, geschützte Bucht mit ihrem seichten Wasser macht den Ort zum idealen Lernrevier für Anfänger. Abends verwandelt sich die Altstadt in eine lebhafte Ausgehmeile mit Live-Musik und hervorragenden Ägäis-Restaurants.
Belek
Belek ist die unangefochtene Golf- und Luxushauptstadt der türkischen Riviera. Etwa 30 Kilometer östlich von Antalya gelegen, hat sich das einstige Fischerdorf zu einem der exklusivsten Urlaubsorte der gesamten Türkei entwickelt. Über 15 Championship-Golfplätze von Weltrang – darunter der legendäre Carya Golf Club und der Montgomerie Maxx Royal – machen Belek zum Mekka für Golfer aus ganz Europa. Die weitläufigen Sandstrände erstrecken sich über Kilometer und werden von den meisten Hotels direkt betreut, mit Liegen, Wassersport und kristallklarem Mittelmeer. Doch Belek bietet weit mehr als Golf und Strand. Das antike Amphitheater von Aspendos, nur 25 Kilometer entfernt, zählt zu den besterhaltenen römischen Theatern weltweit und beherbergt im Sommer ein internationales Opern- und Ballettfestival. Die Ruinen von Perge mit ihrem imposanten Stadion und den Säulenstraßen versetzen Besucher direkt in die Antike. Der Köprülü-Canyon-Nationalpark lädt zu Wildwasser-Rafting und Wanderungen durch duftende Pinienwälder ein. Die All-Inclusive-Resorts in Belek setzen Maßstäbe: Riesige Poollandschaften, Spa-Bereiche mit Hamam-Tradition, Kinderclubs und Gourmet-Restaurants gehören zum Standard. Für Familien mit Kindern ist The Land of Legends ein Highlight – ein Freizeitpark mit Wasserrutschen und Shows direkt vor den Hoteltoren. Von Deutschland aus erreicht man Belek bequem per Direktflug nach Antalya in etwa drei Stunden. Ein Shuttlebus oder Taxi bringt Gäste in 30 Minuten zum Hotel. Die beste Reisezeit liegt zwischen April und November, wobei Golfer besonders das milde Frühjahr und den Herbst schätzen. Im Hochsommer klettern die Temperaturen über 35 Grad, perfekt für Strandliebhaber. Ein Budget-Urlaub ist in Belek schwieriger als anderswo an der Riviera, doch die All-Inclusive-Pakete bieten trotz höherer Preise ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Bursa
Bursa ist mit über 3 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt der Türkei und liegt am Fuß des 2.543 Meter hohen Uludag-Gebirges, nur 150 km südlich von Istanbul. Als erste Hauptstadt des Osmanischen Reiches (1326-1365) besitzt Bursa ein reiches historisches Erbe und ist gleichzeitig die Geburtstadt des türkischen Döner Kebab und des Iskender Kebab. Die Große Moschee (Ulu Cami), 1399 erbaut, ist eines der bedeutendsten Werke früh-osmanischer Architektur: 20 Kuppeln, ein Innenbrunnen und meisterhafte Kalligraphie an den Wänden machen sie einzigartig. Die Grüne Moschee (Yesil Cami) und das Grüne Mausoleum (Yesil Türbe) sind mit türkisfarbenen Iznik-Fliesen geschmückt, die ihnen den Namen gaben — Meisterwerke der osmanischen Fliesenkunst. Die Seidenbasare Koza Han und Pirinc Han aus dem 15. Jahrhundert sind historische Karawansereien, in denen noch heute Seide gehandelt wird. Bursa war ein Knotenpunkt der Seidenstraße, und die Seidenraupenzucht hat hier eine Jahrhunderte alte Tradition. Der Uludag ist das bekannteste Skigebiet der Türkei und nur 22 km von der Stadtmitte entfernt per Seilbahn (Teleferik) erreichbar. Im Winter tummeln sich türkische und internationale Skifahrer auf den Pisten, im Sommer bietet der Nationalpark Wanderwege und Almenlandschaft. Bursas Thermalbäder im Stadtteil Cekirge nutzen heiße Quellen, die bereits die Römer und später die Osmanen schätzten. Das Alte Bad (Eski Kaplica) stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Cumalikizik, ein 700 Jahre altes osmanisches Dorf am Stadtrand, ist UNESCO-Welterbe und bietet gepflasterte Gassen und Holzhäuser wie aus einem Frühstüucks-Bilderbuch.
Çeşme
Çeşme ist das Saint-Tropez der Türkei – ein eleganter Badeort an der westlichsten Spitze der türkischen Ägäisküste, der bei der türkischen Oberschicht und zunehmend auch bei europäischen Reisenden als das angesagteste Strandziel des Landes gilt. Die Halbinsel Çeşme, nur 80 Kilometer westlich von Izmir gelegen, überrascht mit einer landschaftlichen Vielfalt, die von feinen Sandstränden über türkisblaue Buchten bis hin zu natürlichen Thermalquellen reicht. Der berühmteste Strand ist Ilıca, ein kilometerlanger Sandstrand mit natürlich warmem Wasser, das durch unterirdische Thermalquellen gespeist wird. Hier spürt man stellenweise warme Strömungen unter den Füßen – ein einzigartiges Phänomen. Alaçatı, das Nachbardorf von Çeşme, hat sich zum internationalen Windsurfing-Mekka entwickelt: Die konstanten Meltemi-Winde und das flache Stehrevier machen es zum idealen Spot für Anfänger und Profis gleichermaßen. Gleichzeitig ist Alaçatı mit seinen restaurierten griechischen Steinhäusern, Boutique-Hotels und Instagram-tauglichen Gassen zum Lifestyle-Hotspot geworden. Die Altstadt von Çeşme wird von einer genuesischen Festung aus dem 16. Jahrhundert dominiert, die heute ein Museum beherbergt und abends einen traumhaften Blick auf den Sonnenuntergang über der griechischen Insel Chios bietet – die nur acht Kilometer entfernt liegt. Wer möchte, kann mit der Fähre einen Tagesausflug nach Griechenland machen. Für deutsche Urlauber ist Çeşme über den Flughafen Izmir gut erreichbar. Die Region bietet ein deutlich gehobeneres Preisniveau als die Südküste, dafür aber auch weniger Massentourismus und eine kosmopolitische Atmosphäre, die an mediterrane Hotspots in Griechenland oder Südfrankreich erinnert. Die Thermalquellen im Stadtzentrum und in Şifne laden zum Wellness-Erlebnis ein.
Didim
Didim an der türkischen Ägäisküste ist ein Geheimtipp, der bei deutschen und britischen Auswanderern längst kein Geheimnis mehr ist. Die Kleinstadt verbindet einen der schönsten Sandstrände der Türkei – den goldenen Altınkum Beach – mit einer der bedeutendsten antiken Stätten Kleinasiens, dem Apollo-Tempel von Didyma. Diese einzigartige Mischung aus Strandurlaub und antikem Kulturerbe macht Didim zu einem der vielseitigsten Reiseziele an der Ägäis. Der Strand Altınkum, dessen Name übersetzt "Goldener Sand" bedeutet, besteht aus drei nebeneinanderliegenden Buchten mit feinem, hellgoldenem Sand und flachem, warmem Wasser. Im Gegensatz zu den oft überfüllten Stränden der türkischen Südküste geht es hier deutlich entspannter zu. Die Promenade hinter dem Strand ist gesäumt von Restaurants, Bars und Cafés, die frischen Fisch und türkische Meze zu moderaten Preisen anbieten. Eine große internationale Expat-Community, darunter viele Deutsche, hat sich in Didim niedergelassen und prägt das kosmopolitische Flair des Ortes. Der Apollon-Tempel von Didyma, nur drei Kilometer vom Strand entfernt, war in der Antike eine der wichtigsten Orakelstätten der griechischen Welt – vergleichbar mit Delphi. Die gewaltigen Säulenreste und der noch erstaunlich gut erhaltene Tempelkern mit seinen über 20 Meter hohen Wänden beeindrucken bis heute. Von Didim aus lassen sich weitere antike Stätten wie Milet und Priene in Tagesausflügen erreichen, zusammen bilden sie das berühmte "Antike Dreieck". Der Flughafen Bodrum-Milas ist etwa 90 Kilometer entfernt, alternativ bietet sich Izmir Adnan Menderes an. Die Lebenshaltungskosten sind deutlich niedriger als an der türkischen Südküste.
Diyarbakir
Diyarbakir ist die inoffizielle Hauptstadt des kurdischen Südostens der Türkei und eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt. Die Metropole am Oberlauf des Tigris blickt auf über 7.000 Jahre Geschichte zurück — Assyrer, Römer, Byzantiner, Araber, Seldschuken und Osmanen haben hier ihre Spuren hinterlassen. Die Stadtmauern von Diyarbakir sind nach der Chinesischen Mauer das zweitlängste zusammenhängende Befestigungssystem der Welt: 5,8 km lang, bis zu 12 Meter hoch, mit 82 Wachtürmen und 4 Haupttoren. Seit 2015 sind sie zusammen mit den Hevsel-Gärten (einer 700 Hektar großen Flussaü am Tigris) UNESCO-Welterbe. Von den Mauern bietet sich ein spektakulärer Blick über die grünen Gärten am Tigris und die endlose Ebene Mesopotamiens. Die Ulu Cami (Große Moschee) aus dem 11. Jahrhundert ist eine der ältesten Moscheen Anatoliens und wurde auf den Fundamenten einer frühchristlichen Kirche errichtet, die wiederum auf einem römischen Tempel stand — Schichten der Geschichte übereinander. Die Sur genannte Altstadt innerhalb der Mauern ist ein Labyrinth aus engen Gassen mit historischen Moscheen, Karawansereien, armenischen Kirchen und traditionellen Basalthäusern. Die Hevsel-Gärten am Tigris sind ein einzigartiges Oekosystem, das seit 8.000 Jahren ununterbrochen landwirtschaftlich genutzt wird — sie versorgen die Stadt bis heute mit Gemüse und Obst und gelten als die ältesten städtischen Gärten der Welt. Diyarbakir ist das kulinarische Herz Südostanatoliens: Die Küche verbindet kurdische, arabische und türkische Traditionen. Die Wassermelonen aus Diyarbakir sind legendär — bis zu 50 kg schwer — und werden beim jährlichen Wassermelonen-Festival gefeiert.
