Die panamesische Küche
Die panamesische Küche ist weniger bekannt als die Mexikos oder Perus, aber überraschend gut und vielfältig. Sie spiegelt die kulturelle Mischung des Landes wider: spanische Kolonialküche, afro-karibische Einflüsse (Kokosmilch!), indigene Zutaten und ein Schuss US-amerikanische Moderne. Die Basis fast jeder Mahlzeit: Reis und Bohnen (arroz con frijoles), dazu Kochbananen in allen Varianten und frischer Fisch oder Hühnchen.
Must-Try-Gerichte
- Sancocho: Das inoffizielle Nationalgericht — ein herzhafter Hühnereintopf mit Yuca, Ñame (Yamswurzel), Mais, Koriander und Gewürzen. Wird oft als Katerfrühstück serviert. In jeder Fonda für 3–5$.
- Ceviche: Frischer roher Fisch (Corvina oder Tintenfisch), mariniert in Limettensaft, mit Zwiebeln, Koriander und Chili. Am Mercado de Mariscos in Panama City ein Muss — ein Becher für 2–4$.
- Arroz con Pollo: Hühnchen mit gelbem Reis, Oliven und Gemüse — panamesisches Comfort Food.
- Carimañolas: Frittierte Yuca-Röllchen mit Fleischfüllung — das perfekte Street Food für zwischendurch. 1–2$ pro Stück.
- Empanadas: Gefüllte Teigtaschen (Fleisch, Käse oder Gemüse), frittiert oder gebacken. An jeder Ecke, 0,50–1$.
- Tamales: In Bananenblätter gewickelter Maisteig mit Huhn und Oliven, gedämpft. Traditionelles Festessen zu Weihnachten — aber auch ganzjährig erhältlich.
- Ropa Vieja: „Alte Kleidung" — geschmortes, zerfasertes Rindfleisch in Tomatensauce. Kubanischer Ursprung, in Panama liebevoll adaptiert.
- Patacones: Doppelt frittierte grüne Kochbananen — knusprig, salzig und überall als Beilage. In der Karibik auch als Hauptgericht mit Ceviche obendrauf.
Karibische Spezialitäten
An der Karibikküste (Bocas del Toro, Colón, San Blas) dominiert die afro-karibische Küche:
- Rice and Beans: Nicht zu verwechseln mit „arroz con frijoles"! Hier werden Reis und rote Bohnen in Kokosmilch gekocht — cremig, aromatisch, ein völlig anderes Geschmackserlebnis.
- Rondon: Ein reichhaltiger Eintopf mit Fisch, Kokosmilch, Yuca und Kochbananen. Karibik-Soulfood in Perfektion.
- Lobster: In San Blas und Bocas del Toro fangfrisch und erstaunlich günstig (5–15$ pro Lobster je nach Saison).