Plaza Mayor & Altstadt★★★
Madrids Plaza Mayor ist der grandioseste Platz der Stadt — ein geschlossenes Rechteck aus dreigeschossigen Arkaden-Gebäuden mit 237 Balkonen, erbaut 1617–1619 unter Philipp III. (dessen Reiterstatue in der Mitte steht). Hier fanden Stierkämpfe, Hinrichtungen, Krönungen und Karnevalsfeste statt. Heute ist die Plaza Mayor vor allem atmosphärisch: Straßenkünstler, Briefmarkenmarkt am Sonntag, Weihnachtsmarkt im Dezember.
Die Restaurants unter den Arkaden sind touristisch und überteuert — Bocadillo de Calamares (Tintenfischring-Brötchen, Madrids berühmtestes Streetfood) gibt es besser und billiger bei La Campana oder El Brillante in einer Seitengasse.
Rund um die Plaza Mayor
- Mercado de San Miguel ★★ — Die gusseiserne Markthalle (1916) neben der Plaza Mayor wurde zur Gourmet-Passage umgebaut: Austern, Ibérico-Schinken, Wein, Tapas. Hübsch, aber teuer und touristisch (Tapa 4–8 €). Trotzdem einen Besuch wert, vor allem abends.
- Calle de Cuchilleros — Die älteste Straße Madrids führt steil bergab von der Plaza Mayor. Hier liegt das Sobrino de Botín — laut Guinness-Buch das älteste Restaurant der Welt (seit 1725). Spanferkel und Lamm aus dem Holzofen. Hauptgericht 22–35 €. Reservierung Pflicht.
- La Latina & Cava Baja ★★★ — Nur wenige Schritte südlich der Plaza Mayor beginnt Madrids beste Tapas-Meile. Die Cava Baja ist eine Gasse voller Tabernas, Bodegas und Weinbars — hier hüpft man abends von Lokal zu Lokal. Sonntags verwandelt sich La Latina beim Rastro (Flohmarkt, 9:00–15:00 Uhr) in ein einziges Volksfest.
💡 Tipp
Die Cava Baja und das Viertel La Latina sind donnerstags bis samstags ab 20:30 Uhr am lebendigsten. Beginne bei Txirimiri (baskische Pintxos), dann weiter zu Juana la Loca (legendäre Tortilla), dann Casa Lucas (kreative Tapas). Drei Tapas und ein Getränk pro Bar, dann weiter — so machen es die Madrileños.