Chiwa entdecken
Chiwa (usbekisch Xiva) liegt am westlichen Rand Usbekistans, am Rande der Karakum-Wüste und nahe der turkmenischen Grenze. Die Stadt war einst die Hauptstadt des Khanats Chiwa und ein berüchtigter Zwischenstopp auf der Seidenstraße — bekannt für ihren Sklavenmarkt und die Gefahr, die Reisende auf dem Weg durch die Wüste erwartete.
Heute ist Chiwa mit ca. 90.000 Einwohnern die kleinste der drei großen Seidenstraßen-Städte — und gerade das macht ihren Reiz aus. Die Ichan Kala (Innenstadt) ist von einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben (2,2 km lang, bis zu 10 m hoch) und wurde 1990 als erstes UNESCO-Welterbe Usbekistans eingetragen.
Was Chiwa von Samarkand und Buchara unterscheidet: Hier geht es nicht um einzelne Monumentalbauten, sondern um ein komplettes Stadtensemble. Innerhalb der Mauern stehen über 50 historische Bauwerke dicht an dicht — Minarette, Paläste, Moscheen und Medresen, verbunden durch ein Labyrinth aus Lehmgassen. Plane 1–2 Tage.
Orientierung
Chiwa ist überschaubar und einfach zu navigieren:
- Ichan Kala (Innenstadt): Die ummauerte Altstadt — hier liegen alle Sehenswürdigkeiten. Zwei Haupttore: West-Tor (Ota Darvoza, Haupteingang) und Ost-Tor. Komplett autofrei.
- Dishan Kala (Außenstadt): Außerhalb der Mauern. Hotels, Restaurants, Busbahnhof. Weniger sehenswert, aber hier schläfst und isst du günstiger.
- Urgench: Die nächste Großstadt (35 km, 30 Min.), wo Flughafen und Bahnhof liegen.