Kultur & Gesellschaft · Abschnitt 2/2

Indigene Völker Panamas

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Indigene Völker Panamas

Sieben Nationen, sieben Welten

Panama hat sieben anerkannte indigene Völker, die zusammen etwa 12% der Bevölkerung ausmachen. Fünf Gruppen haben eigene Comarcas — autonome Gebiete mit Selbstverwaltung, vergleichbar mit Reservaten, aber mit deutlich mehr politischen Rechten und kultureller Eigenständigkeit.

Die Guna (San Blas)

Die Guna (ca. 80.000) sind das international bekannteste indigene Volk Panamas. Sie verwalten die Comarca Guna Yala (San-Blas-Inseln) autonom und haben den Tourismus komplett unter eigener Kontrolle — ein einzigartiges Modell in ganz Lateinamerika. Die Guna-Frauen sind berühmt für ihre Molas — mehrlagige, aufwendig genähte Textilkunstwerke mit geometrischen und Tiermotiven, die sie als Blusen tragen und als Kunst verkaufen. Eine gute Mola kostet 15–80$ und ist das schönste und authentischste Souvenir Panamas.

Die Emberá und Wounaan (Darién)

Die Emberá (ca. 30.000) und Wounaan (ca. 10.000) leben im Darién und entlang der Flüsse im Osten Panamas. Sie sind bekannt für ihre meisterhaften Tagua-Schnitzereien (aus der „pflanzlichen Elfenbein"-Nuss) und ihre Jagua-Tattoos — pflanzliche Körperbemalung, die nach etwa 2 Wochen verblasst. Einige Gemeinden im Chagres-Nationalpark bieten respektvollen Kulturtourismus an — ein Highlight für viele Panama-Reisende.

Die Ngäbe-Buglé (Westen)

Die Ngäbe-Buglé sind mit ca. 260.000 Menschen das größte indigene Volk Panamas. Ihre Comarca liegt im Westen und erstreckt sich von der Pazifikküste bis ins Hochland. Sie sind bekannt für ihre farbenfrohen Chácaras (handgewebte Taschen aus Naturpflanzenfasern) und die Kakao-Touren in Bocas del Toro, bei denen Ngäbe-Familien die Schokoladenherstellung zeigen.

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