ABBA The Museum★★
Auf Djurgården, direkt neben dem Vasa-Museum, liegt ABBA The Museum — ein interaktives Erlebnis rund um Schwedens berühmteste Band. Das Museum geht weit über eine Ausstellung hinaus: Man kann auf der virtuellen Bühne mit den ABBA-Hologrammen singen und tanzen, originale Bühnenkostüme bestaunen (ja, die Plateauschuhe und Glitzeranzüge sind echt — und überraschend klein), die Geschichte von Agnetha, Björn, Benny und Frida nacherleben und in einem originalgetreuen Polar Studio Musik aufnehmen.
Die Highlights
- „Fünftes Mitglied"-Erfahrung: In einem speziellen Raum wird man per Avatar Teil der Band und singt „Waterloo", „Dancing Queen" oder „Mamma Mia" auf einer virtuellen Bühne — per Augmented Reality steht man zwischen den vier ABBA-Mitgliedern. Kitschig? Vielleicht. Macht es trotzdem Spaß? Auf jeden Fall — selbst eingefleischte Skeptiker kommen grinsend heraus.
- Bühnenkostüme: Die Originalkostüme von der Welttournee 1979/80, vom Eurovision-Sieg 1974 und aus den Musikvideos. Die absurden 70er-Jahre-Outfits (Plateauschuhe, Capes, Pailletten) wurden übrigens nicht nur aus Geschmacksgründen so extravagant: Das schwedische Steuerrecht erlaubte den Abzug von Bühnenkleidung nur, wenn sie „nachweislich nicht im Alltag tragbar" war.
- Polar Studio: Originalgetreuer Nachbau des legendären Studios, in dem ABBA ihre Hits aufnahmen — inklusive des echten Mischpults.
- Ring Ring Helicopter: Der originalgetreue Hubschrauber vom ABBA-Album-Cover „Arrival" — man kann darin Platz nehmen und Fotos machen.
- Das Telefon: Am Eingang steht ein rotes Telefon, das tatsächlich klingeln kann. Wer abhebt, könnte einen Überraschungsanruf von einem ABBA-Mitglied bekommen — Björn und Benny rufen gelegentlich wirklich an.
Das Museum ist eine Liebeserklärung an die Popmusik und funktioniert auch für Besucher, die nicht jeden ABBA-Song kennen. Die interaktiven Elemente (Tanzen, Singen, Mixen) machen es zu einem der unterhaltsamsten Museumserlebnisse Stockholms. Plane 1,5–2 Stunden ein.