Balinesischer Hinduismus · Abschnitt 5/6

Zeremonien & Feste

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Zeremonien & Feste

Bali hat mehr Feste als Tage im Jahr — nur leicht übertrieben. Der balinesische Pawukon-Kalender (210 Tage) und der Saka-Kalender (Mondkalender, ähnlich dem westlichen Jahr) erzeugen zusammen einen endlosen Strom von Zeremonien:

Galungan & Kuningan

Das wichtigste Fest im Pawukon-Kalender — alle 210 Tage, für 10 Tage. An Galungan kehren die Ahnengeister auf die Erde zurück. Überall werden Penjor aufgestellt — bis zu 10 Meter hohe, kunstvoll geschmückte Bambusstangen, die sich über die Straßen neigen. Kuningan (10 Tage später) markiert die Rückkehr der Ahnen in die Geisterwelt.

Odalan (Tempeljubiläum)

Jeder der 20.000 Tempel feiert alle 210 Tage sein Jubiläum — mit mehrtägigen Zeremonien, Gamelan-Musik, Tanz und gemeinschaftlichem Essen. Die Wahrscheinlichkeit, als Tourist zufällig in ein Odalan zu geraten, ist hoch — und es ist immer ein Privileg.

Ngaben (Leichenverbrennung)

Die balinesische Leichenverbrennung ist kein Trauerereignis, sondern ein Freudenfest: Die Seele wird aus dem Körper befreit und kann sich reinkarnieren oder ins Nirwana eingehen. Der Leichnam wird in einem aufwendig geschmückten Turm (Bade) zum Verbrennungsplatz getragen und in einem Sarkophag in Tierform (Stier für die Brahmanenkaste, Löwe für Ksatriyas) verbrannt. Tausende Menschen nehmen teil, es wird gelacht, getanzt und gefeiert. Touristen sind willkommen, solange sie respektvoll sind.

Melasti

Drei Tage vor Nyepi ziehen festliche Prozessionen zu den Stränden und heiligen Quellen, um Tempelheiligtümer und sich selbst rituell zu reinigen. Tausende in Weiß gekleidete Balinesen am Strand — ein unvergesslicher Anblick.

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