Die drei Sprachen
Belgien hat drei gleichberechtigte Amtssprachen, verteilt auf geografische Zonen:
- Niederländisch (ca. 60 %) — in Flandern im Norden. Lokale Varianten werden „Vlaams" (Flämisch) genannt, sind aber offiziell Niederländisch
- Französisch (ca. 39 %) — in Wallonien im Süden sowie in Brüssel (das offiziell zweisprachig ist, aber de facto französisch dominiert)
- Deutsch (ca. 1 %) — in neun Gemeinden der Ostkantone: Eupen, St. Vith, Malmedy u.a.
Brüssel ist offiziell zweisprachig niederländisch-französisch, aber im Alltag französisch dominiert. Sprachkonflikte prägen die belgische Politik bis heute.
Für Touristen: In Flandern wird viel Englisch und oft Deutsch gesprochen. In Wallonien dominiert Französisch, manchmal mit Englisch-Grundkenntnissen.