Eskişehir
Eskişehir — die „Studentenstadt der Türkei" — ist eine der lebendigsten, modernsten und überraschendsten Städte Anatoliens. Die Universitätsstadt mit über 100.000 Studenten verbindet osmanische Geschichte mit europäischem Flair, und der Porsuk-Fluss, der sich durch das Zentrum schlängelt, wird von den Einheimischen liebevoll „Klein-Amsterdam" oder „türkisches Venedig" genannt. Der Odunpazarı-Bezirk — historisches osmanisches Viertel mit bunten Holzhäusern — beherbergt das Odunpazarı Modern Museum (OMM), ein spektakuläres zeitgenössisches Kunstmuseum des japanischen Architekten Kengo Kuma, dessen gestapelte Holzboxen-Fassade wie ein dreidimensionales Puzzle wirkt. Der Porsuk-Fluss bietet Gondelfahrten durch die beleuchtete Innenstadt — eine surreale Erfahrung, die an Venedig erinnert, aber in Zentralanatolien stattfindet. Die Adalar (Inseln) — künstlich angelegte Inseln im Porsuk — sind voller Cafés, Restaurants und Parks. Eskişehir ist berühmt für seinen Meerschaum (Lüle taşı) — ein leichtes weißes Mineral, das nur hier vorkommt und zu kunstvollen Pfeifen und Schmuck geschnitzt wird. Das Sazova-Wissenschaftspark bietet ein Märchenschloss, Piratenschiff und Unterwasser-Museum — einer der kreativsten Freizeitparks der Türkei.
Gaziantep
Gaziantep, oft kurz Antep genannt, ist die Gastronomie-Hauptstadt der Türkei und seit 2015 UNESCO Creative City of Gastronomy. Die Stadt im Südosten der Türkei, nahe der syrischen Grenze, blickt auf über 6.000 Jahre Geschichte zurück und verbindet orientalische Küche mit mesopotamischem Kulturerbe. Die Küche Gazianteps ist legendär: Über 500 dokumentierte lokale Rezepte machen die Stadt zum kulinarischen Epizentrum der Türkei. Das Baklava aus Gaziantep gilt als das beste der Welt — hauchdunner Yufka-Teig mit Pistazien und Sirup, hergestellt von Meisterbäckern, die das Handwerk seit Generationen perfektionieren. Die Pistazienhändelinie aus der Region Antep sind weltweit begehrt. Die Zeugma-Mosaiken im gleichnamigen Museum gehören zu den größten und am besten erhaltenen römischen Mosaiken der Welt. Das Gypsy Girl Mosaik mit seinen eindringlichen Augen ist das Wahrzeichen des Museums und eines der berühmtesten Kunstwerke der Antike. Die Mosaiken stammen aus der versunkenen römischen Stadt Zeugma am Euphrat. Die Burg von Gaziantep (Gaziantep Kalesi) thront über der Stadt und beherbergt ein Verteidigungsmuseum. Der historische Bazar (Zincirli Bedesten und Almaci Pazari) bietet kupferne Handwerkskunst, Gewürze, Baklava und Perlmutt-Intarsien. Die Hasan Suzer Ethnografie Museum in einem restaurierten osmanischen Steinhaus zeigt das traditionelle Leben der Region. Gaziantep erhielt den Beinamen Gazi (Veteran) für den heldenhaften Widerstand gegen die französische Besatzung 1920-1921.
Göreme
Göreme im Herzen Kappadokiens ist einer der surrealistischsten Orte der Erde — eine Landschaft, die aussieht, als hätte ein Bildhaür sie aus Tuffstein modelliert. Die berühmten Feenkamine, pilzförmige Felsformationen aus vulkanischem Tuff, erheben sich wie stumme Wächter über ein Tal, in dem Menschen seit Jahrtausenden in den weichen Stein hinein leben. Das absolute Highlight — und eines der ikonischsten Reiseerlebnisse weltweit — ist eine Heißluftballonfahrt bei Sonnenaufgang. Jeden Morgen steigen Dutzende von bunten Ballons in den goldenen Himmel auf, schweben über die Feenkamine, Felsentäler und Tuffsteinlandschaften und bieten einen Anblick, der regelmäßig in die Listen der „einmal im Leben"-Erlebnisse aufgenommen wird. Das Göreme Open-Air-Museum, ein UNESCO-Welterbe, ist ein Komplex aus in den Fels geschlagenen Kirchen und Klöstern aus dem 10. bis 12. Jahrhundert. Die byzantinischen Fresken in der Dunklen Kirche (Karanlık Kilise) und der Schnallen-Kirche (Tokalı Kilise) sind von außergewöhnlicher Farbintensität und zählen zu den besterhaltenen der gesamten byzantinischen Welt. Göreme selbst ist ein charmantes Dorf, in dem viele der alten Höhlenwohnungen zu stimmungsvollen Boutique-Hotels umgebaut wurden. In einem Höhlenhotel zu übernachten, in dem der nackte Tuffstein die Wände bildet, während draußen die Ballons aufsteigen, gehört zu den einmaligen Erlebnissen der Türkei. Die Umgebung bietet erstklassige Wandermöglichkeiten durch spektakuläre Täler. Das Rote Tal (Kızılçukur) leuchtet bei Sonnenuntergang in allen Rot- und Orangetönen, das Taubental (Güvercinlik Vadisi) beeindruckt mit unzähligen Taubenhäusern in den Felswänden, und das Love Valley mit seinen phallischen Felsnadeln sorgt für Staunen und Schmunzeln. Die unterirdischen Städte von Derinkuyu und Kaymakli, wenige Kilometer südlich, sind eine weitere Sensation Kappadokiens. Bis zu acht Stockwerke tief in den Tuff gegraben, boten sie Tausenden von Menschen Schutz vor Invasoren und verfügen über Belüftungssysteme, Brunnen und sogar Kirchen — ein unterirdisches Wunder der antiken Ingenieurskunst.
Kayseri
Kayseri ist eine der ältesten Städte Anatoliens und das wirtschaftliche Tor zu Kappadokien. Die Stadt liegt am Fuß des erloschenen Vulkans Erciyes (3.917 m), dessen schneebedeckter Gipfel das Stadtbild das ganze Jahr über prägt. Kayseri verbindet seldschukische Geschichte, lebhaften Handelsgeist und unerwartete kulinarische Exzellenz — und ist dabei deutlich günstiger als die bekannteren Touristenorte Kappadokiens. Die Kayseri-Burg (Kayseri Kalesi) im Stadtzentrum wurde unter den Römern erbaut und von den Seldschuken im 13. Jahrhundert erweitert. Die imposanten schwarzen Basaltmaürn beherbergen heute einen Markt und bilden das historische Herz der Altstadt. Der Große Basar (Kapali Carsi) von Kayseri ist einer der authentischsten der Türkei — ohne touristischen Auftrieb, dafür mit echtem anatolischem Handelstreiben. Kayseri ist die unbestrittene Hauptstadt von Pastirma (luftgetrocknetem, gewürztem Rindfleisch) und Sucuk (würziger Knoblauchwurst). Die Herstellung dieser Spezialitäten hat eine jahrhundertealte Tradition, und die besten Produzenten haben ihre Werkstätten noch immer im Stadtzentrum. Pastirma aus Kayseri wird in die gesamte Türkei und ins Ausland exportiert. Der Erciyes-Vulkan ist im Winter ein aufstrebendes Skigebiet mit modernen Liften und 102 km Pisten, das deutlich günstiger ist als europäische Alpenresorts. Im Sommer ist der Berg ein beliebtes Wander- und Mountainbike-Ziel mit alpinen Wiesen und Gletscherresten. Von Kayseri aus erreicht man die Feenturmchen und Höhlenkirchen Kappadokiens in nur einer Stunde: Göreme, Urgüep und die unterirdischen Städte Derinkuyu und Kaymakli sind bequem als Tagesausflüge machbar. Der Flughafen Kayseri (ASR) ist die günstigere Alternative zum Flughafen Nevsehir für Kappadokien-Reisende.
Kemer
Kemer ist das Juwel der türkischen Riviera, wo die mächtigen Ausläufer des Taurusgebirges direkt auf das türkisfarbene Mittelmeer treffen. Nur 40 Kilometer südwestlich von Antalya gelegen, bietet die Küstenstadt eine einzigartige Mischung aus dramatischer Bergkulisse, üppigen Pinienwäldern und kristallklarem Wasser. Anders als das flache Hinterland von Antalya oder Belek besticht Kemer durch seine spektakuläre Topographie – die Berge ragen direkt hinter den Hotels empor und schaffen eine fast fjordartige Atmosphäre. Das absolute Highlight ist die Seilbahn auf den Tahtalı Dağı, den mit 2.365 Metern höchsten Gipfel direkt an der Küste. Die 15-minütige Fahrt über Pinienwälder und Felsformationen gipfelt in einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama, das bei klarer Sicht bis nach Zypern reicht. Am Fuß des Berges liegen die antiken Ruinen von Phaselis – eine griechisch-römische Hafenstadt, umgeben von drei malerischen Buchten, in denen man zwischen Säulenstümpfen im Meer schwimmen kann. Weiter südlich bezaubert Olympos mit seinem Baumhausviertel und den ewigen Flammen der Chimära – Erdgasflammen, die seit der Antike aus dem Fels lodern und einst Seefahrern als Leuchtfeuer dienten. Die Strandpromenade von Kemer selbst pulsiert abends mit Bars, Restaurants und Clubs, besonders in der Moonlight-Bucht mit ihrem weißen Sandstrand und dem angrenzenden Yachthafen. Die Anreise von Deutschland ist unkompliziert: Direktflüge nach Antalya dauern knapp drei Stunden, der Transfer nach Kemer etwa 50 Minuten. Die beste Reisezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei der Hochsommer mit über 35 Grad vor allem Sonnenanbeter anzieht. Kemer ist günstiger als Belek, mit ausgezeichneten All-Inclusive-Angeboten schon im mittleren Preissegment. Wer Natur und Strand gleichermaßen liebt, findet hier das perfekte Revier.
