Mietwagen & Selbstfahren
Ein Mietwagen ist die beste Option, um Marokkos ländliche Schönheiten und entlegene Regionen zu entdecken — das Atlasgebirge, die Straße der Kasbahs, die Atlantikküste und den Südosten. In den Medina-Städten (Marrakesch, Fes) ist ein Auto eher hinderlich, aber für Rundreisen ist es unschlagbar.
Kosten
- Kleinwagen (Dacia Sandero, Renault Clio): 250–400 MAD/Tag (25–40€) — reicht für Straßen und leichtes Gelände.
- SUV/4×4 (Dacia Duster): 400–700 MAD/Tag (40–70€) — empfehlenswert für Atlas-Pisten und Wüstenrand (Achtung: echte Sahara-Pisten erfordern einen Geländewagen mit Guide).
- Benzin: ca. 14 MAD/Liter (1,35€/l) für Benzin, 12 MAD/Liter (1,15€/l) für Diesel (Stand 2025).
- Versicherung: Vollkasko (CDW/LDW) unbedingt abschließen — die Selbstbeteiligung ist sonst hoch (5.000–15.000 MAD).
- Mautstraßen (Autoroutes): Marokko hat ein gutes Autobahnnetz mit Maut. Marrakesch–Casablanca: ca. 60 MAD. Casablanca–Fes: ca. 100 MAD. Casablanca–Tanger: ca. 120 MAD. Bezahlung bar oder per Jawaz-Transponder.
Anbieter
Internationale Anbieter (Europcar, Hertz, Avis, Sixt) haben Büros an allen Flughäfen und in den Städten. Lokale Anbieter (Medina Cars, First Car, Afrique Cars) sind oft 20–30% günstiger, aber die Fahrzeuge sind älter. Buche über Vergleichsportale (Check24, billiger-mietwagen.de) für die besten Preise, und achte auf Kundenbewertungen bei lokalen Anbietern.
Fahren in Marokko — was du wissen musst
- Straßenzustand: Autobahnen und Nationalstraßen (N-Straßen) sind in exzellentem Zustand. Provinzstraßen (P/R-Straßen) variieren stark — von gut asphaltiert bis schlaglochübersät. Pisten im Atlas und in der Wüste erfordern Erfahrung und ggf. 4×4.
- Verkehrsregeln: Rechtsverkehr, Tempolimit: 60 km/h innerorts, 100 km/h Landstraße, 120 km/h Autobahn. Polizeikontrollen (Radarfallen und Straßensperren) sind sehr häufig — halte dich strikt ans Limit!
- Führerschein: Deutscher Führerschein wird akzeptiert. Ein internationaler Führerschein ist nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert (und kostet nur 15€ beim Bürgeramt).
- Kreisverkehre: Allgegenwärtig und oft chaotisch. Grundregel: Wer im Kreis ist, hat Vorfahrt — in der Praxis gilt aber eher das Gesetz des Stärkeren.
- Nachtfahrten vermeiden: Unbeleuchtete Eselkarren, Fußgänger und Radfahrer auf der Straße machen Nachtfahrten außerhalb der Städte gefährlich.
- Parken: In den Städten gibt es "Gardiens" (inoffizielle Parkwächter mit gelben Westen). Gib ihnen 5–10 MAD, wenn du zurückkommst — sie passen auf dein Auto auf. An vielen Orten alternativlos.
- Tanken: Tankstellen (Shell, Total, Afriquia) sind an Hauptstraßen reichlich vorhanden. In der Wüste und im Gebirge können die Abstände groß sein — tanke voll, bevor du in abgelegene Regionen fährst.
Achtung
Fahre NICHT selbst in die Sahara-Dünen (Erg Chebbi, Erg Chigaga)! Die Sandpisten erfordern spezielle Geländewagen und lokale Erfahrung — steckenbleiben in der Wüste ist lebensgefährlich. Buche für Wüstenexkursionen immer einen lokalen Fahrer/Guide. Auch der Tizi n'Tichka-Pass über den Atlas ist bei Schnee/Eis (November–März) anspruchsvoll.