Barrierefreiheit
Frankreich hat seit 2005 ein Gesetz zur Barrierefreiheit (loi handicap), das alle öffentlichen Gebäude und Verkehrsmittel verpflichtet, barrierefrei zu werden. Die Umsetzung hinkt der Theorie allerdings deutlich hinterher.
Wo es funktioniert
- TGV und Fernzüge — haben Rollstuhlplätze und barrierefreie Toiletten. Reservierung über den Service "Accès Plus" der SNCF (48 Stunden vorher, kostenlose Begleitung am Bahnhof)
- Pariser Metro — die neuere Linie 14 ist vollständig barrierefrei. Alle anderen Linien sind es weitgehend nicht (historische Bahnhöfe ohne Aufzüge). Die Busse hingegen sind fast alle mit Rampen ausgestattet
- Große Museen — Louvre, Musée d'Orsay, Centre Pompidou sind gut zugänglich mit Rampen und Aufzügen
- Moderne Hotels (ab 3 Sterne) müssen barrierefreie Zimmer anbieten
Wo es schwierig wird
- Altstädte — Kopfsteinpflaster, enge Gassen und Treppen in historischen Zentren (Montmartre, Altstadt von Lyon, mittelalterliche Dörfer)
- Ältere Metro-Stationen — tiefe Schächte ohne Aufzüge, steile Treppen
- Bürgersteige — oft schmal, zugeparkt oder mit Pollern versperrt
Hilfreiche Ressource: jaccede.com — Plattform mit Barrierefreiheits-Bewertungen für Restaurants, Hotels und öffentliche Orte in Frankreich.