Geschichte Mexikos · Abschnitt 3/5

Die Conquista (1519–1535)

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Die Conquista (1519–1535)

Am 22. April 1519 landete Hernán Cortés mit 500 Soldaten, 16 Pferden und ein paar Kanonen an der Küste von Veracruz. Innerhalb von nur zwei Jahren zerstörte er das mächtigste Reich Mesoamerikas — eine der dramatischsten Episoden der Weltgeschichte.

Wie war das möglich?

  • Verbündete: Die unterworfenen Völker (Tlaxcalteken, Totonaken) hassten die Azteken und schlossen sich Cortés an. Bei der finalen Schlacht um Tenochtitlán kämpften 200.000 indigene Verbündete auf spanischer Seite.
  • Pocken: Die Europäer brachten Krankheiten mit, gegen die die Ureinwohner keine Immunität hatten. Pocken töteten schätzungsweise 80–90% der indigenen Bevölkerung innerhalb eines Jahrhunderts — die größte demografische Katastrophe der Menschheit.
  • Technologie: Stahlschwerter, Armbrüste, Kanonen und Pferde (in Mesoamerika unbekannt) verschafften den Spaniern einen Vorteil.
  • La Malinche: Eine indigene Frau, die Cortés als Übersetzerin und Beraterin diente (und seine Geliebte wurde). In Mexiko ist „Malinchismo" bis heute ein Schimpfwort für jemanden, der das Eigene zugunsten des Fremden verrät.

Am 13. August 1521 fiel Tenochtitlán nach 75 Tagen Belagerung. Die Spanier zerstörten die Stadt systematisch und bauten auf ihren Ruinen Mexiko-Stadt — die Kathedrale steht auf den Fundamenten des Azteken-Haupttempels. Drei Jahrhunderte Vizekönigreich Neuspanien folgten (1535–1821).

Achtung

Die Conquista ist ein sensibles Thema. Für die Nachfahren der indigenen Völker war es ein Genozid. Die Begriffe „Entdeckung" und „Zivilisierung" werden in Mexiko kritisch gesehen — die Kultur, die zerstört wurde, war hochentwickelt.

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