Geschichte Namibias · Abschnitt 2/5

Bantu-Völker & Herero

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Bantu-Völker & Herero

Ab dem 14. Jahrhundert wanderten Bantu-Völker aus dem Norden ein und verdrängten die San in die unwirtlichen Wüstengebiete. Die wichtigsten Gruppen:

  • Ovambo (Oshiwambo): Die mit Abstand größte Bevölkerungsgruppe Namibias (ca. 50%). Sie leben traditionell im fruchtbaren Norden (Ovamboland) und betreiben Ackerbau und Viehzucht. Aus den Ovambo ging die SWAPO-Befreiungsbewegung hervor
  • Herero: Viehzüchter, die im 17./18. Jahrhundert aus Ostafrika einwanderten und das zentrale Hochland besiedelten. Erkennbar an den viktorianischen Kleidern der Frauen — eine Adaption der Missionarskleidung des 19. Jahrhunderts, die heute mit Stolz als kulturelles Symbol getragen wird
  • Nama/Damara: Khoi-San-verwandte Gruppen, die als Hirten und Händler lebten. Die Nama unter Kapitän Hendrik Witbooi waren die letzten, die den deutschen Kolonialisten Widerstand leisteten
  • Kavango, Caprivianer, Tswana: Weitere Gruppen im Norden und Nordosten

Diese ethnische Vielfalt prägt Namibia bis heute — das Land hat 13 anerkannte Volksgruppen und über 30 Sprachen und Dialekte.

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