Konya
Konya ist eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt und das spirituelle Zentrum der Türkei. Die Stadt in der zentralanatolischen Hochebene ist untrennbar mit dem persischen Dichter und Mystiker Dschalaleddin Rumi (Mevlana) verbunden, der hier im 13. Jahrhundert lebte, lehrte und den Orden der Tanzenden Derwische (Mevlevi-Orden) begründete. Das Mevlana-Museum, untergebracht im ehemaligen Kloster des Mevlevi-Ordens, ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Anatoliens nach den Moscheen Istanbuls. Unter der ikonischen grünen Kuppel ruht Rumis Sarkophag, umgeben von kostbar verzierten Handschriften, Teppichen und Derwisch-Gewändern. Der Ausspruch am Eingang — Komm, wer immer du bist, komm — spiegelt Rumis Philosophie universeller Liebe wider. Die Sema-Zeremonie (Whirling Dervishes) ist ein mystisches Tanzritual, bei dem die Derwische sich um die eigene Achse drehen und dabei in einen meditativen Zustand eintreten — die rechte Hand nach oben (um göttliche Gnade zu empfangen) und die linke nach unten (um sie an die Erde weiterzugeben). Im Dezember findet das Seb-i Arus-Festival statt, das den Todestag Rumis als Hochzeitsnacht mit dem Göttlichen feiert. Die Aläddin-Moschee auf dem Aläddin-Hügel ist das bedeutendste seldschukische Bauwerk der Stadt, erbaut im 12. und 13. Jahrhundert. Die Ince-Minareli-Medrese (Schlankes-Minarett-Koranschule) mit ihrem kunstvoll dekorierten Portal ist ein Meisterwerk seldschukischer Steinmetzkunst. Catalhöeyük, nur 50 km südöstlich von Konya, ist eine der ältesten bekannten menschlichen Siedlungen der Welt (7500-5700 v. Chr.): Die UNESCO-Welterbestätte zeigt Überreste einer neolithischen Siedlung mit bis zu 10.000 Einwohnern, die ohne Straßen lebten und ihre Häuser über die Dächer betraten.
Kuşadası
Kuşadası – die „Vogelinsel" – ist einer der lebhaftesten Küstenorte an der türkischen Ägäis und der wichtigste Kreuzfahrthafen des östlichen Mittelmeers. Die Stadt verdankt ihren Namen der kleinen, durch einen Damm verbundenen Taubeninsel mit ihrer venezianischen Festung, die heute ein stimmungsvolles Café und Museum beherbergt. Doch der wahre Grund, warum Millionen Besucher jährlich nach Kuşadası strömen, liegt 17 Kilometer landeinwärts: Ephesus, eine der besterhaltenen antiken Städte der Welt. Die Ruinen von Ephesus sind schlichtweg überwältigend. Die Celsus-Bibliothek, das riesige Theater mit 25.000 Plätzen, die Marmorstraßen, die Hanghäuser mit ihren Mosaiken und Fresken – alles atmet die Größe des römischen Imperiums. Jeden Tag ergießen sich Kreuzfahrtpassagiere über die Ausgrabungen, doch wer früh morgens oder am späten Nachmittag kommt, erlebt eine fast mystische Stille zwischen den Säulen. Kuşadası selbst bietet den perfekten Mix aus Strandurlaub und Stadtleben. Ladies Beach ist der beliebteste Stadtstrand mit Bars und Wassersport, während der Dilek-Nationalpark auf der Halbinsel südlich der Stadt einsame Buchten, Wanderwege und sogar wilde Pferde bereithält. Der große Basar in der Altstadt ist ein Labyrinth aus Leder, Gewürzen, Teppichen und handgefertigtem Schmuck, wo das Feilschen zum guten Ton gehört. Von Deutschland aus fliegt man zum Flughafen Izmir-Adnan Menderes, von dort sind es 70 Kilometer südlich nach Kuşadası. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Alternativ lohnt sich ein Mietwagen, um die gesamte Ägäisküste zu erkunden – von Pamukkale bis Bodrum. Die Ägäis ist etwas kühler als die Südküste, was Kuşadası von Mai bis Oktober zur perfekten Destination macht, ohne die extreme Hitze der Riviera.
Manavgat
Manavgat ist das grüne Herz der türkischen Riviera – eine lebendige Kleinstadt am gleichnamigen Fluss, die vor allem für ihren breiten, rauschenden Wasserfall und als Tor zu den antiken Ruinen von Side bekannt ist. Während die meisten Touristen nur für den berühmten Manavgat-Wasserfall herkommen, offenbart die Region bei näherer Erkundung eine überraschende Tiefe aus Natur, Geschichte und authentischem türkischem Alltagsleben abseits der Hotelmeilen. Der Manavgat-Wasserfall ist zwar nicht besonders hoch – nur etwa zwei Meter – dafür aber umso breiter und wasserreich. Das tosende, weiß schäumende Wasser ergießt sich über eine breite Felsstufe und bietet einen erfrischend kühlen Gegenpol zur Sommerhitze der Küste. Die umliegenden Teegärten und Restaurants direkt am Flussufer laden zum Verweilen ein. Deutlich spektakulärer ist der Oymapınar-Stausee im Hinterland, ein smaragdgrüner Bergsee im Taurusgebirge, auf dem Bootstouren durch enge Schluchten führen – ein Naturerlebnis, das an norwegische Fjorde erinnert. Flussabwärts erreicht man die Ruinenstadt Side, eines der bedeutendsten antiken Zentren der türkischen Mittelmeerküste mit einem amphitheater, dem Apollon-Tempel direkt am Meer und einer atmosphärischen Altstadt. Der große Manavgat-Basar, der jeden Montag und Donnerstag stattfindet, ist einer der authentischsten Märkte der Region – hier kaufen vor allem Einheimische ein, und die Preise sind deutlich günstiger als in den touristischen Küstenorten. Von Manavgat aus lassen sich Raftingtouren auf dem Köprülü Canyon, Jeep-Safaris ins Taurusgebirge und Bootsfahrten auf dem Manavgat-Fluss unternehmen. Der Flughafen Antalya ist etwa 75 Kilometer entfernt.
Ölüdeniz
Ölüdeniz an der türkischen Lykischen Küste besitzt mit seiner legendären Blauen Lagune einen der meistfotografierten Strände der Welt. Das unwirklich türkisfarbene Wasser der geschützten Lagune, eingerahmt von dicht bewaldeten Bergen und dem weißen Sandstrand, ziert unzählige Reisekataloge und Postkarten. Für deutsche Urlauber ist Ölüdeniz ein Geheimtipp geblieben, der Strandparadies und Abenteuer vereint: Vom 1.969 Meter hohen Babadağ starten täglich Hunderte Paraglider zu einem der spektakulärsten Tandemflüge der Welt, mit Blick auf die Lagune tief unten und das endlose Mittelmeer. Der nahegelegene Lykische Weg, einer der schönsten Fernwanderwege der Welt, führt durch antike Ruinenstädte und einsame Buchten. Abends lockt das benachbarte Hisarönü mit lebhaftem Nachtleben und günstigen Restaurants.
Istanbul
Istanbul, die einzige Metropole der Welt, die sich über zwei Kontinente erstreckt, ist ein überwäeltigendes Gesamtkunstwerk aus byzantinischem Glanz, osmanischer Pracht und pulsierender Moderne. Am Bosporus gelegen, der Europa und Asien trennt, war die Stadt als Konstantinopel jahrhundertelang Hauptstadt zweier Weltreiche und ist heute mit über 16 Millionen Einwohnern die kulturelle und wirtschaftliche Seele der Türkei. Die Hagia Sophia, 537 als größte Kathedrale der Welt erbaut und später zur Moschee umgewandelt, ist ein architektonisches Wunder, dessen 56 Meter hohe Kuppel noch immer fassungslos macht. Gegenüber erhebt sich die Blaü Moschee mit ihren sechs Minaretten, und der Topkapi-Palast gewährt Einblicke in das Leben der osmanischen Sultane über vier Jahrhunderte. Der Große Basar mit seinen über 4.000 Geschäften in 61 überdachten Gassen ist einer der ältesten und größten überdachten Märkte der Welt. Doch Istanbul ist weit mehr als seine historischen Monumente. Das Viertel Karaköy und die Istiklal-Straße in Beyoglu pulsieren mit zeitgenössischer Kunst, Rooftop-Bars und kreativer Gastronomie. Eine Bosporus-Fähre bei Sonnenuntergang, ein Glas Tee im Fischerviertel Ortaköy mit Blick auf die Brücke, ein Hammam-Besuch im 500 Jahre alten Cemberlitas oder das nächtliche Treiben in Kadiküy auf der asiatischen Seite — Istanbul bietet unendlich viele Schichten, die es zu entdecken gilt. Kulinarisch reicht die Spanne vom legendären Balik Ekmek (Fischbrötchen) am Eminünün bis zu Sternerestaurants in Nisantasi. Istanbul ist keine Stadt, die man abhakt — es ist eine Stadt, die einen nicht mehr loslässt.
