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Geschichte Mexikos · Abschnitt 1/5

Die Maya (2000 v. Chr. – 1500 n. Chr.)

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Die Maya (2000 v. Chr. – 1500 n. Chr.)

Die Maya schufen eine der faszinierendsten Zivilisationen der Menschheit — und das ohne Metallwerkzeuge, Rad oder Zugtiere. Ihre Blütezeit (Klassische Periode, 250–900 n. Chr.) brachte monumentale Städte hervor: Palenque, Tikal, Calakmul, Copán.

Errungenschaften

  • Schrift: Das einzige voll entwickelte Schriftsystem der vorkolumbischen Amerikas — über 800 Glyphen, erst in den 1970ern vollständig entziffert.
  • Astronomie: Der Maya-Kalender war genauer als der europäische Julianische Kalender. Sie berechneten Venus-Zyklen auf die Minute genau.
  • Mathematik: Erfindung der Null — Jahrhunderte vor den Europäern.
  • Architektur: Pyramiden, die astronomisch exakt ausgerichtet sind (Kukulkán-Pyramide: Schlangenschatten zur Tagundnachtgleiche).

Um 900 n. Chr. kollabierten die meisten klassischen Maya-Städte im Tiefland — wahrscheinlich durch eine Kombination aus Dürre, Überbevölkerung und Krieg. Die Maya verschwanden aber nicht: Ihre Nachfahren (ca. 6 Millionen in Mexiko, Guatemala, Belize) leben bis heute und bewahren Sprachen und Traditionen.

Auf Yucatán erlebte die Maya-Zivilisation eine zweite Blüte: Chichén Itzá (900–1200 n. Chr.) und Uxmal entstanden in dieser postklassischen Ära, beeinflusst vom zentralmexikanischen Tolteken-Reich.

💡 Tipp

Die Maya sind keine ausgestorbene Zivilisation! In Chiapas und Yucatán sprechen noch heute über 1 Million Menschen Maya-Sprachen. In San Juan Chamula bei San Cristóbal erlebst du lebendige Maya-Traditionen hautnah.

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