Einigung & Moderne
Nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft (Spanier, Österreicher, Franzosen unter Napoleon) begann im 19. Jahrhundert das Risorgimento — die nationale Einigungsbewegung. Giuseppe Garibaldi, Giuseppe Mazzini und Camillo Cavour waren die treibenden Kräfte. 1861 wurde das Königreich Italien ausgerufen, 1870 kam Rom als letzte Stadt hinzu (Ende des Kirchenstaats).
Das 20. Jahrhundert brachte den Faschismus unter Benito Mussolini (1922–1943), den Zweiten Weltkrieg mit deutscher Besatzung und Partisanenkampf, die Ausrufung der Republik (1946) und das Wirtschaftswunder (Miracolo Economico) der 1950er/60er: Vespa, Fiat 500, Fellini, Dolce Vita. Heute ist Italien die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone — politisch turbulent, kulturell unerschöpflich und wirtschaftlich zwischen Norden und Süden gespalten.