Antalya
Antalya, das Juwel der Türkischen Riviera, vereint zweitausendjährige Geschichte mit modernem Badeurlaub vor der dramatischen Kulisse des Taurusgebirges. Die Altstadt Kaleici, ein Labyrinth aus osmanischen Holzhäusern, römischen Ruinen und byzantinischen Mauern, schmiegt sich um einen malerischen alten Hafen, in dem Fischerboote neben Ausflugsyachten schaukeln. Das Hadrianstor aus dem Jahr 130 n. Chr. markiert den Eingang zur Altstadt und erinnert an den Besuch des römischen Kaisers. Die Yivli-Minare-Moschee mit ihrem geriffelten Minarett ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Archäologische Museum von Antalya zählt mit seinen Funden aus Perge, Aspendos und Termessos zu den bedeutendsten der Türkei. Das antike Theater von Aspendos, nur 45 Kilometer entfernt, gilt als besterhaltenes römisches Theater der Welt und bietet noch heute Opern- und Konzertaufführungen für 15.000 Zuschauer. Die Düden-Wasserfälle stürzen spektakulär über Klippen direkt ins Meer — ein Naturschauspiel, das man vom Boot aus am besten erlebt. Der Konyaalti-Strand erstreckt sich kilometerlang vor der Bergkulisse, während der Lara-Strand mit feinem Sand punktet. Die antike Stadt Termessos hoch im Taurusgebirge bietet ein atemberaubendes Theater auf 1.665 Metern mit Wolkenpanorama. Auf dem großen Basar und im Eski Bazaar findet man Gewürze, handgewebte Teppiche und türkische Lampen. Kulinarisch locken Pide, frisch gegrillter Fisch, Kunefe (Käse-Dessert) und türkischer Tee mit Blick aufs Meer.
Bodrum
Bodrum, das antike Halikarnassos an der türkischen Aegäisküste, verbindet jahrtausendealte Geschichte mit mediterranem Lebensgefühl und einem legendären Nachtleben. Das Kastell St. Peter, eine imposante Kreuzritterburg aus dem 15. Jahrhundert, thront über dem Hafen und beherbergt eines der bedeutendsten Unterwasser-Archäologie-Museen der Welt — mit Funden aus bronzezeitlichen Schiffswracks. Das Mausoleum von Halikarnassos, eines der Sieben Weltwunder der Antike, stand einst an der Stelle, wo heute nur noch Fundamente und wenige Säulenreste zu sehen sind. Doch die Geschichte dieses Grabmals für König Mausolos (von dem das Wort "Mausoleum" stammt) wird im angrenzenden Museum lebendig. Das antike Theater mit Blick auf die Bucht fasste einst 13.000 Zuschauer und dient heute noch als Veranstaltungsort. Die weißgetünchten, würfelförmigen Häuser mit Bougainvillea-bewachsenen Fassaden prägen das Stadtbild und erinnern an die griechischen Kykladen. Der Yachthafen Bodrum Marina ist Ausgangspunkt für die berühmten "Blaün Reisen" (Gulet-Touren) entlang der türkischen Küste — mehrtägige Segeltörms auf traditionellen Holzbooten zu einsamen Buchten und antiken Ruinen. Gümüsluk, ein verschlafenes Fischerdorf westlich von Bodrum, hat sich zum kulinarischen Geheimtipp entwickelt: Fangfrischer Fisch in einfachen Strandrestaurants, dazu Blick auf die versunkene antike Stadt Myndos unter der Wasseroberfläche. Die Halbinsel Bodrum bietet mit Bitez, Ortakent und Türgutreis ruhigere Alternativen zum lebhaften Stadtzentrum. Das Nachtleben konzentriert sich auf die Bar Street und den legendären Club Halikarnas, der unter freiem Himmel direkt am Meer liegt. Bodrum ist die eleganteste und geschichtsträchtigste Ecke der türkischen Riviera.
Izmir
Izmir, die drittgrößte Stadt der Türkei, ist eine weltoffene Metropole am Aegäischen Meer, die mit mediterranem Flair, lebhafter Kulturszene und einer entspannten Lebensart begeistert. Anders als Istanbul oder Ankara wirkt Izmir fast europäisch: Breite Uferpromenaden, Straßencafes, moderne Kunstgalerien und ein pulsierendes Nachtleben prägen das Stadtbild. Der Kordon, Izmirs legendäre Uferpromenade, erstreckt sich kilometerlang entlang der Bucht und ist der gesellschaftliche Mittelpunkt der Stadt — hier flanieren Familien, joggen Sportler und genießen Paare den Sonnenuntergang bei einem Glas türkischem Tee. Der Kemeralti-Basar ist einer der größten und ältesten Märkte der Türkei: Ein Labyrinth aus überdachten Gassen mit Gewürzhändlern, Goldschmieden, Antiquitätenläden und historischen Karawansereien. Der Uhrturm auf dem Konak-Platz ist das Wahrzeichen der Stadt, und der Kadifekale (Samtburg) auf dem gleichnamigen Hügel bietet ein Panorama über die gesamte Bucht. Kulinarisch ist Izmir ein Geheimtipp: Die Stadt gilt als Geburtsort des Boyoz (ein Blätterteiggebäck), und die Fischrestaurants an der Kordon-Promenade servieren fangfrischen Aegäis-Fisch. Izmir ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge nach Ephesos (eine der besterhaltenen antiken Städte weltweit, nur 80 Kilometer entfernt), nach Pamukkale oder auf die charmante Halbinsel Cesme mit ihren Thermalquellen und Windsurf-Spots.
Ankara
Ankara, die Hauptstadt der Türkei, wird von den meisten Reisenden zugunsten Istanbuls übergangen — zu Unrecht. Die Stadt mit über fünf Millionen Einwohnern ist das politische und kulturelle Herz des Landes und bietet eine faszinierende Mischung aus jahrtausendealter Geschichte und moderner Urbanität. Hier spürt man das Alltagsleben der Türkei jenseits touristischer Inszenierung. Das Anitkabir, das monumentale Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk, ist weit mehr als ein Grabmal — es ist das nationale Heiligtum der modernen Türkei und ein architektonisches Meisterwerk der 1940er-Jahre. Das Museum für Anatolische Zivilisationen, untergebracht in einem restaurierten Basar aus dem 15. Jahrhundert, beherbergt Artefakte von den Hethitern bis zu den Phrygern und gilt als eines der bedeutendsten Museen der Welt. Die Zitadelle von Ankara (Kale) überragt die Stadt und bietet enge Gassen mit traditionellen Häusern, Teehäusernn und einem Panoramablick über das Häusermeerm der sich bis zum Horizont erstreckt. Das moderne Ankara zeigt sich im Viertel Kizilay mit seinen Cafes, Buchhandlungen und Universitäten sowie in Cankaya mit diplomatischen Residenzen und eleganten Parks. Kulinarisch ist Ankara berühmt für seine Döener-Variante — das angebliche Original — und den frisch gepressten Granatapfelsaft an jeder Straßenecke. Als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Kappadokien (nur drei Stunden entfernt) oder zum Salzsee Tuz Gölü ist Ankara strategisch ideal gelegen.
Fethiye
Fethiye an der türkischen Lykischen Küste ist ein Traumziel, das spektakuläre Natur, antike Geschichte und türkische Gastfreundschaft auf einzigartige Weise vereint. Das absolute Highlight ist die Blaü Lagune von Oeludeniz — ein von Pinienwädern umrahmtes, fast unwirklich türkisfarbenes Meeresbecken, das regelmäßig zu den schönsten Stränden der Welt gewählt wird. Von hier starten Gleitschirmflieger vom 1.969 Meter hohen Babadag und schweben in 30 bis 45 Minuten über die Lagune hinab — ein Erlebnis, das selbst erfahrene Abenteurer sprachlos macht. Das Schmetterlingstal (Butterfly Valley) ist nur per Boot erreichbar und beherbergt über 100 Schmetterlingsarten in einer tiefen, von Felswänden eingerahmten Schlucht. Die lykischen Felsgräber von Amintas, die sich wie monumentale Tempelfassaden in die Felswand oberhalb der Altstadt schmiegen, stammen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und sind besonders bei Dämmerung eindrucksvoll beleuchtet. Die 12-Insel-Bootstour zählt zu den beliebtesten Ausflügen: Ein ganzer Tag auf dem türkisblaün Mittelmeer mit Badestopps in versteckten Buchten, Schnorcheln über versunkenen Ruinen und Mittagessen an Bord. Der Fischerhafen von Fethiye mit seinen Gulet-Segelbooten und die lebhafte Altstadt mit Gewürzmärkten und Fischrestaurants laden zum Verweilen ein. Fethiye ist auch idealer Ausgangspunkt für den Lykischen Weg, einen der schönsten Fernwanderwege der Welt (540 km entlang der Küste), sowie für Ausflüge zur antiken Stadt Tlos und zur Geisterstadt Kayaköy. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei Frühling und Herbst die angenehmsten Temperaturen bieten.
