Gesundheit & Höhenkrankheit
Impfungen
Pflichtimpfung: Gelbfieberimpfung wird empfohlen, wenn du in den Amazonas reist (unter 2.300 m). Einige Länder verlangen den Nachweis bei Weiterreise aus Ecuador. Impfung mindestens 10 Tage vor Reise.
Empfohlene Impfungen: Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut (bei Dschungelaufenthalt). Standard-Impfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio, Masern) auffrischen.
Höhenkrankheit (Soroche)
Die größte Gesundheitsgefahr in Ecuador ist die Höhenkrankheit. Quito liegt auf 2.850 m, viele Attraktionen im Hochland noch höher (Cotopaxi: 5.897 m, Chimborazo: 6.263 m). Symptome: Kopfschmerzen, Übelkeit, Kurzatmigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit.
- Prävention: Die ersten 1–2 Tage in Quito ruhig angehen. Viel Wasser trinken (3–4 Liter/Tag). Keinen Alkohol in den ersten 24 Stunden. Leicht essen.
- Hausmittel: Mate de coca (Kokablättertee) hilft bei leichten Symptomen — in Hotels und Restaurants überall erhältlich. Völlig legal und nicht berauschend.
- Medikamente: Acetazolamid (Diamox) kann prophylaktisch eingenommen werden — vorab mit dem Arzt besprechen. Ibuprofen gegen Kopfschmerzen.
- Warnsignal: Bei schwerem Kopfschmerz, Verwirrtheit, Atemnot oder Husten: sofort absteigen! Die einzige wirksame Behandlung bei schwerer Höhenkrankheit ist der Abstieg.
Malaria & Dengue
Malaria existiert in tiefliegenden Regenwaldgebieten (unter 1.500 m), ist aber bei Touristen extrem selten. Prophylaxe mit Tropenmediziner besprechen, wenn du tief in den Amazonas gehst. Im Hochland und an der Küste: kein Risiko. Dengue-Fieber kommt an der Küste und im Tiefland vor — bester Schutz: Mückenschutz (DEET, lange Kleidung, besonders morgens und abends).
Trinkwasser
Leitungswasser in Ecuador ist nicht trinkbar. Immer abgefülltes Wasser kaufen (1 USD für 6 Liter im Supermarkt, 0,50 USD für 0,5l-Flasche) oder Wasser filtern (LifeStraw, SteriPen). Eiswürfel in Restaurants sind in der Regel aus aufbereitetem Wasser und sicher.
Reisekrankenversicherung
Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist Pflicht. Die medizinische Versorgung in Quito und Guayaquil ist gut (Privatstädte wie Hospital Metropolitano, Hospital de los Valles), auf dem Land und auf Galápagos deutlich eingeschränkter. Bei Bergsteigerunfällen oder Dschungel-Notfällen kann eine Evakuierung per Hubschrauber nötig sein — das kostet ohne Versicherung Tausende Dollar.
Achtung
Die Höhenkrankheit ist keine Befindlichkeit, sondern kann lebensbedrohlich werden. Nimm die Symptome ernst: Bei schwerem Kopfschmerz, Verwirrtheit, Atemnot oder bläulichen Lippen sofort absteigen und ärztliche Hilfe suchen. Nie allein in große Höhen aufsteigen.