eTA & Einreise
Deutsche Staatsbürger benötigen für Kanada kein Visum, sondern eine eTA (Electronic Travel Authorization) — eine elektronische Einreisegenehmigung, die vorab online beantragt werden muss.
eTA — Schritt für Schritt
- Antrag: Ausschließlich über die offizielle Website canada.ca/eta — Achtung vor teuren Drittanbieter-Seiten!
- Kosten: 7 CAD (ca. 5 €), zahlbar per Kreditkarte.
- Dauer: Genehmigung meist innerhalb von Minuten. Trotzdem mindestens eine Woche vor Abflug beantragen!
- Gültigkeit: 5 Jahre oder bis zum Ablauf des Reisepasses (was zuerst eintritt). Mehrfache Einreisen möglich.
- Benötigt: Gültiger Reisepass, E-Mail-Adresse, Kreditkarte.
Einreise am Flughafen
Bei der Ankunft in Kanada durchläufst du die Canada Border Services Agency (CBSA):
- Automated Kiosks: An großen Flughäfen (Toronto, Vancouver, Montréal) gibt es automatische Einreise-Kiosks. Pass scannen, Foto, Zollerklärung — in 2 Minuten erledigt.
- ArriveCAN: Die App/Website zur digitalen Einreiseerklärung. Nicht mehr verpflichtend, aber beschleunigt die Einreise erheblich.
- Fragen: Der Officer fragt nach Zweck, Aufenthaltsdauer und Unterkunft. Freundlich und ehrlich antworten — kanadische Grenzbeamte sind deutlich entspannter als amerikanische.
- Aufenthaltsdauer: Touristen dürfen bis zu 6 Monate bleiben (doppelt so lang wie in den USA!).
Zollbestimmungen
| Erlaubt | Menge |
|---|---|
| Alkohol (ab 19 Jahre, in Alberta/Manitoba/Québec ab 18) | 1,5 l Wein ODER 1,14 l Spirituosen ODER 8,5 l Bier |
| Zigaretten | 200 Stück |
| Geschenke | bis 60 CAD Wert pro Geschenk |
| Bargeld (Meldepflicht ab) | 10.000 CAD |
💡 Tipp
Die eTA kostet nur 7 CAD (~5 €) und ist absurd günstig im Vergleich zum US-ESTA (21 $) oder einem Australien-Visum. Beantrage sie sofort nach der Flugbuchung — es dauert nur 5 Minuten.
Achtung
Lebensmittel (frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte) dürfen NICHT nach Kanada eingeführt werden. Auch verpackte Wurstwaren oder Käse können Probleme machen. Im Zweifel: ehrlich deklarieren — die Strafe für nicht deklarierte Waren ist deutlich höher als für deklarierte verbotene Waren.