Kaş
Kas ist ein malerisches Künstlerdorf an der lykischen Küste, das seinen ursprünglichen Charme bewahrt hat, während andere türkische Badeorte längst vom Massentourismus überrollt wurden. Die schmalen Gassen der Altstadt sind gesäumt von Bougainvilleen, kleinen Boutiquen, Kunstgalerien und gemütlichen Rooftop-Restaurants, von denen aus man auf die vorgelagerte griechische Insel Kastellorizo (Meis) blickt — nur eine Bootsfahrt von 20 Minuten entfernt. Kas ist vor allem ein Paradies für Taucher: Die Gewässer vor der Küste bieten über 50 Tauchplätze mit versunkenen Flugzeugwracks, antiken Amphoren, Unterwasserhöhlen und einer lebendigen Mittelmeerfauna. Auch Seekajakfahrten entlang der zerklüfte Küste mit ihren versteckten Buchten und lykischen Felsgräbern, die direkt aus den Klippen ragen, sind ein unvergessliches Erlebnis. Das antike Theater von Antiphellos thront oberhalb der Stadt und bietet Platz für 4.000 Zuschauer — der Blick auf das Meer bei Sonnenuntergang ist atemberaubend. Tagesausflüge führen zur versunkenen Stadt Kekova, wo man per Boot oder Seekajak über die unter der Wasseroberfläche liegenden Ruinen gleitet. Der Kaputas Beach, nur zehn Minuten südwestlich, zählt mit seinem türkisblaün Wasser und der dramatischen Schluchtlage zu den schönsten Stränden der gesamten Türkei. Kas ist der perfekte Ort für Individualreisende, die Kultur, Natur und Meer in entspannter Atmosphäre verbinden möchten.
Alanya
Alanya thront spektakulär auf einer felsigen Halbinsel an der türkischen Riviera und verbindet eine 2.000-jährige Geschichte mit den Annehmlichkeiten eines modernen Badeorts. Die seldschukische Festung aus dem 13. Jahrhundert kront den 250 Meter hohen Burgberg und bietet ein atemberaubendes Panorama über die Stadt, den Kleopatra-Strand und das endlose Blau des Mittelmeers. Der Rote Turm (Kizil Kule), Wahrzeichen der Stadt und ein Meisterwerk seldschukischer Militärarchitektur von 1226, bewacht den alten Hafen. Von hier führen Bootstouren entlang der zerklüfte Küste zur Damlatas-Höhle mit ihren beeindruckenden Tropfsteinen, zur Piratenhöhle und zur Phosphorhöhle, deren Wasser im Dunkeln bläulich schimmert. Die antike Schiffswerft Tersane direkt an der Festungsmauer ist eine der besterhaltenen seldschukischen Werften des Mittelmeerraums. Der Kleopatra-Strand, einer der schönsten Stadtstrände der Türkei, erstreckt sich über zwei Kilometer und begeistert mit goldenem Sand und kristallklarem Wasser — der Legende nach ein Geschenk von Marcus Antonius an Kleopatra. Die moderne Seite Alanyas zeigt sich im lebhaften Nachtleben, den zahlreichen Restaurants und einem breiten Wassersport-Angebot. Im Hinterland locken der Dim-Fluss mit natürlichen Badestellen, die Dim-Höhle und die Sapadere-Schlucht mit ihren Wasserfällen. Alanya ist dank seines milden Klimas mit über 300 Sonnentagen im Jahr ein ganzjähriges Reiseziel.
Side
Side an der Türkischen Riviera ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus antiker Geschichte und modernem Badegenuss. Die Altstadt liegt auf einer schmalen Halbinsel, die einst eine der wichtigsten Hafenstädte der Region Pamphylien war, und überrascht mit einem Reichtum an antiken Monumenten, wie man ihn an einem Badeort kaum erwartet. Der Apollon-Tempel am äußersten Punkt der Halbinsel ist das Wahrzeichen von Side: Fünf wiederaufgerichtete korinthische Säulen stehen direkt am Meer und bieten besonders bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Marmorruinen golden färbt, eines der romantischsten Fotomotive der gesamten Türkei. Das antike Theater, das zweitgrößte in Anatolien, fasste einst 15.000 Zuschauer und ist erstaunlich gut erhalten. Die kopfsteingepflasterte Altstadt innerhalb der antiken Stadtmauern verbindet archäologische Schätze mit gemütlichen Restaurants und kleinen Boutiquen. Das Side-Museum im ehemaligen römischen Badehaus zeigt beeindruckende Sarkophage und Skulpturen. Oeestlich und westlich der Halbinsel erstrecken sich kilometerlange Sandstrände mit sanftem Einstieg, die ideal für Familien sind. Ein Tagesausflug zu den Manavgat-Wasserfällen lohnt sich: Der breite Wasserfall und die rauschenden Stromschnellen des Manavgat-Flusses bieten eine willkommene Abkühlung. In der nahen Umgebung liegen zudem die Ruinen von Aspendos mit dem besterhaltenen römischen Theater der Welt sowie die antiken Städte Perge und Selge. Die Saison reicht von April bis November, wobei der Frühling besonders angenehm ist.
Dalyan
Dalyan ist ein verschlafenes Flussdorf im Südwesten der Türkei, das sich seinen authentischen Charme bewahrt hat und Naturliebhaber mit einer einzigartigen Kombination aus antikem Erbe, unberührter Natur und sanftem Tourismus begeistert. Der Dalyan-Fluss schlängelt sich träge durch ein weitläufiges Schilfgebiet, das als wichtigstes Feuchtgebiet der Region unter Naturschutz steht. Die imposanten lykischen Felsgräber von Kaunos, die aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. stammen und hoch in die gegenüberliegende Felswand gehaün sind, bilden eine der eindrucksvollsten Kulissen der türkischen Küste. Flussboottouren führen direkt an den Gräbern vorbei, weiter durch das Schilflabyrinth des Deltas und hinaus zum Iztuzu-Strand — einem vier Kilometer langen, naturbelassenen Sandstrand, der als einer der wichtigsten Nistplätze der vom Aussterben bedrohten Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) geschützt wird. Die Ruinen der antiken Stadt Kaunos mit ihrem Theater, den Tempelresten und der Akropolis lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden. Die natürlichen Thermalquellen und Schlammbädern von Dalyan sind legendär: Ein Bad im schwefelhaltigen Schlamm soll die Haut verjüngen und wird von Einheimischen seit Generationen praktiziert. Am Abend sitzt man in den Flussrestaurants direkt am Wasser, beobachtet vorbeigleitende Boote und genießt fangfrischen Seebarsch. Dalyan ist die perfekte Wahl für alle, die einen ruhigen, naturnahen Türkei-Urlaub abseits der großen Badeorte suchen.
Marmaris
Marmaris liegt an einer der schönsten Naturhäfen der türkischen Aegäis, umgeben von dicht bewaldeten Hügeln und kristallklarem Wasser. Die Stadt ist ein beliebter Ausgangspunkt für Blaü Reisen — mehrtägige Segeltörng auf traditionellen Gulets entlang der türkischen Küste mit ihren versteckten Buchten, antiken Ruinen und türkisfarbenen Ankerplätzen. Die Altstadt rund um die osmanische Festung aus dem 16. Jahrhundert (erbaut auf Geheiß Sulejmans des Prächtigen) bewahrt mit ihren engen Gassen, Teppichhändlern und traditionellen Restaurants noch immer orientalischen Charme. Der überdachte Basar bietet alles von handgefertigtem Schmuck bis zu Gewürzen und türkischem Honig. Die Strandpromenade erstreckt sich über zehn Kilometer und wird abends zur lebhaften Flaniermeile. Besonders lohnenswert ist ein Bootsausflug nach Dalyan und zum Iztuzu-Strand, wo die seltenen Unechten Karettschildkröten ihre Eier ablegen. Der Nationalpark Marmaris bietet hervorragende Wander- und Mountainbike-Strecken durch duftende Kiefernwälder. Kleopatra-Insel (Sedir) mit ihrem legendären Muschelstrand — der angeblich eigens für die ägyptische Königin mit Sand aus Nordafrika aufgeschüttet wurde — ist ein beliebtes Tagesausflugsziel. Das Nachtleben in der berühmten Bar Street zählt zu den lebhaftesten der türkischen Küste. Marmaris verbindet mediterranes Flair, türkische Gastfreundschaft und ein breites Angebot für aktive Urlauber.
Trabzon
Trabzon, die heimliche Hauptstadt der türkischen Schwarzmeerküste, blickt auf eine über 2.700-jährige Geschichte zurück und war einst als Trapezunt ein bedeutender Handelsknotenpunkt an der Seidenstraße. Die Stadt verbindet osmanisches Erbe, byzantinische Kirchenkunst und eine lebendige Schwarzmeer-Kultur zu einem faszinierenden Reiseziel abseits der üblichen Touristenrouten. Das Sumela-Kloster (Meryemana Manastiri) ist das unbestrittene Highlight: In 300 Meter Höhe an eine senkrechte Felswand im Altindere-Tal gebaut, wirkt das byzantinische Kloster aus dem 4. Jahrhundert wie aus einem Fantasy-Roman. Die farbenprächtigenn Fresken im Inneren, der dramatische Aufstieg durch Fichtenwald und die schiere Kuhnheit der Konstruktion machen Sumela zu einem der außergewöhnlichsten sakralen Bauwerke der Welt. Die Hagia Sophia von Trabzon, nicht zu verwechseln mit ihrem berühmteren Pendant in Istanbul, beherbergt hervorragend erhaltene byzantinische Fresken aus dem 13. Jahrhundert. Der überdachte Basar im Stadtzentrum pulsiert vor Leben, und die Teehaüser am Ataturk-Platz bieten den perfekten Ort, um bei einem Glas türkischem Tee das Treiben zu beobachten. Die Schwarzmeer-Küche überrascht mit Spezialitäten wie Kuymak (einem heißen Käse-Maismehl-Fondue), Hamsi (Sardellen in jeder erdenklichen Variante) und Pide nach Trabzon-Art. Von Trabzon aus erreicht man das malerische Uzungoäl-Hochtal und die Hochalmen des Kackar-Gebirges — ein Wanderparadies mit alpinem Charakter inmitten der Türkei.
