Djerba & der Süden · Abschnitt 2/7

Houmt Souk

🇹🇳 Tunesien Reiseführer

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Houmt Souk

★★★ Houmt Souk — Djerbas lebendige Hauptstadt

Der Name bedeutet wörtlich „Marktviertel" — und genau das ist Houmt Souk: ein einziges großes Souk-Erlebnis. Die Hauptstadt Djerbas (65.000 Einwohner) ist das charmanteste Städtchen der Insel, mit weißen Funduk-Gebäuden (ehemalige Karawansereien), einer authentischen Medina und einem malerischen Fischerhafen.

★★★ Die Souks

Die Souks von Houmt Souk gehören zu den farbenfrohsten Tunesiens. Anders als in den großen Städten sind die Händler hier entspannt und freundlich — die typische Djerba-Gelassenheit. Besonders sehenswert:

  • Souk el-Rebaa: Der Hauptmarkt. Montag und Donnerstag ist Großmarkttag mit Händlern aus der ganzen Insel. Gewürze, Oliven, Datteln, Keramik, Textilien.
  • Schmuckmarkt: Djerba ist berühmt für seinen Silberschmuck im Berberstil. Die filigranen Armreifen, Fibeln und Ketten werden nach uralten Mustern handgefertigt. Der „Khamsa" (Hand der Fatima) als Anhänger ist das beliebteste Souvenir.
  • Gewürzmarkt: Pyramiden aus Kurkuma, Ras el-Hanout, Safran und Harissa. Die Gewürzhändler mischen individuelle Mischungen nach Wunsch.

★★ Bordj el-Kebir (Große Festung)

Die imposante Festung aus dem 15. Jahrhundert steht am Hafen und erinnert an die turbulente Geschichte der Insel. Sie wurde von den Hafsiden gegen die spanische Invasion gebaut, später von den Osmanen erweitert. Die Mauern bestehen teilweise aus antiken römischen Säulen, die aus den Ruinen der nahen Stadt Meninx recycelt wurden.

Im Inneren: ein kleines Museum zur Geschichte der Insel und eine berühmte (wenn auch makabre) Anekdote — der Turm der Schädel: 1560 errichtete der osmanische Admiral Dragut hier einen Turm aus den Schädeln besiegter Spanier. Der Turm stand bis 1848, als die Franzosen die Gebeine auf dem christlichen Friedhof bestatteten.

Am Hafen von Houmt Souk. 7 TND. Di–So 9:00–16:30.

★★ Fischerhafen

Der kleine Hafen mit seinen bunten Fischerbooten und den aufgehängten Tintenfischen zum Trocknen ist einer der fotogensten Orte Djerbas. Morgens (6–8 Uhr) lohnt sich der Besuch besonders: Dann kehren die Fischer zurück und verkaufen den Fang direkt am Kai. Die Restaurants am Hafen servieren den frischesten Fisch der Insel.

💡 Tipp

Die ehemaligen Funduks (Karawansereien) in der Medina wurden in atmosphärische Hotels umgewandelt. Im Hotel Dar Dhiafa oder Dar Bibine übernachtest du in historischen Gewölben mit Innenhof — authentischer als jedes Resort.

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