Reisevorbereitung & Checkliste
3–6 Monate vorher
- Reisepass prüfen: Mindestens 6 Monate Restgültigkeit und 2 leere Seiten. Falls nötig: neuen beantragen (dauert 4–8 Wochen)
- Impfungen starten: Tollwut braucht 3 Dosen über 21–28 Tage. Hepatitis A/B ebenfalls. Termin beim Reisemediziner machen (Tropeninstitut oder reisemedizinisch qualifizierter Hausarzt)
- Flüge buchen: In der Hochsaison (Oktober/November) sind gute Verbindungen schnell ausgebucht. Über Vergleichsportale suchen, aber direkt bei der Airline buchen (besserer Support bei Umbuchungen)
- Reisekrankenversicherung: Eine Police mit Helikopter-Evakuierung und Deckung bis 6.000 m Höhe ist für Nepal Pflicht. Prüfe: Notfall-Evakuierung, Bergrettung, Rücktransport. Empfohlen: Allianz Global Assistance, World Nomads, DAV-Versicherung (für Clubmitglieder besonders günstig)
- Trekking-Termin festlegen: Und ggf. einen Guide/Porter über eine Agentur vorbuchen, besonders in der Hochsaison
1–2 Monate vorher
- Visum-Formular online ausfüllen: Auf nepaliport.immigration.gov.np (spart 30–60 Min. am Flughafen)
- Reisekreditkarte besorgen: DKB Visa, ING Visa oder Revolut — keine Auslandseinsatzgebühr, weltweit kostenlos Bargeld abheben. Karte rechtzeitig beantragen und testen!
- Bank informieren: Teile deiner Hausbank mit, dass du nach Nepal reist — sonst wird die Karte aus Sicherheitsgründen gesperrt
- Fitness aufbauen: Für Treks über 3.500 m: Ausdauertraining (Laufen, Radfahren, Treppenlaufen). Du solltest 6–8 Stunden am Tag gehen können mit einem 5–8 kg schweren Rucksack
- Reiseapotheke zusammenstellen: Imodium, Elektrolyte (ORS), Ibuprofen, Pflaster, Blasenpflaster, Sonnencreme (LSF 50+ für Höhe!), Lippenbalsam mit UV-Schutz, Händedesinfektionsmittel, ggf. Diamox (Rezept beim Arzt holen), Breitband-Antibiotikum (Ciprofloxacin, Rezept), Mückenschutz (DEET für Chitwan)
1–2 Wochen vorher
- ELEFAND-Registrierung: Registriere dich bei der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (elefand.diplo.de) — im Notfall (Erdbeben, politische Unruhen) kann dich die Botschaft kontaktieren
- Passfotos: 4 aktuelle Passfotos mitnehmen (für SIM-Karte, Trekking-Permits, Visum-Backup)
- Kopien anfertigen: Pass, Versicherungspolice, Flugtickets — digital in der Cloud speichern UND als Papier-Kopie mitnehmen
- USD-Bargeld besorgen: 50–100 USD in kleinen Scheinen für das Visum (30–50 USD), plus Backup-Bargeld
- Nepal-Playlist erstellen: „Resham Firiri" (nepalesischer Volkssong-Klassiker) und „Nepali ho" laden — die wirst du auf dem Trek tausendmal hören und mitsingen!
Packliste — Das Wichtigste
Für Kathmandu/Pokhara/Chitwan (Nicht-Trekking):
- Leichte, bescheidene Kleidung (Schultern und Knie bedecken in Tempeln)
- Bequeme Wanderschuhe oder feste Sandalen
- Sonnencreme, Sonnenbrille, Hut
- Wasserfilter-Flasche oder SteriPEN
- Universaladapter, Powerbank
- Taschenlampe/Stirnlampe (für Stromausfälle)
- Reiseapotheke (s.o.)
- Ohrstöpsel (Kathmandu ist LAUT)
Zusätzlich für Trekking:
- Schlafsack: Komforttemperatur -10 bis -15°C für EBC/Annapurna Circuit. Mieten in Thamel ab 100 NPR/Tag
- Daunenjacke: Leicht, packbar, warm. In Thamel ab 2.000 NPR kaufbar
- Trekkingschuhe: Eingelaufen! Mindestens knöchelhoch, wasserdicht. Von zu Hause mitbringen
- Trekkingstöcke: Unverzichtbar für den Abstieg (Knie!). In Thamel ab 800 NPR
- Regenjacke: Auch außerhalb des Monsuns kann es regnen
- Thermounterwäsche: Merino-Wolle ist ideal (leicht, geruchsarm, trocknet schnell)
- Handschuhe, Mütze, Buff/Schal: Ab 3.500 m auch tagsüber nötig
- Powerbank: 20.000–30.000 mAh — Laden auf dem Trek kostet 200–500 NPR und Steckdosen sind rar
- Zip-Lock-Beutel: Für Elektronik, Dokumente, dreckige Wäsche — der unterschätzteste Packhilfe
- Toilettenpapier: Auf dem Trek nicht immer vorhanden!
- Höhen-Snacks: Energieriegel, Nüsse, Schokolade — in Kathmandu kaufen (Thamel hat alles)
Achtung
DREI Dinge, ohne die du Nepal NICHT verlassen solltest: 1) Reisekrankenversicherung MIT Helikopter-Evakuierung (eine Heli-Rettung vom EBC kostet 5.000–10.000 USD!). 2) Genug Bargeld in kleinen Scheinen für den Trek (keine ATMs auf Höhe!). 3) Einen SteriPEN oder Wasserfilter (Leitungswasser ist überall in Nepal unsicher, und Plastikflaschen sind ein Umweltproblem).