Strände
Altinkum
Altinkum, der Goldene Sand, liegt an der türkischen Ägäisküste nahe der antiken Stadt Didim und begeistert mit gleich drei nebeneinanderliegenden goldenen Sandstränden, die zu den schönsten der gesamten Region gehören. Während die türkische Südküste mit ihren All-Inclusive-Giganten dominiert, hat sich Altinkum seinen eher bodenständigen, familienfreundlichen Charakter bewahrt und bietet türkisches Strandleben pur - mit einheimischen Urlaubern, lebhaften Märkten und einem entspannten Rhythmus, der nichts mit dem durchgetakteten Resortleben zu tun hat. Die drei Hauptstrände, erster, zweiter und dritter Strand genannt, reihen sich wie goldene Halbmonde aneinander. Der erste Strand ist der lebhafteste mit Cafés, Wassersport und einer lebendigen Promenade. Der zweite Strand bietet mehr Ruhe und einen der schönsten Sonnenuntergänge der Ägäis. Der dritte Strand, auch Altinkum Beach genannt, ist der längste und naturbelassenste der drei mit feinem goldenen Sand und türkisblauem Wasser, das flach ins Meer abfällt. Alle drei Strände tragen die Blaue Flagge für Wasserqualität. Das kulturelle Highlight der Region ist der Apollon-Tempel von Didyma, einer der größten und am besten erhaltenen antiken Tempel der Welt. Die gewaltigen Säulen des Orakeltempels, einst Rivale des berühmten Orakels von Delphi, ragen noch immer majestätisch in den Himmel und vermitteln eine Ahnung von der Pracht der antiken Welt. Die heilige Straße von Milet nach Didyma, gesäumt von steinernen Löwen und Sphinxen, ist ein faszinierender Spaziergang durch die Geschichte. In der Umgebung locken weitere antike Stätten: Milet, einst eine der mächtigsten griechischen Städte, und Priene mit seinem perfekt erhaltenen Athena-Tempel auf einer Terrasse hoch über der Mäander-Ebene. Der Bafa-See, ein Vogelparadies in mystischer Landschaft mit Klosterruinen, ist ein Geheimtipp für Naturliebhaber. Von Bodrum aus erreicht man Altinkum in etwa einer Stunde, der Flughafen Bodrum-Milas liegt 90 Minuten entfernt. Alternativ fliegt man nach Izmir (2,5 Stunden Transfer).
Incekum
Incekum, zu Deutsch Feinsand, trägt seinen Namen mit vollem Recht. Dieser Strandabschnitt an der türkischen Riviera zwischen Alanya und Avsallar begeistert mit einem der schönsten Naturstrände der gesamten Südküste. Das Besondere an Incekum ist die einzigartige Kombination aus goldenem Sandstrand und dichtem Kiefernwald, der bis unmittelbar an den Strand heranreicht und natürlichen Schatten spendet - ein Segen an heißen Sommertagen und ein Erlebnis, das man an der türkischen Riviera nur hier findet. Der Strand von Incekum erstreckt sich über etwa zwei Kilometer in einer sanften Bucht, geschützt vor starken Winden und Strömungen. Das Wasser ist kristallklar und flach abfallend, mit türkisblauer Färbung, die an karibische Strände erinnert. Die Wassertemperatur erreicht im Sommer angenehme 26 bis 28 Grad. Natürliche Schattenplätze unter den Kiefern machen einen Sonnenschirm fast überflüssig und verleihen dem Strand eine waldige Atmosphäre, die sich wohltuend von den betonlastigen Strandpromenaden anderer Touristenorte abhebt. Entlang des Strandes haben sich einige All-Inclusive-Resorts angesiedelt, die die türkische Gastfreundschaft in Kombination mit der Naturkulisse in Perfektion zelebrieren. Wer es unabhängiger mag, findet in Avsallar, dem nächsten Ort, günstige Pensionen und Apartments. Die Region bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten: Die Festung von Alanya mit dem Roten Turm ist nur 20 Kilometer entfernt, die Tropfsteinhöhle Dim Cave beeindruckt mit unterirdischen Seen, und der Dim-Fluss lädt zu Picknicks in der Natur ein. Von Antalya aus erreicht man Incekum in etwa anderthalb Stunden, der Flughafen Gazipasa-Alanya ist nur 45 Minuten entfernt. Direktflüge aus Deutschland nach Antalya dauern knapp vier Stunden. Die Saison erstreckt sich von Mai bis November, wobei auch der Oktober noch Badetemperaturen von über 24 Grad bietet.
Lara Beach
Lara Beach ist Antalyas glamouröse Hotelmeile und einer der beliebtesten Strandabschnitte der gesamten türkischen Riviera für deutsche Urlauber. Der breite, feinsandige Strand erstreckt sich über rund zwölf Kilometer östlich des Stadtzentrums von Antalya und wird gesäumt von imposanten Fünf-Sterne-Resorts, die mit ihren aufwendigen Fassaden an Las Vegas erinnern. Hotels wie das Titanic Deluxe, das Delphin Imperial oder das Kremlin Palace setzen auf spektakuläre Architektur und All-Inclusive-Konzepte der Extraklasse, die keine Wünsche offenlassen. Was Lara Beach von anderen türkischen Badeorten unterscheidet, ist die Nähe zur Großstadt Antalya. Während man tagsüber am weitläufigen Sandstrand entspannt, kann man abends in nur 15 Minuten in der historischen Altstadt Kaleiçi flanieren, durch den alten Hafen schlendern oder in den Restaurants und Bars der Millionenstadt das Nachtleben genießen. Diese Kombination aus Strandresort und Stadtnähe macht Lara Beach einzigartig an der Türkischen Riviera. Ein absolutes Naturhighlight sind die Düden-Wasserfälle: Der Untere Düden stürzt spektakulär als 40 Meter hoher Wasserfall direkt von den Klippen ins Mittelmeer – ein Anblick, den man von den Ausflugsbooten aus am besten bewundern kann. Der Obere Düden im Hinterland lädt zum Picknicken in einem schattigen Park ein. Für deutsche Urlauber ist Lara Beach extrem praktisch: Der Flughafen Antalya liegt nur zehn Kilometer entfernt, die Transferzeit beträgt oft unter 20 Minuten. Die Saison reicht von April bis November, wobei die Wassertemperaturen von Juni bis Oktober über 24 Grad liegen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der All-Inclusive-Resorts ist hervorragend, und viele Hotels bieten deutschsprachigen Service an.
Okurcalar
Okurcalar ist der Geheimtipp an der türkischen Riviera für alle, die All-Inclusive-Urlaub in seiner besten Form erleben möchten - fernab vom Massentourismus der großen Küstenstädte, umgeben von Bananenplantagen und Kiefernwäldern, mit einem langen, ruhigen Strand und Resorts, die jeden Wunsch von den Augen ablesen. Das kleine Dorf zwischen Alanya und Side hat sich als Oase der Ruhe etabliert, in der man sich einfach treiben lassen kann. Der Strand von Okurcalar erstreckt sich über mehrere Kilometer mit einer Mischung aus Sand und feinem Kies, gesäumt von einer üppig grünen Vegetation, die der Küste einen fast tropischen Charakter verleiht. Das Wasser ist klar und sauber, der Einstieg überwiegend flach, und die geschützte Lage sorgt für ruhiges Meer. Die meisten Resorts haben eigene Strandabschnitte mit Liegen, Sonnenschirmen und Strandservice, sodass man den ganzen Tag am Meer verbringen kann, ohne sich um etwas kümmern zu müssen. Die All-Inclusive-Resorts in Okurcalar gehören zu den besten der Region. Große Poollandschaften, Wasserrutschen, Spa-Bereiche, Sportanlagen und ein gastronomisches Angebot, das von türkischer Hausmannskost über italienische Küche bis zu frischen Grillspezialitäten reicht, lassen keine Wünsche offen. Viele Anlagen bieten zudem umfangreiche Kinderprogramme und Animationsangebote, die Okurcalar zu einem erstklassigen Familienziel machen. Für Ausflüge bietet die Umgebung einiges: Der Sapadere-Canyon mit seinem kristallklaren Gebirgsbach ist ein Naturerlebnis, die antike Stadt Syedra thront auf einem Hügel über dem Meer, und die Dim-Höhle beeindruckt mit unterirdischen Seen. Alanya mit seiner seldschukischen Festung und dem bunten Bazar ist nur 30 Minuten entfernt. Der Flughafen Gazipasa-Alanya liegt etwa eine Stunde östlich, der größere Flughafen Antalya rund zwei Stunden westlich.
Ölüdeniz
Oeludeniz, die Blaü Lagune an der lykischen Küste, ist einer der meistfotografierten Strände der Türkei — und das völlig zu Recht. Die geschützte Lagune schimmert in unwirklichen Türkis- und Aquamarintönen, umrahmt von dichtem Pinienwald und dem imposanten Babadä-Berg, der über 1.900 Meter steil aus dem Meer aufragt. Genau dieser Berg macht Oeludeniz zur Welthauptstadt des Gleitschirmfliegens: Täglich starten Hunderte Tandem-Paraglider vom Gipfel des Babadä und gleiten in 30 bis 45 Minuten über die Lagune hinab zum Strand. Der Flug bietet ein atemberaubendes Panorama über die gesamte lykische Küste, vorgelagerte Inseln und das endlose Blau des Mittelmeers — ein Erlebnis, das selbst erfahrene Vielflieger sprachlos macht. Die Lagune selbst ist ein Naturschutzgebiet mit Eintritt, was die Wasserqualität und Ruhe sichert. Außerhalb der Lagune erstreckt sich der öffentliche Belcekiz Beach mit seinem feinen Kieselstrand und einem breiten Angebot an Wassersport. Der berüehmte Lykische Weg beginnt (oder endet) hier, und die Butterfly Valley — eine nur per Boot erreichbare Schlucht mit Wasserfall und über 100 Schmetterlingsarten — liegt nur eine kurze Bootsfahrt entfernt. Der nahegelegene Ghost Village Kayaköy, eine verlassene griechische Siedlung mit über 500 leerstehenden Steinhäusern, bietet einen bewegenden Einblick in die Geschichte des griechisch-türkischen Bevölkerungsaustauschs von 1923.
