Mexikanische Küche · Abschnitt 3/4

Mezcal & Tequila

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Mezcal & Tequila

Beide Spirituosen werden aus Agaven hergestellt — aber da hören die Gemeinsamkeiten auf:

Tequila

  • Nur aus blauer Weber-Agave (Agave tequilana)
  • Nur in Jalisco und wenigen anderen Bundesstaaten produziert
  • Industrielle Produktion in Autoclaven (schneller)
  • Kategorien: Blanco (ungelagert), Reposado (2–12 Monate Fass), Añejo (1–3 Jahre), Extra Añejo (3+ Jahre)
  • Bekannte Marken: Don Julio, Patrón, Herradura, Clase Azul

Mezcal

  • Aus über 30 Agavenarten herstellbar (Espadín am häufigsten, aber auch Tobalá, Tepextate, Madrecuixe)
  • Hauptproduktionsgebiet: Oaxaca (85% der Produktion)
  • Traditionelle, handwerkliche Herstellung: Agaven werden in Erdgruben (horno) über Holzkohle geröstet — daher der rauchige Geschmack
  • In Kupfer- oder Ton-Brennblasen destilliert
  • Rauchig, komplex, oft mit erdigen, fruchtigen oder blumigen Noten
  • Der berühmte Wurm (gusano) ist ein Marketing-Gag und gehört NICHT in guten Mezcal!

Wie trinkt man Mezcal?

Niemals als Shot! Mezcal wird langsam getrunken, in kleinen Schlucken aus einer Jícara (Kalebassen-Schale) oder einem Copita (Tontasse). Dazu oft eine Orangenscheibe mit Sal de Gusano (Wurmsalz — gemahlene Larven mit Chili und Salz). In Oaxacas Mezcalerías werden Flights (Verkostungssets) angeboten: 3–5 Sorten für 150–300 MXN.

💡 Tipp

In Oaxaca gibt es über 200 Mezcalerías. Die besten für Einsteiger: In Situ (riesige Auswahl, kompetente Beratung), Mezcaloteca (akademischer Ansatz, Verkostung nach Termin) und Los Amantes (gute Cocktails).

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