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Santiago · Abschnitt 4/4

Serra Malagueta & das grüne Hochland

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Serra Malagueta & das grüne Hochland

Wer Santiago nur als Strandnsel betrachtet, verpasst das Beste: Das Landesinnere der Insel ist ein grünes Hochland, das sich dramatisch über die Küstenebenen erhebt. Im Zentrum-Norden liegt der Parque Natural da Serra Malagueta, ein Gebirge, das bis auf 1.064 Meter ansteigt und von Nebelwäldern, tiefen Schluchten und terrassierten Feldern geprägt ist.

Wandern in der Serra Malagueta

Der Naturpark bietet einige der besten Wanderrouten der Kapverden. Die Wege führen über schmale Pfade entlang steiler Hänge, durch Täler mit Zuckerrohr und Maniok und vorbei an kleinen Dörfern, in denen die Zeit stehen geblieben scheint. Die Aussichten sind atemberaubend: Bei klarem Wetter sieht man bis zur Nordküste und zu den Nachbarinseln.

  • Serra Malagueta Circular (4–5 Stunden): Der Klassiker — ein Rundweg über den Bergrücken mit Panoramablicken in alle Richtungen. Start am Parkeingang bei Assomada. Mittelschwer, aber bei Regen rutschig.
  • Serra Malagueta → Hortelã do Monte (3 Stunden): Abstieg vom Gipfel durch terrassierte Felder und Dörfer ins Tal. Spektakuläre Schluchten, tropische Vegetation. One-way — Rücktransfer per Aluguer.
  • Assomada → Rui Vaz (2–3 Stunden): Leichtere Wanderung durch das landwirtschaftliche Herz der Insel. Terrassenfelder, Ziegen, freundliche Bauern, die dir Grogue anbieten.

Assomada

Die Bergstadt Assomada (ca. 12.000 Einwohner) ist das Tor zur Serra Malagueta und der Ort, an dem das ländliche Santiago am lebendigsten ist. Der Markt von Assomada (Mittwoch und Samstag) ist der größte der Insel: Berge von Obst und Gemüse, lebende Hühner, Ziegen, Grogue-Flaschen und Stoffballen. Kein Tourist weit und breit — hier erlebst du das authentischste Kapverden.

Tarrafal

An der Nordküste Santiagos liegt Tarrafal, ein verschlafener Fischerort mit dem schönsten Badestrand der Insel: eine geschützte Bucht mit warmem, ruhigem Wasser, Kokospalmen und einem sanften Sandstrand. Hier kommen keine Touristenbusse — nur Einheimische, die am Wochenende picknicken, und ein paar Reisende, die den Weg hierher gefunden haben. Das ehemalige Konzentrationslager (Campo de Concentração do Tarrafal), in dem die portugiesische Kolonialmacht politische Gefangene internierte, ist heute ein Museum und ein erschütterndes Zeugnis der Kolonialgeschichte.

💡 Tipp

Für Wanderungen in der Serra Malagueta empfiehlt sich ein lokaler Guide (20–30€ pro Tag). Die Wege sind teilweise schlecht markiert, und ein Guide kennt nicht nur den Weg, sondern auch die Geschichten der Dörfer, die Pflanzen und die Menschen. Frag in der Parkverwaltung am Eingang oder in Assomada.

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