Patara
Patara an der lykischen Küste vereint einen der längsten und schönsten Naturstrände der gesamten Türkei mit einer antiken Stadt von herausragender historischer Bedeutung. Der 18 Kilometer lange, goldene Sandstrand erstreckt sich in sanftem Bogen bis zum Horizont und ist gleichzeitig geschützter Nistplatz der Unechten Karettschildkröte — weshalb er abends gesperrt wird und auch tagsüber herrlich unverbaut und ruhig bleibt. Die antike Stadt Patara war die Hauptstadt des Lykischen Bundes und Geburtsort des Heiligen Nikolaus, der später als Bischof von Myra zum Vorbild des Weihnachtsmanns wurde. Das freigelgte Parlamentsgebäude (Bouleuterion) gilt als eines der ältesten demokratischen Versammlungshäuser der Welt. Der monumentale Leuchtturm, das Haupttor, das Theater und die Säulenstraße vermitteln ein eindrucksvolles Bild dieser einst bedeutenden Hafenstadt. Die Dünen hinter dem Strand formen eine fast wüstenähnliche Landschaft, die bei Sonnenuntergang in warmes Goldlicht getaucht wird — Fotomotive, die an die Sahara erinnern. Anders als viele türkische Badeorte ist Patara noch immer ein ruhiger, ursprünglicher Ort: kleine Pensionen statt Bettenburgen, familiäre Restaurants statt Hotelbüffets. Der nahegelegene Lykische Weg führt direkt durch die Ruinen und verbindet Patara mit den Nachbarorten Kalkan und Kas. Patara ist das perfekte Reiseziel für alle, die Antike, Natur und endlosen Strand ohne Massentourismus suchen.
Regionen
Dalaman
Die Region Dalaman ist das Tor zu den spektakulärsten Naturwundern der türkischen Südwestküste. Während Dalaman selbst eine eher unscheinbare Kleinstadt mit internationalem Flughafen ist, öffnet sich von hier aus ein Paradies, das Abenteurer, Naturliebhaber und Strandurlauber gleichermaßen in den Bann zieht. Der Flughafen ist Ausgangspunkt für drei der begehrtesten Reiseziele der gesamten Türkei: Fethiye, Ölüdeniz und Dalyan. Ölüdeniz – die Blaue Lagune – gilt als einer der fotogensten Strände weltweit. Das unwirklich türkisfarbene Wasser in der geschützten Lagune vor der Kulisse des Babadağ-Berges ist ein Bild, das man nie vergisst. Vom 1.969 Meter hohen Babadağ starten täglich Hunderte Paraglider zu einem der berühmtesten Tandemflüge der Welt – der 30-minütige Gleitflug über die Lagune gehört zu den absoluten Bucket-List-Erlebnissen. Dalyan bezaubert mit einem ganz anderen Zauber: Flussboote gleiten am Schilfufer entlang zu den eindrucksvollen lykischen Felsengräbern, weiter zum İztuzu-Strand, wo die bedrohten Unechten Karettschildkröten ihre Eier ablegen. Ein Bad in den warmen Schwefelquellen mit dem legendären Dalyan-Schlammbad rundet den Ausflug ab. Fethiye wiederum lockt mit der atmosphärischen Altstadt, dem lebhaften Fischmarkt und der nahegelegenen Geisterstadt Kayaköy. Die Saklıkent-Schlucht, 18 Kilometer lang und bis zu 300 Meter tief, bietet spektakuläres Canyoning und Wandern durch eiskaltes Gletscherwasser. Der Lykische Weg, einer der schönsten Fernwanderwege der Welt, führt durch die gesamte Region. Von Deutschland fliegt man direkt nach Dalaman in dreieinhalb Stunden. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, das Preisniveau deutlich günstiger als an der Antalya-Küste.
Türkische Ägäis
Die Türkische Ägäis ist die kulturreichste und landschaftlich vielfältigste Küstenregion der Türkei – ein über 600 Kilometer langer Küstenstreifen, der von Çanakkale im Norden bis Bodrum im Süden reicht und eine Dichte an antiken Stätten, Olivenhainen, Weinbergen und traumhaften Buchten bietet, die im gesamten Mittelmeerraum ihresgleichen sucht. Für deutsche Reisende, die mehr als nur Strand und All-Inclusive suchen, ist die Ägäisküste die Entdeckungsregion Nummer eins in der Türkei. Ephesus, die am besten erhaltene antike Stadt der Welt, liegt hier – mit ihrer marmornen Bibliothek des Celsus, dem Großen Theater und der Kuretenstraße zieht sie jährlich Millionen Besucher an. Doch Ephesus ist nur die Spitze des Eisbergs: Pergamon, Aphrodisias, Sardis, Priene, Milet und Didyma reihen sich wie Perlen an einer Kette die Küste entlang. Jede dieser Stätten allein wäre in einem anderen Land die Hauptattraktion – hier sind sie Teil einer atemberaubenden historischen Landschaft. Die Landschaft der Ägäis unterscheidet sich fundamental von der türkischen Südküste: Statt karger Felsküsten prägen hier sanft geschwungene Hügel mit Olivenhainen, Pinienwäldern und Weinreben das Bild. Die Dörfer und Kleinstädte haben ihren griechisch-osmanischen Charme bewahrt – Steinhäuser, enge Gassen und Teegärten bestimmen das Straßenbild. Kulinarisch ist die Ägäis ein Paradies: Die Küche basiert auf Olivenöl, Wildkräutern, frischem Fisch und Meze-Kultur und gilt als die gesündeste der Türkei. Izmir, die Metropole der Region mit über vier Millionen Einwohnern, ist deutlich entspannter als Istanbul und bietet eine lebendige Kulturszene, den historischen Kemeraltı-Basar und eine weltoffene Atmosphäre. Der Flughafen Izmir ist das Haupttor zur Region, von dort erreicht man die meisten Ziele in ein bis zwei Stunden. Die Ägäis lässt sich hervorragend als Roadtrip erkunden – die Küstenstraßen bieten atemberaubende Ausblicke und die Entfernungen zwischen den Highlights sind überschaubar.
Ägäisküste
Die türkische Aegaisküste erstreckt sich über rund 2.800 Kilometer von den Dardanellen im Norden bis zur Halbinsel Datca im Süden und ist eine der geschichts- und kulturreichsten Regionen der gesamten Türkei. Hier, wo einst Griechen, Römer, Byzantiner und Osmanen siedelten, reihen sich antike Stätten, malerische Küstenorte und herrliche Strände wie Perlen an einer Kette. Ephesos, eine der besterhaltenen antiken Städte der Welt, ist das Kronjuwel der Region: Die Celsus-Bibliothek, das große Theater für 25.000 Zuschauer und die Marmorstraßen vermitteln ein lebendiges Bild römischer Großstadtkultur. Pergamon mit seiner dramatisch auf einem Bergkamm gelegenen Akropolis, Priene, Milet und Didyma ergänzen das antike Erbe. Das Dorf Sirince in den Hügeln oberhalb von Selcuk bezaubert mit Steinhäusern, Obstweinen und einer Atmosphäre, die an die Toskana erinnert. Die Halbinsel Cesme ist berühmt für ihre Thermalquellen, Windsurf-Bedingungen und das türkisfarbene Meer am Ilica-Strand. Bodrum verbindet kosmopolitisches Nachtleben mit der imposanten Kreuzritterburg St. Peter und charmanten Nachbarorten wie Gümüsluk, wo man im seichten Wasser zwischen versunkenen antiken Ruinen schnorchelt. Die Aegaisküste ist auch kulinarisch ein Hochgenuss: Olivenöl-basierte Mezes, frischer Fisch, Kräuterkäese und ägäische Kräuter prägen eine Küche, die als die gesundeste der Türkei gilt. Diese Region ist ideal für Reisende, die Kultur, Genuss und Meer verbinden möchten.
Schwarzmeerküste
Die türkische Schwarzmeerküste erstreckt sich über mehr als 1.700 Kilometer entlang des südlichen Schwarzen Meeres und überrascht mit einer Landschaft, die so gar nicht dem typischen Türkei-Bild entspricht. Statt karger Steppe oder Badestrand dominieren hier sattgrüne Teeplantagen, dichte Wälderm nebelverhangene Berge und ursprüngliche Dörfer, die sich an steile Hänge schmiegen. Die Region gilt als einer der letzten Geheimtipps der Türkei — noch weitgehend unberührt vom Massentourismus. Die Provinz Rize ist das Zentrum des türkischen Teeanbaus: Terrassierte Teefelder überziehen die Hügel bis auf über 1.000 Meter Höhe und verleihen der Landschaft einen fast tropischen Charakter. In den Yaylalar, den traditionellen Hochalmen der Hemsin-Kultur, wird noch heute Käse von Hand hergestellt. Das Firtina-Tal bietet spektakuläre Schluchten, osmanische Steinbrücken und Möglichkeiten zum Wildwasser-Rafting. Die historische Hafenstadt Sinop gilt als einer der sichersten und charmantesten Orte des Landes — mit einer intakten Altstadt, türkisfarbenem Meer und dem dramatischen Kap Boztepe. Das Kloster Sumela bei Trabzon, in 300 Meter Höhe an eine Felswand gebaut, zählt zu den beeindruckendsten Baudenkmälern Anatoliens. Die Schwarzmeerküste ist ideal für Reisende, die das authentische, unentdeckte Anatolien abseits der ausgetretenen Pfade suchen.
