Wiener Philharmoniker & Musikszene
Die Wiener Philharmoniker gelten als eines der besten Orchester der Welt — gegründet 1842, demokratisch selbstverwaltet (die Musiker wählen ihren Dirigenten), und mit einem unverwechselbaren Klang: warm, golden, mit dem berühmten "Wiener Legato". Ihr Stammhaus ist der Goldene Saal des Musikvereins (1870 eröffnet), dessen Akustik als die beste der Welt gilt.
Wien ist neben der Philharmoniker-Tradition Heimat der Wiener Symphoniker (das zweite Spitzenorchester), der Wiener Staatsoper (300 Vorstellungen pro Jahr, 60 verschiedene Opern pro Saison — kein Opernhaus weltweit bietet mehr), der Wiener Volksoper (Operette, Musical, Ballett) und der Wiener Sängerknaben (gegründet 1498, sonntags in der Hofburgkapelle zu hören).
Die Musikgeschichte Wiens ist beispiellos: Hier wirkten Beethoven (der die meiste Zeit seines Lebens in Wien verbrachte), Brahms, Bruckner, Mahler (als Direktor der Hofoper), Schönberg (der mit der Zwölftontechnik die Musik revolutionierte), Alban Berg und Anton Webern (die Zweite Wiener Schule).
Heute ist Wien auch für zeitgenössische Musik bedeutend: Die Donaueschinger Musiktage und das Wien Modern-Festival sind Plattformen für Neue Musik. Die elektronische Szene ist lebendig — Labels wie Mego und Künstler wie Christian Fennesz und Fennesz genießen internationales Ansehen. Die Pop- und Rockszene hat mit Falco ("Rock Me Amadeus", einziger deutschsprachiger Nr.-1-Hit in den USA), Bilderbuch, Wanda und Soap&Skin eigenwillige Stimmen hervorgebracht.
💡 Tipp
Stehplätze in der Wiener Staatsoper kosten nur 4–15 € und sind ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn erhältlich. In der Schlange stehen lohnt sich — du erlebst Weltklasse-Aufführungen zum Preis eines Kaffees. Tipp: Binde dein Halstuch an die Brüstung, um deinen Platz zu markieren, wenn du in der Pause gehst.