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Geschichte Kenias · Abschnitt 4/5

Unabhängigkeit & Kenyatta (1963–heute)

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Unabhängigkeit & Kenyatta (1963–heute)

Am 12. Dezember 1963 erlangte Kenia die Unabhängigkeit. Jomo Kenyatta — ehemaliger Mau-Mau-Gefangener und charismatischer Anführer — wurde der erste Präsident. Sein Motto „Harambee" (Swahili: „Lasst uns zusammenziehen") wurde zum nationalen Schlachtruf und Symbol für Einheit und Gemeinschaftsgeist.

Die politische Geschichte Kenias nach der Unabhängigkeit ist eine Mischung aus Fortschritt und Herausforderungen:

  • Jomo Kenyatta (1963–1978): Nation-Building, wirtschaftliches Wachstum, aber zunehmend autoritäre Regierung und Landgrabbing durch die Elite
  • Daniel arap Moi (1978–2002): 24 Jahre Einparteienstaat, Korruption und politische Repression, aber auch Stabilität
  • Mwai Kibaki (2002–2013): Demokratischer Übergang, Wirtschaftsboom, neue Verfassung (2010), aber auch die Gewalt nach den Wahlen 2007/08
  • Uhuru Kenyatta (2013–2022): Sohn des Gründungspräsidenten, massive Infrastrukturprojekte (SGR-Eisenbahn), aber hohe Staatsverschuldung
  • William Ruto (seit 2022): Erster Präsident aus einfachen Verhältnissen („Hustler"), Fokus auf wirtschaftliche Chancen für die Jugend

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