Gebiete
Ihlara-Tal
Das Ihlara-Tal ist Kappadokiens bestgehütetes Geheimnis — während die meisten Besucher sich auf die Feenkamine und Heißluftballons rund um Göreme konzentrieren, erstreckt sich 75 Kilometer südlich eine 16 Kilometer lange, bis zu 150 Meter tiefe Schlucht, die zu den beeindruckendsten Naturwundern der Türkei gehört. Der Melendiz-Fluss hat sich über Jahrmillionen durch den Vulkan-Tuffstein gegraben und dabei eine üppig grüne Oase inmitten der kargen anatolischen Hochebene geschaffen. Pappeln, Weiden und Pistazienbäume säumen den Flusslauf, Vögel zwitschern in den Baumkronen, und das Rauschen des Wassers begleitet jeden Schritt auf dem Wanderweg, der sich am Grund der Schlucht entlangwindet. Was das Ihlara-Tal einzigartig macht, sind die über 100 in den Fels gehaünen Kirchen und Kapellen, die zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert von byzantinischen Mönchen und Eremiten geschaffen wurden. Die bekanntesten — Ağaçaltı Kilise (Kirche unter dem Baum), Yılanlı Kilise (Schlangenkirche) und Kokar Kilise (Duftende Kirche) — bewahren erstaunlich gut erhaltene Fresken, deren Farben nach über tausend Jahren noch leuchten. Die Darstellungen reichen von biblischen Szenen bis zu ungewöhnlichen, orientalisch beeinflussten Motiven, die den kulturellen Austausch an dieser Schnittstelle der Zivilisationen widerspiegeln. Eine Wanderung durch das Tal ist ein Erlebnis zwischen Naturgenuss und Zeitreise: Man steigt über 382 Stufen in die Schlucht hinab, folgt dem Flusslauf durch dappled Licht und kühlen Schatten, entdeckt versteckte Höhlenkirchen hinter Felsenvorsprüngen und hält inne an Teeständen, wo lokale Bauern frischen Çay und Gözleme (gefüllte Fladenbrot) anbieten. Am Ende der Wanderung wartet das Dorf Belisırma, wo Restaurants ihre Tische direkt am Flussufer aufgestellt haben — der perfekte Ort für ein Mittagessen mit den Füßen fast im Wasser.
Kappadokien
Kappadokien in Zentralanatolien ist eine surreale Mondlandschaft, die aussieht, als hätte ein Bildhauer sie aus dem Tuffstein gemeißelt. Die berühmten Feenkamine - kegelförmige Felsformationen mit aufgesetzten Steinkappen - erstrecken sich über ein riesiges Gebiet und bilden eine der außergewöhnlichsten Landschaften der Erde. Jeden Morgen bei Sonnenaufgang steigen Hunderte Heißluftballons über dieses unwirkliche Panorama auf und schaffen eines der magischsten Reiseerlebnisse weltweit. Deutsche Urlauber sind fasziniert von den unterirdischen Städten, in denen einst Tausende Menschen Schutz fanden, den in Fels gehauenen byzantinischen Kirchen mit uralten Fresken und den Höhlenhotels, in denen man im Tuffstein übernachtet. Kappadokien vereint Naturwunder, jahrtausendealte Geschichte und türkische Gastfreundschaft auf einzigartige Weise.
Kappadokien
Kappadokien in Zentralanatolien ist eine Landschaft wie von einem anderen Planeten: Bizarr geformte Feenkamine, kegelförmige Tuffsteinfelsen und sanft gewellte Täler in Erdtönen von Rosa über Ocker bis Weiß erstrecken sich so weit das Auge reicht. Vulkanausbrüche vor Millionen Jahren schufen diese surreale Topografie, die Wind und Wasser seither zu einem geologischen Kunstwerk geformt haben. Das absolute Highlight ist eine Heißluftballonfahrt bei Sonnenaufgang, wenn Hunderte bunter Ballons gleichzeitig über die Feenkamine schweben und das erste Licht die Felsformationen in warmes Gold taucht — ein Anblick, der weltweit seinesgleichen sucht. Das Freilichtmuseum von Göreme, UNESCO-Welterbe, beherbergt in Fels gehaüne byzantinische Kirchen mit erstaunlich gut erhaltenen Fresken aus dem 10. bis 13. Jahrhundert. Die unterirdischen Städte Derinkuyu und Kaymakli reichen bis zu acht Stockwerke in die Tiefe und boten einst Tausenden Christen Schutz vor Verfolgung — komplett mit Belüftungsschächten, Lagerräumen und Kirchen. Heute übernachten Reisende in stilvoll ausgebauten Höhlenhotels, die modernen Komfort mit jahrtausendealter Architektur verbinden. Das Ihlara-Tal bietet eine grüne Wanderung durch eine 100 Meter tiefe Schlucht mit versteckten Felsenkirchen. Die beste Reisezeit ist April bis Juni oder September bis Oktober, wenn die Temperaturen angenehm und die Touristenmassen überschaubar sind.
Lykische Küste
Die Lykische Küste erstreckt sich über rund 200 Kilometer zwischen Antalya und Fethiye und vereint antike Ruinen, türkisblaüs Mittelmeer und dramatische Berglandschaften zu einer der schönsten Küstenregionen des gesamten Mittelmeers. Benannt nach dem antiken Volk der Lykier, die hier ab dem 15. Jahrhundert v. Chr. eine eigenständige Zivilisation gründeten, findet man an dieser Küste alle paar Kilometer faszinierende Zeugnisse vergangener Epochen. Der Lykische Weg, einer der schönsten Fernwanderwege der Welt, führt auf 540 Kilometern entlang der Küste durch Pinienwälder, über Bergrücken und vorbei an antiken Stätten. Einzelne Tagesetappen sind auch ohne Fernwander-Erfahrung machbar und bieten spektakuläre Panoramen. Besonders der Abschnitt zwischen Oeludeniz und Kas gilt als Höhepunkt. Die antike Stadt Olympos liegt malerisch in einer Schlucht direkt am Meer, und oberhalb auf dem Berg Chimära lodern seit Jahrtausenden natürliche Erdgasflammen aus dem Fels — ein mystisches Naturschauspiel, das schon in der Antike Seefahrern als Leuchtfeür diente. Myra mit seinen spektakulären Felsgräbern, Xanthos als UNESCO-Welterbestätte und das versunkene Kekova bieten weitere kulturelle Höhepunkte. Dazwischen locken einsame Buchten, familiäre Pensionen und das entspannte Lebensgefühl einer Küste, die trotz wachsender Beliebtheit ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat.
Türkische Riviera
Die Türkische Riviera erstreckt sich über rund 600 Kilometer entlang der südlichen Mittelmeerküste von Antalya bis Alanya und darüber hinaus. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr, türkisblaüm Meer, langen Sandstränden und einem beeindruckenden Hinterland aus dem Taurusgebirge gehört sie zu den beliebtesten Urlaubsregionen Europas. Antalya, das pulsierende Zentrum der Region, beeindruckt mit seiner wunderschön restaurierten Altstadt Kaleici, dem römischen Hadrianstor und den Duden-Wasserfällen, die direkt ins Meer stürzen. Die Küste bietet für jeden Geschmack den richtigen Strand: vom lebhaften Lara Beach mit seinen Luxusresorts über den naturbelassenen Cirali Beach (Nistplatz der Meeresschildkröten) bis zu versteckten Felsbuchten bei Kas und Kekova. Das Taurusgebirge im Hinterland steigt bis auf über 3.000 Meter an und bietet spektakuläre Schluchten wie den Koprulu-Canyon (ideal für Wildwasser-Rafting), antike Städte wie Termessos (das uneinnehbare Adlernest, das selbst Alexander der Große nicht erobern konnte) und Aspendos mit seinem perfekt erhaltenen römischen Theater, in dem noch heute Konzerte stattfinden. Die Region punktet auch kulinarisch mit frischem Fisch, Zitrusfrüchten aus den Plantagen des Hinterlandes und dem legendären türkischen Frühstück. Dank des internationalen Flughafens Antalya ist die Türkische Riviera von Deutschland aus in nur drei bis vier Flugstunden erreichbar — und bietet dabei ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das im Mittelmeerraum seinesgleichen sucht.
Pamukkale
Pamukkale, wörtlich übersetzt Baumwollburg, ist eines der eindrucksvollsten Naturwunder der Türkei: Schneeweiße Kalksinterterrassen ziehen sich über 160 Meter den Hang hinab, gefüllt mit türkisblaüm, mineralhaltigem Thermalwasser, das seit Jahrtausenden aus dem Erdinneren an die Oberfläche sprudelt. Die surreale Landschaft gleicht einer gefrorenen Kaskade aus Baumwolle und ist ein UNESCO-Welterbe von überwältigender Schönheit. Direkt oberhalb der Terrassen liegt die antike Stadt Hierapolis, die im 2. Jahrhundert v. Chr. als Kurort gegründet wurde. Die Ruinen umfassen ein beeindruckendes Theater für 12.000 Zuschauer, eine ausgedehnte Nekropole mit über 1.200 Gräbern und die Säulengänge der antiken Hauptstraße. Das absolute Highlight ist das Kleopatra-Becken (Antique Pool), in dem man zwischen versunkenen antiken Säulen in 36 Grad warmem Thermalwasser schwimmen kann — ein weltweit einzigartiges Badeerlebnis. Die beste Besuchszeit ist früh morgens oder spät nachmittags, wenn die Touristengruppen verschwunden sind und das Licht die Terrassen in goldene und rosa Töne taucht. Um die empfindlichen Sinterterrassen zu schützen, darf man sie nur barfuß betreten. Als Tagesausflug von Antalya (3 Stunden) oder Izmir (3,5 Stunden) machbar, doch eine Übernachtung im nahegelegenen Dorf lohnt sich, um den Sonnenuntergang über den Terrassen in Ruhe zu genießen. Pamukkale ist ein Ort, den man gesehen haben muss — Fotos werden der Realität einfach nicht gerecht.
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