Gelato — Eis als Kunstform
Italienisches Gelato unterscheidet sich fundamental von industriellem Eis: weniger Fett, weniger Luft, intensiverer Geschmack, weichere Textur. Gutes Gelato wird täglich frisch hergestellt (produzione artigianale) und enthält natürliche Zutaten.
Wie erkenne ich gute Gelateria?
- Pistazieneis: Muss grünlich-bräunlich sein. Leuchtend grün = Farbstoff = schlecht.
- Farben generell: Gedeckte, natürliche Farben. Neontöne = Chemie.
- Aufbewahrung: In Metallbehältern mit Deckel, nicht in hohen, luftigen Berge aufgetürmt (zu viel Luft und Stabilisatoren).
- Saisonale Sorten: Erdbeere im Winter? Verdächtig. Gute Gelaterie wechseln ihre Sorten nach Saison.
- „Artigianale" / „Produzione propria": Hinweis auf Eigenproduktion (aber nicht immer garantiert).
Klassische Sorten
Crema (Vanille-Ei), Fior di Latte (reine Milch), Stracciatella (Milch mit Schokoladensplittern), Nocciola (Haselnuss — die piemontesische Haselnuss ist die beste!), Pistacchio (aus Bronte/Sizilien am besten), Fragola (Erdbeere), Limone (Zitrone, als Sorbet), Cioccolato (Schokolade), Amarena (Sauerkirsche).
Preise: 2 Kugeln (coppetta/cono piccolo): 2,50–4 €. 3 Kugeln: 3,50–5 €. In Touristenhotspots (Venedig, Capri) auch 5–7 €.